Medical Monday

Der Schlaganfall kommt wieder

Lange Jahre nahm das generelle Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, stetig ab. Dieser Effekt konnte seit 1950 nachgewiesen werden. Jetzt nimmt das Risiko wieder zu. Und zwar vor allem für die jüngeren Leute aus der sogenannten Generation X, also für jene, die ab 1954 geboren wurden. Die Gründe dürften vielfältig sein: Die Zunahme von Diabetes, Übergewicht und vermutlich die Tatsache, dass verordnete Medikamente zur Schlaganfall-Verhütung zu wenig "brav" eingenommen werden. Allerdings sagte der Studien-Autor Dr. John Kostis, der mit seinem Team immerhin über 200.000 Fälle untersuchte, dass weitere Datenerhebungen notwendig sind, um die genauen Ursachen für diese seiner Meinung nach alarmierende Situation zu erforschen. 

Was kann der Einzelne jetzt angesichts des steigenden Risikos tun? Recht viel: 150 Minuten Sport pro Woche treiben (WHO-Empfehlung!), das gefährliche Cholesterin namens LDL senken, auf den Blutdruck achten, Übergewicht reduzieren, nix Rauchen und, falls verordnet, seine Herz-Kreislauf-Medikamente regelmäßig einnehmen.

 

 

Yoga hilft gegen Depressionen

Fernöstliche Behandlungs- und Entspannungs-Methoden wurden lange Zeit von der westlichen Schulmedizin nicht wirklich ernst genommen. Das hat sich in den letzten Jahren geändert, man nähert sich dem empirischen Erfahrungsschatz der Asiaten  nun wissenschaftlich an. Eine neue Studie zeigt zum Beispiel, dass eine spezielle Yoga-Atemtechnik bestehende Depressionen signifikant verbessern kann: Das Atmen nach Sudarshan Kriya Yoga erleichtert bei depressiven Patienten die Symptome nachhaltig. Alltägliche Ratschläge wie "Erst mal tief durchatmen" oder Stehsätze wie "Mir bleibt die Luft weg" gewinnen da plötzlich eine neue Bedeutung... 

 

Würzen wirkt

Bestimmten Gewürzen und Pflanzen wird von alters her eine heilende Wirkung nachgesagt. Kurkuma (Gelber Ingwer) zum Beispiel wird als der Gesundmacher schlechthin gehandelt. Die Wissenschaft hat sich damit aber bisher nur ganz am Rande auseinander gesetzt. Nun zeigt uns eine seriöse deutsche Studie, dass der Inhaltsstoff Kurkumin nachweislich entzündungshemmende Eigenschaften hat, die über enzymatische Prozesse vermittelt werden. Und der Hammer dabei: die sogenannte antiinflammatorische Potenz und die Wirkungsweise sind ähnlich wie bei Cortison - allerdings ohne dessen Nebenwirkungen.

Das einzige Problem dabei ist, dass man sehr große Mengen Kurkumin zu sich nehmen muss, um dieselben Wirkungen wie mit Cortison zu erzielen. Aber als Vorbeugung  kann man es getrost einsetzen. Und vermutlich gilt:  Je öfter und je mehr, desto besser und hilfreicher ist es.

 

 

Quellen:

ad 1.:

http://newsroom.heart.org/news/lowest-stroke-rates-in-older-baby-boomers;-younger-people-rising

ad 2.: 

http://www.psychiatrist.com/JCP/article/Pages/2016/aheadofprint/16m10819.aspx. 

ad 3.:

http://www.jbc.org/content/291/44/22949.abstract?sid=21b45483-7842-4b78-a881-c7742e34b3a5

Kommentar schreiben

Kommentare: 3
  • #1

    helmut-1 (Montag, 28 November 2016 11:35)

    Finde ich hervorragend, die Hinweise auf präventive Maßnahmen.

    Wenn ich eine Anregung geben darf:
    Es wäre schön, wenn man auch die Früherkennung etwas herausstreichen könnte. Damit meine ich die meist auf die leichte Schulter genommenen ersten Anzeichen, wann man den Arzt konsultieren sollte.

    Beim Schlaganfall, - der ja meist auch nicht aus heiterem Himmel kommt, sind es verschiedene, die je nach Typ Mensch sehr unterschiedlich sein können (z.B. Doppelbilder, etc.). Beim Herzinfarkt sind es wieder andere, die man meist ignoriert, weil sie nicht anhaltend sind.

    Hab da einiges gelernt, als der Pathologe damals die Organe meines verstorbenen Schwiegervaters entnahm, die er nach seinem Ableben für die Forschung an den Universitäten gespendet hat. Der Pathologe zeigte mir auch die kleinen Vernarbungen am Herzen, und erklärte mir, wie diese zustande kommen, und was sie bedeuten.

    Seit damals weiß ich, worauf ich zu achten habe, - zumal ich genetisch darauf programmiert bin, über die Pumpe den Wechsel vom Diesseits ins Jenseits zu absolvieren. Nur, - den Zeitpunkt dafür kann man um einiges hinausschieben, wenn man über die minimalsten Grundkenntnisse in der Materie verfügt.

    Die am weitesten verbreitete Volkskrankheit besteht darin, sich nicht auszukennen, auf welche Vorgänge im eigenen Körper es ankommt, welche von Bedeutung sind und welche man vernachlässigen kann, und was es heißt, Raubbau an der eigenen Gesundheit zu betreiben. Dazu mangelt es an den minimalsten Präventivmaßnahmen, die man über gemäßigten Sport, Ernährung und Selbstbeobachtung erreichen kann.

    Ich begrüße deshalb die Initiative des Internisten, hier informativ tätig zu sein. Die zumindest theoretische Chance besteht ja, dass diese Ratschläge von jemanden angenommen werden. Derjenige wird es ab dem Zeitpunkt danken, wenn er älter wird. Und die Chance, älter zu werden, bekommt er, wenn er diese Ratschläge ernst nimmt.

  • #2

    edwige (Mittwoch, 30 November 2016 18:33)

    Kurkuma. Ok. Aber warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute im Idealfall im Garten wächst - nämlich Wacholder(beeren). Die Hausapotheke im Garten und der beste Stimmungsaufheller, den ich kenne. Einzig bei Nierenproblemen sollte man vorsichtig damit umgehen.

    Zweites "Wundermittel": Leinöl

  • #3

    Roland (Montag, 05 Dezember 2016 21:14)

    Nicht drittes Wundermittel sondern das allererste und es ist leichtest verfügbar: Natron bzw. Kaiser Natron!
    Dieses wahre Wundermittel für Pfennige wirkt blitzschnell und wirkt sowohl vorbeugend (2-3 g/Tag) als auch akut (10 g in warmem Wasser aufgelöst). Es wirkt bei SOFORTgabe schneller als der Notarzt alarmiert werden kann!

    Ein Päckchen davon muß man als Notfall"medizin" immer in der Hosentasche mit sich führen. Egal ob für sich selbst oder für Andere. Bei den geringsten Anormalitäten davon Gebrauch machen. Notfalls einfach wie Brausepulver aus der Hand lecken, wenn kein Wasser verfügbar ist. Es kommt dabei auf das SOFORT an, da die Schadensausweitung sofort gestoppt wird und die Reparatur einsetzen kann. Ich kenne die phantastische Wirkung aus eigener Erfahrung und auch bei der Pflege von Angehörigen. Die einmal bei einem akuten Notfall zufällig anwesende Hausärztin hat ihren Augen nicht getraut! Sie durfte auch nix machen, als ich in die Küche rannte und das Zeugs zusammenmixte. 30 Sekunden später war alles bereits erledigt.