Wenn Bürgerliche ihren Gegner als Bundespräsidenten haben wollen

Es ist absurd, wenn Konservative und Bürgerliche wie etwa die ÖVP-Granden Othmar Karas, Erhard Busek oder Franz Fischler den Präsidentschafts-Kandidaten Van der Bellen unterstützen und ihn als Bundespräsidenten empfehlen. VdB hat über Jahrzehnte Positionen vertreten, die konträr zu den klassischen Werten der Bürgerlichen stehen. Mit der Wahlempfehlung wird von den Konservativen der Bock zum Gärtner gemacht. (Über die aktuellen Motive der Bürgerlichen werden wir ein anderes Mal diskutieren.)

 

Zunächst einmal zur völlig klaren Sachlage. Wenn man als Bürgerlicher Gründe sucht, warum man VdB  wählen oder nicht wählen soll, wird man schnell fündig: Es gab und gibt bei VdB eine Vielzahl von Positionen, die man rechts der Mitte ganz einfach nicht teilen kann. Dazu braucht man nur Auszüge aus dem Grundsatzprogramm der Grünen zu lesen, als VdB noch deren letztverantwortlicher Sprecher war und maßgeblich am grünen Grundsatzprogramm mitgearbeitet hat.

 

Im Folgenden einige Originalzitate aus dem grünen Programm zu VdB`s Zeiten.

 

Ein zentraler Satz, der fast schon alles sagt:

"Grüne Politik folgt Utopien."

 

Multi-Kulti wird klar favorisiert:

"Die Vielfalt der Kulturen und unterschiedlichen Lebensformen innerhalb einer Gesellschaft und zwischen verschiedenen Gesellschaften erfordern nicht nur Respekt, sie erfordern Anerkennung ihrer Gleichrangigkeit und eine Absage an den Überlegenheitsanspruch der westlichen Industriegesellschaft."

 

Unsere eigene Kultur und deren Führungsrolle wird in Abrede gestellt:

"Die Rede von der Kultur einer Gesellschaft dient lediglich dazu, hegemoniale Ansprüche einer mächtigen Gruppe in dieser Gesellschaft festzuschreiben."

 

Und eine ganz zentrale Passage ist die folgende, sie macht VdB für Konservative absolut unwählbar. Wertehaltungen  sind für die Konservativen zentral, für die Grünen aber letztlich disponibel: 

"Werte existieren nicht a priori, sind nicht von weltlichen oder göttlichen Mächten vorgegeben und damit nicht absolut zu setzen. Wir stehen Versuchen, geschlossene Weltbilder anzubieten oder eine absolute Wahrheit zu verkünden, mit großer Skepsis gegenüber. Wenn wir Grüne Werte formulieren, sehen wir dies als Angebot, die Welt auf bestimmte Weise zu sehen und sie gemeinsam auf Basis dieser Werte zu gestalten - als Angebot an alle, die an einer ökologischen, solidarischen und nachhaltigen Gesellschaft interessiert sind. Wir versuchen, unsere Grundwerte zu erklären, nach ihnen zu leben und sie politisch zu vertreten. Jede Form der “Missionierung” durch Druck oder Zwang lehnen wir ab. Wir stellen uns der Diskussion über Werte, die nicht die unseren sind, im ständig laufenden Wertediskurs der Gesellschaft. Die Akzeptanz anderer Werte hat freilich dort eine Grenze, wo sie Intoleranz, Ausgrenzung, Ausbeutung und Verhetzung postulieren. Dagegen werden wir weiterhin Widerstand leisten und kompromisslos Stellung beziehen."

   

Breiter Raum wird dem Feminismus eingeräumt und schlimme Szenarien werden beschrieben:

"Die Unterdrückung der Frauen und die Verdrängung der weiblichen Bevölkerung aus der gesellschaftlichen Realität und Öffentlichkeit wurden jahrtausendelang mit häufig grausamen Mitteln betrieben. Frauen wurden traditionell reduziert auf die Ebene von Gefühlen, auf das Irrationale und Körperliche und in den Schatten der Welt, ins Private verbannt.... Das  erfordert eine klare feministische Positionierung und feministische Politik, bis die Herrschaftsverhältnisse abgebaut und reale Gleichstellungen erreicht sind." 

(Diese Position hat der Kandidat trotz der aktuellen Orientalisierung unserer Gesellschaft und der vor unseren Augen ablaufenden Unterdrückung der Frau wohl vergessen - erwähnt hat er sie im Wahlkampf nie.)

  

Aber gehen  wir weiter im fundamentalen Programm des Kandidaten VdB.

 

Der Freie Markt wird massiv kritisiert:

"Die Marktwirtschaft ist ökologisch blind und sozial taub." 

"Der Freie Markt hält in der Praxis nicht, was die Politik suggeriert."

 

Recht deutlich wird ein arbeitsloses Einkommen für alle gefordert:

"Die Grünen wollen Existenzsicherung vom konkreten Erwerbsarbeitsverhältnis entkoppeln"

"Wir Grüne stehen für ein Gesellschaftsmodell, in dem es möglich sein muss, ohne Erwerbszwang und Diskriminierung sozial abgesichert leben zu können." 

 

Der Wunsch nach noch mehr Umverteilung wird euphemistisch "Fairteilen" genannt:

 “Fairteilen” als gerechte Verteilung von gesellschaftlichem Reichtum und verfügbarer Arbeit sichert Lebensqualität und Zugang zu Chancen für alle. 

 

In der Krankenversorgungs- und Pensionsfinanzierung ist man gegen private Zusatzversicherungen, der Staat soll alles bezahlen: "Die Leistungen der staatlichen Unfall-, Kranken- und Pensionsversicherungen haben ein Niveau sicher zu stellen, das private Zusatzversicherungen nicht notwendig macht."

 

Skurril wird es zumindest begrifflich, wenn man die frauenpolitischen Vorstellungen nachliest.

Kinder bekommen wird als "Reproduktionsarbeit" bezeichnet, Schwangerschaft und Gebären sind offenbar Rollenzuschreibungen: "Ziel der Grünen Geschlechterpolitik ist die gleiche Teilhabe von Frauen und Männern an der Reproduktionsarbeit, um Benachteiligungen von Frauen aufgrund der Rollenzuschreibungen zu verringern."

 

Abtreibung geht nur Frauen was an, es wird keinerlei Bezug auf den Wert des Lebens genommen:

"Wesentlicher Bestandteil der Selbstbestimmung der Frau ist die Straffreiheit bei Schwangerschaftsabbruch, da es alleinige Entscheidung der Frauen ist, ob sie sich für oder gegen einen Abbruch entscheiden."

 

Die Familie als Leitstruktur der Gesellschaft wird in Abrede gestellt: "Die klassische Vater-Mutter-Kind(er)-Familie ist nur ein Modell, wie sich Beziehungen organisieren lassen." 

 

Migrationspolitik war schon vor Jahren eine grüne "Stärke", die Österreichs Interessen nicht an die erste Stelle rückt:  "Die Grünen vertreten eine Einwanderungspolitik, die die Interessen, Erwartungen und Hoffnungen potenzieller EinwanderInnen und nicht nur die Interessen des Aufnahmelandes, seiner Wirtschaft und seiner Bevölkerung berücksichtigt"

 

Fazit: Wenn mir nun noch immer jemand erzählt, dass der grüne Kandidat auch für bürgerliche Wähler als Bundespräsident in Frage kommt, dann war diese(r) Bürgerliche wohl nie wirklich bürgerlich - oder er/sie verschließt die Augen vor der Realität. Aber bis zum 4.12. ist ja noch genug Zeit zum Überlegen.

 

Interessierte, die noch genauer wissen wollen, welche Ideologie da transportiert wird, können das umfangreiche und von VdB verantwortete Grundsatzprogramm der Grünen im Detail auf deren Website ansehen: 

https://www.gruene.at/partei/programm/parteiprogramm

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Kommentare: 20
  • #1

    Walter (Donnerstag, 17 November 2016 08:37)

    Ein GruenKommunist im Steirerjanker ist immer noch ein GruenKommunist. Ignoriert die Verpackung- schaut was drin ist ! Uebrigens : Seit wann haben wir in Oesterreich freie , unverzerrte Maerkte ? Bello in Wonderland ?

  • #2

    Populismusqualllen des baldigen EX- Nr (Donnerstag, 17 November 2016 09:20)

    Wir haben begriffen, das für Sie die Wahl Hofers alternativlos ist. Das muss aber nicht für alle gelten.

    MEINER MEINUNG nach, wäre Herr Prof. Van der Bellen mit seinen Ansichten wesentlich besser bei der ÖVP daheim gewesen.

  • #3

    Honolulu joe (Donnerstag, 17 November 2016 09:27)

    Übrigens. Interessant das der Artikel auf ein 15 Jahre! altes Parteiprogramm verweist.

  • #4

    Josef H. (Donnerstag, 17 November 2016 09:46)

    VdB: Der Grüne im Biedermann-Kostüm : schaut Euch, liebe Nachbarn in Österreich, unseren grünen Schwaben Kretschmann an. Zum besseren Verständnis dieser Scheinharmonie-Figur: Man lese Max Frischs" Biedermann und die Brandstifter" .

  • #5

    Marco (Donnerstag, 17 November 2016 09:58)

    @Honolulu joe: Anscheinend sind die Grünen in der Jahrtausendwende stecken geblieben :)

  • #6

    Josef Hueber (Donnerstag, 17 November 2016 10:24)

    @Honolulu joe : Offenbar typisch für die Grünen, zu denen Honolulu joe zu gehören scheint: erstmal keinen Namen nennen. Verdeckt - und damit risikolos - zuschlagen. Diagnose: Feigheit. Zum anderen: Abneigung gegen das lange Gedächtnis. Hier der Beweis: Anders kann man sich nicht erklären, dass wir in Deutschland einen Außenminister und stellvertretenden Bundeskanzler hatten, der den Bundestagspräsidenten Stücken im Parlament vor allen Abgeordneten als " Arschloch" bezeichnet hat und vorher - gemäß Bildmaterial- schon mit Pflastersteinen auf Polizisten warf sowie einen am Boden liegenden Polizisten getreten hat. Oder sehe ich da was falsch?

  • #7

    HL (Donnerstag, 17 November 2016 10:34)

    Genau das gleiche habe ich mir auch gedacht, als ich hörte, dass der Mitterlehner den VDB empfohlen hat. Ein Skandal eigentlich. Die ÖVP hat ihre Wurzeln und Ideale vergessen. Traurig.

    Grüne/Linke Politik sind der Untergang einer jeden Gesellschaft. Schauen wir, dass Obama nach 8 Jahren in den USA gemacht hat. In den Uni gibt es "save places", "trigger warnings," lauter so Blödsinn. Jetzt demonstrieren die Millenials mit Tränen und Hysterieanfällen, weil sie noch nie NEIN gehört haben in ihrem Leben.

    Wir müssen wieder zurück zur Natur !

  • #8

    helmut-1 (Donnerstag, 17 November 2016 12:28)

    Man kann zu den beiden Kandidaten stehen, wie man will. Aber man sollte doch die ganz natürliche und vor allem biologisch bedingte Logik miteinbeziehen.

    Ich gehe in erster Linie von mir aus, - und ich denke, so mancher wird sich da vielleicht wiederfinden. Als ich 18 war, habe ich über das den Kopf geschüttelt, was ich mit 16 gedacht habe, Mit 25 habe ich über das gelächelt, was ich mit 20 gedacht habe. Mit 35 habe ich mich über das gewundert, was ich mit 25 gedacht habe.

    Das Ganze ging so weiter. Nur die Abstände wurden länger. Mit 45 habe ich nach meiner Scheidung mein ganzes Leben umgekrempelt und in andere Bahnen gelenkt, - ich hatte den Mut und die Kraft dazu. Nun bin ich 65, ruhiger geworden, aber auch gefestigt in meinen Ansichten, - auch in den politischen. Das, was ich heute denke, wird allenfalls aufgrund neuer Erkenntnisse modifiziert, angepasst, aber nicht mehr über den Haufen geworfen. Niemand kann von mir erwarten, dass ich das, was ich vor 10 Jahren gesagt habe, heute ad absurdum stelle.

    Jeder geht seinen Weg und versucht, das berühmte "Gelbe vom Ei" zu finden. Aber ab einem gewissen Alter beginnt man nicht mehr von vorne und revidiert seine gewohnte Anschauung um 180°. Man ändert sie vielleicht, in Nuancen, aber nicht grundlegend.

    Jetzt zu VDB und zu Hofer. Was VDB sein Leben lang gedacht und verkündet hat, ist bekannt. Der ist für grundsätzliche Veränderungen zu alt, - der ist auch kein Wendehals, was man ihm eigentlich zugute halten sollte. VDB war immer Grüner und wird immer ein Grüner bleiben- auch als Bundespräsident. Dass er seine bislang vertretenen politischen Ansichten grundsätzlich ändert, das erwarte ich nicht von dem Mann, ich verlange es auch nicht, - schon aufgrund seines Alters.

    Es hat seinen Grund, warum man z.B. auch bei der kath. Kirche immer nur Leute als Papst in Erwägung zieht, die in hohem Alter sind. Denn in diesem Stadium wird sich kaum mehr etwas verändern, - natürlich auch nicht zum Positiven. Nach dem Motto,- das hat nun solange gehalten, das wird auch noch meine Zeit überstehen.

    Jemand im Alter von 72 Jahren wie VDB, der braucht das Amt des BP als persönlichen krönenden Abschluss seiner politischen Karriere. Der wird sich mit Sicherheit nicht bei irgendwelchen unbequemen Entscheidungen aus dem Fenster lehnen.

    Ein Mann wie Hofer, mit 45 Jahren, der hat sein Leben noch vor sich. Der ist noch in einem Alter, wo man alles umkrempeln kann. Der muss sich noch damit auseinandersetzen, dass er sich für Fehlentscheidungen auch noch in 20 Jahren zu verantworten hat, - was für VDB schon biologisch äußerst fragwürdig ist.

    Meine ganz persönliche Meinung: Was VDB politisch sein Leben lang unter Beweis gestellt und vertreten hat, ist bekannt. Bei Hofer weiß man nur einiges, dafür ist er noch zu jung.

    Es ist ähnlich wie bei Clinton und Trump. Bei Clinton weiß man, wofür sie steht, - für die Seilschaften als Marionettenfigur, für ihre Verpflichtungen mit dem internationalen Kapital einschl. der damit verbundenen Kriegsinteressen.

    Bei Trump weiß man nicht viel, - schon gar nicht in politischer Hinsicht.

    Für beide Situationen gilt es ähnlich:

    Ob der eine (Trump, oder hier Hofer) es besser macht, - das ist nicht garantiert, aber durchaus möglich. Bei Clinton (oder in diesem Fall VDB) weiß man, wofür wie stehen, und dass es nur im selben Fahrwasser weiter gehen kann, wie bisher.

    Allerdings weiß ich aus der Geschichte, was ein überalterter Präsident einem Volk bringt, - nämlich gar nichts. Erinnern wir uns an Hindenburg in Deutschland. Im Alter von 85 Jahren ernannte er damals in seiner Funktion als Reichspräsident einen Mann zum Reichskanzler, der Adolf Hitler hieß.

    Ich bevorzuge Leute, die in der Lage sind, über ihren persönlichen Tellerrand zu sehen, - auch zukünftig, schon aus biologischer Hinsicht. Wahrscheinlich würde ich mich umgekehrt nicht viel anders verhalten, wenn die Namen und das Alter umgekehrt wäre.

  • #9

    H. R. (Donnerstag, 17 November 2016 12:29)

    soeben abgeschickt:

    An den Wirtschaftsbund Wien
    Österreichischer Wirtschaftsbund
    Landesgruppe Wien
    Lothringerstraße 16/5
    1030 Wien
    z. Hd. Christoph Biegelmayer


    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Wie schon gestern telefonisch angekündigt, gebe ich ihnen hiermit meinen Austritt aus ÖVP und Wirtschaftsbund mit sofortiger Wirkung bekannt. Es tut mir leid diesen Schritt setzen zu müssen, aber die Ereignisse der letzten Wochen lassen eine weitere Mitgliedschaft nicht mehr zu. Viele Jahrzehnte habe ich, auch in sehr schlechten und mühsamen Zeiten, der Volkspartei als meine (nun ehemalige) politische Heimat den Rücken gestärkt. Das war im 15. Bezirk, einer roten Arbeiterhochburg, nicht einfach – das können sie mir glauben.
    Obwohl die Politik der VP in den letzten Jahren, nicht immer in meinem Sinne und oftmals auch nicht nachvollziehbar war, habe ich immer die Treue gehalten.
    Aber jetzt reicht es endgültig - die Unterstützung eines Grünen Ex-SPÖlers, Ex-Kommunisten durch maßgebliche hohe Repräsentanten der Volkspartei, die Anbiederung an einen linksextremen Kommunisten, der offen sagt zu lügen wenns grade in sein Konzept passt – Freunde, das schlägt dem Fass den sprichwörtlichen Boden aus.
    ES REICHT um es mit den Worten Molterers zu sagen.
    Das ist untragbar und unerträglich für einen Bürgerlichen Menschen wie mich.

    Schämt euch – das ist ein Schlag ins Gesicht eines jeden aufrechten Christen und (echten!) ÖVP Wählers.

    Bitte um Kenntnisnahme und Bestätigung meines Austritts.

  • #10

    n4ttl (Donnerstag, 17 November 2016 12:41)

    Aber.... aber... Van der Bellen ist doch unabhängig...

  • #11

    H.M. (Donnerstag, 17 November 2016 15:44)

    Danke lieber H.R., das ist ganz genau auch meine Meinung !!!!! Leider bin ich Zwangsmitglied bei der Kammer f Land u Forstwirtschaft , kann also nicht austreten!!! Wir sollten auch Emails an die ÖVP schreiben, die sind schon so abgehoben, oder sie begehen absichtlich selbstmord!!!! ?

  • #12

    Honolulu joe (Donnerstag, 17 November 2016 18:52)

    @Josef Hueber
    Ihre Ansichten zu meiner Person sind in diesem Zusammenhang völlig irrelevant. Was meinen Namen angeht: DER STEHT DA!

    Ich habe mit meinem kurzen Statement aber auf 2 Dinge aufmerksam machen wollen zum 1.
    wie bereits erwähnt ist das Parteiprogramm 15 Jahre alt und damit von der politischen Arbeit der Partei überholt worden, und das schon vor langer Zeit. zum 2.

    Wir diskutieren hier - schon wieder - über die Grüne Partei, die unterstützt ganz offen und sehr massiv den Wahlkampf von vdb.
    Tatsache aber bleibt er tritt als Unabhängig an und hat seit Jahren keinerlei Funktion innerhalb der Partei und wir dürfen nicht vergessen: Die Bundespräsidentenwahl ist eine PERSÖNLICHKEITSWAHL, sie wählen keine Partei in die Hofburg sondern eine PERSON.

  • #13

    Hueber (Donnerstag, 17 November 2016 21:15)

    Sorry, Honolulu joe. Wusste nicht , dass Honolulu joe ein typisch österreichischer Name ist. Übrigens, unter 4 Augen: verarschen kann ich mich selber. Dazu brauch ich dich NICHT, grüner Ideologe!

  • #14

    Honolulu joe (Donnerstag, 17 November 2016 22:32)

    1. Ich verarsche niemanden! 2. Ich beleidige niemanden! 3 Gleiches erwarte ich auch von meinem Gegenüber 4. Ich wusste nicht das wir schon SO DICK sind, das DU jetzt schon großgeschrieben wird - ich betrachte es jetzt als Respekts Bekundung 5. Es gilt §1 meines Kommentars nr.12

    6. Sobald SIE es geschafft haben sich unter 4 Augen selber zu verarschen, schicken sie mir doch ein Foto. DANKE

  • #15

    helmut-1 (Donnerstag, 17 November 2016 22:52)

    Honolulu joe:
    Ich respektiere jede andere Meinung, - erlaube mir aber auch, diese zu kommentieren.

    "Tatsache aber bleibt er tritt als Unabhängig an"

    Mag schon sein, er tritt als solcher an, - aber er ist mit Sicherheit nicht "unabhängig". Wenn man mit den Beinen auf dem Boden der Tatsachen steht und nicht in den Kosmos abhebt, dann ist eines klar: Stelle mal ein Pferd in einen Kuhstall. Es wird immer ein Pferd bleiben, egal, wie lange es neben den Kühen steht.

    Diese Logik wird zusätzlich durch meine Ansichten, die auf biologischen Aspekten beruhen, untermauert (siehe meinen Kommentar weiter oben)

    "und hat seit Jahren keinerlei Funktion innerhalb der Partei."

    Die Begründung:
    "Um seine Erfolgschancen ein wenig zu erhöhen, löst er sich formell von den Grünen, welche mit ihren fahrlässigen Forderungen in Sachen Asylpolitik verantwortungsloser agieren denn je."

    Das stammt nicht von mir, sondern von einem Autor namens Jürgen Pock.
    Nachzulesen unter:
    http://www.ortneronline.at/?p=39829
    Zugegeben, er hat eine distanzierte Meinung zu VDB. Allerdings erkenne ich bei ihm einen knallharten Verstand und eine glasklare Analytik, die z.B. auch aus seiner Masterarbeit hervorgeht:
    nipub.uni-graz.at/obvugrhs/download/pdf/232244?originalFilename=true


  • #16

    Norbert Lang (Freitag, 18 November 2016 08:45)

    Hmm. Ein 15 Jahre altes Parteiprogramm macht ihn heute für ein gänzlich anderes Amt unwählbar. Hmm.Klar. Bin mir sicher Das jeder unserer geschätzten Politiker mal in´s Stadthallenbad gepinkelt hat, somit ist dies ein absoluter Ausschließungsgrund für jegliches Politische Amt.
    Hmm. Wenn man sich jetzt den Mitte rechts Kandidaten ansieht findet man natürlich nichts in seiner Vergangenheit. Keine Mitgliedschaften, keine Äußerungen über Deutschland, keine Bücher die Frauen zu Gebärmaschinen herunterstufen.

    Leute hört doch endlich mal auf nur auf den anderen hinzuhauen, bringt doch mal die positive Aspekte des eigenen Wunschkandidaten hervor. Da wird es ziemlich eng.

  • #17

    helmut-1 (Freitag, 18 November 2016 18:21)

    Norbert Lang:
    Wer redet hier von einem 15 Jahre alten Parteiprogramm? Der Mann war bis 2012 im Nationalrat, danach im Wiener Landtag und Gemeinderat, und erst im Jänner 2015 erfolgte die Ankündigung, dass er sich aus der aktiven Politik zurückziehen werde.

    Sollte es nicht aufgefallen sein, - im Nationalrat sowie im Wr. Landtag war er der Fraktion der Grünen zugehörig, - er war nicht als freier Abgeordneter oder freies Ratsmitglied präsent. Bis 2008 war er der Chef (Bundessprecher) der Grünen

    Was interessiert dann ein uraltes Parteiprogramm, wenn sich die Grünen - auch heute noch ganz aktuell - in irgendwelche Phantastereien verrennen, und VDB ist an vorderster Front dabei. Ein ganz lustiger Hammer kam Anfang dieses Monats von einen der Obergurus der Grünen, Herrn Dr. Walser aus Vorarlberg. Er zeichnet als Initiator dafür verantwortlich. Da bekam man ein Musikvideo zu hören, mit dem Titel "Vandabella wähla". Eine Lachplatte der seltsamsten Art.

    Ich möchte mal den Vorschlag aufgreifen, nicht immer auf denjenigen, den man nicht bevorzugt, hinzuhauen, sondern die Vorzüge des Kandidaten herauszustreichen, den man für besser geeignet hält.

    Was man von VDB zu erwarten hat, das weiß man. Steht für TTIP, steht für die Vereinigten Staaten von Europa, wo man als Mitgliedsland kaum mehr was zu melden hat, usw. Noch im April dieses Jahres hat Van der Bellen im „Wien heute“-Interview auf Kritik reagiert. Die Flüchtlingssituation sei eine Chance, „junge, intelligente Arbeitskräfte“ zu integrieren.
    So ein Unsinn schreit zum Himmel, - das kann nur jemand sagen, der noch nie in seinem Leben einen Mitarbeiter eingestellt hat. Ich habs übrigens mit einem Schwarzafrikaner probiert, - es war eine Katastrophe.

    Nehmen wir Hofer: Er lehnt das TTIP in dieser Form ab, -die Bevölkerung solle über eine Volksabstimmung darüber entscheiden.
    Finde ich gut.
    Beim Thema Flüchtlingskrise lehnte Hofer eine numerische Obergrenze für Flüchtlinge ab, da es lediglich eine „Beruhigungspille“ für die Bevölkerung sei. Hofer sprach sich für weitere Kontrollen an den Staatsgrenzen innerhalb des Schengen-Raums aus und befürwortete mehr Sach- statt Geldleistungen für Asylberechtigte.
    Finde ich genauso gut.

    Nur diese wenigen Aspekte reichen schon für eine klare Unterscheidung. Natürlich kommen bei meiner persönlichen Bewertung noch die Argumente hinzu, die ich bei vorangegangenen Kommentar # 8 angeführt habe.

    Jetzt würde ich mich über ein paar handfeste Gegenargumente freuen, die meine Meinung ad absurdum stellen würden.

  • #18

    Honolulu joe (Freitag, 18 November 2016 21:54)

    Der Autor referenziert seinen Beitrag mit einem Grünen Parteiprogramm aus 2001 > 15 Jahre alt.

    So ist es seine letzte Funktion innerhalb der Partei ist also 9 Jahre her. Dannach war er nur noch Parteimitglied. Im übrigen hat NIE jemand hier im Forum bestritten, dass dieGrünne diese Kanditatur unterstützen.

    Und wieder voll ins Schwarze, VDB hat sich zeitgleich mit seiner Kandidatur ZURÜCKGEZOGEN.
    Ein Schritt auf den man bei Ing. HOFER ja bis heute WARTET, schlimmer noch er ist - trotz gegenteiliger Beteuerungen - nach wie vor im Nationalratspräsidium aktiv, nimmt aus dieser Position die Aufgaben des Präsidenten (teilweise) wahr und macht gleichzeitig Wahlkampf für genau diese Position.


    Mir fällt leider auf die Schnelle kein passender Vergleich ein um die Absurdität der Situation zu Beschreiben.

    Ich verstehe nicht was ein möglicherweise misslungenes Video aus Vorarlberg - ich kenne es nicht - mit den Qualifikationen von Herrn van der Bellen zu tun hat. Mit den Wahlkampfsongs hat ja (neuzeitlich) die FPÖ begonnen über Inhalt und Musikalische Meisterschaft lässt sich auch hier diskutieren.

  • #19

    Honolulu joe (Freitag, 18 November 2016 21:59)

    Zu TTIP erübrigt sich nach der US Wahl jeder Kommentar, es ist daher auch nicht mehr tauglich für oder gegen einen Kandidaten zu argumentieren. ;)

  • #20

    helmut-1 (Samstag, 19 November 2016 03:48)

    "Mir fällt leider auf die Schnelle kein passender Vergleich ein um die Absurdität der Situation zu Beschreiben."

    Dafür fällt mir eine passende Erklärung ein, die das Vorgesagte begründet:

    VDB ist im Alter von 72 Jahren bereits Pensionist, Hofer steht in seinem Alter noch voll im Berufsleben, weswegen er in seinem Aufgabenbereich auch weiterhin tätig ist. Schließlich benötigt jemand, der nicht wie VDB Pensionist ist, auch ein Einkommen.

    Zum anderen Einwand:
    "So ist es seine letzte Funktion innerhalb der Partei ist also 9 Jahre her. "

    Kann man so nicht stehen lassen. Richtig ist:
    Vor 9 Jahren ist er als Bundessprecher der Grünen zurückgetreten, nachdem in der Folge die Wahlergebnisse ständig zurückgegangen sind.

    Aber (ich wiederhole):

    Der Mann war bis 2012 im Nationalrat, danach im Wiener Landtag und Gemeinderat, und erst im Jänner 2015 erfolgte die Ankündigung, dass er sich aus der aktiven Politik zurückziehen werde. Und da vertrat er aufgrund der Fraktionszugehörigkeit die Standpunkte der Grünen.