Der Kultur-Marxismus zerstört Europa

Die "Politische Korrektheit" (PC) ist heute ein allgemein bekannter Begriff. Sie wird vorwiegend von der Linken und dort besonders von linken Medienleuten, Politikern und Kulturschaffenden geliebt und gelebt. Warum gerade die Linke die PC als ihre ureigenste Attitüde im Banner führt, hat einen einfachen Grund: Die PC ist auf niemand geringeren als  den linken Übervater Karl Marx zurückzuführen.

 

Weil der ökonomische Marxismus aber im Westen von Anfang an keine so guten Verbreitungsmöglichkeiten wie im Osten vorfand, mussten sich die Marxisten damals etwas überlegen. Nach Ansicht der am Anfang des 20. Jahrhunderts federführenden Ideologen Georg Lukacs und Antonio Gramsci würde die westliche Kultur und die christlichen Religionen die Arbeiterklasse zu sehr blenden und beeinflussen, also kamen diese beiden Vordenker des Euro-Marxismus auf die Idee, neue Begriffe für die Umsetzung der linken Ideologie einzuführen, um damit ihre wahren Zwecke, nämlich die Zerstörung der westlichen Kultur, ihrer traditionellen Werte und ihrer Leitbilder besser vorantreiben zu können: Die Multikulturalismus ("Multi-Kulti") als Zeitgeistströmung und die politische Korrektheit (PC) als Kommunikationstechnik waren geboren.

 

Lukacs erkannte auch schon früh, dass die Vernichtung der westlichen Sexualmoral und der damit verbundenen kulturellen Erscheinungen einen wesentlichen Schritt zum Sieg des Kultur-Marxismus bedeuten würde - er propagierte deswegen schon in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts die Freiheit der Sexualität. Nach dem Ersten Weltkrieg fielen in Deutschland die Ideen von Lukacs auf fruchtbaren Boden - die Frankfurter Schule wurde 1923 gegründet und bald zum Hort des Kultur-Marxismus.

 

Um den Marxismus von ökonomischen Termini in kulturelle Begriffe übersetzen zu können, mussten die zweifellos klugen Köpfe der Frankfurter Schule einigen Ideen Marx` widersprechen und einen Umweg nehmen. Max Horkheimer, Theodor Adorno, Wilhelm Reich, Erich Fromm und Herbert Marcus waren damals die linksintellektuelle Elite in Frankfurt. Ihr Ansatz war, dass die Kultur an sich keinen Teil von Marxens "Überbau" darstellen würde, sondern eine wichtige, aber davon unabhängige Variable sei. Sie vertraten auch die Ansicht, dass im Westen die Arbeiterklasse keine marxistische Revolution beginnen würde, weil sie zunehmend Teil der Mittelklasse würde und also dann der verhassten Burgeoisie zugehöre  - und zwar in der Erscheinungsform des Kleinbürgers.

 

Was also tun, um den Marxismus zu verbreiten? Die intellektuelle Vorarbeit fand in der Frankfurter Schule in Deutschland statt. Deren Vordenker mussten in den 30er Jahren emigrieren und gingen in die USA. Die wirkliche Antwort war daher erst nach dem Zweiten Weltkrieg gefunden - und zwar in Amerika durch Herbert Marcuse: Er verbreitete in den 50er Jahren die viral wirkende Idee, dass nur eine dichte Koalition von Studenten, Feministinnen, Schwarzen und Homosexuellen dazu in der Lage wäre, den Kultur-Marxismus umzusetzen.

 

Durch die Emigration der Frankfurter Schule in die USA fand der Fokus auf die Zerstörung der westlichen Kultur eine neue Heimat und konzentrierte sich vorerst auf Amerika. Dort wurde die "Kritische Theorie" entwickelt, nach deren Logik jede etablierte Institution grundsätzlich kritikwürdig ist - zuvorderst natürlich auch das schon von Karl Marx zur Zerstörung freigegebene bürgerliche Konstrukt namens Familie. Jeder, der an die westliche Kultur glaubte und sie lebte, wurde begrifflich mit seinen angeblichen eigenen Vorurteilen und Prägungen konfrontiert. Diese zwangsweise üblen Benennungen heissen Rassist, Faschist, Sexist etc. Damit konnte man jeden, der "traditionell" war, sofort pejorisieren und in Rechtfertigungsnot bringen.

 

Die Theorien von Sigmund Freud gewannen in der Kritischen Theorie großen Einfluss und es wurde daher in der Frankfurter Schule auch psychologisch gearbeitet. Die führenden Frankfurter Köpfe verbrachten die Kriegsjahre übrigens in Hollywood, sodass ihr linksintellektueller Einfluss auch dort deutliche Spuren hinterließ und ein Teil der kulturmarxistischen Indoktrination sich in verschiedenen Filmen bildhaft wiederfindet. 

 

Nach dem Krieg gingen die meisten Linksintellektuellen wieder zurück nach Deutschland und verfolgten dort weiter ihre kulturzerstörenden Pläne. Neben den schon erwähnten einflussreichen linken Sozialphilosophen Horkheimer und Adorno  sind vor allem Bloch, Mitscherlich und natürlich der heute noch aktive Jürgen Habermas als die führenden Köpfe zu nennen. Es ist nicht übertrieben, den Keim der nachhaltig wirksamen 68er-Revolution in der Frankfurter Schule zu verorten, wiewohl natürlich treibende Elemente auch aus Frankreich kamen.

 

Die heute noch aktiven Gedankengebäude in den Köpfen der Linken beruhen alle auf den kulturmarxistischen Ideen der frühen Jahre: Es geht nach wie vor um die Auflösung der Familie, um die wegen der biologischen Unterschiede gar nicht mögliche, aber trotzdem anzustrebende absolute Gleichstellung der Frau - was natürlich den völlig freien, ungehinderten und legalisierten Zugang zur Abtreibung mit einschließt. Es geht um die Gender-Ideologie, die forcierte Umsetzung der Gleichheit aller Menschen, es geht um die absolute Gleichsetzung der "Homoehe" mit der Ehe und natürlich nicht zuletzt um die Bekämpfung des westlichen Kapitalismus und die Anpassung der gesamten Sprache im Sinne der PC.

 

Und es geht ganz massiv darum, durch die Massenzuwanderung das Bürgertum soweit in die Enge zu treiben und zu schwächen, dass es sich den kulturmarxistischen Theorien unterwirft. Der Schaden, der durch all diese Ideen angerichtet wird, ist unermesslich - aber das war und ist in totalitären Ideologien immer schon egal und wird als notwendiges Opfer gesehen. Daher sind auch all die Probleme, welche die orientalischen Kulturen gerade nach Europa einschleusen, in den Augen der Linken nur Teile des kulturmarxistischen Transformationsprozesses (natürlich geht es den linken Politikern dabei auch um neue Wähler.) Im Multikulturalismus sollen die Neulinge und Eindringlinge zunächst ihren Platz bekommen und dort "bunt", laut und fordernd sein dürfen, weil das bei der Zerstörung der abendländischen Kultur mithilft. Typischerweise wird das Phänomen von den Linken als Bereicherung bezeichnet, weil es mithilft, die Armada gegen die Konservativen zu verstärken. Die Fremde dürfen das also und sie sollen das sogar. Denn am Ende steht ohnehin der kulturmarxistisch kreierte Einheitsmensch.

 

Herbert Marcuse blieb übrigens in den USA und hatte dort maßgeblichen Einfluss in der College-Szene. Sein Dogma war, das Lustprinzip über das Realitätsprinzip zu erheben und er wollte die Gesellschaft von der Arbeit befreien. Marcuse wurde schließlich zum Guru der Neuen Linken in den USA und verbreitete dort unermüdlich den Kultur-Marxismus. Sein berühmtester Ausspruch: "Make love, not war"

 

Ein neuer Konservatismus muss alle diese ungeheuerlichen Vorgänge durchleuchten, die wahren Hintergründe aufdecken und die Dinge beim Namen nennen. Die Ziele sind seit Lukacs und Gramsci dieselben geblieben: Die Zerstörung der westlichen Kultur und der christlichen Religion.  Diese Ziele sind zum Teil schon erreicht, vor allem auch deswegen, weil sich klassische Konservative von den süßen Formeln der Kulturmarxisten haben einlullen lassen. Viele haben längst die Seiten gewechselt (sieh z.B. das ÖVP-Unterstützungskomittee für den Kulturmarxisten Van der Bellen.)

 

Die Aufgabe des neuen Konservatismus muss es sein, den Bürgern klar zu machen, dass alle diese genannten Vorgänge Spielarten und Folgen des Marxismus sind und dass Europa im Begriff ist, ein marxistisch gelenkter Kontinent zu werden - mit all den üblen Folgen, die bis zum Mauerfall 1989 kein ernst zu nehmender Europäer haben wollte.  

 

 

Der Text wurde von den Arbeiten des konservativen US-Autors, Militärtheoretikers und Directors of the Institute of Cultural Conservatism, William Sturgiss Lind, inspiriert. http://www.freecongress.org/

 

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Man gewöhnt sich an alles

"Ihr müsst, Ihr müsst mir helfen!" - So flehte Angela Merkel in ihrer langen Rede am CDU-Parteitag die Delegierten an und meinte damit vor allem, dass man sie weiter bei ihrer von der Mehrheit Europas die längste Zeit als schlecht empfundenen Migrationspolitik unterstützen solle. So geschah es und sie wurde  wiedergewählt. Offenbar auch von jenen in der CDU, die Merkels Haltung in der Migrationsfrage ablehnten. Das war natürlich zu erwarten, denn Parteisoldaten tun, was man von ihnen verlangt. 

 

"Wer kein Nazi ist, der wählt Van der Bellen" - so lautete, verdichtet formuliert, der wirksamste Wahl-Aufruf in Österreich, der letztlich den wie Merkel sehr migrationsfreundlichen Alexander Van der Bellen in das Amt des Bundespräsidenten hievte. Dieses Ergebnis war nicht so klar zu erwarten wie das oben zitierte, die Stimmung dürfte erst in den letzten Wochen vor der Wahl gedreht haben. 

 

Die beiden Wahlresultate sind natürlich nur bedingt zu vergleichen, denn Merkels Wiederwahl war eine parteiinterne  und die Präsidentenwahl war eine, in der ein  "Bundespräsident für alle Österreicher" gekürt wurde. Beide Wahlergebnisse sind aber Zeichen, dass sich eine gewisse Gewöhnung eingeschlichen hat: Man beginnt, sich mit der illegalen Migration abzufinden. Zumindest hat sich eine Ermüdung ob des Dauerthemas breitgemacht und da und dort ist sogar Resignation zu bemerken. "Was willst Du machen, es ist eh nicht zu ändern" - diesen Satz hört man gar nicht so selten.

 

Wir treten damit zweifellos in die gefährlichste Phase der nachhaltig und transformierend wirkenden Völkerwanderung ein - denn sie wird damit zur Normalität. Obwohl die beginnende Zerrüttung der Staatsstrukturen amtlich ist, obwohl täglich Gesetze gebrochen werden und der Rechtsstaat damit ausgehöhlt wird und obwohl das gesamte Migrationsmanagement nicht gut funktioniert, weil die Mehrzahl der illegal nach Deutschland wie nach Österreich eingedrungenen Fremden nicht rückführbar ist und vermutlich hierbleiben wird, scheinen sich die Bürger an die Situation gewöhnt zu haben.

 

Dieser Befund ist letztlich mehr als dramatisch. Wenn die Gewöhnung an ein Unrecht oder an eine für den Staat negative Situation eingetreten ist und der Widerstand dagegen schwindet, wird dieses Unrecht nur noch ein Makel und irgendwann wird der Makel dann zu einem nur noch dunklen und üblen Einsprengsel im Alltag - obwohl das Unrecht in seiner Wirkmächtigkeit und in seinen Langzeitfolgen völlig gleich bleibt.

 

Die rechtliche und faktische Situation ist ja nach wie vor eindeutig: Wir haben massenweise illegale Migranten im Land und die Eindringlinge kommen weiterhin in großer Zahl.  Der Andrang ist zwar geringer als im Annus horribilis 2015, aber es ist keine Rede davon, dass er aufhören wird und wir wissen, dass in Afrika und im Orient Millionen Leute den Willen haben, nach Europa zu kommen. 

 

Und wir wissen auch, dass ein Großteil dieser Migranten keine Flüchtlinge sind, sondern dass sie in die ohnehin schon stark belasteten europäischen Sozialsysteme einwandern wollen. Und wir wissen, dass die autochthone Bevölkerung dafür bezahlen muss. Effekte dieser durch die Migration entstandenen Finanzkrise sind vor allem im Gesundheitssystem schon bemerkbar, hier beginnen die Rationierungen nicht mehr nur im Hintergrund zu wirken, sondern sind für die Patienten bereits spürbar.

 

Doch der Gewöhnungseffekt hat möglicherweise auch etwas Gutes an sich, denn jetzt könnte der große Moment der Sachpolitik kommen. Wenn die hochgegangenen Emotionen bei der größten politischen Krise unserer Zeit dem Verdruss und einer achselzuckenden Resignation weichen, könnten sich der Staat und seine Verantwortungsträger in nüchterner und formaljuristisch richtiger Art endlich ihrer Pflichten besinnen und die Problematik einer fundamentalen Lösung zuführen.  

 

Aber natürlich darf man nicht vergessen, dass gerade die linksideologisch ausgerichteten Parteien wie die Sozialdemokraten, Grüne und Teile der Christdemokraten (in der ÖVP wie in der CDU) die Migration für grundsätzlich gut befinden, weil sie sich zukünftige Wähler von ihr erhoffen.

 

Es wird also weiterhin klar vernehmbare Mahnungen brauchen und viel Geduld und Ausdauer bei den Kritikern der Europa in höchstem Maße gefährdenden Massenmigration. Die migrationskritischen politischen Parteien müssen ihre Sachargumente, die rechtsstaatlichen Begründungen und die kulturellen Argumente unverdrossen und mit Bestimmtheit in die politische Debatte einbringen. Politik ist das Bohren von harten Brettern, sagte Max Weber einst. Und die Migrationskrise ist das härteste Brett der letzten 70 Jahre.

 

 

 

 

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So geht Bürokratie-Abbau...

Multiprofessionelle und interdisziplinäre Primärversorgungseinheiten, Rahmen-Gesundheitsziele, ergebnisorientierte Steuerungsziele und wirkungsorientierte Gesundheitsziele, Finanzzielsteuerungsvereinbarungen, Vereinbarungsumsetzungsgesetz, Gesundheitsversorgungsstruktur, Bundeszielsteuerungskommission, ständiger Koordinierungsausschuss, Monitoring der Gesundheitsförderungsstrategie, Bundesgesundheitskommission, Landes-Zielsteuerungsübereinkommen, Bundesjahresarbeitsprogramm, integrative Versorgungsplanung, Best Point of Service, interdisziplinäre Versorgungsmodelle, Patientenorientierung und Transparenzmachung  von Qualitätsinformationen, Steuerungsbereich Ergebnisorientierung, Weiterentwicklung der Kompetenzprofile im Hinblick auf die Aufgabenteilung, Optimierung der intersektoralen Behandlungsprozesse, usw. usw....

 

Nein, das ist keine Ironie auf unser gesundheitspolitisches Beamtendeutsch. Das ist die Realität. Dieser Word-Rap voller sperriger begrifflicher Ungetüme ist nur ein kurzer Auszug aus der Regierungsvorlage zu einem neuen Bundesgesetz, mit dem das österreichische Gesundheitssystem in zumindest einigen Bereichen spürbar verändert werden soll. Eine neue Reform steht wieder einmal vor der Tür und das zentrale Zauberwort des nächste Woche im Nationalrat zur Beschlussfassung vorzulegenden Gesetzes ist das vieldiskutierte Primary Health Care Center (PHC), in dem die große Zahl von Problemen, die es im System gibt, endlich gelöst werden soll. Die Reform erfolgt natürlich nur im Sinne des Patienten - pardon, ausschließlich "patientenorientiert", so heisst das korrekte Wort dafür.

 

Das Schlagwort namens "Patientenorientierung" und diverse Hinweise darauf gibt es übrigens mehrmals in diesem knochentrockenen Textkonvolut - als ob ein Gesundheitswesen auch für jemanden anderen als die Patienten gemacht werden könnte und man daher die Patientenorientierung extra betonen müsste. Aber als Gesetzestext-Schreiber muss man es sich wohl angesichts der vielen bürokratischen Neuschöpfungen und der teils schauerlichen Begriffskreationen immer wieder in Erinnerung rufen: Das Gesundheitssystem ist für die Patienten da und leider nicht für die Bürokraten selber. Obwohl, ganz sicher kann man da nie sein...

 

Im Ernst: Es stellt sich angesichts des Gesetzestextes gleich die Frage, ob das mit dem seit langem angekündigten und allseits geforderten Bürokratieabbau im Gesundheitswesen jemals ernst gemeint war. Ist ein solcher Bürokratie-Abbau in der Gedankenwelt jener vieler Berufs-Bürokraten, die im System vor sich hin werken,  überhaupt vorstellbar? Die einfache Antwort lautet: Nein. Denn wo Bürokratie ist, soll noch mehr Bürokratie werden. Das ist das einfache und ungeschriebene Gesetz von ausdifferenzierten hochkomplexen Bürokratie-Systemen am beginnenden Ende ihrer Lebensdauer. Kein bürokratisches System der Welt wird sich selber reduzieren - schon gar nicht, wenn es einmal so weit verästelt ist ist wie das unsrige. Die fortgesetzte Aufblähung des Apparates ist so unumstößlich wie ein Naturgesetz. 

 

Das österreichische Gesundheitssystem ist ein veritabler Moloch, an dem Beamte, Hauptverbandspräsidenten, Kassenobleute, externe Berater und natürlich Politiker sonder Zahl in Kommissionen und Gremien immer und immer wieder herumdoktern, um am Ende eine kapitale Verschlimmbesserung zustande zu bringen, die dem Zwangsbeitragszahler als Reform und oft sogar als die Reform schlechthin verkauft wird. Weil aber die Zeiten schlechter werden und alles teurer wird, gibt es nach der Reform stets die schlechtere Leistung zum höheren Preis und es gibt die Verschärfung der ohnehin als ewige Prämisse über allem stehende Spar-Doktrin. Der Leitspruch lautet: Immer weniger für immer mehr. Die Rationierung gewinnt an Gestalt.

 

Was aber auf jeden Fall und immer zunimmt, ist die Bürokratie. Der Patient steht zwar im Mittelpunkt aller Bemühungen, dort steht er aber wie nach wie vor jedem und allem im Weg - besonders der Bürokratie. Und die Hauptakteure im Gesundheitssystem, die Ärzte, lässt man sowieso am wenigsten bei den jeweiligen Reformen mitreden. Deren Rufe und Vorschläge, die direkt aus der Erfahrung und der Praxis kommen, verhallen fast immer ungehört in den Gängen der Bürokratie-Paläste. Das hat schon etwas Kafkaeskes.

 

Die Ärzte sind zwar die bestausgebildeten Experten mit der höchsten Verantwortung, aber weil es ein bürokratisches System ist, müssen sich die medizinischen Fachleute immer an der Bürokratie orientieren und dürfen sich dort als Kostenfaktoren in der Buchhaltung wiederfinden. Dasselbe gilt natürlich auch für alle anderen Gesundheitsberufe: Die Praxis und die Erfahrung aus dem wirklichen Leben zählen nicht. Wichtig ist nur, was im Computer steht, was in der Leitlinie und im Standard festgeschrieben ist und was von Kostenstellen, Controllern und vom Qualitätsmanagement geprüft werden kann. Die reale Zeit, welche die verschiedenen Gesundheitsberufe mit und bei den Patienten verbringen müssen und wollen, ist zu einem notwendigen Übel geworden. Am liebsten würden die Bürokraten dieselbe wegrationalisieren - am besten per Verordnung.

 

Und je lauter der Ruf nach dem Abbau der Bürokratie wird und je expliziter die politischen Versprechen werden, dass diese Reduktion natürlich ein Hauptziel jeder Reform sei, desto sicherer kann man sein, dass der Abbau nicht stattfindet, sondern eben das genaue Gegenteil. Diese Behauptung ist leicht ist zu beweisen: Wäre es anders, hätte ich nämlich den ersten Absatz dieses Textes gar nicht schreiben können.

 

 

 

 

 

 

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Hört endlich mit dem "Nazi!"-Geschrei auf

Warum die Präsidenten-Wahl so ausgegangen ist, wie sie ist, das mögen die Analysten und Profis beurteilen. Auf jeden Fall war aber auffällig, dass vor allem in der Endphase des Wahlkampfes ein Instrument zum Einsatz kam, dessen Wirkung zwar nicht mehr so stark ist wie früher, aber dennoch vorhanden. Die Rede ist von der unsäglichen Nazi-Keule.

 

Dem Kandidaten Norbert Hofer wurde seitens der üblichen tapferen und stets linken Antifa-Kämpfer in den Medien und in der Politik immer wieder attestiert, er sei zumindest in der Nähe des Rechtsextremismus angesiedelt, wenn nicht gar ein echter Nazi. Der Tiroler SPÖ-Chef Mayr durfte ihn sogar offiziell so nennen, auch vor Gericht. Und doch wurde der blaue Kandidat nie wegen Wiederbetätigung angezeigt geschweige denn verurteilt. Er distanzierte sich auch in Interviews so wie jeder ernst zu nehmende Mensch immer authentisch und klar von braunen Ideen und verurteilte natürlich die Gräueltaten des Dritten Reichs.

 

Das alles widerspricht dem so leichtfertig gebrauchten und doch so üblen Wort "Nazi": Wer die Hitlerei definitiv verurteilt, wer niemals wegen Bruch des NS-Verbotsgesetzes belangt wird und wer glaubwürdig mit dem braunem Gedankengut nichts am Hut hat, kann wohl kein Nazi sein, auch wenn man es permanent von ihm behauptet. Und jemand, der in der unseligen Zeit noch nicht einmal geboren war, kann nicht einmal in Form einer verschwiegenen Vergangenheit ein solcher sein. 

 

Worauf beruht dann das unschöne Etikett, wird man sich fragen? Dem Kandidaten wurde andauernd vorgeworfen, dass er Ehrenmitglied einer Burschenschaft sei und dass diese Verbindungen grundsätzlich deutschnationales Gedankengut pflegen würden. Burschenschaften werden gerne mit dem Nazismus assoziiert. Dazu muss man aber wissen, dass die Burschenschaftsidee schon seit 1818 existiert und sich in Form von vielen, noch heute aktiven Studentenverbindungen nach der Revolution 1848 im deutschen Sprachraum stark verdichtete.

 

Die Wurzeln der Burschenschaften reichen also mehr als 100 Jahre vor den Ausbruch des Nazismus zurück. Ziel all dieser Verbindungen war und ist es, die (Meinungs-)Freiheit zu verteidigen, der persönlichen und vaterländischen Ehre entsprechenden Raum zu geben und den deutschsprachigen Patriotismus zu pflegen. Das mag man als konservativ, national und altertümlich bezeichnen, hat aber mit der Ideengeschichte des NS nichts zu tun, so sehr man diesen kausalen Zusammenhang auch von linker Seite konstruieren möchte.

 

Aufgrund der fürchterlichen deutschen und österreichischen Vergangenheit zwischen 1933 und 1945 eignet sich aber offenbar alles, was irgendwie bekennend "deutsch" und "national" erscheint, ja sogar alles, was als erklärtes "patriotisches Gedankengut" in die Debatte einfließt, auch über 70 Jahre nach dem Untergang des Nazismus hervorragend dafür, in der Diskussion missbraucht und als pejoratives Attribut benutzt zu werden.

 

Die Nazis haben die genannten Begriffe wie Ehre und Vaterland zweifellos kontaminiert, aber es gibt halt für bestimmte, grundsätzlich gute und schon von alters her als wertvoll erkannte Eigenschaften wie den Glauben an das eigene Vaterland und die eigene Nation keine anderen oder neuartigen Begriffe. Man darf sich diese auch von den Antifa-Kämpfern nicht vermiesen lassen, denn wir brauchen Vaterländer und Nationen.

 

Es gibt heute Heerscharen von Experten für Nazi-Zuschreibungen aller Art, sie kommen aus den verschiedensten Lagern. Gemeinsam ist ihnen die Neigung zur hemmungslosen Übertreibung, die Unschärfe im Gebrauch der Wahrheit und diese ganz spezielle anklagende und selbstgerechte Art, ihre oft überaus bösen Anschuldigungen vorzubringen. Es gehe den wackeren Antifa-Kämpfern immer nur um das Gedenken an die Opfer und um das Ansehen Österreichs in der Welt, so wird von ihnen stets moniert. Und natürlich darum, alle ideologischen Anklänge ans Nazitum schon im Keim zu bekämpfen.

 

Für diese Zwecke gibt es aber das schon angesprochene NS-Wiederbetätigungsgesetz und es ist zu hinterfragen, warum die immer selben "Nazi!"-Schreier bei Verdacht nicht die Gerichte bemühen. Deren Sache ist es nämlich, darüber zu befinden, ob jemand oder eine Gruppierung gesetzlich zu verurteilen bzw. zu verbieten sind. 

 

Natürlich steckt bei den linken und medial hoch aktiven Antifa-Kämpfern etwas anderes dahinter. Es geht den Damen und Herren in Wirklichkeit ja kaum um das Ausfindigmachen von echten Nazis und Wiederbetätigern (von denen es auch zweifellos nur eine Handvoll gibt), sondern es geht ihnen vor allem um das politische Anpatzen unliebsamer Kontrahenten. Im besten Fall soll der Gegner mit der Nazi-Keule rufmäßig vernichtet werden.

 

Die Beschädigung der gegnerischen Reputation ist heute das Ziel in vielen politischen Kampagnen und das war es auch bei dieser Wahl. Vordringlich wurde verlautet, man müsse das Ansehen Österreichs im Ausland schützen und niemals dürfe daher ein "Rechter" unser Präsident werden. Weil man das weder argumentativ noch demokratiepolitisch begründen konnte, packte man halt die Nazikeule aus und drosch drauf los. Einige Linksgrüne in diesem Land waren und sind quasi eine Spezialeinheit für diese Zwecke, sie haben ihre Rollkommandos für die Rufschädigung immer einsatzbereit. Es scheint sogar, dass für etliche Leute aus dieser Ecke das gesamte Leben nur aus Antifa-Kampf besteht. Und so wurde angesichts des befürchteten Hofer-Erfolgs der Einsatzbefehl gegeben.

 

Im zu Ende gegangenen Wahlkampf hat das Werfen mit dem braunen Dreck noch einmal gewirkt. In den in- und ausländischen Medien wurde das "Nazi-Land Österreich" wieder zum Mega-Thema und überall warnten die Linken, die Braven und die Guten eindringlich davor, einen angeblichen Nazi zum Präsidenten zu machen. Nur der linksgrüne Kandidat Van der Bellen könne Österreich vor einem Rückfall in die schlimmste aller Zeiten bewahren. So lautete das konstruierte und medial willig lancierte Narrativ. 

 

Für diesen Kampf, in dem es bezeichnenderweise keine einzige Anzeige wegen NS-Wiederbetätigung gab, schreckte man auch vor dem politischen und wahlkämpferischen Missbrauch von NS-Opfern nicht zurück: Das Video einer alten Dame, die als Kind den NS-Terror am eigenen Leib erlebt hatte und in dem Clip vor rechtsextremen Tendenzen warnte, wurde landauf, landab durch die Social Media gejagt, um Betroffenheit zu erzeugen.

 

Eines haben die unermüdlich gegen die längst verschwundenen braunen Dämonen kämpfenden Agitatoren damit erreicht: Sie haben offenbar gar nicht wenigen Leuten ein schlechtes Gefühl verschafft, so dass viele Bürger vermutlich anders wählten als sie eigentlich wollten. Man möchte nicht gern in einem vom Ausland als Nazi-Staat empfundenen Land leben und man möchte nicht dauernd gefragt werden, was denn mit den Österreichern los sei.

 

Aber das ist leider auch genau das, was die vielen linken Spin-Doktoren unserem Land angetan haben: Mit ihrer Propagandamaschine, die ja im Grunde (frei nach Rudolf Burger) doch nur ein "antifaschistischer Karneval" ist, haben sie Österreich im In- wie im Ausland neuerlich einen Ruf verpasst, der uns noch länger zu schaffen machen wird. Anders gesagt: Gerade die Antifa-Kämpfer haben jetzt exakt jenen Effekt produziert, den sie angeblich verhindern wollten. Aber möglicherweise war das ja auch ihr großes Ziel, denn andernfalls hätten sie endgültig keinerlei Daseinsberechtigung mehr - jetzt, wo eh ein Linksgrüner zum Präsident gemacht wurde.

 

Man darf gespannt sein, ob und wie lange die abgedroschene Nazi-Keule noch wirkt. Der nächste Wahlkampf kommt bestimmt. Und in Anbetracht der Tatsache, dass fast 50% der Wähler sich nicht mehr durch den Gebrauch des schon irgendwie ekelig gewordenen Anpatz-Instruments beirren haben lassen, besteht berechtigte Hoffnung, dass wir vielleicht bald politische Auseinandersetzungen erleben dürfen, bei denen es um Inhalte und nicht mehr um die ewig selben, sachlich haltlosen linken Antifa-"Argumente" geht. Vielleicht wird auch die Linke irgendwann begreifen, dass auf Dauer damit keine Politik zu machen ist. 

 

 

 

 

 

 

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Entscheidungshilfe

Morgen, am 4.12. 2016, wird der österreichische Bundespräsident gewählt. Wir haben die Wahl zwischen dem rechts der Mitte positionierten Kandidaten Norbert Hofer, der ein christlich orientierter Patriot ist und dem Kandidaten Alexander Van der Bellen, der als linksorientierter atheistischer Grüner den österreichischen Staat im EU-Superstaat aufgehen lassen will. Soviel zur allgemeinen politischen Verortung der Kandidaten.

 

Doch es gibt noch eine Reihe ganz wesentlicher Unterschiede, die uns helfen, eine klare Entscheidung zu treffen. Hier die Standpunkte der Kandidaten zu den wichtigsten Themen.

 

 

Direkte Demokratie:

Dr. Alexander Van der Bellen:

Frage in einem Interview in der Zeitung Die Presse: "Heinz Fischer hat in noch einem Punkt aktiv und erfolgreich interveniert - als die direkte Demokratie stark ausgebaut werden sollte. War das richtig?"

Dr. Alexander Van der Bellen: "Ich stimme in diesem Punkt nicht mit den Positionen mancher Grünen überein und konnte die Bedenken von Heinz Fischer sehr gut nachvollziehen. Ich bin ein Anhänger der repräsentativen Demokratie auf Bundesebene. Auf der regionalen Ebene sieht das anders aus, da halte ich mehr Bürgerbeteiligung für sinnvoll."

(Quelle: http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/4905963/Ich-habe-den-grunen-Flohzirkus-zu-einer-Partei-gemacht )

 

Ing. Norbert Hofer:
 "Mir ist der Ausbau der Direkten Demokratie nach dem Vorbild der Schweiz ein ganz großes Anliegen. Alles, was im Parlament entschieden wird, kann auch Inhalt eines Volksbegehrens sein. Mehr Direkte Demokratie gibt den Menschen die Möglichkeit, auch von sich aus tätig zu werden und Initiativen in Gang zu setzen. Und das braucht auch unser Land, um der viel vielzitierten Politik(er)verdrossenheit entgegenzuwirken."

(Quelle: http://kath.net/news/54965 )

 

Ehe und Familie

Dr. Alexander Van der Bellen:
"Ein Vorurteil, das sich in der Gesellschaft hartnäckig hält, ist, dass Kinder nur dann gut aufwachsen können, wenn sie einen Vater und eine Mutter haben. ExpertInnen betonen jedoch, dass das nicht stimmt, weil es lediglich wichtig ist, dass das Kind zwei Beziehungs- und Ansprechpersonen hat. Für die Entwicklung einer positiven Geschlechtsidentität braucht es nicht unbedingt Eltern beiderlei Geschlechts."

(Quelle: http://meinparlament.wienerzeitung.at/p/739/alexander-van-der-bellen/?site=question&topic_id=7 )

 

Ing. Norbert Hofer:
"Durch ein Kind wird eine Lebensgemeinschaft von Mann und Frau zur Familie. Sie ist die Keimzelle unserer Gesellschaft, eine organisch gewachsene Einheit, in die sich der Staat möglichst wenig einmischen soll. In Zeiten, wo jede zweite Ehe geschieden wird, ist auch der Familienbegriff gewachsen. So ist das Bild einer idealen Familie mit Mutter, Vater und gemeinsamem Kind um Alleinerzieher mit Kind, ebenso wie diverse Patchwork-Formen zu erweitern. Die Ehe hat eine Sonderstellung und ist Mann und Frau vorbehalten, da aus dieser Verbindung auch Kinder auf natürlichem Weg hervorgehen können. Daher sollten andere Formen des Zusammenlebens – wie bei gleichgeschlechtlichen Paaren - nicht durch ein Adoptionsrecht gefördert werden, da ich für die heranwachsenden Kinder hier große Probleme sehe." (Quelle: http://familie.at/site/oesterreich/presse/aktuelles/article/3290.html )     

 

Abtreibung

Dr. Alexander Van der Bellen:
 Zur Frage, wie er zur Abtreibung auf Krankenschein stehe, meint Dr. Alexander Van der Bellen: "Im Grunde genommen gehört das [die Abtreibung] von der Krankenkasse übernommen, gerade bei jenen Leuten, die eben nicht beliebig über Einkommen verfügen können und diese nicht unerheblichen Kosten nicht auf sich nehmen können. […] Aber wenn ein Kind geboren wird, schenke ich der Gesellschaft nix. Dem Kind wird Leben geschenkt von seinen Eltern, da brauch ich net das pathetische Gebrabbel von wegen der Gesellschaft Leben schenken." (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=bTwGliKYHtI ab Minute 4:52)

 

 

Ing. Norbert Hofer:
"Am Ende des Lebens bietet die Gesetzeslage in Österreich grundsätzlich einen guten Schutz. Am Anfang des Lebens ist es überhaupt nicht geschützt. Zum einen gibt es seit Mitte der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts die Fristenlösung. Leider werden in Österreich bis heute keine Statistiken darüber geführt, wie viele Abtreibungen jährlich durchgeführt werden. Seit der Einführung waren es wohl einige hunderttausend. Noch dramatischer scheint mir die Situation für behinderte Kinder. Diese dürfen bis zum Tag der Geburt im Mutterleib getötet werden. Das bedeutet, lebensfähige Kinder dürfen getötet werden. Diese Vorstellung ist unerträglich, seit Jahren kämpfe ich dafür, dass der eugenische Schwangerschaftsabbruch verboten wird." (Quelle: http://kath.net/news/54965 )

    

 

 

Glauben die Kandidaten an Gott?

Dr. Alexander Van der Bellen:
"Nicht im engeren Sinn. Diesen Glauben habe ich verloren. Aber ich glaube an den Sinn, an die Botschaft, an die Vision des Neuen Testaments." (Quelle: Der Sonntag, Nr. 16, 24.04.2016)

Ing. Norbert Hofer:
"Ja. Das ist für mich wichtig und auch ein Leuchtturm, bei Entscheidungen – so weiß ich, in welche Richtung ich gehen muss." (Quelle: Der Sonntag, Nr. 16, 24.04.2016)


 

Europa und Christentum

„Für Van der Bellen sind ‚die Herrschaft der Vernunft und des Rechts zentrale Werte der europäischen Kultur‘. Christlichkeit sei dagegen kein europäischer Wert für ihn“. (Quelle: http://orf.at/stories/2329348/2329347/ )

 

Ing. Norbert Hofer:
"Weil ich Wert lege auf ein Europa, das auf unseren christlich-jüdischen Werten aufgebaut ist, und nicht auf ein Europa der Beliebigkeiten."

(Quelle: http://www.glaube.at/aktuelles/neuigkeiten/sonntagsgespraech-mit-praesidentschaftskandidaten/ 

 

Zur politischen Ehrlichkeit

Dr. Alexander Van der Bellen:
 "Führt Transparenz auch zu mehr Wahrheit, oder müssen Politiker im Sinne des Gelingens ihrer Vorhaben manchmal auch bewusst die Unwahrheit sagen? Auch wenn ich mich damit nicht beliebt mache: Verschweigen, vernebeln oder gegen die eigene Überzeugung reden kann im politischen Kontext manchmal sogar vernünftig und strategisch zielführend sein". (Quelle: Alexander van der Bellen in seinem neuen Buch "Die Kunst der Freiheit", Seite 154) Laut Van der Bellen ist Lügen also erlaubt, wenn es den jeweiligen Zweck erfüllt.

 

Ing. Norbert Hofer:
"Und ich will mich auch hier nicht verbiegen und die Dinge so sagen, wie ich sie sehe und nicht um den heißen Brei herumreden." (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=MqBLwN217_w ab Minute 10:00  )

 

 

 

 

 

 

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Die Nation als Bedingung

Der Begriff "Nation" bezeichnet laut Wikipedia eine größere Gruppe von Menschen, denen gemeinsame Merkmale wie Sprache, Abstammung, Traditionen, Sitten und Bräuche zugeschrieben werden. Er kommt vom lateinischen Wort "Natio", ursprünglich für Volk, Sippschaft, Menschenschlag, Gattung und Schar gebraucht. 

 

Daneben gibt es noch eine Reihe weiterer Zugänge zum Begriff der Nation: Man kann dieselbe aus völkerrechtlicher, kultur- und staatsphilosophischer Sicht definieren oder von einem soziologischen und politikwissenschaftlichen Approach her beschreiben. Und man wird je nach Sichtweise unterschiedliche Wertungen treffen. Niemand wird den Begriff aber wegdiskutieren oder als überkommen bezeichnen können, denn er ist wesenhafter Teil jedes höheren menschlichen Daseins.

 

Im landläufigen Verständnis wird die "Nation" meist als Synthese der völkerrechtlichen Definition und der kulturwissenschaftlichen Begründung gesehen. Der Staat und die Nation sind grundsätzlich eins.

Die Nation ist immer auch emotional aufgeladen und den meisten Menschen ist die Zugehörigkeit zu einer Nation im eingangs erwähnten Sinne ein Grundanliegen und ein begehrtes wie bewährtes Recht, das durch starke Symbole wie Flaggen und Wappen unterstützt wird. Einrichtungen und Dinge, denen das Wort "National-" vorangestellt wird, sind daher tief im Bewusstsein verankert: Der Nationalrat, die Nationalhymne, die Nationalteams, die Nationalparks usw.

 

Der Nationalbegriff  ist stark, traditionsbehaftet, rechtlich gut untermauert und kulturell wie bevölkerungsmäßig im Selbstverständnis der Staatsbürger präsent, egal ob wir das in Österreich überprüfen oder sonstwo auf der Welt. Er ist zur Identitätsbildung und zur Festlegung des rechtsstaatlichen Rahmens notwendig und überhaupt nicht wegzudenken. Er braucht überdies klare Grenzen, sowohl begriffsmäßig wie auch geografisch. Würde man den Begriff samt seiner Grenzen auflösen, wäre die Souveränität des jeweiligen Volkes bzw. Staates sofort beim Teufel und jemand anderer würde sie übernehmen. Die Entrechtung der Nationen wäre die Folge.

 

Und trotzdem gibt es einflussreiche Leute, die gegen die "Nation" an sich agieren und sie in der öffentlichen Debatte schlechtreden wollen. Für diese förmlich häretischen und angesichts der oben genannten Definitionen sicherlich destruktiven Gedanken wurde in letzter Zeit der der Euphemismus "supranational" entwickelt. Er wird sehr gerne von linksideologisch ausgerichteten Menschen verwendet. Der Linken war es ideengeschichtlich immer schon ein Anliegen, die Nationen zu zerstören und als Endziel ein sozialistisch gelenktes Weltreich zu gestalten.

 

Die sozialistische Internationale, die ursprünglich aus der marxistischen Gedankenwelt stammt und von Lenin und Trotzki mehrfach adaptiert wurde (auch maßgeblich von österreichischen Linken wie Friedrich Adler, der übrigens der später begnadigte Mörder des k.uk. Ministerpräsidenten Graf Stürgkh war) , diese mittlerweile Vierte Internationale gibt es noch immer. Und die SPÖ ist dort Mitglied. Eine internationale und ähnlich wirkende linke Parallel-Struktur wurde von den Grünen gebildet: Die Global Greens. Da sind klarerweise die österreichischen Grünen dabei.

 

Der Trend, supranational zu denken, ist also nicht neu. Er hat sich zum Glück im Westen nie wirklich durchgesetzt - und das scheint aus den hier beschriebenen Gründen auch gut so. Neu hingegen ist, dass ein Bundespräsidentschafts-Kandidat  die Auflösung der österreichischen Nation, deren Präsident er werden will, im Sinne hat: Der grüne Kandidat Van der Bellen sagte in einem Interview, dass aus seiner Sicht die EU eine intensive staatliche Struktur brauche und die Europäische Kommission eine Regierung werden müsse. Das heisst im Klartext nichts anderes, als dass die Einzelstaaten ihre Souveränität aufgeben sollen. Hier will sich also altes leninistisches und trotzkistisches Gedankengut an die Staatsmacht wühlen, um dann an der Abschaffung der österreichischen Nation mitzuwirken.

 

Von einer Wahl des grünen Kandidaten kann man daher nur dringend abraten, der Mann hat nicht das Wohl der Nation Österreich als höchstes Ziel. Unverständlich und geradezu haarsträubend ist, dass aus dem Bereich der ÖVP soviel Unterstützung für diese genuin marxistische Gedankenwelt kommt. Hier begeht eine einstmals patriotische Partei kollektive Selbstzerstörung. 

 

Wer Österreich liebt und sich zu unserer Nation bekennt, der weiß, was man am 4.12. zu tun hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Arzt als Lakai

Der ideologische und zeitgeistig verbrämte Trend ist unübersehbar: Ärzte sollen nicht mehr Ärzte, sondern nur noch Mediziner sein. Als medizinische Dienstleister sollen sie die Service-Agenda, die ihnen von selbsternannten Gesundheitsexperten und diversen nichtärztlichen Gesundheitspolitikern aufgetragen wird, brav und willig erfüllen. 

 

Der Arzt als die Person des Vertrauens, die Ordination als ein Ort der absoluten Vertraulichkeit und das Spital als eine wohlwollende Institution, die man ohne Angst vor technokratischer Vergewaltigung und trotz Krankheit in grundsätzlich optimistischer Stimmung aufsuchen kann, werden bald nur noch nostalgischen Wert haben. Ein Paradigmenwechsel bahnt sich an.

 

Es geht längst nicht mehr darum, im Falle des Falles einen möglichst erfahrenen, zuhörenden und empathischen Arzt zu haben, der sich um das Individuum kümmert und seine Autorität als medizinisch verantwortlicher Ratgeber einbringt. Das ist altmodisch und wird von den zahlenfixierten Ökonomen und politisch gelenkten Managern nur noch müde belächelt. Man fabuliert zwar in den politischen wie betrieblichen Führungsetagen von diversen, am Humanismus orientierten Leitbildern und man erzählt uns ständig die Story von der Menschlichkeit in der Medizin und der guten Versorgung, aber die medizinische Realität besteht nur mehr aus Ziffern und Leistungskennzahlen, aus Ökonomie-Standards und Rationierungen. Die vielzitierte "Zuwendung" und die Zeit für das persönliche Gespräch sind im öffentlichen System übrigens die vergleichsweise am schlechtesten honorierten medizinischen Leistungen. Das ist bezeichnend für die technokratische und bürokratische Umwälzung in der Medizin.

 

Der Zynismus hat sich an die Oberfläche gewühlt und zeigt dort seine hässliche Fratze. Ein einziges Beispiel reicht: Im aktuellen Regierungsprogramm wurde 2013 festgehalten, dass ein wichtiges Ziel der Gesundheitspolitik die Stärkung des Hausarztes sei. In der Realität passiert das genaue Gegenteil: Seine Demontage. Überall, wo man hinschaut, soll das Bild des klassischen Arztes zerstört werden. Man ergeht sich bei diesem destruktiven Wirken natürlich in wohlklingenden Euphemismen und spricht von der Errichtung von Versorgungszentren (PHC), von Teamwork zwischen den verschiedenen Berufsgruppen und von Zusammenarbeit "auf Augenhöhe" - in Wirklichkeit geht es aber nur um Nivellierung und die Einbettung des Arztes in medizinisch-pflegerische, politisch steuerbare Dienstleistungsbetriebe. Der freie Arzt ist linken Ideologen ein Gräuel, er muss daher abgeschafft werden.

 

Auch das mediale Ärzte-Bashing hat wieder einmal Hochsaison. Soeben veröffentlichten einige Medien tendenziöse Berichte, dass die Ärzte Unsummen von der Pharma-Industrie erhalten würden und sich dumm und dämlich damit verdienen würden. Sogar eine Qualitätszeitung  wie "Die Presse" verstieg sich in das Thema und titelte: So viel verdienen Ärzte . Die Zeitung brachte die Meldungen über das Pharma-Sponsoring unter dem erwähnten irreführenden Titel, um offenbar den Eindruck zu erwecken, dass die Ärzte von der Industrie für medizinische Behandlungen bezahlt würden. Das ist nicht nur unlauterer Journalismus, sondern haarsträubender Unsinn, weil die Industrie zwar wissenschaftliche Vortragstätigkeiten honoriert und Unterstützungen für die grundsätzlich sehr teuren Fortbildungen bietet (die übrigens immer in der Freizeit absolviert werden müssen) - aber keinem einzigen Arzt wird seine ärztliche Tätigkeit von der Industrie bezahlt. Solche konzertierten und lancierten Medienaktionen dienen wohl dazu, die Reputation des Berufsstandes zu beschädigen und ihr Ansehen in der Bevölkerung zu reduzieren. 

 

Vergessen wird bei all diesen Anti-Ärzte-Kampagnen, dass das Frustrationspotenzial der österreichischen Ärzte schon enorm hoch ist und der Weg ins Ausland von vielen bereits beschritten wird. Anders gesagt: Die Ärzte emigrieren und suchen sich Länder mit ärztefreundlichem Klima. Über 3000 Österreicher arbeiten schon in deutschen Kliniken. Allein diese Zahl müsste die nur in Lobby-Interessen und Kostendämpfungs-Fantasien denkenden Verantwortlichen in Sozialversicherung und Gesundheitsministerium wachrütteln - allein, es geschieht seitens der Regierung absolut nichts, die immer größer werdende Misere zu beheben.

 

Das ist weder im Sinne der Ärzte noch im Interesse der österreichischen Patienten. Wer die Ärzteschaft nicht respektiert, hat letztlich auch keine Achtung vor den Kranken. Wenn der Arzt nur noch als disponibler Kostenfaktor und reiner Dienstleister gesehen wird - wie viel ist dem monströs gewordenen System dann der Patient noch wert?

 

Dabei wäre es prinzipiell ganz einfach: Keine Berufsgruppe hat es gerne, wenn sie auf Dauer von der Politik übergangen und von ihr teilweise sogar verhöhnt wird. Es geht auch in der Politik letztlich immer um Respekt, Anstand und Achtung. Und die Ärzte wollen angesichts einer 12-15 Jahre dauernden intensiven und anstrengende Ausbildung mit danach objektiv höchstem Verantwortungsgrad nicht zu medizinischen Laufburschen und Lakaien degradiert werden, die in der Knechtschaft der Politik ihre hohe Expertise ausüben sollen. Auf Zuruf agieren, sich von anderen permanent dreinreden und die Welt erklären lassen, dafür aber am Ende die gesamte Verantwortung für den Patienten tragen müssen - das kann so nicht funktionieren.

 

Wir brauchen förmlich ein Moratorium: Die Politik muss sich zurückziehen und soll nur die demokratisch entwickelten Rahmenbedingungen festlegen. Die Ärzteschaft hingegen will, kann  und muss die Führung in jeder Gesundheitsreform und in jedem Gesundheitswesen übernehmen. Das ist nur recht und billig, denn es steht den Patienten zu, dass die bestausgebildeten Profis für sie auf ganzer Linie ihre hochqualitative Arbeit machen. 

 

 

 

 

 

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Wo Kultur ist, wird Kampf werden

Die Kulturfrage ist das zentrale Thema und der logische Endpunkt jeder profunden Denkarbeit zur Massenmigration. Die Frage ist einfach und klar: Wer wird im Rahmen einer jahrelang anhaltenden Völkerwanderung die kulturelle und gesellschaftliche Führung übernehmen? Die Antwort wird zwangsläufig in ein Entweder/Oder münden, denn es kann immer nur eine Leitkultur geben. Freilich sind auch Verschmelzungen von Kulturen möglich, aber das ist keine Frage von rasch abgehaltenen Integrationskursen, scheinheiligen und intellektuell unredlichen Debatten oder gutmenschelnden politischen Statements, sondern eine von Jahrhunderten.

 

Bei der Zuspitzung der Kulturfrage ist gar nicht so sehr nur die schiere Zahl der Immigranten maßgeblich, sondern vor allem auch die jeweilige kulturelle Stärke bzw. Schwäche der infiltrierten Gesellschaft und natürlich jene der jeweiligen Eindringlinge. Je disperser die Zielgesellschaft ist, desto leichter fällt es weltanschaulich homogenen Ankömmlingen, ihre eigene Kultur dort zu etablieren. Eine Gesellschaft wie die kontinentaleuropäische, die andauernd liberal mit beliebig verwechselt und sich dadurch stetig diversifiziert und immer mehr in ihre Einzelteile auflöst, ist das ideale Target jeder konsistenten externen und von Eroberungsgeist getragenen Kultur.

 

Man muss es wegen seiner Faktizität nicht mehr diskutieren, aber der Form halber soll es angeführt sein: Die Multi-Kulti-Philosophie der sich aufgeklärt und auch lange Zeit insgeheim überlegen fühlenden, weil so toleranten Europäer ist an der Realität der No-Go-Areas und an den täglich lauter werdenden, aber in sich logischen Ansprüchen der Fremden längst zerschellt. Die verantwortlichen Politiker stellen sich zwar noch hin und plappern von Menschenrechten, Hilfspflichten und gemeinsamen Lösungen, die man nur durch Integrationsanstrengungen schaffen könne, aber im Grunde wissen alle längst Bescheid: Ohne klare und kompromisslose Ansage und vor allem ohne sichtbare und wirksame Taten ist im wahrsten Sinne des Wortes kein europäischer Staat mehr zu machen.

 

The Clash of Cultures ist voll im Gange. Die über 20 Jahre alte Prophezeiung Samuel Huntingtons erfüllt sich - und zwar genau jetzt. Die andere Vorhersage, nämlich die Frohbotschaft von Francis Fukuyama, der nach dem Fall des Eisernen Vorhangs das Ende der Geschichte und den Sieg des Kapitalismus verkündete, ist hingegen leider verhallt. Wir stehen jetzt an einer Zeitenwende, mag das auch noch so pathetisch klingen. Aber wir haben noch die Wahl: Konfrontation und Behauptung oder Aufgabe und Unterwerfung.

 

Wer Kultur sagt, muss Wertung wollen. Und wer seine eigene Kultur schätzt, der muss zu ihr stehen und sagen: Sie ist die meine und die beste, ich will sie verteidigen. Im gigantischen Irrtum der politischen Korrektheit und der unkontrollierten Toleranztrunkenheit hat man leider auf sich selber vergessen, weil man allzu lange den gönnerhaft-schuldbewussten Europäer gegeben hat, der ja soviel wieder gut machen muss. Und neuerlich hat sich damit beweisen: Gut gemeint ist immer das Gegenteil von Gut. Anders gesagt: Erst eine falsch gelebte und pseudomoralisch aufgeladene Güte hat uns in die jetzige Misere geführt.

 

Nun steht der vielgescholten "weiße europäische Mann" plötzlich vor der Tatsache, Entscheidungen treffen und Fragen beantworten zu müssen, die er längst überwunden glaubte: Er muss ja oder nein sagen und dann danach handeln. Aber bange Fragen quälen ihn: Wird er noch kämpfen können? Darf er denn das als kultivierter Europäer überhaupt? Oder ist seine Kultiviertheit ohnehin nur noch Degeneration? Ist dieser weiße Mann ein Patriot und Verfechter seiner Kultur? Und kann er das auch?

 

Oder ist er nur noch ein postdemokratisches und östrogenisiertes Würstchen, das sich seine Zukunft von anderen diktieren lassen muss? Wird er den Mut haben, im Namen seiner Kultur zu werten, was richtig und was falsch ist? Und die bangste Frage, die über allen anderen schwebt: Wird er dieses ganze üble Spiel überhaupt noch gewinnen können? 

 

Ich meine: Ja, er kann. Aber nur dann, wenn er sich seiner Traditionen und seiner abendländischen Werte besinnt und aus deren Fundamenten namens Aufklärung und Christentum  seine alten Argumentationslinien neu und kompromisslos aufbaut. 

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Europa wird erwachsen

Der legendäre amerikanische Medienwissenschaftler Neil Postman definierte vor 30 Jahren das Erwachsensein als "die Fähigkeit zur Selbstbeherrschung und zum Aufschub unmittelbarer Bedürfnisbefriedigung. Erwachsensein ist ein differenziertes Vermögen, begrifflich und logisch zu denken, ein besonderes Interesse sowohl für die historische Kontinuität als auch für die Zukunft, die Wertschätzung von Vernunft und gesellschaftlicher Gliederung zu haben.“

 

Wenn man diese Definition heute als Prüfstein für die sogenannten postmodernen europäischen Gesellschaften benützt, werden ihr wohl längst nicht alle hier lebenden Erwachsenen gerecht. Die Bedingungen Europas, die durch den permanenten Wohlfahrtsmodus und die fortschreitende Industrialisierung und Digitalisierung erzeugt werden, machen echtes Erwachsensein zunehmend schwieriger.  Das gilt sowohl für politische wie für gesellschaftliche Handlungsfelder und erst recht für den privaten Raum.

 

Ein Hauptgrund für diese Entwicklungshemmung ist die durch eine gezielte politische Agenda geförderte Vermehrung der subjektiven Ansprüche der Individuen. Die Einzelnen sollen in eine Masse von Anspruchsberechtigten umgewandelt werden, für die der Staat zuständig ist. Nicht umsonst wird der ultimative Wohlfahrtssaat von seinen Kritikern "The Nanny-State" genannt: Der Staat wird zur daueranwesenden Gouvernante, er ist für die Versorgung und das leibliche wie geistige Wohl zuständig, niemand muss sich mehr selber um etwas kümmern.

 

Anders formuliert: Eine Gesellschaft, in der die Rechte und Ansprüche der Bürger  immer mehr an Bedeutung gewinnen und die Pflichten derselben dafür stetig in den Hintergrund treten, kann sich nur infantilisieren. Eine andere Entwicklung ist unter diesen Vorzeichen gar nicht möglich.

 

Der Anspruch jedes Einzelnen heißt mittlerweile: "Dieses und jenes und eigentlich eh alles steht mir zu." Aus dieser Losung wird am Ende ein permanenter Kampfruf der Massen. Bei jeder Gelegenheit wird skandiert: "Ich habe ein Recht auf...!!"  Das Objekt in diesem Ruf ist beliebig einsetzbar, der Satz funktioniert garantiert mit jedem Begriff.

 

Zu Ende gedacht mutiert die Forderung nach dem "Alles im Hier und Jetzt!" zum Hungergeschrei des Säuglings nach der Milch in der Mutterbrust. Der endgültige infantile Zustand ist erreicht, wenn der Erwachsene die Regression in den Neugeborenen-Status geschafft hat. Ein Säugling hat alle Rechte und genießt jeden Schutz, er hat keine einzige Pflicht und ist ohne jede Verantwortung. Und der Europäer im Wohlfahrtsstaat ist am besten Weg dorthin. 

 

Die von den 68ern begonnene Verdammung von ehemals hochgeschätzten und überlebensnotwendigen Tugenden wie Fleiß, Anstand, Ehrenhaftigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Leistungswille als reaktionäre Attitüden, die die Freiheit des Einzelnen nur einschränken und die Individuen förmlich unterjochen würden, ist noch immer im Gange. Der linksideologisch infiltrierte politmediale Komplex hat dabei die kommunikative Steuerung übernommen und gibt den Bürgern vor, was gut und schlecht ist. Keiner muss mehr selber denken, jeder darf kindisch und dümmlich sein. Man hat sogar auch darauf ein garantiertes Recht.  

 

Ein Kardinalsymptom dieser zielgerichteten Mentalitätsveränderung ist im Bildungssystem zu finden: Niemand soll mehr schlecht bewertet werden, jedem steht es zu, dass er gute Noten bekommt. Zahlen als Noten sind ohnehin schon verpönt, man muss heute die Beurteilung (welch politisch inkorrektes Wort!) in Beschreibungen fassen, die möglichst niemandem wehtun sollen. Die Nivellierung hat im öffentlichen Bildungswesen voll eingesetzt. Alle sind brav und freundlich, alle sind gleich und am besten sollen alle in ihrer Leistung auch gleich schlecht sein. Dafür steht ihnen dann auch alles zu.

 

Ein anderes europäische Symptom ist der Verlust der (Leit-)Kultur und das Verschwinden grundsätzlicher Werte-Ordnungen. Wo keine Verantwortung mehr ist und wo der Staat samt seinen Sozialsystemen und den euphemistisch so genannten, dafür umso mehr staatsabhängigen NGOs unter der immer lächelnden Führung des Establishments die Organisation von allem und jedem übernimmt, kann keine kulturelle Entwicklung mehr stattfinden. Der mickrige Kulturrest wird in die weichgespülte politische Korrektheit verpackt und als "Toleranzpatent" in dieser förmlich verwurstet. Erlaubt ist nur noch, was die institutionalisierten und politverflochtenen Medien gestatten und was linksmoralisch geprägte politische Leitfiguren vorgeben.

 

Und damit sind wir schon bei der politisch vorsätzlich herbeigeführten Migrationskrise angelangt. Diese Krise wurde bereits reichlich durchdiagnostiziert, aber der infantile Aspekt des existenziell bedrohlichen Desasters fand noch keine wirkliche Beachtung: Die "legendären" Willkommens-Szenen auf den Bahnhöfen waren nichts anderes als Manifestationen der beschriebenen fortschreitenden Infantilisierung. In die Migrantenmenge geworfene Teddybären  und Trink-Fläschchen, das völlig unpassende Trara und die artifizielle Jubelstimmung wie auf einer von ehrgeizigen und zwangslustigen Eltern organisierten Kinderparty waren die Symbole dafür. Die oberste deutsche Kindergarten-Chefin ordnete den europäischen Kindern an, die neuen Spielkameraden besonders lieb willkommen zu heißen und flugs taten alle, was die leitende Pädagogin kraft ihrer damals noch unantastbaren Moralhoheit vorgab.

 

Die Nachdenklichen und die Kritischen - also die Erwachsenen - waren zu dieser Zeit noch in der Minderzahl. Wer Neil Postmans Diktum von den Erwachsenen-Kriterien des "vernünftigen Denkens an die Zukunft und an die Gliederung der Gesellschaft" ernstgenommen hatte, galt als böser Bube - und wurde damit folgerichtig einem schlimmen Kind gleichgestellt. Das passte wiederum ins Gesamtkonzept der Infantilisierung. Zahllose, in naiver und kindischer Sozialromantik schwelgende Bürger, die an das Gute im Fremden glaubten und ihr eigenes Gutsein im Bauchladen vor sich hertrugen wie besonders brave Schüler ihre mit Lob gespickten Mitteilungshefte, prägten den öffentlichen Raum. Und dann geschah Köln. 

 

Diese wahrhaftige Zäsur zur Jahreswende rüttelte die Leute wach und plötzlich war der so schön von der Chefin geplante Kindergeburtstag abrupt zu Ende. Erwachsene traten auf den Plan und zeigten, wie hässlich die Realität sein kann. Das inszenierte Drama von Idomeni beendete kurz darauf auch das Kasperltheater in den Medien. Der Brexit versetzte den Infantilisierten dann endgültig einen Schreck bis in die Knochen, viele bibbern davon noch heute. Und die anfänglich bösen Buben und Mädchen, die gar nie bei dieser Show mitspielen wollten und immer schon des Kaisers neue Kleider für ein schöngeredetes Nichts hielten, waren plötzlich die Guten.

 

Seitdem diese damals völlig absurde und von Unreife geprägte Stimmung so gedreht hat, sind auch wieder zentrale Fragen des Erwachsenseins in die öffentliche Debatte gedrungen: Wir dürfen wieder realitätsbezogen über Zukunft, Nationen und Identitäten reden. Es ist erlaubt, über eigene und fremde Grenzen zu debattieren. Wir dürfen fragen, wie es um unsere Selbstbestimmung bestellt ist und wie wir unser Leben in unserer Nation am besten gestalten können, wenn wir es nicht mehr dem heruntergekommenen und immer noch grenzüberschreitend agierendem Establishment überlassen möchten. Es ist gestattet, Nein zu sagen zu all dem pädagogisch verordneten lieben, freundlichen und netten Getue dem Fremden gegenüber.  Und wir dürfen wieder bekennen, dass wir ein nationales Selbstverständnis haben, welches wir uns nicht zerstören lassen wollen.

 

Auch wenn immer noch ein paar unverdrossen und womöglich rettungslos infantilisierte Menschen ihren naiven grenzen- und identitätslosen Fantasien nachhängen - wir dürfen jetzt reifer und vernünftiger sein und unsere Verantwortung wieder selber wahrnehmen. Die Migrationskrise ist also wie jede Krise auch eine Chance: Die Nationen Europas können dadurch nun endlich erwachsen werden.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Medical Monday

Der Schlaganfall kommt wieder

Lange Jahre nahm das generelle Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, stetig ab. Dieser Effekt konnte seit 1950 nachgewiesen werden. Jetzt nimmt das Risiko wieder zu. Und zwar vor allem für die jüngeren Leute aus der sogenannten Generation X, also für jene, die ab 1954 geboren wurden. Die Gründe dürften vielfältig sein: Die Zunahme von Diabetes, Übergewicht und vermutlich die Tatsache, dass verordnete Medikamente zur Schlaganfall-Verhütung zu wenig "brav" eingenommen werden. Allerdings sagte der Studien-Autor Dr. John Kostis, der mit seinem Team immerhin über 200.000 Fälle untersuchte, dass weitere Datenerhebungen notwendig sind, um die genauen Ursachen für diese seiner Meinung nach alarmierende Situation zu erforschen. 

Was kann der Einzelne jetzt angesichts des steigenden Risikos tun? Recht viel: 150 Minuten Sport pro Woche treiben (WHO-Empfehlung!), das gefährliche Cholesterin namens LDL senken, auf den Blutdruck achten, Übergewicht reduzieren, nix Rauchen und, falls verordnet, seine Herz-Kreislauf-Medikamente regelmäßig einnehmen.

 

 

Yoga hilft gegen Depressionen

Fernöstliche Behandlungs- und Entspannungs-Methoden wurden lange Zeit von der westlichen Schulmedizin nicht wirklich ernst genommen. Das hat sich in den letzten Jahren geändert, man nähert sich dem empirischen Erfahrungsschatz der Asiaten  nun wissenschaftlich an. Eine neue Studie zeigt zum Beispiel, dass eine spezielle Yoga-Atemtechnik bestehende Depressionen signifikant verbessern kann: Das Atmen nach Sudarshan Kriya Yoga erleichtert bei depressiven Patienten die Symptome nachhaltig. Alltägliche Ratschläge wie "Erst mal tief durchatmen" oder Stehsätze wie "Mir bleibt die Luft weg" gewinnen da plötzlich eine neue Bedeutung... 

 

Würzen wirkt

Bestimmten Gewürzen und Pflanzen wird von alters her eine heilende Wirkung nachgesagt. Kurkuma (Gelber Ingwer) zum Beispiel wird als der Gesundmacher schlechthin gehandelt. Die Wissenschaft hat sich damit aber bisher nur ganz am Rande auseinander gesetzt. Nun zeigt uns eine seriöse deutsche Studie, dass der Inhaltsstoff Kurkumin nachweislich entzündungshemmende Eigenschaften hat, die über enzymatische Prozesse vermittelt werden. Und der Hammer dabei: die sogenannte antiinflammatorische Potenz und die Wirkungsweise sind ähnlich wie bei Cortison - allerdings ohne dessen Nebenwirkungen.

Das einzige Problem dabei ist, dass man sehr große Mengen Kurkumin zu sich nehmen muss, um dieselben Wirkungen wie mit Cortison zu erzielen. Aber als Vorbeugung  kann man es getrost einsetzen. Und vermutlich gilt:  Je öfter und je mehr, desto besser und hilfreicher ist es.

 

 

Quellen:

ad 1.:

http://newsroom.heart.org/news/lowest-stroke-rates-in-older-baby-boomers;-younger-people-rising

ad 2.: 

http://www.psychiatrist.com/JCP/article/Pages/2016/aheadofprint/16m10819.aspx. 

ad 3.:

http://www.jbc.org/content/291/44/22949.abstract?sid=21b45483-7842-4b78-a881-c7742e34b3a5

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Visegrad, Du hast es besser

Die osteuropäischen EU-Staaten Ungarn, Polen, Tschechien und Slowakei haben sich bereits 1991 vertraglich zusammengeschlossen, um eine gemeinsame Wirtschafts-, Außen- und Sicherheitspolitik zu gestalten. Der Vertrag wurde nach dem geschichtsträchtigen Ort Visegrad, einer ungarischen Stadt an der Donau benannt. (In Visegrad trafen sich im Jahr 1335 die Könige von Böhmen, Ungarn und Polen und der Sohn des damaligen Böhmen-Königs wurde später der römisch-deutsche Kaiser Karl IV., der damit natürlich auch Kaiser von Österreich war.)

 

In den frühen Jahren blühte Visegrad eher im Verborgenen und die Länder managten über dieses Forum zunächst den EU- und den NATO-Beitritt. Mittlerweile kennen viele Österreicher die uns geografisch unmittelbar benachbarte Visegrad-Gruppe, deren Mitgliedern wir ja in einer langen gemeinsamen Geschichte verbunden sind, weil die Staaten eine vorbildliche und klare Migrationspolitik betreiben und das spricht sich herum.

 

Es gab und gibt daher seitens etlicher österreichischer Politiker die Bestrebungen, wieder näher an die 4 genannten Staaten zu rücken. Grundsätzlich kann das nur gut sein, denn die Visegrad-Gruppe verfolgt eben vor allem in der Migrationsfrage sinnvolle, kompromisslose und klar definierte Ziele, die diametral der unseligen und zerstörerischen Merkel-Agenda zuwider laufen. Visegrad spricht sich auch deutlich gegen eine EU-Verteilungsquote von Migranten aus und arbeitet nachhaltig daran, Lösungen im Orient zu etablieren , während andere EU-Mitglieder von der gesicherten Außengrenze noch immer nur plappern.

 

Der BP-Kandidat Norbert Hofer hat schon angekündigt, dass ihn seine erste Auslandsreise als Bundespräsident in einen Visegrad-Staat führen würde. Auch andere führende Politiker wie Außenminister Kurz haben schon mehrfach demonstrativ Sympathien für Visegrad und deren bekanntesten Proponenten, nämlich Viktor Orban, gezeigt. 

 

Der tschechische Staatspräsident Zeman wollte 2014 eine Erweiterung der Visegrad-Gruppe mit Österreich und Slowenien. Daraus wurde vorläufig leider nichts, es gab aber Annäherungen: Denn auch Ex-Bundeskanzler Faymann wollte (noch vor der Migrationskrise) eine verstärkte Kooperation mit dem Osten. Diese wurde 2015 sogar vertraglich abgesichert und war nicht zuletzt zur Relativierung der EU-Sanktionen gegen Russland gedacht. Diese sogenannte Austerlitz-Declaration ist aber heute nahezu vergessen.  

 

Die FPÖ hat das Thema im Herbst 2016 im Nationalrat wieder aufgegriffen und einen Antrag eingebracht, in dem verlangt wird, die Zusammenarbeit mit der Visegrad-Gruppe zu intensivieren. Der Antrag wurde leider von den Regierungsparteien abgelehnt. Deren Hörigkeit Richtung Brüssel ist offenbar noch immer zu groß und ihr Interesse an Österreichs Wohl zu gering.

 

Dabei lässt sich die geforderte Annäherung nicht nur politisch, sondern auch sachlich und objektiv gut begründen: Aus österreichischer Sicht ist ein Zusammenrücken mit unseren östlichen Nachbarn sowohl geopolitisch wie auch europapolitisch absolut sinnvoll. Die von Merkel noch immer vorgegebene viel zu migrationsfreundliche Politik nagt weiterhin an den Grundfesten der EU, auch wenn da und dort die kritischen Stimmen schon lauter werden. Ob Deutschland noch "umzudrehen" ist, darf aber bezweifelt werden. Die einzigen Staaten, mit denen Mitteleuropa noch zu konsolidieren ist, sind daher die Visegrad-Länder mit ihren immerhin über 60 Millionen Einwohnern. 

 

Und nun hat ganz Österreich am 4.12. die Wahl: Entweder wir wählen einen Bundespräsidenten, der patriotisch genug ist, die notwendigen politischen Veränderungen Richtung Osten und Visegrad zu unterstützen. Oder wir bekommen einen Mann als Staatsoberhaupt, dem die Brüsseler Superstaats-Interessen und die Fortführung der destruktiven Migrationspolitik wichtiger sind als das Wohl und die Zukunft der Nation Österreich.

 

 

 

 

 

 

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Der meiste Dreck klebt an der eigenen Hand

Es ist mittlerweile schon jedem klar: Die Qualität des BP-Wahlkampfes ist keine gute. Und auch seine Quantität ist nicht optimal - der Wahlkampf dauert einfach schon zu lange. Das diskursive Aufeinanderprallen der sich moralisch überlegen fühlenden, eher linken VdB-Unterstützer mit den weitestgehend patriotischen und besorgten, eher rechts eingestellten Hofer-Anhängern, die ein klares Zeichen  in der Migrationspolitik sehen wollen, hat eine besondere Dimension erreicht.

 

Interessant ist, dass vor allem links, also dort, wo sich die Moral und die Intellektualität zu Hause fühlen, das Dreckwerfen längst eine Standard-"Tugend" darstellt. Das "Dirty Campaigning", eine US-amerikanische Erfindung, wurde in Österreich schon vor langer Zeit sehr gerne übernommen - wahrscheinlich, weil der gutmenschliche Österreicher im Brustton seiner politisch korrekten Überzeugung kein Mittel scheut, den Gegner schlecht zu machen. Regelmäßig werden von den Linken daher US-Spezialisten eingeflogen, deren Job es ist, den Gegner mit Dreck zu bewerfen. Derzeit ist gerade wieder einer dieser Zampanos in Wien und schärft die letzte Phase des grünlinken Wahlkampfes.

 

Dabei ist der Dreckwurf eine uralte Methode, die schon immer vor oder während demokratischer Prozeduren angewendet wurde: Im antiken Rom hieß das Ziel dieser Angriffe "aliquid semper haeret" - also, irgendwas bleibt immer hängen. Und natürlich stimmt das. Wenn jemand mit Dreck welcher Art auch immer beworfen wird, dann bleibt etwas picken. Aber gerade auch auf den Fingern des Werfers bleibt etwas zurück. Manchmal sogar mehr, als er werfen kann: Wenn es sich nämlich um besonders schmierige und klebrige Materialien handelt. Der Dreckwurf will also gelernt sein, denn das Risiko, seine eigene Reputation und seine eigenen sauberen Hände nachhaltig anzupatzen, ist sehr groß.

 

Dies ist soeben dem bekannten Industriellen Hans-Peter Haselsteiner passiert, der als Freimauer und deklarierter Hofer-Feind sich gerade selber einen Bärendienst erwiesen hat, als er den Kandidaten Hofer quasi auslud, Gast bei den Tiroler Festspielen zu sein und noch nachlegte, indem er einen misslungenen Scherz über Hofers Behinderung platzierte. So etwas schadet nur dem Sager und nicht dem Adressaten, der Dreck klebt jetzt am Industriellen. Seine Anti-Öxit Kampagne, die er gemeinsam mit alten VP-Politikern im Ausgedinge gestartet hat, dürfte ihm auch alles andere als genützt haben. Dem Kandidaten Hofer war diese Aktion dafür sehr hilfreich.

 

Auch und vor allem die Versuche, die längst völlig unbrauchbar gewordene rhetorische Waffe namens Nazíkeule in der Debatte zu verwenden, hinterlassen nur noch ein schales, peinliches und irgendwie leicht ekeliges Gefühl - aber nicht jenem gegenüber, der sie wieder einmal irgendwo über den Kopf bekommt, sondern immer nur mehr gegenüber jenen, die diese Keule nach wie vor so fleißig schwingen.

 

Wir sind soweit, die Nazikeule kann man getrost entsorgen. Schon der zarteste Verweis auf irgendwelche Hitlereien erzeugt bei jedem Beobachter und Zuhörer nur noch Überdruss. Bestimmte Medienleute wollen zwar noch immer mit  dieser ausgefransten und zerfledderten Rhetorik-Waffe arbeiten, weil sie sich für zwar 80 Jahre zu spät gekommene, dafür aber besonders auserwählte Antifa-Kämpfer halten. Aber ganz ehrlich, die Keule funktioniert nicht mehr, man hat diese spezielle Rhetorik endgültig satt. Nicht ist so tot wie das Monster Hitler und alle Reanimationsversuche der Linken scheitern im Erbärmlichen. Werft das vernudelte Ding also endlich weg, ihr Kollegen von links und widmet euch dem aktuellen Argument.

 

Auch das von der sich elitär präsentierenden und auf das ungebildete Volk mitleidig hinunterschauenden EU-Schickeria propagandamäßig betriebene Europäisieren ist gänzlich sinnlos geworden in diesem Wahlkampf. Der Bürger hat gute Sensoren dafür und er weiß, dass sein Heil nicht in Brüssel entsteht, sondern nur in seiner wieder ausreichend gestärkten eigenen Nation, die erkennbar europäisch, aber auch erkennbar eigenständig ist.

 

Ein Kandidat, der das Supranationale über das Nationale stellt, der hat schon verloren. Auch das Spiel mit dem unsäglichen Superstaat Europa ist eine Art von Dreckswurf auf das Eigene: Man besudelt ja damit sein eigenes Land, weil man es entwertet, wenn man das größere Staatskonstrukt für wichtiger und besser hält, obwohl kein normal denkender Bürger einen zentralistischen Bürokratie-Moloch in Brüssel haben will. Den wollen nur die abgehobenen Pseudo-Eliten. Und diese auch Establishment genannten Pseudo-Eliten werden in letzter Zeit regelmäßig abgewählt...

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Verfassung der Familie

In diesen Tagen wurde anlässlich der Budget-Sitzungen im österreichischen Nationalrat neben der gesamten Agenda des Staatshaushaltes natürlich auch das Budget und die Ziele des von der ÖVP geführten Familienministeriums verhandelt und in umfangreichen Texten niedergeschrieben.

 

Auf Seite 300 des Bundesfinanzgesetzes findet man Interessantes - nämlich die österreichische Fertilitätsrate. Diese wurde mit 1,49 Geburten pro Frau als Ziel vom Ministerium festgesetzt und man freute sich im Plenum über einen leichten Anstieg der Geburtenrate (im Jahre 2015 wurden 4000 Kinder mehr als im Jahr davor geboren.) Es ist natürlich schön, wenn einmal mehr Babies geboren werden, die kurzfristige Freude verstellt aber den Blick auf das Wesentliche.

 

Eine Geburtenrate von 1,49/Frau ist nämlich definitiv eine Aussterbe-Rate. Wenn pro Frau nicht mindestens 2,1 Kinder geboren werden, ist keine Population der Welt auf Dauer aufrecht zu erhalten. Man braucht dazu gar kein Biomathematiker zu sein, das kann sich jeder selber ausrechnen. Wenn eine Bevölkerungsgruppe oder eine Nation mit einer zu niedrigen Geburtenrate überleben will, muss sie also von außen unterstützt werden - sprich, es braucht Migration.

 

Davon steht allerdings in den Zielen des Familienministeriums leider nichts Konkretes. Sicher ist: Der Migrationsanteil muss längst nicht so riesig sein wie er derzeit ist, das führt nämlich zu völlig anderen und hinreichend bekannten Problemen. Eine sinnvolle Familien- und Bevölkerungspolitik, die zum Teil von Migration abhängt, sollte sich klar an Alters-, Familien- und Geschlechtsstruktur der Zuwanderer und natürlich auch an den Kompetenzen derselben orientieren und keine unkritische Einwanderung von fast nur jungen Männern zulassen so wie das jetzt unter dem Titel "Flucht" der Fall ist (der Anteil an männlichen Migranten beträgt übrigens derzeit knapp 70%).

 

Die aktuellen Ankömmlinge kann und darf man auch nicht als Immigranten sehen, denn bis zu 50% der Menschenmassen, die zu uns dringen, sind illegale Zuwanderer. Der Rest sind Asylwerber, die vermutlich nur eine Zeitlang hierbleiben werden und die keine langfristigen Niederlassungsrechte bekommen (sollen).

 

Weil wir die zum Überleben notwendige Fertilitätsrate nicht politisch steigern können, muss die Migrationspolitik notgedrungen eine Querschnittsmaterie werden, der man sich noch viel intensiver in der gesamten politischen Landschaft widmen muss als dies jetzt rein juristisch aufgrund der ernsten Lage der Fall ist. Zunächst gilt es, die durch die illegale Migration entstandenen potenziellen Bedrohungen der Staatsstrukturen abzuwehren und dafür sind freilich jetzt Innen-, Außen- und Verteidigungsminister und kaum die Familienministerin zuständig.

 

Damit zurück zur österreichischen Familie. Wenn wir die Geburtenrate genauer anschauen, wird sie noch ernüchternder als sie rein als Ziffer ohnehin schon ist: Die geringste Zahl an eigenem Nachwuchs weisen die gebildeten Frauen auf: Die Akademikerinnen bekommen die wenigsten Kinder und bis zu 40% von ihnen bleiben überhaupt kinderlos. Wir haben hier also einen Braindrain durch Nachwuchsmangel im High-Potential-Bereich. Dass sich die Akademikerinnen zu wenig vermehren, mag vielerlei Gründe haben, lässt aber eben den von Thilo Sarrazin in seinem berühmten Buch "Deutschland schafft sich ab" schon vermuteten Schluss zu, dass es auf diese Weise in den nächsten Jahrzehnten zu einer natürlichen Ausdünnung der Intelligenz kommen könnte, weil bekannt ist, dass gebildete Frauen tendenziell auch klügere Kinder großziehen.

 

Auf der anderen Seite ist die Nachwuchszahl bei den legalen Migrantinnen und bei den bildungsfernen Schichten am höchsten: Bei den ansässigen Migrantinnen beträgt die Rate 1,9/Frau (was übrigens auch noch nicht der Überlebensrate einer Population entspricht). Bei den bildungsfernen Frauen ist sie ähnlich hoch.

 

Das Problem der niedrigen Geburtenrate ist also vielgestaltig und ein Familienministerium muss sich dieses Themas viel intensiver annehmen als das bisher geschah. Die lapidare Festschreibung eines nicht sinnvollen Ziels (nämlich die Geburtenrate von 1,49/Frau) kann entweder nicht ernst gemeint, aus Zynismus erfolgt oder einfach nur einer pessimistischen Grundhaltung entsprungen sein. Das gilt es zu ändern. Das einfachste wäre es zunächst, das Ziel mit den realen Bedürfnissen in Einklang zu bringen und es mit 2 Kindern pro Frau zu beziffern. Dass mehr Nachwuchs mit der Festsetzung von politischen Zielen aber nicht so einfach zu erreichen ist, wurde oben schon gesagt.

 

Doch es gibt einen Weg. Die klassische Vater-Mutter-Kind-Familie stellt nach allen vorliegenden, umfangreichen wissenschaftlichen Daten und nach all den historischen Erfahrungen noch immer das beste Umfeld für den Nachwuchs dar und sie muss daher gefördert werden, auch und gerade weil das traditionelle Familienbild heute nicht mehr den zentralen und vorherrschenden Stellenwert hat wie in den früheren Zeiten.

 

Darüber findet sich in den Zielen des von der (ehemaligen) Familienpartei ÖVP geführten Familienministeriums ebenfalls kaum etwas und das ist höchst irritierend. Da wird etwa an alternative Familienformen gedacht und der Väterkarenz breiter Raum gewidmet, die Familienbildung und die rasche Rückkehr der jungen Mütter an den Arbeitsplatz wird thematisiert, aber die traditionelle Familie wird nur am Rande gestreift.

 

Alternative Familienformen mit Kindern (Patchwork, Alleinerzieher) haben natürlich ihren fixen Stellenwert und brauchen politische Unterstützung, die klassische Familie gilt aber immer noch als die "Keimzelle des Staates".  Sie wird auch nach den Ergebnissen von diversen soziologischen Studien von einem Großteil der Bevölkerung als erstrebenswert betrachtet. Man darf und muss also der Vater-Mutter-Kind(er)-Familie wieder breiteren Raum geben.

 

Es gibt viele Staaten auf dieser Welt, in deren Verfassung die Familie einen besonderen Schutz und Stellenwert genießt. Dazu gehört z.B. Deutschland, wo dieser Schutz der Familie im Grundgesetz festgehalten ist. Der österreichischen Bundesverfassung ist der Schutz der Familie fremd, es gibt nur in einzelnen Bundesländerverfassungen einen entsprechenden Passus dazu. In der Europäischen Menschenrechtskonvention hingegen ist ein recht allgemein formulierter Absatz über den besonderen Stellenwert der Familie zu finden.

 

Weil es der österreichischen Bundesverfassung an einem explizit festgeschriebenen Artikel zum Schutz der klassischen Familie mit Vater, Mutter und Kinde(ern) mangelt, hat der Autor dieser Zeilen in seiner Eigenschaft als Nationalratsabgeordneter gemeinsam mit der FPÖ am 24.11.2016 einen Entschliessungsantrag im Parlament eingebracht, in dem genau dieser Artikel als ein in der Verfassung formuliertes Staatsziel gefordert wird. Unterstützt wurde der Antrag ad hoc im Plenum auch von einzelnen VP-Kollegen und dem Neos-Abgeordneten Christoph Vavrik.

 

Wir dürfen nun gespannt sein, wie die gesamte ÖVP als Familienpartei und die Sozialdemokraten mit dieser Forderung, die ein längst überfälliges Manko ausgleichen soll, im Verfassungsausschuss und im Nationalrat umgehen werden.

 

 

Der Link zum Antrag:

https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/A/A_01935/imfname_574489.pdf

 

 

 

 

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Auf der Suche nach der verlorenen Identität

"Moderne liberale Gesellschaften in Europa und Nordamerika haben eine eher schwach ausgeprägte Identität; viele sind stolz auf ihren eigenen Pluralismus und ihren Multikulturalismus, was aber nichts anderes heißt, als dass ihre Identität darin besteht, keine Identität zu haben. Freilich lassen sich nationale Identitäten auch in den liberalen Demokratien von heute nicht einfach wegdiskutieren. Sie existieren nach wie vor, wenn auch in Nordamerika und Europa in unterschiedlicher Ausprägung. Das erklärt aber auch, warum die Integration von Muslimen in Ländern wie den Niederlanden, Frankreich und Deutschland so schwierig ist."

 

Diese klugen Sätze schrieb Francis Fukuyma, berühmter amerikanischer Politikwissenschaftler und Autor bereits im Jahre 2007. Er fügte noch hinzu:

 

"Postmoderne Eliten, besonders in Europa, glauben heute, dass ihre Identitäten nicht mehr länger von Religion und Nation bestimmt werden. Aber wenn unsere Gesellschaften nicht offensiv liberale Werte vertreten, können sie von Migranten in Frage gestellt werden, die genauer wissen, wer sie sind."

 

Fukuyama beschrieb damit das Grundproblem der Identitätssuche, das vom Einzelnen ausgeht und über seine Familie, seinen Freundeskreis, den Arbeitsplatz bis in den Begriff der Nation hinein ragt und heute so viele Menschen irritiert. Modernistische Vertreter eines einheitlichen Euopas im Sinne der offenen Grenzen, der Gleichheit und der Gleichberechtigung aller forcieren diese gegen die Identität laufenden Strömungen und profitieren von der Verunsicherung der Einzelnen angesichts des Migrationsdrucks jener, die genau wissen, wer sie sind und was sie wollen.

 

Der Trick des selbstsicheren Auftretens der Postmodernisten besteht darin, dass sie selber ja sehr wohl ihre identitätsstiftenden Blasen und Echokammern in den institutionalisierten Medien haben und vom politischen Mainstream dort unterstützt werden. Da können sie sich gegenseitig affirmieren und Stärke für sich gewinnen. Ihre Begriffe, an die sie sich klammern, heissen Toleranz und Weltoffenheit. Dass diese in der Realität nicht funktionieren, weil man der herbeiströmenden und in vieler Hinsicht hostilen Kulturen gegenüber nicht tolerant sein kann, merken sie in ihren Blasen gar nicht, predigen aber ihre Überzeugungen fleißig in den immer stärker werdenden Gegenwind.

 

Die anderen bleiben außen vor und haben diese Begriffe nicht institutionalisiert und können das auch gar nicht. Ja, sie wollen das auch überhaupt nicht. Sie spüren die Realität und den "Wind of change", gegen den sie sich wappnen. Trotz der Heilsbotschaften aus den Mainstream-Blasen gewinnen sie nun ständig an Land und haben speziell auf den Social Media schon die Überhand - derzeit noch in Form von Protest und Angriff gegen das sogenannte Establishment. Und den alten Leitmedien glauben sie sowieso nichts mehr.

 

Das merken natürlich wiederum die Blasenbewohner. Die Außenstehenden werden daher pejorisiert und als Globalisierungsverlierer oder intellektuell mangelbegabte Wesen bezeichnet. Sie werden als Reaktionäre und Nationalisten abgewertet und belächelt - und ganz sicher und überall als "rechts" angesehen. Wobei dieses "rechts", das nichts anderes als patriotisch und besorgt um die Heimat ist, nach wie vor falsch etikettiert wird und möglichst irgendwie einen braunen Touch haben soll. Damit gibt man den abseits des Mainstream stehenden eine Art Paria-Status, der aber ebenfalls Kraft verleiht und auch das Recht, gegen das sie förmlich verhöhnende Establishment zu mobilisieren. Trumps Kampagne war das beste Beispiel dafür. Er wurde daher auch von der Polit-Schickeria zum Dämon schlechthin hochstilisiert.

 

Donald Trump tat nichts anderes als den Zweiflern, den Frustrierten und Schlechtweggekommenen zu sagen: Ich mache euch wieder groß. "Making America great again" war seine Losung - und sie hat gewirkt.  Im österreichischen Wahlkampf werden ähnliche Begriffe bemüht, es zählen wieder die Heimat, die Leitkultur und ihr Werte. Multikulti ist noch nicht tot, aber schon in der Agonie. Glaubwürdig vertreten diese neuen alten Werte aber nur Norbert Hofer und die FPÖ, während der andere Kandidat trotz schnell umgeworfener Loden-Janker und Plakaten mit Hund im Gebirge verzweifelt versucht, seine Heimatbezogenheit darzustellen, obwohl er ein erklärter Anhänger des EU-Superstaates ist und sich immer als fremdenfreundlicher Internationalist gab. Man lese nur das von ihm entworfene grüne Grundsatzprogramm - dann ist alles klar, wofür er wirklich steht. (Für einen schnelle Orientierung kann man auch in einem meiner letzen Posts die Eckdaten ansehen.)

 

Der über Jahre nur mehr flau wahrnehmbare Heimatbegriff war immer der Quell der Identität, auch wenn Österreich im Grunde seit 1918 damit seine Probleme hatte. Moderne und postmoderne Werte wie unkritischer Liberalismus (der eigentlich nur Beliebigkeit ist) und eine kulturmarxistische Toleranz, die traditionell in Europa nur von einer schmalen, aber recht lauten und medial gut vernetzten Schicht propagiert wurden, haben ihre überwertete Position verloren. Die Mehrheit will zurück zur Heimat und ihren sinn- und identitätsstiftenden Begriffen: Familie, Kultur, Brauchtum, Sprache, aber auch Religiosität und die christlich-aufgeklärte Grundhaltung sind die Entitäten, an denen man sich anhalten kann und in denen man sich wieder spürt.

 

Natürlich kam dieser Backlash nicht schon vor der Migrationswelle, die Reanimation der konservativen Werte und das Re-Birthing der alten Identitäten wurden durch die wirksame Vakzine der exzessiven Zuwanderung erst ermöglicht. Die Impfung mit dem Fremden aktivierte die immer schon vorhandenen Abwehrkräfte. Österreich und eigentlich alle anderen EU-Länder wollen die Wertelosigkeit der Postmoderne aufgeben zugunsten einer Rückkehr zur nationalen Identität und zur eigenen Leitkultur. Kein Land will im geplanten EU-Einheitsbrei verschwinden, jeder Staat will seine klar erkennbaren Eigenschaften und Rechte.

 

Erst daraus, aus dieser Rückkehr zu den nationalen Identitäten kann das wirklich starke Europa der Vaterländer entstehen, das gemeinsam wie eine große Familie den Anforderungen der Zukunft gerecht wird. Und nur diese EU der Nationen kann der Migrationskrise Herr werden. Da brauchen wir keine Quoten und scheunentorweit offene Grenzen, sondern da brauchen wir ein klares Bekenntnis zur Remigration und zum Ende dieser Masseneinwanderung unter dem fadenscheinigen Deckmantel des Asyls. Und zwar mit allen Mitteln.

 

Zuletzt ist es um die Einführung australischer Methoden des Migrations-Managements wieder still geworden, aber die erdrückende Mehrheit der Österreicher wird sofort jedem australischen Modell zustimmen. Das Establishment, das noch immer an postmoderne und hehre, aber leere Begriffe wie erfolgreiche Integration u.ä. glaubt, braucht wohl eine Abreibung wie jene in den USA durch Trump, um endgültig zu kapieren, dass der eingeschlagene Weg falsch war.  Am 4.12. 2016, wenn Norbert Hofer Präsident wird, könnte der erste Teil dieser Kopfwäsche erfolgen.

 

 

 

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Die McDonaldisierung der Medizin

Ärzte werden immer öfter als Angehörige des Dienstleistungssektors betrachtet und sollen ihren Beruf zunächst und vor allem als Dienstleister in einer serviceorientierten Branche namens Gesundheitswirtschaft ausüben. Diese Sichtweise entspricht einem neuen gesellschaftlichen Grundverständnis: Kontrollierbare und je nach Bedarf sofort verfügbare, technokratisch gesteuerte Instant-Prozesse sollen in der Hier-und-Jetzt-Gesellschaft überall Realität werden.

 

Dazu braucht man natürlich möglichst viele messbare medizinische Daten, die valide Aussagen über die Wirksamkeit und die Art und Weise ärztlicher Behandlungen ermöglichen. Die "Evidence-Based-Medicine" (EBM) ist dazu das seit einigen Jahren alles überstrahlende Schlagwort. Klare Evidenz für den Nutzen von Behandlungen zu haben ist notwendig und kein ernst zu nehmender Arzt wird das bestreiten. Der Pferdefuß der EBM ist allerdings, dass im Einzelfall immer alles ganz anders sein kann.

 

Um Daten sammeln und die Medizin zur reinen Dienstleistung reduzieren zu können, braucht man Spezialisten. Und das sollen aus Sicht der Finanzverwalter und der Politiker nicht die Ärzte sein. Immer mehr Gesundheitsökonomen messen daher in der Krankenversorgung die diversen Leistungskennzahlen und die wirtschaftlichen Ziffern. Aus diesen Vergleichen ziehen sie ihre Schlüsse und treffen ihre Urteile über Effizienz, Qualität und Erfolg von medizinischen Interventionen. Und die verantwortlichen Politiker verwenden diese Daten, um damit die  Versorgung zu gestalten und die Ressourcenverteilung zu rechtfertigen.

 

Jedes Gesundheitssystem hängt ja von den gegebenen und immer begrenzten Ressourcen ab. Um diese Ressourcen bestmöglich zu nutzen, brauchen wir Leute mit ökonomischem Wissen und Können. Vernünftigerweise sollten die Posten mit der höchsten Verantwortung im Gesundheitssystem nicht mit Betriebswirten oder gar Politikern besetzt sein, sondern mit wirtschaftlich ausgebildeten Ärzten, damit das allzu nüchterne und zahlenorientierte ökonomische Denken nicht dem Interesse des Patienten zuwiderläuft. In den USA erzielen übrigens jene Spitäler die besten Ergebnisse, die von Ärzten und nicht von Ökonomen gemanagt werden. 

 

Die Medizin ist der wesentliche kostentreibende Faktor im Gesundheitswesen, von ihr hängen alle anderen Kosten ab. Daher dreht sich aus Sicht der Finanzierungsverantwortlichen und der Gesundheitsökonomen alles um die Kosten der ärztlichen Versorgung. Der aktuelle Trend, Ärzte als Dienstleister zu betrachten, zielt genau darauf ab, diese Kosten zuerst sicht- und danach begrenzbar zu machen: Klar definierte Dienstleistungen können nämlich exakt berechnet und Einsparungspotenziale gnadenlos gehoben werden.

 

Da aber der Arzt seinem Wesen nach kein reiner Dienstleister ist, sondern deutlich mehr zu bieten hat als simple zahlenbasierte Serviceangebote, kollidieren die Berechnungsmethoden der Dienstleistungsspezialisten recht bald mit den ärztlichen Grundsätzen und Zielen.

 

Bei klassischen Dienstleistungsbetrieben wie Fast-Food-Ketten lassen sich aufgrund standardisierter Abläufe die Kosten auf den Cent genau feststellen. Dasselbe soll nach der Logik von ökonomisch orientierten Managern auch mit der Medizin geschehen: 

Messen, Standardisieren, Vereinheitlichen, Arbeitsteilung und Automatisation sind die Bausteine eines möglichst günstig wirtschaftenden Dienstleistungsbetriebs.

 

Und messen kann man natürlich auch in der Medizin recht viel. Von Patientendaten und Laborbefunden bis hin zu den Kosten von OP-Besteck und technischem Personal, von der Geräteinvestition bis zur Dauer eines Eingriffs, all das ist berechenbar, und es ist für alle vorteilhaft, darüber Bescheid zu wissen. Standards kann man ebenfalls verordnen, man kann auch Behandlungen vereinheitlichen und automatische Prozeduren etablieren.

 

Das ist in etlichen Bereichen der Medizin längst geschehen, man denke nur an die Labormedizin oder an fixe Chemotherapie-Regimes. Nicht zu berechnen und nicht zu standardisieren sind aber die zentralen und überlebenswichtigen Kernbereiche einer guten und patientenzentrierten Medizin: Die Zuwendung, die Zeit für Gespräche, die Anteilnahme am Leiden, die Patientenführung und -motivation, die individuelle Beratung und nicht zuletzt Trost und Zuspruch. Das innerste Wesen der Medizin wird nicht durch ökonomisch erfassbare technische Leistungen oder dienstleistende Handgriffe gebildet, sondern von diesen unersetzbaren und daher nicht zur Disposition stehenden Bestandteilen des ärztlichen Handelns.

 

Wenn die Medizin nun der totalen Vermessung anheimfallen soll und damit also zwangsläufig jener beschriebenen und nicht messbaren Kernzonen entkleidet wird, stehen wir vor dem endgültigen Sieg der Technokratie. Und das in einem Bereich, der genuin und ausschließlich dem körperlichen und seelischen Wohl des Einzelnen dienen soll.

 

Dieser Sieg wird auf der anderen Seite die finale Niederlage und das Verschwinden aller beschriebenen nicht messbaren Werte und Ideale in der Medizin bedeuten. Wem das allzu pathetisch klingt, dem sei die folgende Frage gestellt: Wollen Sie sich von einem Mediziner, der auftreten muss wie ein McDoc, oder vielleicht doch lieber von einem traditionellen Arzt behandelt wissen? 

 

Die Vision des bereits ablaufenden technokratischen Paradigmenwechsels lässt sich noch weiterführen. Am Ende dieses Prozesses werden nämlich Diagnosecomputer und elektronisch gesteuerte Therapieautomaten den Arzt nahezu gänzlich ersetzen. Wir haben dann zwar ein kostengünstiges und nach ökonomischen Kriterien hoch effizientes System, aber ärztliches Einfühlungsvermögen hat darin keinen Platz mehr. 

 

Freilich darf man auch nicht verschweigen, dass mit der verordneten und boomenden Dienstleistungsphilosophie eine wachsende Begehrlichkeit bei einem Teil des Publikums erzeugt wird, welche den Fast-Food-Trend in der Medizin noch verstärkt.

 

Im Zusammenspiel zwischen dieser oft gar nicht bewussten Sehnsucht nach McDonaldisierung des Medizinbetriebs einerseits und der hier geschilderten gezielten Degradierung des Arztes zum Dienstleister andererseits wird so eine neue und dysfunktionale Medizinkultur geschaffen, die mittelfristig wohl kaum den Ansprüchen und Nöten der wirklich Kranken gerecht werden kann.

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Der Rechtsliberalismus ist die Lösung

Wir sind mit zwei großen europäischen Problemen konfrontiert: Erstens die Massenmigration und zweitens die finanzkapitalistische Globalisierung. Beide Probleme sind geeignet, die Welt, so wie wir sie kennen, aus den Angeln zu heben. Wir brauchen daher grundsatzpolitische Ansätze, mit denen wir diese Fragen lösen können, bevor sie zu mächtig werden und wir ungewollt vor vollendeten Tatsachen stehen, die andere für uns schaffen.

 

Was wir bisher an Lösungsvorschlägen für die doppelte Krise gehört haben, ist nur leeres Gerede im Sinne von "politisch korrekten" Handlungsanweisungen an und durch schwache politisch Verantwortliche, die sich in linken Vorstellungen, vorgeschobenen Gleichheitsfantasien und in absurden Ideen der Grenzenlosigkeit verrannt haben. Und wir erleben Verantwortungsträger,  die eine falsche Währungspolitik betreiben und die Finanzkrise damit prolongieren statt sie zu beenden. 

 

Sowohl für das Problem der Massenmigration wie auch für das der finanzkapitalistischen Globalisierung hat die rechtsliberale Weltanschauung die besten Werkzeuge anzubieten. Linke Ideologien dürfen wir samt und sonders getrost als gescheitert betrachten, sie kommen für Lösungen nicht in Frage - auch wenn ein allgemeiner Trend dorthin weist und dieser vom Establishment unterstützt wird.

 

Diesen Trend gibt es nur, weil die Heilsversprechungen von links noch immer so süß und verlockend klingen. Dahinter lauern aber die Trend-Gewinnler, die sicher nicht das Wohl der Völker im Sinne haben. Linke Versprechungen sind eine gefährliche Angelegenheit, die nur davon lebt, dass es immer Menschen geben wird, die von Neid getrieben sind oder in naiven Vorstellungen den überkommenen Ideen von Rousseau und anderen linken Schwärmern nachhängen.

 

Und freilich leben linke Vorstellungen auch davon, dass es immer Menschen geben wird, denen es schlechter als anderen geht. Diese Schlechtweggekommenen dienen als Vehikel für die im Grunde eiskalten und immer im Zynismus endenden linken Ideologien. Ein wirklich kluger Linker wird daher stets darauf achten, dass es Menschen gibt, denen es weniger gut geht als anderen geht oder er wird ihnen das zumindest einreden. Tut er das nicht mehr, hat er seine letzte Daseinsberechtigung verloren, auf die er sich noch berufen kann.

 

Doch zurück zur rechtsliberalen Philosophie: Rechts ist jeder, der bürgerlich, konservativ, patriotisch und wertebezogen denkt und den Begriff des Eigentums positiv sieht. Eine echte liberale und den Menschen achtende Haltung kann ebenfalls nur rechts sein, denn linke "liberale" Sichtweisen haben immer den Staat im Vordergrund und sind daher definitionsgemäß nicht wirklich liberal. Zuallererst das Individuum als verantwortliches, mündiges Wesen zu respektieren und zu schätzen ist eine genuin rechte Einstellung, auf der die Freiheit des Menschen genauso beruht wie auf der Tatsache, dass nur der freie Markt und das Eigentum dem Bürger diese seine Freiheit auch garantieren.

 

Rechts ist aber nicht gegen den Staat an sich. Für die Umsetzung des rechtsliberalen Weltbildes braucht es klare und vom Staat vorgegebene Regeln. Gerade in der Frage der Staatlichkeit und ihrer Ziele irren viele, auch Politiker und sogar Juristen. Nämlich jene, die da glauben, liberal zu sein bedeutet, jeder kann im Staat machen was er will und jeder Anspruch an ihn ist vom Staat als gleichwertig und berechtigt zu betrachten. Das ist eben genau nicht so. 

 

Ein liberaler Staat braucht wenige, aber feste Strukturen. Er muss seinen Bürgern die innere und die äußere Sicherheit garantieren und er muss basale, überlebenswichtige Angelegenheiten wie ausreichende Krankenversorgung und Grundbildung garantieren. In einem liberalen Staat muss es soziale Gerüste geben, die den in Not geratenen Bürgern helfen. Diese sozialen Strukturen können aber nur im Inneren funktionieren und dürfen aber nicht durch zahllose hereinströmende Migranten und Nicht-Staatsbürger belastet werden, denn sonst gehen sie kaputt und sind verloren. 

 

Für die Umsetzung des Rechtsliberalismus ist es daher auch notwendig, einen abgegrenzten und definierten Staatsraum zu haben, innerhalb dessen die Nation ihrer Entfaltung sicher sein kann. Jeder Staat muss daher seine Grenzen so gut wie möglich schützen und sich genau anschauen, wer hereinkommt. Auch und vor allem der liberale Staat muss das erkennbar und wirksam tun, denn er ist ja als liberale Einrichtung stets gefährdet, von außen erodiert zu werden. Migration muss also logischerweise das am schärfsten kontrollierte und am besten reglementierte Feld sein. Es ist somit auch kein Widerspruch, wenn liberale Nationen in Zeiten der Bedrohung Mauern oder Zäune errichten, sondern nur folgerichtig. Gerade die Freiheit braucht schützende Grenzen, sonst ist sie weg.

 

Natürlich muss der rechtsliberale Staat im Inneren ein Rechtsstaat sein, der die Bürgerrechte gewährleistet und auch darauf achtet, dass die Bürger ihre Pflichten erfüllen. Freiheit ist nur in einem klaren Regelwerk von Recht und Pflicht realisierbar. Die Freiheit, die heute viele (vor allem Linke) meinen, wenn sie ihre Reden von der Liberalität schwingen, ist im Grunde der Wunsch nach staatlich geschützter und finanziell unterstützter Anarchie. Man will die Benefits des Staates, man will sein Geld, aber man will trotzdem nur das tun, was man selber für richtig, hedonistisch und gut hält. Das kann nicht funktionieren.

 

Zu guter Letzt kann auch nur ein rechtsliberaler Staat, dessen politische Verantwortliche Format, Anstand und Mut haben, den ausufernden und die Realwirtschaft gefährdenden Finanzkapitalismus eindämmen. Das gelingt einerseits durch die Abschaffung der Zentralbanken, die mit ihrem Pouvoir, das Geld andauernd beliebig vermehren zu können und die Zinsen steuern zu dürfen, das reale Eigentum und die Realwirtschaft gefährden und somit der Freiheit des Individuums schaden.

 

Andererseits müssen die Staaten die linke, sozialpolitisch motivierte Schuldenpolitik aufgeben, weil nur diese dem spekulativen Finanzkapitalismus die Lebensgrundlage bietet. Das toxische Paradoxon, dass linke Politiker durch ihre Schuldenmacherei den Börse-Spekulanten in die Hände spielen, kann man nur durch ein Ende der Schuldenpolitik aufheben.   

 

Und freilich muss jeder Rechtsliberale vehement und unnachgiebig fordern, dass man wieder zur nationalen Währung zurückkehrt oder zumindest die Euro-Zone derartig reduziert, dass nur wirtschaftlich einander ähnliche Länder den Euro behalten. Die anderen  müssen raus. Ein Problem, das in den letzten Monaten aufgrund der alles überschattenden Migrationskrise politisch gar nicht mehr thematisiert wurde.

 

Europa kann nur eine Union bleiben, wenn die Grundregeln in den Mitgliedsstaaten verändert werden und die Eigenheiten der Nationen wieder jenen Stellenwert bekommen, den sie abseits des EU-Formalismus im Gefühl der einzelnen Bevölkerungen ohnehin haben. Die EU-Verträge müssen neu gestaltet und die Geldpolitik muss überhaupt neu aufgesetzt werden.

 

Wir können als ein geeintes Europa überleben - aber dafür müssen wir die negativen linksideologischen Einflüsse stoppen und dem Rechtsliberalismus und dessen weltanschaulichen und ökonomischen Grundsätzen den nötigen Raum geben.

 

 

 

 

 

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Medical Monday

 

Gewichtsabnahme hilft gegen Typ 2 Diabetes 

Wer als Typ-2-Diabetiker 10% seines Gewichts abnimmt, reduziert sein kardiovaskuläres Risiko um 20%. Das zeigte eine soeben im berühmten medizinischen Journal The Lancet veröffentlichte Studie. Damit wurde ein in letzter Zeit immer besser darstellbarer Trend weiter belegt: Die sogenannte Lifestyle-Intervention mit Sport und Diät ist die wichtigste Maßnahme, um den Typ-2-Diabetes zurückzudrängen und vor allem, um seine Langzeitfolgen einzudämmen. 

 

 

Eine Nase für das Knie

Ebenfalls im The Lancet wurde publiziert, dass der Einsatz von Nasenknorpel gegen durch Traumen aufgetretene Schäden des Knorpels im Knie helfen kann. In einem Versuch wurden Zellen aus der Nasenscheidewand  ins lädierte Knie autolog transplantiert (also vom selben Patienten zum selben Patienten, Nase zu Knie) und siehe da, das kaputte Knie hat sich erfangen. Das eröffnet natürlich neue kombinierbare Optionen: Man lässt sich die eventuell schief geratene Nasenscheidewand operieren und kann im Anschluss mit Zellmaterial aus der Nase abgenützte Kniegelenke wieder besser beweglich machen. Allerdings müssen die Nasenzellen vorbehandelt werden, um zu wachsen, daher wird die OP vorläufig nicht in einer Sitzung machbar sein. (Die Methode ist wie gesagt erst im Versuchsstadium)

 

 

Übergewicht steigert das Krebsrisiko

Und noch einmal The Lancet: Übergewicht kann die Entstehung von bestimmten Karzinomen begünstigen. In einer englischen Studie wurden die Daten von über 5 Millionen Menschen in einer großen Studie untersucht und es zeigten sich Zusammenhänge zwischen einigen Krebsarten und erhöhtem Body.Mass-Index (also Übergewicht). Dazu gehören: Leber-, Dickdarm-, Nieren- und Gallenblasenkrebs. Für andere Krebsarten wiederum konnte keine eindeutige Kausalität hinsichtlich des Übergewichts nachgewiesen werden.

 

 

Der Schluss aus allen drei hier vorgestellten wissenschaftlichen Arbeiten: Ein zu großer Bauch tut nicht gut, man sollte ihn stets bekämpfen. Der Nutzen, der dadurch entsteht,  ist sicher größer als die Qual, die uns das Abnehmen bereitet. Und gerade jetzt vor der kalorienreichen Advents- und Weihnachtszeit kann man noch 14 Tage Diät einschieben, hilft immer. Den Sport dabei nicht vergessen, der gehört dazu!

 

 

Quelle:

The Lancet

 

 

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Das Ansehen Österreichs

Der linke Präsidentschaftskandidat Van der Bellen wirbt mit dem "Ansehen Österreichs" und vermittelt, das nur er dasselbe garantieren könne. Auf den entsprechenden Plakaten stellt er den seriösen Politiker im dunklen Anzug dar, der demonstrativ vor rotweißrotem Hintergrund posiert. Worauf aber fußt diese ziemlich selbstgerecht und paternalistisch daherkommende Botschaft? Was genau hat VdB für Österreich getan, um so eine fast schon protzige Ansage verbreiten zu dürfen?

 

Seine politischen Haltungen sind nicht wirklich patriotisch, denn er hält nichts von strengem Grenzschutz und er hat allzu viel Verständnis für die aktuelle Migrationsmisere. Er steht  weniger für Österreich als für einen Superstaat Europa ohne Grenzen. Er ist gegen das explizite Festhalten an nationalen Identitäten und er hat sich in seinen bisherigen Statements sowohl vom nächsten US-Präsidenten Trump wie auch vom russischen Präsidenten Putin distanziert. Trump hält er überhaupt für schockierend. Die beiden mächtigsten Nationen der Welt liegen ihm nicht, mit denen kann er nicht soviel ist schon jetzt klar. Wie will er da bei den beiden Großmächten das "Ansehen Österreichs" vertreten - nach dieser seiner überheblichen und völlig undiplomatischen Kritik?

 

Das Ansehen Österreichs kann man nur stärken, wenn man die Identität unseres Landes im europäischen Kontext stärkt und wieder die Abgrenzung, also die Definition der Nation steigert. Im Chor der EU willfährig mitzusingen und in Brüssel brav zu allen Beschlüssen zu nicken, das zerstört unser Ansehen eher als dass es uns hilft. Aber offensichtlich ist die Agenda der EU, die ein Europa ohne Unterschiede anstrebt und alles gleichmachen will, dem linken Kandidaten wichtiger als unser Land. Möglicherweise ist ihm ein Diktum des großen österreichischen Dichters Franz Grillparzer nicht bekannt, der im "Bruderzwist von Habsburg" den Rudolf II. sagen lässt:

 

"Aus eignem Schoß ringt los sich der Barbar,

Der, wenn erst ohne Zügel, alles Große,

Die Kunst, die Wissenschaft, den Staat, die Kirche

Herabstürzt von der Höhe, die sie schützt,

Zur Oberfläche eigener Gemeinheit,

Bis alles gleich, ei ja, weil alles niedrig"

 

Auch in Grillparzers Zeiten war schon längst klar, dass politisch motivierte Gleichmacherei immer nur die Nivellierung nach unten bedeutet. Wie kann man da als BP-Kandidat also von Ansehen reden, wenn man explizit nach unten will? Am Ende der Gleichheit ist immer auch George Orwells Animal Farm erkennbar, wo dann alle gleich, aber einige doch viel gleicher sind. Und das sind die Schweine.

 

VdB ist offenbar auch in seiner Ansicht, wie man Politik grundsätzlich betreiben soll, sehr problematisch konfiguriert und überhaupt nicht  an Souveränität und Ansehen orientiert: "Verschweigen, vernebeln oder gegen die eigene Überzeugung reden – das kann im politischen Kontext manchmal vernünftig und strategisch zielführend sein." So lautet eine Passage aus seinem Buch mit dem euphemistischen Titel "Die Kunst der Freiheit". Und in einem Standard-Interview zur Griechenlandkrise gab er einmal zum besten: "Um große Risiken zu vermeiden, darf man die Unwahrheit sagen." Im Klartext heisst das, Politiker sollen lügen dürfen, bevor man das dumme Volk mit der Wahrheit beunruhigt. Wie paternalistisch, arrogant und wenig ruhmreich ist so eine Grundansicht eines Politikers, der Staatsoberhaupt sein will?

 

Im allgemeinen Verständnis der Menschen gehört das Verbreiten von Unwahrheiten und der auch bei Vdb ganz offensichtlich vorhandene Wille, die Bürger zu täuschen und das auch noch fallweise für richtig zu halten, zu genau jenen Untugenden, die den Ruf der Politiker so nachhaltig beschädigen. Kein Wunder, dass die Verdrossenheit an der Politik ständig zunimmt. 

 

Und nun will ein politischer Kandidat, der explizit solche üblen Haltungen vertritt, Bundespräsident von Österreich werden?  Und damit im höchsten Amt des Staates das "Ansehen" unseres Landes im In- und Ausland sichern? 

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Die Selbstzerstörung der Konservativen

Ein letaler Keim hat die ÖVP erfasst und er wird sie bald dahinraffen - die Entseelung hat schon begonnen. Die letzten Monate haben ganz deutlich gezeigt, dass diese Partei unaufhaltsam ihrem Untergang entgegen treibt. Die Agonie ist eingetreten - und wer sich ein bisschen auskennt in der Medizin, der weiß, dass der Todeskampf oft mit einer letzten Phase der Euphorie und mit einer outrierend zur Schau gestellten Positivität beginnt. Das ist gerade der Fall und die Leitsymptome machen uns sicher.

 

Und wie immer sind es die Bekenntnisse, die den Standpunkt bestimmen und die Haltung offenbaren. Eine ganze Reihe von sogenannten bürgerlichen (Ex-) Politikern hat öffentlich bezeugt, dass sie bei der Bundespräsidentenwahl am 4.12.16 den linksgrünen, angeblich jetzt "unabhängigen" Kandidaten Alexander Van der Bellen unterstützen werden. Viele von diesen Bürgerlichen haben nicht nur mit geschwellter Brust von ihrer VdB-Unterstützung schwadroniert, sondern auch gesagt, dass sie ihn wählen werden. Einer wird sogar eine Wahlkampferöffnungsrede für VdB halten.

 

Freilich: Man darf in einer Demokratie wählen, wen man will und man darf seine Meinung sagen, das ist klar. Und auch altgediente Konservative dürfen ihre Meinung ändern. Unklar ist allerdings, warum Politiker und Ex-Politiker einer einst bürgerlichen Partei ihre Weltanschauung gerade jetzt so freudig über Bord werfen und fast schon enthusiastisch den zu linken Überzeugungen stehenden Kandidaten VdB wählen wollen.

 

Fast genauso schlimm ist die gönnerhafte-betuliche Attitüde dieser Damen und Herren, die jetzt ihren konservativen Freunden "empfehlen" (=vorschreiben) wollen, wer der bessere Bundespräsident sein werde. So etwas wollen mündige Bürger gar nicht. Die wollen selber entscheiden und sie wollen, wenn sie Konservative sind, auch in ihrer Bewegung klare konservative Haltungen sehen.

 

Welcher politische Todestrieb bewegt also diese Leute, ihre geänderten Meinungen derartig extrovertiert und unwiderruflich preiszugeben? Was geht in politisch aktiven Menschen vor, die über Jahrzehnte ein bürgerliches Weltbild pflegten, wenn sie über Nacht einen 180 Grad Schwenk vollziehen und einfach so von rechts der Mitte nach links switchen?

 

Die Vermutung liegt nahe: Die Damen und Herren sind entweder eitle Opportunisten und drehen ihr Fähnchen nach dem Wind der jeweils angesagten Gutmenschlichkeit, um in den Linksmedien ein schönes Foto oder sogar ein Interview zu ergattern. Oder sie sind willige Vollstrecker einer üblen EU-Agenda, die einen auf den geplanten Brüsseler Superstaat ausgerichteten Grenzöffner und erklärten Migrationsfreund als österreichisches Staatsoberhaupt sehen wollen. Beides sind fatale Erklärungen für ein unrühmliches Verhalten.

 

Jeder konservative, bürgerlich denkende und christlich orientierte Mensch muss einem linksgrünen und atheistischen Kandidaten wie VdB eine klare Absage erteilen. Selbst bei Vorbehalten gegenüber der FPÖ (die man bei etlichen ÖVP-Anhängern durchaus findet),  muss die Entscheidung eindeutig ausfallen und "Hofer" lauten. Alles andere ist ein Verrat an den konservativen Werten und Grundhaltungen.

 

Und eine ÖVP, die solche Outings wie die reihenweise erfolgten pro-VdB-Statements ohne viel Einwände zulässt und die nicht einmal versucht, in diesem Wahlkampf wenigstens eine neutrale Position zu vertreten, hat ihre Rolle als konservativ-bürgerliche Kraft  verspielt. Wozu noch ÖVP wählen, wenn sie links geworden ist und noch dazu Österreich konturlos machen und in den EU-Brei einrühren möchte? Welcher heimatverbundene Konservative braucht diese Schwarzen noch?

 

Schade um die ÖVP. Aus einer staatstragenden und souveränen Volkspartei mit einst klaren konservativen Inhalten und bürgerlichen Überzeugungen ist ein VdB-Unterstützungsverein geworden, den es nicht nur deswegen bei der nächsten Nationalratswahl auf gut wienerisch voll zerlegen wird. Dabei gab es noch 2015 ein neues Parteiprogramm namens "Evolution", das Anlass zur Hoffnung bot und Bekenntnisse enthielt, die eindeutig nicht links waren. Offenbar gehörte das aber zum letzten Aufflackern der konservativen Glut. Jetzt wird vermutlich bald Asche draus.

 

Zur Ehrenrettung der ÖVP muss man allerdings sagen, dass es eine recht große Zahl an Schwarzen gibt, die mit dem Zustand ihrer Partei und den geäußerten Wahlempfehlungen gar nicht einverstanden sind. Um in der medizinische Diktion zu bleiben: Sie haben sich ihre Gesundheit bewahrt und sich nicht von linksideologischen und anti-patriotischen Memen infizieren lassen.

 

Viele von ihnen hoffen nun auf das Polit-Phänomen Sebastian Kurz und glauben, dass nur er den moribunden Körper der ÖVP noch einmal reanimieren kann.  Das ist aber mit einer weltanschaulich desolat gewordenen Bewegung nicht möglich. Die einzige und letzte Chance der ÖVP besteht in einer Abspaltung und Neugründung durch authentische und konservativ denkende Bürgerliche.

 

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Wenn Bürgerliche ihren Gegner als Bundespräsidenten haben wollen

Es ist absurd, wenn Konservative und Bürgerliche wie etwa die ÖVP-Granden Othmar Karas, Erhard Busek oder Franz Fischler den Präsidentschafts-Kandidaten Van der Bellen unterstützen und ihn als Bundespräsidenten empfehlen. VdB hat über Jahrzehnte Positionen vertreten, die konträr zu den klassischen Werten der Bürgerlichen stehen. Mit der Wahlempfehlung wird von den Konservativen der Bock zum Gärtner gemacht. (Über die aktuellen Motive der Bürgerlichen werden wir ein anderes Mal diskutieren.)

 

Zunächst einmal zur völlig klaren Sachlage. Wenn man als Bürgerlicher Gründe sucht, warum man VdB  wählen oder nicht wählen soll, wird man schnell fündig: Es gab und gibt bei VdB eine Vielzahl von Positionen, die man rechts der Mitte ganz einfach nicht teilen kann. Dazu braucht man nur Auszüge aus dem Grundsatzprogramm der Grünen zu lesen, als VdB noch deren letztverantwortlicher Sprecher war und maßgeblich am grünen Grundsatzprogramm mitgearbeitet hat.

 

Im Folgenden einige Originalzitate aus dem grünen Programm zu VdB`s Zeiten.

 

Ein zentraler Satz, der fast schon alles sagt:

"Grüne Politik folgt Utopien."

 

Multi-Kulti wird klar favorisiert:

"Die Vielfalt der Kulturen und unterschiedlichen Lebensformen innerhalb einer Gesellschaft und zwischen verschiedenen Gesellschaften erfordern nicht nur Respekt, sie erfordern Anerkennung ihrer Gleichrangigkeit und eine Absage an den Überlegenheitsanspruch der westlichen Industriegesellschaft."

 

Unsere eigene Kultur und deren Führungsrolle wird in Abrede gestellt:

"Die Rede von der Kultur einer Gesellschaft dient lediglich dazu, hegemoniale Ansprüche einer mächtigen Gruppe in dieser Gesellschaft festzuschreiben."

 

Und eine ganz zentrale Passage ist die folgende, sie macht VdB für Konservative absolut unwählbar. Wertehaltungen  sind für die Konservativen zentral, für die Grünen aber letztlich disponibel: 

"Werte existieren nicht a priori, sind nicht von weltlichen oder göttlichen Mächten vorgegeben und damit nicht absolut zu setzen. Wir stehen Versuchen, geschlossene Weltbilder anzubieten oder eine absolute Wahrheit zu verkünden, mit großer Skepsis gegenüber. Wenn wir Grüne Werte formulieren, sehen wir dies als Angebot, die Welt auf bestimmte Weise zu sehen und sie gemeinsam auf Basis dieser Werte zu gestalten - als Angebot an alle, die an einer ökologischen, solidarischen und nachhaltigen Gesellschaft interessiert sind. Wir versuchen, unsere Grundwerte zu erklären, nach ihnen zu leben und sie politisch zu vertreten. Jede Form der “Missionierung” durch Druck oder Zwang lehnen wir ab. Wir stellen uns der Diskussion über Werte, die nicht die unseren sind, im ständig laufenden Wertediskurs der Gesellschaft. Die Akzeptanz anderer Werte hat freilich dort eine Grenze, wo sie Intoleranz, Ausgrenzung, Ausbeutung und Verhetzung postulieren. Dagegen werden wir weiterhin Widerstand leisten und kompromisslos Stellung beziehen."

   

Breiter Raum wird dem Feminismus eingeräumt und schlimme Szenarien werden beschrieben:

"Die Unterdrückung der Frauen und die Verdrängung der weiblichen Bevölkerung aus der gesellschaftlichen Realität und Öffentlichkeit wurden jahrtausendelang mit häufig grausamen Mitteln betrieben. Frauen wurden traditionell reduziert auf die Ebene von Gefühlen, auf das Irrationale und Körperliche und in den Schatten der Welt, ins Private verbannt.... Das  erfordert eine klare feministische Positionierung und feministische Politik, bis die Herrschaftsverhältnisse abgebaut und reale Gleichstellungen erreicht sind." 

(Diese Position hat der Kandidat trotz der aktuellen Orientalisierung unserer Gesellschaft und der vor unseren Augen ablaufenden Unterdrückung der Frau wohl vergessen - erwähnt hat er sie im Wahlkampf nie.)

  

Aber gehen  wir weiter im fundamentalen Programm des Kandidaten VdB.

 

Der Freie Markt wird massiv kritisiert:

"Die Marktwirtschaft ist ökologisch blind und sozial taub." 

"Der Freie Markt hält in der Praxis nicht, was die Politik suggeriert."

 

Recht deutlich wird ein arbeitsloses Einkommen für alle gefordert:

"Die Grünen wollen Existenzsicherung vom konkreten Erwerbsarbeitsverhältnis entkoppeln"

"Wir Grüne stehen für ein Gesellschaftsmodell, in dem es möglich sein muss, ohne Erwerbszwang und Diskriminierung sozial abgesichert leben zu können." 

 

Der Wunsch nach noch mehr Umverteilung wird euphemistisch "Fairteilen" genannt:

 “Fairteilen” als gerechte Verteilung von gesellschaftlichem Reichtum und verfügbarer Arbeit sichert Lebensqualität und Zugang zu Chancen für alle. 

 

In der Krankenversorgungs- und Pensionsfinanzierung ist man gegen private Zusatzversicherungen, der Staat soll alles bezahlen: "Die Leistungen der staatlichen Unfall-, Kranken- und Pensionsversicherungen haben ein Niveau sicher zu stellen, das private Zusatzversicherungen nicht notwendig macht."

 

Skurril wird es zumindest begrifflich, wenn man die frauenpolitischen Vorstellungen nachliest.

Kinder bekommen wird als "Reproduktionsarbeit" bezeichnet, Schwangerschaft und Gebären sind offenbar Rollenzuschreibungen: "Ziel der Grünen Geschlechterpolitik ist die gleiche Teilhabe von Frauen und Männern an der Reproduktionsarbeit, um Benachteiligungen von Frauen aufgrund der Rollenzuschreibungen zu verringern."

 

Abtreibung geht nur Frauen was an, es wird keinerlei Bezug auf den Wert des Lebens genommen:

"Wesentlicher Bestandteil der Selbstbestimmung der Frau ist die Straffreiheit bei Schwangerschaftsabbruch, da es alleinige Entscheidung der Frauen ist, ob sie sich für oder gegen einen Abbruch entscheiden."

 

Die Familie als Leitstruktur der Gesellschaft wird in Abrede gestellt: "Die klassische Vater-Mutter-Kind(er)-Familie ist nur ein Modell, wie sich Beziehungen organisieren lassen." 

 

Migrationspolitik war schon vor Jahren eine grüne "Stärke", die Österreichs Interessen nicht an die erste Stelle rückt:  "Die Grünen vertreten eine Einwanderungspolitik, die die Interessen, Erwartungen und Hoffnungen potenzieller EinwanderInnen und nicht nur die Interessen des Aufnahmelandes, seiner Wirtschaft und seiner Bevölkerung berücksichtigt"

 

Fazit: Wenn mir nun noch immer jemand erzählt, dass der grüne Kandidat auch für bürgerliche Wähler als Bundespräsident in Frage kommt, dann war diese(r) Bürgerliche wohl nie wirklich bürgerlich - oder er/sie verschließt die Augen vor der Realität. Aber bis zum 4.12. ist ja noch genug Zeit zum Überlegen.

 

Interessierte, die noch genauer wissen wollen, welche Ideologie da transportiert wird, können das umfangreiche und von VdB verantwortete Grundsatzprogramm der Grünen im Detail auf deren Website ansehen: 

https://www.gruene.at/partei/programm/parteiprogramm

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Die Ärzte, die Kirche und das Soziale

Von der Ärzteschaft und der Kirche sowie deren Hilfsorganisationen erwartet man grundsätzlich eine besondere Hilfsbereitschaft. Dieser Wille zur Hilfe ist gerade jetzt in der Migrationskrise immer wieder ein großes Thema und bedingungslose Hilfe wird von vielen Seiten vorausgesetzt. Andererseits gibt es auch berechtigte Kritik an bestimmten Verhaltensweisen, die unter "Hilfe" firmieren. Das Thema muss jedenfalls differenziert betrachtet und soll hier genauer untersucht werden.

 

Jeder Arzt hat aus seinem Beruf heraus die Pflicht, sozial zu denken und zu handeln. Vernünftige und sinnvolle soziale Gedanken schließen immer die Zukunftsperspektiven mit ein und dürfen daher nie in einem Hier und Jetzt verharren, das einen oft zu irgendeiner spontanen Hilfs-Handlung zu zwingen scheint. Man wird als Arzt jedem Menschen in akuter Not helfen, egal woher er kommt. Nach der Nothilfe und sogar schon während derselben muss sich der verantwortliche Arzt aber überlegen, was mit dem Patienten weiter geschehen soll. Genau dafür gibt die professionelle Medizin ihre Handlungsanweisungen vor.

 

Im Regelfall wird die ärztliche Hilfe Einzelpersonen betreffen und sie wird der Reihe nach erfolgen. Sind mehrere akute und/oder schwer erkrankte Patienten gleichzeitig zu versorgen, tritt die sogenannte "Triage" in Kraft: Ärzte müssen und werden in solchen prekären Situationen je nach Dringlichkeit und vitaler Gefährdung entscheiden. Im Extremfall (wie etwa nach Großanschlägen oder bei unbeherrschbaren Epidemien) kann es sogar dazu kommen, dass man sich zuerst nur um jene kümmert, die eine Überlebenschance haben und - so brutal das auch klingt - die Chancenlosen sterben lässt. In den Situationen der größten Bedrängnis unter den Bedingungen der immer begrenzten Ressourcen gibt es nämlich keine andere Möglichkeit als die der Selektion, denn sonst sterben alle. 

 

Jeder Arzt, der in der Politik tätig ist, muss letztlich genauso denken und handeln. Die langfristige soziale Verantwortung zwingt ihn geradezu, diese seine Grundpflichten nicht nur für den Einzelnen umzusetzen, sondern im Sinne des Staatsvolkes für das große Ganze, ja letztlich sogar für die Nation zu denken. Wenn er das nicht tut, vernachlässigt er seine Pflichten. Die Weltanschauung spielt freilich eine Rolle im politischen Handeln, aber für Ärzte ist das nur eine zweitrangige. Ärzte müssen immer langfristig denken und die Folgen ihres Tuns genauer abschätzen als andere. Das bringt der ärztliche Ethos mit sich. Handlungen, die ohne Zukunftsperspektive nur auf das Hier und Jetzt bezogen sind, gehören nicht zum professionellen medizinischen Repertoire und könne sogar negative, durchaus auch gefährliche Folgen haben.

 

Jeder ernsthafte politisch aktive Arzt wird daher die gegenwärtige Migrationspolitik aus dem Blickwinkel der Zukunftsorientierung betrachten müssen und danach zur eindeutigen Diagnose kommen, dass diese Politik grundfalsch ist - weil sie eben die Zukunft des Staates gefährdet. Es fruchten auch die ständigen Hinweise, dass gerade die Ärzte helfen müssten und viel Empathie zu zeigen hätten, überhaupt nichts, denn sie tun das ja ohnehin von Berufs wegen.

 

Politisch agierende Ärzte müssen aber vor allem auch aufzeigen, wohin die desaströse Politik der Massenmigration führt und sie müssen die entstehenden negativen Szenarien immer wieder beleuchten, auch wenn sie von den medial überrepräsentierten und linksideologisch verwirrten Schönrednern dafür als inhuman und menschenverachtend bezeichnet werden. Klar ist ja, dass genau jene, die mit diesen hässlichen Zuschreibungen um sich werfen und den Ärzten damit am Zeug flicken wollen, mit ihrer Attitüde etwas befördern, was jeder seriöse politisch tätige Arzt zu bekämpfen hat: Nämlich die Zerstörung der Nation voranzutreiben. Manche von diesen ihren Altruismus im Bauchladen vor sich her tragenden Leuten tun das aus ideologischen Gründen, andere wieder sind einfach naiv und der Sozialromatnik verfallen. 

 

Bei der Kirche und ihren Organisationen gibt es ähnliche Grundvoraussetzungen wie bei den Ärzten. Jeder Priester, jeder Bischof und jeder Angehörige der kircheneigenen und ihr nahestehenden Organisationen muss so handeln, dass sein Tun seiner persönlichen Schöpfungsverantwortung gerecht wird. Hilfe ist aus der Nächstenliebe heraus etwas zutiefst Christliches und sie gehört zu den höchsten Werten im Christentum: "Deus est Caritas" - Gott ist die Liebe, so heißt es.

 

Aber auch und gerade in der christlichen Unterstützung für andere muss der ernsthafte und sozial verantwortlich tätige Christ an die Zukunft und an das große Ganze denken. Es nützt zwar dem Bedürftigen in der Kälte, wenn man seinen Mantel mit ihm teilt so wie das der Heilige Martin tat und man soll dessen Beispiel folgen, aber man muss auch an die vielen anderen Bedürftigen denken und natürlich auch an solche, die nur so tun, als ob sie einen Mantel bräuchten.

 

Und man muss sich auch als Kirche gerade in der Migrationsfrage mit der Begrenztheit der Ressourcen auseinander setzen. "Es ist genug für alle da" ist zwar ein wohlklingender Satz - nur ist er halt leider nicht wahr. Die Neigung, sich auf alle Zeiten offene Grenzen zu wünschen, ist gerade in den christlichen NGOs trotzdem weit verbreitet. Wenn man diese Forderung aber zu Ende denkt, kommt ihr zerstörerischer Kern zum Vorschein: Kritiklose Öffnung und eine nur vermeintliche, weil faktisch unmögliche allumfassende Hilfsbereitschaft ist letztlich das Ende aller Hilfe. 

 

Christliche Hilfsbereitschaft kann nicht in blinder Nächstenliebe verharren und ständig um die Legende des Hl. Martin kreisen. Vernunftgesteuertes Christentum wird immer die Zukunftsperspektive im Auge haben und die Folgen jedes Handelns bedenken müssen. Wenn die Verantwortlichen in der Caritas und in der Kirche diese Verpflichtung ausblenden (und viele von ihnen tun das), dann erweisen sie der Christlichkeit einen Bärendienst. Sie müssen sich die Frage gefallen lassen, ob ihr Verhalten in der Migrationskrise wirklich bis auf seinen Urgrund argumentierbar ist oder ob da vielleicht auch andere, nicht wirklich christliche Motive hinzukommen.

 

Auch in der aktuell diskutierten Frage der Mindestsicherung ist die Begrenztheit der Mittel der bestimmende Faktor. Es ist nicht fair, dass Fremde, die nie ins System einbezahlt haben, vom Staat genauso alimentiert werden sollen wie die Menschen, die hier leben und etwas für den Staat geleistet haben und dann aus welchem Grund auch immer in Bedürftigkeit geraten sind. Und was nicht fair ist, kann auch nicht christlich sein. Am Ende gilt jedenfalls regelhaft: Wer immer alle und immer alle gleich behandeln will, der wird letztlich alle schlecht behandeln. Egal, ob als Arzt, als Politiker oder als Angehöriger der Kirche.

 

 

 

 

 

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Wen meinen wir, wenn wir Elite sagen?

Seit Donald Trumps Wahlsieg ist viel die Rede von den Eliten, gegen die das Volk der USA mit seinem Votum förmlich aufgestanden wäre. Man hätte "drüben" ein Zeichen setzen wollen und die Eliten abgewählt, so liest man allenthalben. Und flugs wird das Wahlergebnis als "Eliten-Feindlichkeit" verallgemeinert und auch für kommende europäische Wahlen als ein bestimmendes Phänomen prognostiziert. Freilich: Auch bei uns wird demnächst ein langgedienter und abgehobener politisch-elitärer Frömmler per Wahl in die Wüste geschickt werden - aber die im Diskurs benützten Begrifflichkeiten sind falsch.

 

Es geht den Wählern nicht darum, die echten Eliten abzuschaffen. Der amerikanische Wähler hat daher auch nicht der Elite seine Stimme verweigert, sondern dem sogenannten Establishment und damit den sich ständig unter Ausschluss des Volkes selbst affirmierenden politischen und medialen Pseudo-Eliten. Das ist ein tiefgreifender Unterschied.

 

Der Begriff  "Elite" ist ja etwas grundsätzlich positives: Eine Elite stellt eine mit Absicht getroffene Auswahl dar, die auf (zumindest vermuteter oder erhoffter) Qualität beruht. Eine gewählte politische Elite ist also etwas prinzipiell gutes, wenigstens am Anfang.  In Demokratien ist daher nach jeder Wahl zunächst immer der relativ Beste am Ruder, weil er und/oder seine Partei eben auserwählt wurden.

 

Allerdings kann diese demokratisch getroffene Auswahl in Laufe der Zeit  zum Gegenteil von Elite degenerieren: Wenn die Gewählten ihre Aufgaben nicht souverän wahrnehmen, sich selber oder ihrer Klientel Vorteile verschaffen, wenn sie das Staatsvolk mit ihren Taten missachten oder generell kläglich versagen, dann ist es vorbei mit der Elite als "guter Auswahl".

 

Zur ganz schlimmen Antithese und zuletzt zur Karikatur ihrer selbst wird die politische Elite, wenn sie sich mit den Medien zum sogenannten "politmedialen Komplex" zusammentut. Gerade in Österreich und in Deutschland ist dieses Phänomen allgegenwärtig: Die Konstruktion der öffentlich-rechtlichen Rundfunk-Anstalten fordert diese Komplex-Bildung geradezu heraus. Abhängigkeiten und willfährige Berichterstattungen bis hin zu Manipulationsversuchen sind daher an der Tagesordnung. Es geht ja immer um Posten, Einfluss und Aufrechterhaltung der Macht - auf beiden Seiten. Auch die finanzielle staatliche Förderung für das privatwirtschaftliche Medienwesen korrumpiert unweigerlich die eigentlich als Vierte Macht im Staate polit-hygienisch lebenswichtigen und notwendigen Medien.

 

In Österreich kommen noch die diversen Körperschaften und Kammern zu diesem politmedialen Komplex hinzu. Sie haben sich unter Vorspiegelung ihrer eigenen Unverzichtbarkeit im System fest eingenistet und sind eigentlich gar nicht mehr wegzubringen, da sie sich längst per Gesetz in einen Quasi-Verfassungsrang erhoben haben.

 

In Amerika sind natürlich viele von diesen Kennzeichen der hiesigen Verhältnisse gar nicht zu finden, da das gesamte US-System und die Mentalität der Menschen grundsätzlich anders gestaltet sind. Aber einiges gleicht sich ganz fundamental: Bei uns wie in den USA ist die bis ins Mark reichende Sättigung mit der vielfach schon kritisierten Political Correctness identisch und auch die hypermoralische Gängelung durch meinungsbestimmende "Eliten" ist diesseits und jenseits des Atlantiks der Mehrheit der Bürger längst zuwider.

 

Ebenso ähnlich ist das tiefgreifende Misstrauen gegenüber einer permissiven und daher erodierend wirkenden Migrationspolitik. Auch der grundlegende Unwillen, die eigene Nation als schwächer und schwächer werdend erleben zu müssen, ist hüben wie drüben begründet und weit verbreitet. "Make America great again" war daher der punktgenaue Slogan von Donald Trump und er funktioniert mit "Austria" statt "America" hier genauso. 

 

Man erwartet von demokratisch gewählten Eliten, dass sie die geschilderten und die Bürger zu Recht mit Besorgnis erfüllenden Phänomene, die an die Substanz des Staates und des Volkes gehen, rigoros bekämpfen. Man will starke Politiker, die die Probleme anpacken statt sie schönzureden. Wenn die gewählten Eliten das nicht tun oder wenn sie diese Dinge sogar befördern und dem Volk zu allem Überfluss auch noch einreden wollen, das sei gut so, dann sind sie keine Eliten mehr und werden gnadenlos abgewählt. Egal, ob "drüben" oder bei uns. 

 

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Der Grat zwischen Nutzen und Nonsens

Vorsorge und Prävention sind gängige Schlagworte, die dem Einzelnen täglich von der Politik, den Medien und den medizinischen Akteuren als Tickets zur ewigen Gesundheit präsentiert werden. Im Überschwang der Vorsorgeempfehlungen wird aber meist verabsäumt, dem Publikum auch zu sagen, was konkret damit gemeint ist. Das undifferenzierte Anpreisen der Vorsorgemedizin lässt jedenfalls wichtige Fragen unbeantwortet: Wer soll wann und wo welche Vorsorge betreiben? Und wie sehen die objektiven Kriterien einer sinnvollen und nutzbringenden medizinischen Vorsorge aus?

 

Zweckmäßige Vorsorgemethoden sollen sowohl für die Budgets der  Gesundheitssysteme wie auch für den Einzelnen leistbar und möglichst ungefährlich sein, sie sollen in breitem Umfang durchführbar und durch wissenschaftliche Erkenntnisse in ihrem präventiven, krankheitsverhindernden Nutzen gesichert sein. Kennzeichen seriöser Vorsorgemethoden ist, dass sie sich auf große Studien begründen. Das Präventionsvermögen der verschiedenen Methoden muss auf größere Bevölkerungsgruppen bezogen sein, denn nur bei ausreichenden Probandenzahlen kann eine Vorsorgemethode überhaupt auf ihre Wertigkeit überprüft werden bzw. bei Anwendung auch nützliche Effekte erzeugen.

 

Das Individualrisiko des Einzelnen ist durch Präventionsmaßnahmen jeder Art allerdings nur bedingt abschätz- und beeinflussbar.  Und eine Garantie für zukünftige Krankheitsfreiheit kann selbst die beste Vorsorgestrategie nicht liefern, das wird oft verschwiegen. Gerne unerwähnt bleibt bei politischen Bekenntnissen zur Vorsorge auch, dass Vorsorge-Kampagnen unter Umständen recht teuer sein können und der Nutzen derselben meist erst Jahre später spürbar wird. 

 

Ein weiteres Merkmal von brauchbaren Vorsorgemaßnahmen ist, dass am Ende einer Präventionskampagne genug (finanzielle) Kapazitäten vorhanden sind, die neu entdeckten Kranken bzw. Risikofälle auch richtig zu versorgen. Es ist nämlich bei jeder größeren Vorsorge-Initiative zu erwarten, dass durch die Rahmenbedingungen plötzlich eine bisher als gesund eingestufte Population zum „Krankengut“ bzw. zur Risikogruppe wird.  

 

Die Medizin bietet gegenwärtig eine Unzahl von Untersuchungsarten, die bei den verschiedensten Krankheiten mehr oder weniger gut eingesetzt werden können. Viele dieser Methoden werden gerne auch in der Vorsorge angewendet – hier aber meist ohne rationale Grundlage bzw. ohne Gedanken an die Konsequenzen. Wendet man die Kriterien Leistbarkeit, Zumutbarkeit, Präventionsvermögen und wissenschaftliche Absicherung auf die gängigen Vorsorgemethoden an, bleiben nur wenige medizinische Handlungen, die man guten Gewissens für die Vorsorge empfehlen kann.

 

Als positives Beispiel sei hier wieder die Vorsorge-Darmspiegelung zur Verhütung des Darmkrebses erwähnt. Die Datenlage ist hier so klar, dass die allermeisten westlichen Länder diese Methode in ihre Vorsorge-Empfehlungen aufgenommen haben und es kaum noch Debatten gibt, in welchen Sinn und Nutzen der Coloskopie bezweifelt werden. Bei anderen etablierten Vorsorge-Methoden – wie etwa der Mammografie – ist das nicht so eindeutig, hier gibt es durchaus seriöse Kontra-Argumente.

 

Sinnvolle Vorsorge, individuell abgestimmt und von ärztlichen Experten empfohlen und durchgeführt, ist jedem Menschen anzuraten. Die besten Präventionsmaßnahmen sind aber immer noch jene, die man selber durchführen kann: Sport, richtige Ernährung, nicht rauchen, wenig trinken, auf das Gewicht schauen. Binsenweisheiten, zugegeben. Aber für Gesundheit und Gesundheitsbudgets allemal noch besser als so manche überflüssige, kostspielige und vielleicht sogar gefährliche Medizinmethode.

 

 

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Zeit ist Geld

Es besteht kein Zweifel mehr: In Österreich gibt es eine Rationierung im öffentlichen Gesundheitssystem. Die Leistungen für die Krankenversicherten sind bereits eingeschränkt und in Zukunft ist zu befürchten, dass sie stetig weiter zurückgefahren werden. Ein wesentliches Kennzeichen von Rationierung ist die geplante Verlängerung von Wartezeiten, z.B. von jener auf Untersuchungen. Hier sind die Zeiten sind schon auffällig lang geworden. Der einfache Grund: Je weniger Patienten man pro Zeiteinheit abklärt und versorgt, desto billiger wird es. Zeit ist Geld - auch im Gesundheitswesen. 

 

Am einfachsten erkennt man diese Effekte an den Wartelisten für CT- und MR-Untersuchungen. Konkrete Beispiele: In Wien muss man aktuell ca. 2 Monate auf einen MR-Termin warten. Die grüne Abgeordnete Dr. Eva Mückstein berichtete am 9.11.2016 im Nationalrat, dass sie aus bestimmten Bundesländern von CT-Wartezeiten wüsste, die sogar 6 (!) Monate betragen würden.

 

Dazu muss man wissen, dass nicht die Röntgen-Institute diese eklatante und den guten österreichischen Versorgungsstandard gefährdende Terminnot vorgeben, sondern dass die Anzahl der Untersuchungen aus Kostengründen von den Kassen streng limitiert wird. Man nennt das in der gesundheitsökonomischen Fachsprache "Deckelung". Die Röntgenärzte würden gern mehr arbeiten - allein, sie bekommen es von den Kassen nicht bezahlt.

 

Nun muss man sich natürlich fragen: Woher kommt dieser jetzt so auffällig gewordene Rationierungsdruck? Wo fließt das Geld hin? Die Leistungsreduktion betrifft ja nicht nur die für jeden Bürger ersichtliche Problematik bei den Wartezeiten, sondern sie zieht sich quer durch das System: Von abgelehnten Bewilligungen chefarztpflichtiger Medikamente bis zum extremen Kosten-Druck vor allem bei den Hausärzten, von der geplanten Privatisierung des Wiener Krankenanstaltenverbunds bis hin zur kostengünstigen Massen-Medizin in den noch zu errichtenden sogenannten PrimaryHealthCare-Centers.

 

Freilich ist für unser beitrags- und lohnabhängiges Krankenversicherungssystem, in das Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen einzahlen, eine gute Wirtschafts- und Beschäftigungslage eine Grundvoraussetzung. Und die ist momentan alles andere als rosig. Aber wir haben vor allem auch einen ganz riesigen Brocken an neuen Kosten zu bewältigen, die uns durch die Migrationskrise entstanden sind. Soeben wurden vom Finanzminister im Budget mehr als 2 Milliarden (!) Euro an Gesamtkosten für die Versorgung der neuen Migranten veranschlagt. 

 

Jetzt stehen wir vor der höchst unguten Situation, dass österreichische Beitrags- und Steuerzahler, die Jahre und Jahrzehnte ins System zwangsweise eingezahlt haben, die Rationierung ausbaden und gleichzeitig Kosten für Leute übernehmen müssen, die niemals einen einzigen Cent ins österreichische Gesundheits- und Sozialwesen eingebracht haben und das auch nicht werden.

 

Das kann man beim besten Willen weder fair noch gerecht nennen. Vor allem, weil wir aus den Daten des Innenministeriums wissen, dass mindestens 50% der Migranten definitiv keine Flüchtlinge sind und ihr Asylantrag abgelehnt wird. Wir wissen die exakten Summen nicht, welche die gesundheitliche Versorgung der Ankömmlinge verschlingt - denn es gibt keine genauen Zahlen darüber. Nach allem, was man weiß, gehen die Beträge in hundertfache Millionenhöhen. Das renommierte Wirtschaftsforschungsinstitut EcoAustria hat bis 2019 ca. 385 Millionen Euro Gesundheitskosten für die Migranten errechnet - allerdings noch auf Basis wesentliche geringerer Asylwerberzahlen und naturgemäß in Unkenntnis der Zahl an Neuzugängen, die durch den Familiennachzug erst noch kommen werden. 

 

Klarerweise kann man Menschen, die ein gesundheitliches Problem haben, nicht unbehandelt lassen, egal woher sie kommen und egal, wer sie sind. Man kann aber dem Finanzier dieser Versorgung, nämlich dem österreichischen Beitrags- und Steuerzahler, die Wahrheit sagen und ihm reinen Wein über die Kosten einschenken. Allein in Wien sind über 40.000 Ausländer in der Mindestsicherung und sie werden vermutlich sehr lange Zeit mangels Qualifikation, Sprache und Arbeitsplatz als unproduktive Versorgungsfälle dort verbleiben und für das System finanziell nichts beitragen können. 

 

Auch der allerbravste Sozialist kann sich um diese Fakten nicht mehr herumschwindeln und die Hilfsorganisationen und NGOs dürfen die vielzitierte "Menschlichkeit" nicht länger als Ausrede für ihre Schönfärberei und die gezielte Unterstützung der Massenmigration verwenden - denn sie ruinieren mit dieser ihrer Politik sukzessive die Strukturen des Sozialstaats.

 

Wir müssen handeln - und zwar sofort. Jeder Tag, an dem weitere illegale Migranten ins Land strömen, kostet Österreich teures Geld und verbraucht jene Ressourcen, die den zahlenden Österreichern in der Versorgung fehlen Auch hier gilt, dass Zeit Geld ist. Daher gibt es nur eine Antwort auf diese mittelfristig den Staat zerstörende Mega-Krise: Grenzen zu.

 

Der Nobelpreisträgers Milton Friedman wird leider jeden Tag aufs Neue in seiner prägnanten Diagnose bestätigt: "Man kann einen Wohlfahrtsstaat haben und man kann offene Grenzen haben. Aber man kann niemals beides zugleich haben."

 

 

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Die Legitimation der Wertung

Durch die linksideologische Verwässerung nahezu der gesamten westlichen Geisteswelt, in der heute die Gleichmacherei und das Gleichheitsprinzip  die Leitbilder darstellen, ist der intellektuell redliche Diskurs zur Ausnahme-Erscheinung geworden. Unter dem Signum der Toleranz haben wir uns selber Maulkörbe umgehängt, die uns klare oder gar harte Aussagen fast unmöglich machen.

 

Das erkennbare Epiphänomen dieser unseligen Entwicklung ist die Political Correctness, die wie ein allgegenwärtiger Knebel die öffentlichen Räume durchzieht. Diese Weichspülung der offiziellen Debatte ist von moralisierenden Euphemismen und bereits unerträglich gewordenen Schönrednereien gekennzeichnet. 

 

Wer heute eine klare Wertung über gesellschaftliche Verhältnisse, politische Richtungen, andere Religionen, Länder, Kulturen oder Haltungen von sich gibt, gerät daher schnell in den Verdacht, faschistoide Gedanken zu hegen, ein heimlicher Rassist zu sein oder dem Übermenschentum zu huldigen. Dabei ist alles, was uns als Menschen und Individuen ausmacht, Wertung, Auswahl und Kategorien-Erstellung.

 

Bereits ganz banale und alltägliche Dinge wie die Wahl der Wohngegend, des Urlaubslandes oder die Wahl des Lieblingsrestaurants sind klare Wertungen. Was wir gerne oder nicht gerne essen, wie wir uns kleiden, wo wir einkaufen und wo wir das gezielt nicht tun, das alles wird durch Wertungen gesteuert. Diese Liste wäre beliebig lange fortzusetzen und es kommt am Ende immer heraus, dass wir durch Wahl und Auswahl in unserem Leben ununterbrochen Wertungen setzen.

 

Das tun wir natürlich auch in der Auswahl unserer Freunde: Wir fühlen uns zu bestimmten Menschen aus bestimmten Gründen hingezogen und richten unser soziales Leben an ihnen aus. Mit anderen Leuten wiederum würden wir nicht einmal auf einen Kaffee gehen. Ganz enorm stark und prägnant fallen Wertungen im zwischenmenschlichen Bereich aus. Trotz einer Unzahl von Möglichkeiten entscheiden wir uns irgendwann für einen Menschen, mit dem wir zusammenleben oder ihn heiraten möchten. Damit schließen wir natürlich unzählige andere Frauen oder Männer aus, die wir ebenfalls lieben könnten. Die Liebe zwischen Mann und Frau ist eine der klarsten und exklusivsten Wertungen überhaupt. Experimente, die diese Art von monogamer Wertung auflösen wollten, sind grandios gescheitert: Die linke Idee von der freien Liebe ist längst Geschichte. Und die Partnerwahl stellt immer einen unikalen Sonderfall von Diskriminierung aller anderen dar.

 

Wir leben also ständig und überall mit und in Wertungen, anders geht es auch gar nicht. Und doch hören wir seit Jahren die Botschaft von der Gleichheit und von der Toleranz. Täglich wurde uns eingetrichtert, man dürfe andere nicht werten und schon gar keine abfälligen Meinungen über andere Kulturen oder Länder haben oder diese gar äußern. Diese Attitüde wurde uns als kultureller Fortschritt verkauft, der angeblich friedenssichernd wirken sollte und das Verhältnis zwischen den Menschen und Kulturen bessern würde.

 

Das war und ist mit Verlaub gesagt Unsinn, weil das Botschaften sind, die wider die natürlichen Bedürfnisse und die Notwendigkeiten des Menschen gerichtet sind. Menschen wollen und brauchen Abgrenzungen (ja, auch das sind Wertungen), sie brauchen Eigenräume und erkennbare Identitäten. Menschen wollen werten und sie wollen wählen. Sie müssen es sogar, denn sonst gehen sie in einem ungenießbaren Einheitsbrei unter, in dem das unausgesprochene Ressentiment die Atmosphäre vergiftet. Was man nicht sagen darf, das wird zum Toxin der Gesellschaft. Eine durch Verordnung wertungsfreie Gesellschaft endet  als Orwell`sche Animal Farm, wo sich am Ende die Schweine zur Herrschaft aufschwingen. Fazit: Gleichheitsdoktrinen gehen immer schief.

 

Und nun geschah das Unerhörte: in den USA wurde ein Mann zum Präsidenten gewählt, der im Wahlkampf klare Wertungen aussprach und sich so zum Feindbild der linken Gleichheitsschickeria machte. Freilich kann man über seinen Stil und die Art seiner Kommunikation diskutieren, aber er hat mit seinem Furor den lähmenden Mehltau der Political Correctness kräftig verblasen. Damit hat er für uns alle eine Option eröffnet: Wir können uns jetzt endlich offen darüber unterhalten, wie wir zu einem qualitativ besseren politischen Diskurs finden, in welchem wir den natürlichen Bedürfnissen der Bürger wieder jenen Raum geben, der ihnen zusteht.

 

 

 

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Stärkt die Familie!

Die klassische Familie mit Vater, Mutter, Kind(ern) ist nach wie vor die Keimzelle des Staates, denn ohne sie kann keine Gesellschaft bestehen. Als Spielart der Familie sind heute auch alleinerziehende Elternteile mit Kindern zu sehen, denn eine wesenhafte Eigenschaft der Familie ist die Abstammung . Und selbstverständlich gehören auch Mann-Frau-Paare mit Adoptivkindern dazu. Eine Tatsache ist, dass das Modell "Familie" weder out noch unmodern ist, denn mehr als 70% aller Menschen haben noch immer die Vorstellung, dass die eigene Familie den größten Wert darstellt bzw. will die absolute Mehrheit der jungen Menschen eine Familie gründen. Das ergeben fast alle soziologischen Umfragen zu diesem Thema.

 

Trotzdem oder gerade deswegen rollen von verschiedenen Seiten immer wieder Angriffe auf die Institution Familie. Linke Ideologien gepaart mit Gender-Mainstreaming, die vielfach getätigte gezielte Abwertung der Frau als "nur in der Mutterrolle" befindliche Person und die Bestrebungen, alle Arten von homosexuellen Verbindungen der Ehe absolut gleichzustellen, erodieren langsam aber sicher die fundamentale Einrichtung namens Familie.

 

Frauen, die sich für Kinder entscheiden, werden heute oft mitleidig angeschaut und wenn sie für die Familie zu Hause bleiben, verlieren sie zusätzlich einen Teil ihrer Reputation. "Die ist ja nur zu Hause" ist der süffisante Satz dazu. Das ist absurd. Noch absurder ist es, wenn sich die Frauen ins Doppeljoch der Mutterschaft und der gleichzeitigen Berufstätigkeit zwingen und dies für einen der großen Fortschritte der Moderne halten. Und zynisch von der Gesellschaft ist es, wenn die Mütter das tun müssen, weil sie ökonomisch sonst nicht über die Runden kommen.

 

Abhilfe für die Doppelbelastung wird täglich von der Politik versprochen und gerne nimmt man die Männer in die Pflicht, mehr für die Familie zu tun. Dass der Staat mehr für die Familien tun könnte, indem er sie finanziell belohnt (etwa mit kräftigen Steuersenkungen), ist immer nur ein Randthema der Politik und wird kaum stringent verfolgt. Der Staat hat nämlich andere Ziele: Es gibt modernistische "Abhilfen" und bestimmte ideologische Desiderate, wie die moderne Gesellschaft heute auszusehen hat.

 

Die Designer der herbei gewünschten neuen gesellschaftlichen Realitäten haben in ihrem Hinterkopf die Botschaften von Friedrich Engels und Karl Marx - und die lauten: "Zerstört die bürgerliche Familie und ersetzt sie durch staatliche Institutionen. Erst dann ist der Mensch frei." So geht, verdichtet dargestellt, die zerstörerische Denke der linken Ideologen. Alle Epigonen der marxistischen Weltanschauung handeln strikt nach diesem Muster. Darin eingewoben ist stets der Wunsch nach der staatlich verordneten Gleichheit der Menschen und nach einem Staat, der sich immer mehr ausdehnen soll.

 

Nur ein großer Staatsapparat kann die Pläne der de facto postkommunistischen Ideologen auch Wirklichkeit werden lassen. Das wäre z.B. ein Superstaat EU, der uns gerne als Republik Europa oder als die Vereinigten Staaten von Europa verkauft wird. Diese Ideen muss man bekämpfen - auch und vor allem über die Stärkung der Familie.

 

Nur die Familie bietet über Generationen hinweg ausreichend Schutz vor dem staatlichen Interventionismus, der immer  ins Private hinein will. Und nur in der Mehr-Generationen-Familie besteht authentisches Interesse, die Familienmitglieder und die Nachkommen individuell zu schützen und langfristig das Beste für sie zu wollen.  Die einzige Möglichkeit, die destruktiven und familienzerstörenden staatlichen Kräfte zu neutralisieren, sind gesetzliche Rahmenbedingungen, die es dem Staat unmöglich machen, in seine eigene Keimzelle einzugreifen.

 

Deswegen gibt es Initiativen wie die europaweit tätige Bürgerinitiative mumdadandkids.eu , die sich dem Anliegen der Familien verschrieben hat und eine EU-Regelung erreichen will, mit der die Familie in ganz Europa vertraglich geschützt wird. Diese Initiative ist unbedingt zu unterstützen. Wenn Ihnen etwas an der Familie als Grundwert und fundamentales Modell der Gesellschaft liegt, dann unterstützen Sie bitte diese Bürgerbewegung.

 

Link: http://www.mumdadandkids.eu/de 

 

 

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The Big Bang

Die meisten haben nicht geglaubt, dass er es schafft - aber nun ist er es: The President of the United States heißt wider alle herbeigeschriebenen Clinton-Sieges-Szenarien nun doch Donald Trump. Und er ist nicht Präsident geworden, weil er als Lichtgestalt und Messias auftrat wie weiland sein Vorgänger Obama, sondern weil er als der böse Bube in den Ring stieg und sich nicht drum scherte, "was man sagen darf" und was nicht.

 

Die Bürger haben ihn nicht gewählt, obwohl er dieses Image hat, sondern weil er es hat und auch, weil er deswegen unter medialem Dauerfeuer stand. Die Amis haben nämlich die Nase voll von der Meinungsmache in den politkorrekten Medien. Die Trump-Wahl war auch eine Abwahl dieses unsäglichen, selbstgerechten und moralisierenden Stils, der in vielen Medien der westlichen Welt ein Wesenszug geworden ist.

 

Trump hat meist nur gepoltert, ist permanent angeeckt und hat seit Beginn des Wahlkampfes mit seinen zahlreichen Gegnern ständig die verbalen Raufereien gesucht. In den letzten Monaten hat er sich in ebensolcher Manier seiner von den oben genannten Medien hochgejazzten Kontrahentin Hillary Clinton gewidmet. Man mag seine (für den Wahlkampf zugespitzten) Umgangsformen sehen wie man will, aber The Donald hat letztlich eine große Leistung vollbracht und von dieser werden wir alle noch lange profitieren: Trump hat die nur noch unerträglich gewordene Political Correctness völlig zertrümmert und ihre Reste dann noch aus der politischen Debatte gekickt.

 

Seine Art des Wahlkampfes war auch ein befreiender Urknall - ein politischer Big Bang, wie ihn westliche Demokratien so noch nie erlebt haben. Aus diesem Knall ist etwas Neues entstanden. Was genau daraus wird, das wird man ehrlicherweise allerdings erst in einiger Zeit beurteilen können.

 

Trump wollte um jeden Preis ins Weisse Haus und die Niederlage des bisherigen politischen Establishments war sein erklärtes Ziel. Dessen Erreichung gelang ihm vor allem deswegen, weil er die Wünsche sehr vieler sehr unzufriedener Bürger kanalisieren konnte. Er performte als der  Wut-Kandidat, dem die Nation und die Ehre Amerikas glaubhaft am wichtigsten sind. Keines der gegen ihn anschreibenden Medien, keine Schmutzkübel-Kampagne und keiner seiner (gewollten?) Ausrutscher konnten ihm letztlich schaden, er hat am Ende gewonnen - und somit politisch betrachtet völlig recht gehabt mit dem, was er tat.

 

Sein Sieg wirft nun all die phrasenreichen, so wunderbar menschenfreundlichen Konzepte der in der Mitte und links davon agierenden politischen Fraktionen über den Haufen - und das nicht nur in den USA. Heere von Spin-Doktoren und Polit-Beratern haben jetzt auf der ganzen Welt ein existenzielles Problem: Ihre mediengefälligen und weichgespülten Moral-Kampagnen glaubt ihnen keiner mehr und das politkorrekte Geplapper, das sie produzieren, kann man getrost auf dem Müllhaufen der Geschichte entsorgen.

 

Die USA sind dorthin zurückgekehrt, wo ihre Grundidee herkommt: Das Sinnbild der amerikanischen Nation ist ihre Größe sowie die Stärke und die Freiheit des Individuums. "Make America great again" ist der Leitspruch Donald Trumps und da drin steckt ein mächtiger Wunsch aller von ihrem Land Enttäuschten und vor allem auch derer, die ihre Nation gefährdet sehen. Die US-Bürger wollen Identität, Stärke und Grenzen und sie wollen keine wohlklingenden, aber diffusen politischen Ansagen, die alle einlullen sollen. Auch von der illegalen Migration haben sie genug. Und staatliche Eingriffe in ihre persönlichen Lebenswelten lehnen die Amerikaner grundsätzlich ab, auch wenn sie im Namen des Schönen und Guten geschehen. Nach der Obama-Administration offenbar mehr denn je. 

 

In Europa ist es in vieler Hinsicht ähnlich. Bei uns akzeptiert und will man zwar einen eingreifenden und protektiven Wohlfahrtsstaat - aber nicht für alle, die da reinwollen. Der Wunsch nach dem Ende der Migrationskrise ist stark und die Mehrheit ist der Meinung, dass das Maß längst voll ist. Und wie die Amerikaner wollen auch die Bürger der EU-Länder klar erkennbare Nationalitäten und funktionierende Abgrenzungen, sie wollen Identität und starke, je eigene Nationen. Der Wunsch nach der Selbst-Definition und nach dem erkennbaren eigenen Habitat ist ein archaischer und er sitzt tief in den Bürgern drin. Die linksideologisch geprägten und modernistisch denkenden Sozial-Ingenieure, die diesen Ur-Instinkt dauernd überwinden und für obsolet erklären wollen, scheitern letztlich immer genau an dieser natürlichen Sehnsucht des Menschen.

 

Und zu guter Letzt wollen auch die Europäer den nur noch redundanten und betulich-moralbelehrenden Stil der politkorrekten Medien nicht mehr. Mit Trumps Wahl ist nun die Ära der politischen Korrektheit zu Ende gegangen. Und das ist gut so.

 

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Das Wahl-Arzt-Rezept

Heute steht wieder einmal die Mutter aller Wahlschlachten am Programm. Die Welt blickt gebannt und aufgeregt nach Amerika, denn die USA wählen ihren Präsidenten. (Vermutlich haben Sie das schon gewusst, aber lesen Sie bitte trotzdem weiter. Es wird gleich interessanter).

 

Also, die USA wählen Ihren Präsidenten. Obwohl - sagen wir lieber: Etwa die Hälfte der 200 Millionen eingetragenen Wahlberechtigten wählt den Präsidenten. Die Wahlbeteiligung liegt traditionell bei etwa 50%. Den anderen ist es ziemlich egal, wer es wird. Oder diese anderen bleiben aus Protest den Wahl-Urnen fern. Wer die neue Spitze im Weissen Haus wird, das bestimmt also nicht einmal ein Drittel der knapp 320 Millionen US-Amerikaner. Auch so geht Demokratie. Details über das komplizierte System der Wahlmänner ersparen wir uns jetzt, wahlentscheidend werden jedenfalls nur die Ergebnisse in den sogenannten Swing-States. Das sind insgesamt 12 Bundesstaaten, in denen keine Tendenz für einen der beiden Kandidaten feststeht.

 

Obwohl wir hier in Österreich natürlich wie immer die weltweit wichtigsten und maßgeblichsten Zeitungs- und Polit-Kommentare zu Trump und Clinton abgegeben haben und wir jetzt auf deren entscheidenden Einfluss "drüben" hoffen, können wir in unserem ebenfalls wahlkämpferisch geplagten Land nichts anderes mehr tun als gespannt abzuwarten. Deswegen stellt Ihnen Ihr Wahl-Arzt (also der Autor dieser Zeilen) ein Rezept für den heutigen Tag aus - damit er aushaltbar bleibe und Ihre Spannung erträglich.

 

Recipe:

  • Einen Reserve-Akku für das Smartphone, falls Sie kein TV-Gerät zur Verfügung haben und Sie unterwegs sind. Ab Mitternacht ist mit brauchbaren Hochrechnungen zu rechnen, da muss dann genug Saft im Handy sein.
  • Ein Plastiksackerl zum ruhigen Hineinatmen, falls Sie hyperventilieren sollten, weil Ihr(e) Wunschkandidat(in) nicht gewinnt. Vergessen Sie aber nicht, die ausgeatmete Luft wieder zu inhalieren, sonst wirkt das Sackerl nicht und Sie bekommen tetanische Krämpfe.
  • Eine Flasche Champagner, falls Ihr(e) Wunschkandidat(in) siegt. Falls nicht, können Sie die Flasche trotzdem öffnen und trinken - als Trost. Sparen Sie also nicht beim Einkauf, sonst bekommen Sie einen Nachwahl-Kopfschmerz, an dem sicher nicht  der/die neue Präsident(in) schuld ist.

 

Auch ein Verhaltensrezept darf ich Ihnen ausstellen:

  • Outen Sie sich nicht als Trump-Anhänger, wenn Sie es nicht schon getan haben. Am Wahltag zahlt sich das nicht mehr aus. Schonen Sie sich, Ihre Familie und Ihren Freundeskreis mit Pro-Trump-Aussagen. Österreich ist eh schon so zerrissen durch die vielzitierte Präsidentenwahl-Spaltung (nein, nicht durch die Wahl drüben. Wegen der bei uns!). Tragen Sie jetzt bitte zur Harmonie bei!
  • Outen Sie sich nicht als Hillary-Fan, wenn Sie es nicht schon getan haben. Am Wahltag zahlt sich das nicht mehr aus. Schonen Sie sich, Ihre Familie und Ihren Freundeskreis mit Pro-Hillary-Aussagen. Wie gesagt: Österreich ist schon zerrissen genug durch die Präsidentenwahl-Spaltung. 
  • Reden Sie heute auf alle Fälle viel über Demokraten und Republikaner, bei US-Wahlen ist Ihr Wissen immer gefragt. Lassen Sie aber Bill Clintons Zigarre aus, das wird sonst zu schlüpfrig.
  • Freuen Sie sich, wenn Ihr(e) Kandidat(in) gewinnt und sagen Sie: "Ich habe es immer schon gesagt, er/sie wird gewinnen - und seht nur, ich hatte recht!"
  • Jubeln Sie auch, wenn Ihr(e) Kandidat(in) nicht gewinnt und behaupten Sie: "Ich habe es immer schon gesagt, er/sie wird gewinnen - und seht nur, ich hatte recht!" (Es wird Ihnen niemand nachweisen können oder wollen, dass Sie flunkern, wozu auch - und Sie gehören in jedem Fall zu den Siegern.)
  • Nehmen Sie den Ausgang der US-Wahl keinesfalls als Vorzeichen für die Bundespräsidenten-Wahl bei uns. Wir Österreicher entscheiden frei und völlig unbeeinflusst von irgendeiner Deutungsmacht. Da könnte ja sonst ein jeder kommen.
  • Sollten Sie aber gefühlsmäßig nicht umhin können, die US-Wahl als Vorzeichen für Österreich zu deuten, dann ist es auch ein Vorzeichen, soviel ist sicher. Wir müssen dieses Omen dann nur richtig interpretieren: Es weist eindeutig darauf hin, dass Sie am 4.12. in jedem Falle Norbert Hofer wählen sollten.
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Die Empörung als politisches Mittel

Der NEOS-Nationalratsabgeordnete Christoph Vavrik hat auf Facebook schwer gesündigt und dort den für Politiker größten anzunehmenden Unglücksfall ausgelöst: In einer persönlichen Aufwallung hat er (offenbar irritiert ob der ersten Wiener Adoption durch ein männliches Homosexuellen-Paar) ein Statement verlautet, das den politkorrekten allgegenwärtigen Meinungsrichtern so gar nicht in den Kram passte und einen Shitstorm sowie eine umfassende Entschuldigung Vavriks nach sich zog.

 

"O tempora, o mores, künftige Zivilisationen werden auf solche gesellschaftliche Abartigkeiten mit demselben Unverständnis blicken wie wir auf die Sklaverei..." - das war seine sarkastische Bemerkung, die er mittlerweile gelöscht hat. Jetzt könnte man einfach nur sagen, ok, der Mann hält nichts von dieser gesetzlich neu eingeführten Art der Adoption. Muss er auch nicht. Man kann und darf die klassische Form der Elternschaft für günstiger halten. Das zu äußern ist im Rahmen der Meinungsfreiheit legitim und es muss vor allem auch einem Mandatar gestattet sein, persönliche Bedenken, die nicht in den erlaubten Mainstream passen, auf einem sozialen Medium in sarkastischen Worten zu platzieren. 

 

Aber natürlich: weit gefehlt. Die Rücktrittsaufforderung an Vavrik kam umgehend - wie zu erwarten von linksgrün. Die Distanzierung durch die eigene NEOS-Fraktion erfolgte ebenso schnell und in ganz expliziter und in einer sich an links anbiedernden peinlichen Weise. Und die Wort- und Zitat-Verdrehungen ließen natürlich auch nicht lange auf sich warten: Die "gesellschaftliche Abartigkeit" wurde sofort so interpretiert, als hätte sie Vavrik auf die Homosexualität projiziert (was er definitiv nicht tat) und ihm wurde unterstellt, er hätte die Sklaverei mit der Homosexualität verglichen - was er definitiv ebenfalls nicht getan hat. Er hat lediglich das eigene Unverständnis über das neue Adoptionsrecht in Relation mit einem von ihm angenommenen zukünftigen Unverständnis über heutige gesellschaftliche Verhältnisse gestellt - in einem zugegeben drastischen Vergleich.

 

Aber vermutlich hat man sein Zitat nicht verstanden oder gar nicht verstehen wollen. Für Linke und Grüne gilt nur eines: Vavrik hat sich versündigt, in Gedanken, Worten und Werken. Und es gibt kein Verständnis, kein Pardon und schon gar keine Absolution im meinungsdiktatorischen und tugendstolzen linken Mainstream Österreichs. Verurteilt ist verurteilt. Aus, Schluss, Basta. Jeder Mensch hat öffentlich nur das zu sagen, was die grünlinke politmediale Blase erlaubt - wer ausschert, den trifft unbarmherzig der Geifer und der Bann. Und wenn man ein echter Konservativer ist, dann trifft er einen allein schon deswegen. Da braucht man gar nichts zu sagen - es reicht schon, sich zu konservativen Werten zu bekennen. 

 

Das müssen ganz besonders die Mandatare des österreichischen Parlaments beherzigen - die sollten überhaupt nur das sagen, was in ihren jeweiligen Klub- und Parteistatuten steht und was ihnen ihre Klubobleute gestatten. (Die meisten von diesen erlauben übrigens nur das, was  vorher ihre Presse-Abteilungen für zumutbar und sagbar erachtet und zur Publikation freigegeben haben - so groß ist die Angst vor den Meinungsdiktatoren in den Redaktionen schon geworden).

 

Jetzt muss man sich natürlich wieder einmal fragen: Was bedeutet Meinungsfreiheit in Österreich? Was darf man noch sagen und was ist unsagbar geworden? Was dürfen Politiker und Mandatare von sich geben, ohne öffentlich zur Schnecke gemacht zu werden oder sich per sofortiger Entschuldigung erniedrigen zu müssen? Und wann nehmen die Parlamentarier endlich ihren Mut zusammen und sagen: Die Meinungsfreiheit ist eines der höchsten Güter der Demokratie und dafür stehen wir um jeden Preis und geschlossen ein! Dazu muss man natürlich auch einmal klären, was zu tun ist, wenn jemand mit einer Äußerung öffentlich über die Stränge schlägt. Jedenfalls ist es ein Unding,  in so einem Fall gleich immer empört nach dem Rücktritt zu verlangen oder dem Sünder eine Entschuldigung abzupressen.

 

Die politische Debatte kann doch nur funktionieren, wenn sich jeder seine Meinung sagen traut - durchaus auch einmal als Sarkasmus verpackt. Das Verbotsklima und die Empörungssucht, die derzeit den öffentlichen Raum erfüllen, sind kontraproduktive Entwicklungen, die der Demokratie letztlich nur schaden.

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Medical Monday

Eiweiß ist gut gegen Fettleber

Proteinreiche Kost kann helfen, das bei Diabetikern häufig auftretende Problem der Fettleber zu bessern. Eine prominent publizierte deutsche Studie konnte das zeigen. Das Leberfett nahm nach der Eiweiß-Kur um bis zu 50% ab und es gab keine negativen Effekte auf die Nierenfunktion (das wird bei sehr eiweißreichen Diäten immer wieder befürchtet). Bei der Protein-Zufuhr ist es auch egal, ob es pflanzliches oder tierisches Eiweiß ist, das man zu sich nimmt. Möglicherweise hilft die erhöhte Eiweißgabe auch den aufgrund unserer Überernährung häufig auftretenden "normalen" Fettlebern, um diese zu bessern und zu entfetten. Schaden tut uns das viele Protein jedenfalls nicht.

 

 

An egg a day keeps the doctor away

Das Pendel schlägt zurück und das Ei kann man wieder in die Pfanne hauen: War vor 10 Jahren noch allgemein gültiges medizinisches Dogma, dass Eier ganz, ganz schädlich für die Gefäße sind, tauchen jetzt immer mehr Studien auf, die das Gegenteil beweisen. Im Journal of the American College of Nutrition wurde z.B. publiziert, dass das tägliche Ei unser Schlaganfall-Risiko um 12% reduziert. Bei 9 Eiern am Tag ergäbe das eine Risiko-Reduktion von 106%, da müsste also ein Leben ohne Schlaganfall garantiert sein, rein rechnerisch... Doch Spaß beiseite - das Ei kann sicherlich nicht mehr als Gefahrenträger oder gar als "Bypass-Breakfast" angesehen werden. Und es ist vermutlich gesünder als so mancher zuckerreiche Morgen-Snack, der zwischen Tür und Angel das Frühstück ersetzt.

 

 

Verhütungsspritze für den Mann?

Bill Gates möchte gern verhüten. Ebenso seine Frau. Und das UNO-Kinderhilfswerk (UNICEF) will offenbar auch keine Kinder. Die Bill & Melinda-Gates-Foundation und die UNICEF sponserten nämlich eine Studie, in der die Wirksamkeit der "Spritze für den Mann" getestet wurde. Warum sich die internationalen "Kinderfreunde" gerade bei der Verhinderung von Nachwuchs so wichtig machen, das möge jeder selbst interpretieren. 

Die wissenschaftlichen Daten liegen jedenfalls vor: Die Wirksamkeit des alle 8 Wochen gespritzten Hormongemisches (Progesteron und Testosteron) war nachweislich. Die Spermienanzahl bei den Probanden reduzierte sich dramatisch und die Befruchtungsfähigkeit sank entsprechend stark ab. Die Wirksamkeit wurde mit ca 96% im Vergleich zu anderen Methoden angegeben.

Nicht unerwartet war eine der häufigsten Nebenwirkungen eine reduzierte Libido - das heißt, die Männer wollten ganz einfach nicht mehr. (Was ja eine 100%-ige Wirksamkeit der Verhütung garantiert). Inwieweit dieses Phänomen die Studie beeinflusste, wird in der Arbeit nicht klar beschrieben.

Mein persönlicher Eindruck: Verhütungsmethoden, die in die Hormon-Regelkreise des Menschen eingreifen, sind keine guten Methoden. Egal, ob sie Mann oder Frau betreffen. Und die Hintergründe dieser Studie (UNICEF etc.) sind doch einigermaßen merkwürdig.

 

 

Quellen:

ad 1.: http://dx.doi.org/10.1053/j.gastro.2016.10.007

ad 2.http://dx.doi.org/10.1080/07315724.2016.1152928

ad 3.: http://press.endocrine.org/doi/pdf/10.1210/jc.2016-2141

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Nächstenliebe muss selektiv sein

 

Mit dem Begriff der Nächstenliebe wird seit dem Beginn der Migrationskrise reichlich Schindluder getrieben. Besonders jene, die ohnehin Atheisten oder höchstens Taufschein-Christen sind, wollen den christlichen Kritikern der Massenzuwanderung ständig erklären, dass man unchristlich sei und das Gebot der Nächstenliebe missachte, wenn man nach strengeren Migrationsgesetzen verlangt oder gar geschlossene Grenzen fordert.

 

Von der christlichen Religion ziemlich ahnungslose Linke gesellen sich bei der Nächstenliebe-Argumentation immer gerne dazu und versuchen, mit Häme den Christen da eine Falle zu stellen. Auch viele bigotte Christen und die sattsam bekannten, immer betulichen und hypermoralischen Selbstdarsteller des öffentlichen Lebens faseln mit aufgesetzter Menschlichkeitsmiene ständig von einer Nächstenliebe, die es in einer dahergeschwafelten, allumfassenden und kritiklosen Form gar nicht gibt und gar nicht geben kann.

 

Der Wiener Theologe und päpstliche Ehrenprälat Karl Hörmann, der auch Ordinarius für Moraltheologie war, hat zum Thema "Nächstenliebe" schon vor Jahrzehnten Grundlegendes verfasst. Die Lektüre seiner Stellungnahme kann denjenigen, die ständig von der Nächstenliebe reden, aber von der Begrifflichkeit und ihrer Bedeutung kein wirklich profundes Wissen haben, zur Erweiterung ihres Horizontes und zur Wahrheitsfindung dienen. Hier ein Auszug aus seinem Lexikon der christlichen Moral von 1976:

 

"Gerade an der Erkenntnis, daß sich das Gebot der Nächstenliebe auf jeden Menschen erstreckt, wird klar, daß dieses Gebot ein Richtungsgebot ist. Der Mensch mit seinem beschränkten Können stößt in der Verwirklichung der Nächstenliebe bald an Grenzen. Wohl ist er zur Gesinnung der Liebe jedem Menschen gegenüber wenigstens so weit verpflichtet, daß er keinen ausdrücklich aus der Nächstenliebe ausschließt und daß er bereit ist, für jeden das Entsprechende zu tun, wenn die Situation eine Forderung drängend werden läßt. In der Betätigung der Nächstenliebe erreicht der Mensch nur allzu rasch die Grenzen seiner Möglichkeiten: Schon innerlich kann er nicht jedem Mitmenschen seine liebende Aufmerksamkeit zuwenden und noch weniger kann er sich für die Anliegen eines jeden Mitmenschen durch die Tat einsetzen.

 

So bleibt ihm nichts anderes übrig, als für das Tun der Nächstenliebe eine kluge Auswahl zu treffen, etwa nach seiner näheren oder entfernteren Verbundenheit mit den Mitmenschen, nach der Größe ihrer Not, nach dem Rang der Werte, um die es für sie geht (vgl. Pflichtenkollision, Wert). Wenn sich z.B. mehrere Mitmenschen in gleicher Not befinden, drängt die Nächstenliebe den Menschen zur Hilfe für den, der ihm durch alle Gegebenheiten und Fügungen am nächsten verbunden ist; bei gleicher Verbundenheit aber fordert die Nächstenliebe den Einsatz dort, wo die Not am größten ist."

 

Allein aus diesen paar Zeilen geht hervor, dass der Mensch mit seiner Nächstenliebe haushalten muss. Anders gesagt: Ernst gemeinte Nächstenliebe hat ganz klar selektiv zu sein. Man kann weder vom Einzelnen noch von Gruppen noch von Völkern fordern, dass sie sich bedingungslos unter ein Gebot der uferlosen Nächstenliebe stellen, denn das würde im Extremfall die Aufgabe der jeweils eigenen Person (und im Größeren auch der eigenen Nation) bedeuten. Das ist nicht der Sinn von Nächstenliebe, sondern höchstens ihre Perversion.  

 

"Liebe deinen Nächsten wie dich Selbst" heisst vor allem auch, zuerst sich selbst zu lieben. Denn wer sich selbst nicht liebt und nicht auf sich schaut, der kann auch den Nächsten nicht lieben und ihm auch nicht helfen. Eine wirklich hilfreiche Nächstenliebe ist ohne die Selbstachtung und den Selbstschutz gar nicht möglich.

 

Diese Bedingungen blenden unsere Menschlichkeits-Prediger aber gerne aus - entweder weil sie betulich und mit Halbwissen agieren oder, viel schlimmer, weil sie es vorsätzlich tun, um den Leuten ein schlechtes Gewissen einzuimpfen und den migrationsfreundlichen Mainstream für ihre dubiosen Eigeninteressen zu bedienen. Beide Argumentationslinien sind höchst unredlich und schaden am Ende allen.

 

Der ehemalige Präsidentschaftskandidat Andreas Khol hat genau diesen Punkt in einer Rede zum Thema Migration aufgegriffen: "Charity begins at home. Es heisst ja Nächstenliebe und nicht Fernstenliebe" sagte er sinngemäß Anfang des Jahres. Khol erntete dafür einerseits Kritik von Bischöfen, weil sie meinten, Politik solle nicht den Glauben vereinnahmen, andererseits gaben sie ihm aber auch definitiv recht. Nächstenliebe betrifft vor allem jene, die im eigenen Umfeld in Not geraten sind.

 

Und es geht bei der Nächstenliebe natürlich auch um eine Auswahl und eine Entscheidung, welchen in Bedrängnis geratenen größeren Menschengruppen oder Völkern man zuerst helfen soll. In der Bibel steht dazu Interessantes: "Lasset uns an jedermann Gutes tun, vor allem aber an den Genossen im Glauben" (Brief an die Galater 6,10). Wer diesen Satz ernst nimmt, muss auch vehement fordern, dass den verfolgten Christen im Orient zuallererst geholfen wird.

 

Ansätze dazu gab es in der österreichischen Politik, aber sie wurden von links torpediert - paradoxerweise auch mit dem Hinweis auf die Nächstenliebe, die doch für alle gälte. Die bürgerlichen Politiker, die Hilfsprojekte für Christen im Orient initiieren wollten, wurden damit (aus-) gebremst - auch von den christlichen NGOs. Vermutlich haben sie alle Karl Hörmann nicht gelesen und auch nicht den Brief an die Galater.

 

 

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"Flüchtling" - eine falsche Diagnose

In der nach wie vor völlig ungelösten Migrationskrise wird ständig mit dem Begriff "Flüchtling" hantiert und pauschaliert. Besonders in eher links orientierten Medien und von migrationsfreundlichen politischen Gruppierungen und den NGOs wird kaum ein anderes Wort für die Leute benützt, die illegal (oder in seltenen Fällen auch legal) über unsere Grenze kommen.

 

Für die Lösung jedes Problems und jeder Krise ist aber zunächst die richtige Begriffsverwendung essenziell, denn was man nicht korrekt benennt, das kann man auch nicht richtig klären. Der "Flüchtling" als Überbegriff für die aktuellen Grenzüberschreitenden ist unzulänglich und in vieler Hinsicht einfach falsch. Wir müssen hier ein korrektes Wording forcieren und die Dinge endlich überall auch beim Namen nennen. Die Ideologie sollte bei objektivierbaren Begriffen keine Rolle spielen.

 

Denn wer kann aller ein "Flüchtling" sein? Was und wer verbirgt sich rein sprachlich hinter und in diesem Wort? Flüchtlinge können nach dem derzeitigen Verständnis sehr viele sein: politische Flüchtlinge, Heimatvertriebene, Kriegsflüchtlinge, Klimaflüchtlinge, Entflohene, Entwichene, Drückeberger, Deserteure, Fahnenflüchtlinge, Wirtschaftsflüchtlinge usw. 

 

Wir wissen aus den Daten der österreichischen und deutschen Asylbehörden, dass ca. 50% der heute überall als "Flüchtlinge" pauschalierten Ankömmlinge keine solchen sind. Die Hälfte der zur Zeit ankommenden Migranten sind eben nichts anderes als Zuwanderer, die illegal ins Land eindringen. Ihre Beweggründe zur "Flucht" sind vielfältig. Sie kommen aus ökonomischen  Gründen, um etwa in unser überaus wohlwollendes Sozialsystem einzuwandern oder sie kommen, weil Freunde oder Angehörige bereits hier sind und ihnen vermitteln, wie gut man in Europa versorgt wird.

 

Andere  werden gezielt von ihren Familien geschickt, um hier ihre Anker auszuwerfen (das betrifft eine Vielzahl der minderjährigen "Flüchtlinge" ) oder, und das ist nicht zu unterschätzen, sie wollen hier einwandern, um einem religiösen Auftrag Folge zu leisten. Daneben gibt es noch diverse andere Gründe wie etwa Glücksrittertum oder das Wissen, dass man als "Flüchtling" letztlich ja nur gewinnen kann. Sogar wenn man eines Tages wieder zurückgeschickt wird. Was ohnehin nur selten gelingt, auch wenn der Asylbescheid noch so negativ ausfällt.

 

Die hier angeführte Unterscheidung der Ankömmlinge kann natürlich nicht a priori getroffen werden, obwohl der Begriff "Flüchtling" von vornherein für alle Leute, die tausende Kilometer durch friedliche Länder ziehen und nur nach Mitteleuropa wollen, eine irgendwie seltsame und grundsätzlich nicht ganz passende Bezeichnung ist. Mangels neuer gesetzlicher Konstruktionen und mangels geschlossener Grenzen und wegen der noch immer fehlenden entsprechenden Einrichtungen an den EU-Aussengrenzen müssen wir uns aber an die für das aktuelle Problem nicht wirklich geeignete Genfer Konvention halten und die Migranten hier administrieren, bis ihr Status geklärt ist. 

 

Und genau deswegen, weil das Problem für die Gesetzgeber in dieser Form ein neues ist, müssen sich alle, die über die Krise reden und sie lösen wollen, dringend bemühen, die korrekten Begriffe zu verwenden. Man sollte im täglichen Sprachgebrauch und in der politischen Debatte nur noch das Wort "Migrant" einsetzen. Alles andere stört nur den Diskurs, weil es falsch ist und  unnötig die Diskussion emotionalisiert.

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Warum es richtig ist, rechts zu sein

Die politischen Bezeichnungen Links und Rechts entstanden aus der Sitzordnung der französischen Nationalversammlung nach der Revolution 1789: Links saßen die Revolutionäre, rechts die Bürgerlichen und die Reste des Adels. Die politischen Eigenschaften der linken und der rechten Gruppierungen änderten sich freilich seither kontinuierlich, aber im Grundsätzlichen sind sie noch immer dieselben wie damals.

 

Dieses Faktum alleine beweist schon zur Genüge, wie unsinnig es ist, rechte Politik auch nur ansatzweise in der Nähe der NS-Ideologie zu verorten, wie das Linke so gerne tun, wenn ihnen die Argumente gegen die rechte Politik ausgehen. Rechts ist bürgerlich, konservativ, patriotisch, vielfach christlich, leistungsbewusst und auf Individuum, persönliche Freiheit, Selbstbestimmung, Familie, Bildung und freie Wirtschaft aufbauend. Das karitative Element ist ein lebenswichtiger Teil der rechten Weltanschauung, aber es liegt im Verantwortungsbereich des Einzelnen, wie man seinen für jede Gesellschaft notwendigen Altruismus lebt. 

 

Das rechte Spektrum ist weder hermetisch abgeschlossen noch rigide oder rückwärtsgewandt, sondern es ist aufgrund seiner Leistungs- und Wirtschaftsaffinität durchlässig für Leute, die aus sogenannten "kleinen Verhältnissen" kommen. Jeder kann es schaffen, wenn er sich anstrengt. Auf der linken Seite ist das nicht so. Dort wird man eher geschafft als dass man es schafft, weil kollektivistische und staatsorientierte Grundgedanken die linke Weltanschauung bestimmen und definitionsgemäß immer die anderen für den Einzelnen einspringen sollen. Die Selbstverantwortung ist aus linker Sicht nur etwas sekundäres, da zuvorderst "die Gesellschaft" als das prägende Moment des Menschen angesehen wird und die Verantwortung daher bei ihr und nicht beim Individuum liegt.

 

Auch wenn immer davon geredet wird, dass Rechts und Links überkommene Kategorien sind - es stimmt nicht. Die Begriffe sind präsent wie eh und je und die wesentlichen Unterschiede der beiden Richtungen sind an jeder Ecke erkennbar. Die Staatsgläubigkeit, der Internationalismus und der kollektivistische Grundtenor sowie das Streben nach Gleichheit waren und sind die linken Fundamente. Die grundlegenden Kennzeichen von Rechts wurden oben schon genannt. Hinzufügen muss man noch, dass die rechte Weltanschauung diejenige ist, die dem Einzelnen und seiner Personalität die höchste Achtung entgegenbringt. Rechts sein heisst, dem Menschen gerecht zu werden. 

 

Warum das so ist, kann man rasch erklären: Im bürgerlichen rechten Weltbild anerkennt man die Unterschiede zwischen den Menschen und man weiß, dass nur die Unterschiedlichkeit die Individualität und die persönliche Verantwortlichkeit ermöglichen. Man weiß, dass aus der Individualität und der Selbstverantwortung heraus erst die Würde und der Wert des Menschen entstehen können. Linke Ideologien sind trotz der dauernden Betonung ihrer Orientierung am Menschen nicht in der Lage, dieselbe nachhaltig zu gewährleisten, denn durch die Gleichsetzung aller mit allen erfolgt zunächst immer eine Nivellierung, die das Individuum zwangsläufig beschränkt. Zunehmende Entmündigung und der Verlust der persönlichen Freiheit sind die Folgen.

 

Es gilt ganz klar der legendäre Leitspruch des in den USA berühmten, bei uns aber kaum bekannten Alt-Österreichers Erik von Kühnelt-Leddin: "Right is right and left is wrong!" Dem ist eigentlich nichts mehr hinzu zu fügen.

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Gegen Eliten?

Der österreichische Bundeskanzler Kern gab Ende Oktober dem Chefredakteur des deutschen "Zeit"-Magazins ein großes und vielbeachtetes Interview. Dass der Kanzler reden kann, wissen wir. Und dass er gerne auch mal kantige Sager von sich gibt, das wissen wir auch. Was wir seit dem Interview aber noch besser wissen als davor: Er baut inhaltlich allzu sehr auf die traditionelle und überkommene linke Ideologie. Etliche seiner Aussagen klangen daher ein wenig verstaubt und irgendwie nach Post-68er-Studenten-Rhetorik.

 

Der Kanzler sprach im Interview davon, dass sich die Bürger wünschen würden, die "Eliten auf den Knien zu sehen" und er warnte vor einem Eliten-Dialog. Damit liegt er zwar ideologisch ganz auf der Linie der linken Gleichheits-Dogmatiker, aber faktisch ist es falsch, die Notwendigkeit von Eliten in Abrede zu stellen. Und es ist auch nicht richtig, dass die Bürger keine Eliten wollen. Im Gegenteil: Die Bürger haben die größte Sehnsucht nach Eliten.  Es müssen nur ordentliche, ehrliche und leistungsstarke Eliten sein und sie müssen sich ihren Elite-Status in irgendeiner Weise glaubhaft erarbeitet oder verdient haben. Wenn das der Fall ist,  dann haben die Eliten die Unterstützung und die Sympathie der Bürger - ganz egal, um welchen Bereich es sich handelt. 

 

In der Politik ist es mit den Eliten ähnlich. Es gibt nur einen einzigen, aber wesentlichen Unterschied zu anderen Bereichen: In der Politik müssen Eliten im Wortsinn gewählt sein (Elite=Auswahl). Und wenn sie nach der Wahl echte Elite sein und bleiben wollen, dann müssen sie sich eine authentische politische Haltung bewahren und sie müssen unbeirrt eine klare Linie vertreten. Dann haben sie ebenfalls die Unterstützung und die Sympathie der Bürger.

 

Allerdings funktioniert die politische Elitenbildung (also das Wahlrechtssystem) in Österreich noch immer viel zu wenig nach dem Persönlichkeitsprinzip und noch immer viel zu sehr nach einem parteienstaatlichen Grundsatz. Insofern hat der Kanzler recht: Die alteingesessenen Partei-"Eliten" hat man nicht so gern, man nimmt sie höchstens als notwendiges Übel hin. Aber Herr Kern ist Regierungschef, er könnte gemeinsam mit dem Parlament eine große Wahlrechtsreform schaffen und wir könnten das System ähnlich wie in England auf ein wirksames Persönlichkeitswahlrecht umstellen. 

 

Die Politik muss sich viel mehr an echten Eliten orientieren, statt diese in Abrede zu stellen. Es müssen viel mehr verdiente Bürger Mut und Lust finden, in die Politik zu gehen und dafür muss die Politik  ihre Attraktivität als Gestaltungsmacht wiedergewinnen. Politik zu machen muss (wieder) zur Aufgabe der Elite werden. Jeder Mensch weiß, dass nur Eliten die Gesellschaft voranbringen, auch wenn fundamentale Linke das immer wieder leugnen.

 

Die Mehrheit der Bürger - und natürlich insgeheim viele Linke - hat ein mehr oder weniger starkes Bedürfnis, in irgendeiner Sparte zur Elite zu gehören. Es gibt in der Gesellschaft keinen irgendwie erdenklichen Bereich, in dem der Durchschnitt oder die dogmatische Gleichheit erstrebenswert wären oder diese grundsätzlich Vorteile brächten - mit einer Ausnahme: Die Gleichheit vor dem Gesetz. 

 

Der Ehrgeiz und der Wille zum Besseren gehört zur Natur des Menschen. Die Gleichheit gehört da nicht dazu. Nach der Elite zu streben ist daher nicht nur in Wissenschaft, Kunst, Sport, Bildung usw. der stärkste Antrieb, sondern in Wirklichkeit auch in der Politik ganz massiv (und zu Recht!) die Triebkraft schlechthin. Man gibt das halt nur sehr selten zu und man versteckt den Ehrgeiz lieber hinter altruistisch klingenden Floskeln.

 

Ein ehrlicher Politiker muss zweifellos seiner Nation dienen, aber er kann und soll auch zugeben: Ja, ich will etwas erreichen in der Politik, weil die Politik eben jenes Instrument ist, mit dem man die Dinge ändern kann. Und ändern kann man die Dinge nur, wenn man der Wahrheit ihren Raum gibt und nicht ins parteipolitische und lobbyhörige Geschwurbel verfällt. Denn dann endet man in der von Kern zu Recht kritisierten Version der "Elite" - nämlich in jener mit den Anführungszeichen.

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Verdrängen löst keine Probleme

Die Verdrängung hat seit Sigmund Freud ihren Namen und bei uns eine große Tradition. Worum es diesmal geht: Es gibt einen offiziellen EU-Bericht (den Tarabella-Bericht), nach welchem die Abtreibung als Menschenrecht in der ganzen EU einheitlich verankert werden soll. Die Umsetzung dieser Idee wurden zwar in ihrer Erstversion (Noichl-Bericht) im Jahre 2013 nicht angenommen, dem sozialistischen Abgeordneten Tarabella hat man aber 2015 mehrheitlich zugestimmt.  Als Feigenblatt wurde dem Beschluss hinzugefügt, dass die Umsetzung des Berichts den EU-Staaten vorbehalten bleibt. Aber der Ungeist wird in Brüssel weiterwehen, soviel ist sicher. Die Gender- und Abtreibungsfanatiker haben ihre Agenda und die wird beinhart verfolgt.

Naturgemäß halten konservative, christliche und bürgerliche Menschen diese Vorschläge für zynisch und menschenverachtend: Eine solche Pervertierung des Menschenrechtsbegriffs ist weder mit einem humanistischen noch mit einem christlichen  Menschenbild vereinbar. Und selbst mit einem linken Weltbild ist diese Idee nur dann kompatibel, wenn man die Beliebigkeit über das Menschenrecht stellt - was letztlich alle an den Menschenrechten orientierten linken Gedankengebäude in sich zusammenstürzen lässt. 

In Österreich muss man bei den Brüsseler Bestrebungen, die Abtreibung durch das Menschenrechts-Geschwurbel zu verharmlosen, besonders genau hinschauen, denn bei uns hat die Abtreibung ohnehin schon eine Art verdrängten Sonderstatus: Wir wissen nicht einmal, wie viele Abtreibungen bei uns pro Jahr durchgeführt werden. Der einfache Grund dafür ist, dass es keinerlei offizielle Statistiken darüber gibt und keines der Abtreibungs-Institute zur anonymen statistischen Dokumentation verpflichtet ist.

Immer wieder wird von bürgerlichen und rechten Abgeordneten im Parlament gefordert, dass die anonymisierte Erfassung der Abtreibungs-Daten ein Gesetz werden soll. Diese Forderung wird  von den Linken aber stets mit dem merkwürdigen Hinweis abgelehnt, dass offizielle Zahlen „Druck auf Frauen ausüben und sie belasten würden“ (Zitat Minister Stöger). Im Weltbild der berufsmäßigen Verdränger machen Zahlen offenbar Angst. Bezeichnend ist, dass gerade die sich selbst immer als progressiv darstellenden Linken bei dieser Thematik (wie auch bei anderen heiklen Fragen) den Kopf in den Sand stecken und regressiv wie trotzige Kinder argumentieren.

Praktisch alle EU-Länder führen amtliche Statistiken zum Thema und nach heutigem Wissensstand wird weder in Deutschland, noch Frankreich oder Schweden eine einzige Frau durch die anonymisierten Ziffern unter Druck gesetzt. Die Debatte läuft dort auch völlig anders, denn mit objektiven Zahlen redet es sich halt leichter – auch über heikle Themen.

Österreich ist offenbar anders. Da ist man nur entspannt, wenn man möglichst nichts Konkretes darüber weiß, was sich in den dunkleren Regionen des Lebens abspielt. Die üblichen linksideologisch motivierten Abtreibungsverfechter wollen natürlich ebenfalls weiter den Mantel des Schweigens über statistische Wahrheiten gebreitet wissen. Da stehen das feministische Ressentiment und das in dieser Thematik völlig falsch verstandene Selbstbestimmungsrecht der Frau leider im Vordergrund.

Was Ideologie mit Zahlen zu tun haben soll, bleibt aber unergründlich – zumal es in Ländern mit linker Mehrheit (wie z.B. Frankreich) die entsprechenden Statistiken gibt. Wir bleiben also weiterhin (neben Portugal und Luxemburg) auch 40 Jahre nach Einführung der Fristenregelung das einzige Land in der EU, wo keiner weiß, wie oft, wo genau und warum abgetrieben wird.

Das ist absurd: Jeder medizinische Mini-Eingriff muss heute dokumentiert und gemeldet werden, aber eine heikle Angelegenheit wie die Abtreibung ist uns keinerlei Dokumentation oder Registrierung wert. Weil uns das Verdrängen wichtiger ist als das Wissen. Daher bleiben uns nur Schätzungen: Wir haben zwischen 20.000 und 80.000 Abtreibungen pro Jahr. Das ist die Bandbreite, die allgemein angenommen wird.

Und die anderen Länder? Schweden hat bei 9,5 Mio. Einwohnern 37.000 registrierte Abtreibungen, Deutschland mit 80 Mio. Einwohnern 106.000. Das heißt, unsere Zahlen sind in jedem Fall vergleichsweise sehr hoch und wir dürfen uns ganz nüchtern als Abtreibungsland bezeichnen. Möglicherweise ist das auch ein Grund, warum man die exakten Zahlen gar nicht wissen will. 

Weltweit sind Zahlenvergleiche ebenfalls interessant: Pro Jahr werden laut dem New Yorker Guttmacher Institute ca. 45 Mio. Abtreibungen durchgeführt. Dem gegenüber steht eine natürliche weltweite Kindersterblichkeit von 8,8 Mio/Jahr. (lt. UNICEF)

Der überwiegende Teil der Bürger ist der Meinung, dass Abtreibung ein Problem darstellt und die wenigsten lässt das Thema kalt. Probleme kann man aber nur lösen oder wenigstens bessern, wenn man möglichst sachlich nach den Ursachen sucht. Sachlichkeit schließt zuallererst mit ein, dass man die exakten Daten und Zahlen zum jeweiligen Problem erfasst.

Daher ist es auch in Österreich unumgänglich, eine valide Statistik zur Abtreibungsproblematik zu bekommen. Es ist notwendig, anonyme und objektive Daten über Häufigkeit, regionale Muster, Altersstruktur, ökonomische Hintergründe etc. zu sammeln. Denn nur aus der erfassten und anonymen Objektivität heraus lassen sich Ideen entwickeln, die mehr Optionen für ungewollt Schwangere möglich machen und Alternativen zur Abtreibung aufzeigen. Und den Frauen (natürlich auch den Männern) steht es zu, möglichst umfassend über das Themenfeld Abtreibung Bescheid zu wissen. Das schließt das Vorhandensein von validem Zahlenmaterial mit ein.

Alle jene, die gegen eine solche Statistik sind und weiter der Verdrängung vor der Wahrheit den Vorzug geben, agieren im Grunde wider das Leben und wider die Objektivität der menschlichen Vernunft.

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Christen werden Hofer wählen

Seit sich der evangelische Präsidentschafts-Kandidat Norbert Hofer offen zu Gott bekennt, gehen die Wogen in Österreich hoch. Obwohl lange schon bekannt war, dass Hofer ein aktiver Christ ist, sorgt sein Plakat-Slogan "So wahr mir Gott helfe" für einen nicht enden wollenden Aufruhr in der politischen und medialen öffentlichen Landschaft. Der liebe Gott respektive die Gedanken an ihn sind da offenbar recht präsent, auch wenn alle immer vom säkularen Staat fantasieren (was dieser Staat rechtlich betrachtet natürlich ist und was er auch bleiben soll).

 

Der atheistische Gegenkandidat Van der Bellen und sein Team ringen ob dieses unerhörten Hofer`schen Outings noch immer nach Luft. Kein Gegenmittel scheint greifbar - denn mit dem Teufel als Gottes Widerpart kann man ja jetzt schwer antanzen in diesem längsten Präsidenten-Wahlkampf aller Zeiten. Also muss was anderes her, um diesen Gott und seinen gläubigen Follower zu bekämpfen. Nach orthodoxer linker Dogmatik kann das nur der Rufmord und der persönliche Angriff sein. Diese Methode kennen wir schon zur Genüge und es war nichts anderes zu erwarten. Schnell hat man im Keller die letzten verfügbaren und verschimmelten Nazi-Keulen herausgesucht und an die Wahlkämpfer verteilt. Sie sollen jetzt mehrmals täglich auf den "Gotteskrieger Hofer" eindreschen. Einzelne Medien tun das ja ohnehin seit Monaten.

 

Eilfertig wurde auch versucht, religiöse Verbündete im Kampf gegen den patriotischen (wie furchtbar!), familienbezogenen (wie spießig!) und gläubigen (uhh!) Hofer zu gewinnen. Sonderbarerweise ist es gelungen, dafür in der evangelischen Kirche Mitkämpfer zu finden. Die protestantische Elite ließ sich - vermutlich aus modernistischen Motiven - von den linksgrünen Atheisten instrumentalisieren und sang willfährig ihr Lied von der maßlosen Hofer`schen Ungehörigkeit, die Gottesformel im Wahlkampf einzusetzen. Die katholische Amtskirche war zurückhaltender, denn ihre Vertreter wissen genau, dass der linke Kandidat VdB seine Heimat in einer abtreibungsfreundlichen und kirchenfeindlichen politischen Fraktion hatte - auch wenn er sich jetzt als "unabhängig" gibt.

 

Van der Bellen ist übrigens aus der evangelischen Kirche ausgetreten und "nicht in engerem Sinn gläubig", sagt er. Warum sich seine Anhänger dann jetzt so wegen Hofer echauffieren?  Hätten die VdB-Jünger vielleicht doch gerne selber einen Kandidaten, der auch metaphysisch seine Überzeugungen hat und nicht nur mit professoral-nachdenklicher Miene die jeweils opportune Geisteshaltung annimmt?

 

Dass man aus der Kirche nur kirchensteuerbezogen austreten kann, mit dem Austritt aber die Taufe keineswegs unwirksam wird, das weiß Van der Bellen vermutlich. Man hörte ja bereits, dass er womöglich wieder in ebendiese Kirche eintreten will. Ein bisserl überlegen muss der Professor wohl noch. Und so eine Kirche ist ja kein Durchhaus, wo man kommen und gehen kann, wie es einem grade passt.

 

Momentan ist es halt überhaupt sehr ungünstig, denn ein Wiedereintritt wäre angesichts der Gott-und-Hofer-Debatte noch weniger authentisch als VdBs wahlkämpferisches Heimat-Getue im Trachtenjanker. Und die Rückkehr zur Kirche wäre ob ihrer Unglaubwürdigkeit definitiv noch viel peinlicher als seine Teilnahme bei der Angelobung am Nationalfeiertag, wo ein angeheirateter Neffe 2. Grades als Soldat der Republik die Treue schwor und der Kandidat VdB, der erklärtermaßen nie ein Freund des Bundesheeres war, den Neffen als Grund vorschob, bei den Rekruten medienwirksam dabei zu sein.

 

Auch wenn VdB auf seinen Plakaten nun im dunklen Anzug für das Ansehen Österreichs wirbt, man nimmt ihm dieses aufgesetzte staatsmännische Gehabe nicht ab. Und man glaubt einem linken Internationalisten seine plötzliche Österreich-Liebe nicht so recht. Der Mann tritt zu sehr für einen Superstaat Europa ein und er war und ist auf zu vielen politischen Kirtagen aktiv: Von der angeblichen Bewerbung bei einer Burschenschaft in seinen Studententagen über klar geäußerte und nachweisliche Sympathien für die 68er-Kommunisten bis hin zur zugegebenen 10-jährigen Mitgliedschaft in einer Freimaurer-Loge, von der Parteizugehörigkeit bei der SPÖ über die Karriere bei den Grünen bis zum Vorsitz ebendort und bis zur jetzt steif und fest behaupteten "Unabhängigkeit" - all das findet man in seiner langen und wendigen politischen Geschichte. Keine Frage, man kann und darf seine politische Meinung im Laufe des Lebens ändern, aber Van der Bellen ist laut Wörterbuch nicht das holländische Wort für Polit-Chamäleon.

 

Aus christlicher Sicht kann man den Kandidaten nur problematisch sehen und seine Wahl ist ehrlicherweise nicht mit christlichen Grundsätzen vereinbar. Auch wenn alternde katholische ÖVP-Granden nun in Scharen seine Unterstützung propagieren, es ist aus christlicher Sicht falsch, VdB zum Präsidenten Österreichs zu machen. Da können die fehlgeleiteten Christdemokraten sagen und schreiben, was sie wollen und sie können sich selber wortreich in den Sack lügen - es ist und bleibt einfach nicht richtig, als christlich-bürgerlicher Mensch den Kandidaten VdB zu unterstützen.

 

Der Professor hat in seiner politischen Laufbahn zuviel Sympathie für unchristliche lebens- und familienfeindliche Haltungen gezeigt.  Er trat nie nachhaltig dafür ein, die von der linken Ikone Bruno Kreisky versprochenen Begleitmaßnahmen bei der Fristenregelung umzusetzen. Er sah und sieht die Abtreibung immer durch die Verharmloser-Brille und er hat dazu keinen klaren Standpunkt. Am liebsten möchte er gar nicht darüber reden. Für ihn hat auch die klassische Familie keinen primären und übergeordneten Wert. Er nimmt da eine "liberale", in Wirklichkeit aber nur der Beliebigkeit und Pseudo-Toleranz frönende Haltung ein. Die traditionelle Familie als Keimzelle des Staates, den er repräsentieren will, die achtet er nicht wirklich. Und er steht dem jetzigen staatsgefährdenden Mega-Problem der Massenmigration geradezu wohlwollend gegenüber. Das kann man in dem von ihm federführend entwickelten grünen Grundsatzprogramm nachlesen.

 

Ganz ohne Pathos und ganz ohne Bigotterie gilt: Alle Christen, die meinen, am 4.Dezember den grünen Kandidaten wählen zu müssen, sollten noch einmal Einkehr üben und sich ernsthaft fragen, wie es mit ihrer Christlichkeit denn wirklich ausschaut.  

 

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Medical Monday

 

Die Darmflora wächst auch am Handy

Das Handy ist unser treuester und allgegenwärtiger Begleiter geworden. Kein Wunder also, dass der bakterielle Mikrofilm, der die Telefone nach längerem Gebrauch überzieht, einem unserer  wichtigsten Organe immer ähnlicher wird: Nämlich der Darmflora (oder dem Mikrobiom, wie diese seit kurzem offiziell heisst). Wir tragen also unsern Darm nicht nur im Bauch mit uns herum, sondern durchaus auch am Ohr und in der Sakkotasche.

In einer US-Studie wurde festgestellt, dass auf Handies ca. 7000 Bakterienarten leben und die Zusammensetzung dieser Flora sehr stark der des Besitzer-Darms ähnelt. Möglicherweise liegt hier ein medizinisches Potenzial begraben und wir können die Oberflächen der Telefone eines Tages für Tests verwenden, meinte der Studienautor James Meadow. Er denkt vor allem an Krankenhaus-Keime und deren Verbreitung bzw. an Schnelltests, um diese rasch feststellen zu können.

 

 

Ein Fluch namens "Gender Gap" sucht die Medizin heim 

Endlich gibt es wieder eine dieser unglaublich wichtigen Gender-Studies, überraschenderweise wieder mit "hochwissenschaftlichen" Nona-Ergebnissen, die niemand vermutet hätte:

  • Männer rauchen mehr als Frauen
  • Frauen haben öfter Kopfweh als Männer
  • Männer trinken mehr Alkohol als Frauen
  • Frauen essen mehr Obst und Gemüse als Männer

Jetzt sind wir alle viel klüger, gell? Die nämliche Studie (die eigentlich eine Umfrage war) umfasste 21 europäische Länder und bestätigte Klischees, die jeder kennt. Wozu diese Arbeit gemacht wurde? Tja, Gender ist ein "Burner" und davon leben mittlerweile reihenweise akademische Institutionen. Vor allem auch in Brüssel.

Aber um sachlich zu bleiben: Es ist dringend geboten, die biologischen Unterschiede zwischen Mann und Frau in der Medizin zu beachten. Da gibt es Imbalancen in der Diagnostik und in der Therapie, weil jahrzehntelang alle medizinischen Studien fast nur an Männern gemacht wurden. Dazu braucht es aber neue, geschlechtsbasierte naturwissenschaftliche Arbeiten und keine "Social Surveys", die sich um Unsinnigkeiten kümmern respektive diese erheben. Aus meiner Sicht wurde bei dieser Survey Geld hinausgeworfen, das woanders fehlt. 

 

 

Zu hohes Cholesterin? Weizen könnte bald helfen!

US-Forscher belegten, dass Weizenfasern den Cholesterinspiegel senken können, wenn diese Ballaststoffe durch bestimmte chemische Prozesse verändert wurden (also sozusagen durch "Tuning" optimiert). Alle Parameter sanken, vor allem auch das böse Non-HDL-Cholesterin.

Überdies ist es bei den Probanden auch gelungen, den Körperfett-Anteil zu senken, sie nahmen ab und entwickelten in Relation mehr Muskelmasse.

Die Leute bekamen einfach ein mit der nämlichen Faser versetztes Weizenmehl, mussten aber sonst keine Diätveränderungen durchführen.

Im nächsten Schritt wird nun geprüft, ob und wie diese neue präbiotische Faser die Darmflora ändert, da man vermutet, dass die physiologischen Wirkungen über das Mikrobiom laufen. Auf alle Fälle eine sehr spannende Sache. Vielleicht kommt der Weizen damit wieder in die Liga der "medizinpolitisch korrekten" Nahrungsmittel - er war ja jetzt lange auf der Äbääh-Liste aller Diätberater und Ernährungsmediziner.

 

 

Quellen:

ad 1.:

www.peerj.com

 

ad 2.: 

European Social Survey. Social inequalities in health and their determinants: Results from Round 7 of the European Social Survey. ESS Topline Results Series 6. Eikemo TA et al . 2016 October 24 [Cited 2016 October 23). Available from: http://www.europeansocialsurvey.org/docs/about/ESS_-Topline6_Health_FINAL.pdf 

 

ad 3.:

http://onlinelibrary.wiley.com/journal/10.1002/(ISSN)1613-4133

 

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Im Online Vomitorium

Die sozialen Medien erfüllen heute vielerlei Funktionen: Nachrichten, Kommunikation, Austausch, Privates, Öffentliches usw. Ein besonderes und ambivalent zu beurteilendes Asset dieser neuen Foren ist, dass man sich dort sprichwörtlich auskotzen kann. Unter dem Schutz der Anonymität wird reflektorisch Galle und Geifer abgesetzt, falls einem etwas nicht gefällt oder manisch ärgert. Manche tun es auch mit dem eigenen Namen. Ob das mutig ist oder dumm, bleibt im Einzefall zu entscheiden.
 
Früher gab es diese Art der Kommunikation nur bei sehr tiefen Stammtischen oder hinterm Bierzelt. Im alten Rom hieß übrigens der Raum, wo man sich nach ausufernden Orgien übergab, "Vomitorium". Diesen Platz suchte man auf, um sich oral zu erleichtern. Danach ging es munter weiter. Gewisse SM haben heute eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Vomitorium: Der abgegebene Inhalt zumindest ist immer wieder vergleichbar.
 
Die Linken haben in ihrem orgienartigen politischen Korrektheitsdenken unlängst befunden, man müsse besonders üble Online-Elaborate, die in die SM gespieen werden und die man als gehässig oder hetzerisch empfindet, öffentlich ächten - aber nur dann, wenn sie von rechts kommen. Anzeigen alleine genügt den Hypermoralisten nicht mehr (Die gesetzliche Möglichkeit, Hasspostings anzuzeigen, gibt es ja schon längst). Für diese betuliche Kampagne, die nicht von ungefähr an den Pranger des Mittelalters erinnert, wurde in Österreich und Deutschland unter lauter politischer Begleitmusik ein Hashtag namens #GegenHassimNetz geschaffen. 
 
Der Hashtag hat sich bisher kaum durchgesetzt, auch wenn Medien wie der "Kurier" und eine österreichische Staatssekretärin dafür fast verzweifelt und heftig Werbung machen. Es interessiert einfach Niemanden, ob und wie jemand wohin kotzt. Und wenn sich jemand beschmutzt oder gar bedroht fühlt, geht er sowieso zur Polizei. Das ganze GegenHassimNetz-Getue ist also überflüssig, zumal es ja auch nicht für alle, sondern nur für böse Rechte gilt.
 
Jetzt haben die Linken damit ein veritables Problem: Sie wollten mit der Kampagne Empörung schaffen. Das ist nicht gelungen, weil die Leute die Nase voll von der künstlichen Erregung aus der linke Ecke haben. Das einzige, was die Hypermoralisten zustande gebracht haben, ist eine Anzeige gegen HC Strache, weil er ein Facebook-Video, auf dem ein angeblicher Suizidversuch eines Asylwerbers zu sehen war, mit dem Adjektiv "Fassungslos" versah. Über diese Anzeige kann man nur noch den Kopf schütteln. Der Erfolg der Campaign ist also ziemlich überschaubar und das Motiv der Linken eindeutig: Sie haben keine Argumente mehr. 
 
Zum Thema wird aber jetzt, dass die Linken selber vor heftigen Attacken im Netz nicht zurückscheuen und persönliche Angriffe fahren, wo immer es nur geht. Das Argument ist aus der Debatte verschwunden und durch unverdauten Verbal-Müll ersetzt worden. Hauptberufliche Antifa-Kämpfer, selbsternannte Meinungsrichter und linke Diskurs-Faschisten gerieren sich zwar wie einst die echten Revolutionäre und verbreiten mit Schaum vorm Mund ihre Aufrufe zur Hinrichtung. Der einzige Unterschied zu damals ist die Art des politischen Mordes: Waren es während der realen linken Revolutionen noch echte Tötungen, so wird jetzt "nur" noch der Rufmord verbrochen. Man könnte sagen, immerhin ein Fortschritt:  Die linken Lynchmob-Revoluzzer sind zivilisierter geworden. 
 
Allerdings ist das jetzt eine mehr als widersprüchliche Situation. Auf der einen Seite gibt es die im Brustton der aufgesetzten Moral verkündete Kampagne gegen den Hass im Netz, auf der anderen Seite konterkarieren die eigenen Leute ohne Unterlass die wackeren Aufrufe gegen den Hass und hetzen, was das Zeug hält. 
 
Unter den linken Hetzern sind immer wieder bekannte Namen aus dem Dunstkreis der Grünen, der Sozialdemokratie und bestimmter Medien, die regelmäßig die Grenzen der Kritik und des guten Geschmacks überschreiten und ansatzlos in den ad-hominem-Angriff gehen. Fallweise sind auch klagbare Attacken dabei. Die Leute, die es in der Hand hätten, diesen unsäglichen Ausritten auf den Foren entgegen zu treten, tun es nicht: Linke Journalisten und linke Politiker lassen ihre Blutknechte wüten. Sie wissen nämlich genau, irgendwas bleibt immer hängen und der politische Gegner ist so stark wie nie zuvor. Daher sind auch diese linken Eruptionen in den SM erlaubt, solange man sie nur den Rechten verbietet.
 
Die Frage ist halt: Wer kann Linke noch ernst nehmen, wenn sie nicht einmal den Anstand haben, ihren eigenen Dreck aus den SM wegzuräumen? Und wie soll das Netz eine neue Anständigkeit bekommen, wenn gerade die, die den Anstand am lautesten einfordern, die größten Heuchler sind? 
 
 
 
 
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Einser-Kastl

Die Rechten sind überall. Und ich hasse sie. Deswegen muss ich ihnen immer wieder unterstellen, dass sie Nazis wären. Weil rechts ist und bleibt Nazi, das muss man täglich im Einser-Kastl schreiben. Wurscht, ob das richtig ist oder nicht. Egal, ob das die FFen oder sonst wer sind. Und obwohl ich natürlich weiß, dass der Nazismus mit der linken Ideologie ideengeschichtlich eng verwandt, ja im Geiste wesenhaft verbrüdert ist und die Nazi-Ideologie daher zum linken Sozialismus gehört und nicht zum rechten, bürgerlichen Gedankengut.

Eben diese Verwandtschft wurmt mich als Linken ja so derart, dass ich jeden, jeden Tag ein Einser-Kastl gegen die Rechten schreiben muss, wo drin steht, rechts wäre Nazi.  Auch wenn es nicht stimmt, aber damit kann man Rechte super anpatzen. Mache ich das noch 25.000 mal, dann glauben es vielleicht ein paar Leser, endlich.

Mein Auftrag im Einser-Kastl ist so. Und er ist schwierig. Aber als einer der letzten aufrechten Antifa-Kämpfer ist es meine Verpflichtung, obwohl das der angeödete normale Zeitungsleser schon lange nicht mehr lesen will. Nur meine linksgrünen Genossen, die verstehen mich, weil die sagen dasselbe. 

 

 

Dieser Blogpost ist eine Paraphrase auf das sogenannte "Einser-Kastl" , eine Kolumne auf Seite 1 in der österreichischen Tageszeitung "Der Standard". Seit der Kandidatur von Norbert Hofer zu BP-Wahl geht es dort nur noch um den "Kampf gegen Rechts".

(Ein bisserl redundant und in der Sache falsch, findet der Autor dieser Zeilen. Und schreibt deswegen hier auch einmal ein Einser-Kastl)


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Gender me, gender you?

Soeben ist der neue "Global Gender Gap Report" erschienen. Und es wundert natürlich nicht, dass ein angeblich riesiger Nachholbedarf am Gendern besteht. Worum geht es dabei überhaupt: Das "Gendern" will einerseits die Unterschiede zwischen den Geschlechtern klarer darstellen und diese festschreiben, andererseits soll durch das Gender-Mainstreaming aber auch die finale Gleichheit der Geschlechter geschaffen werden. Zu Ende gedacht entsteht aus diesem Ansatz der Anspruch, biologische Gegebenheiten mittels "sozialer" und konstruktivistischer anthropologischer Maßnahmen zu neutralisieren und gesellschaftliche wie rechtliche Voraussetzungen zu erzeugen, die Mann und Frau absolut und fundamental  gleich setzen.

 

Ein geschlechtsloses Neutrum mit weiblichen und männlichen Attributen wäre dann die zwangsläufige und unabwendbare Folge. Das wird natürlich von den Gender-Philosophen heftig geleugnet, sie preisen das Gender-Mainstreaming als das einzig Mittel zur sozialen Gerechtigkeit zwischen Mann und Frau. Wer ehrlich ist und und die Realität wahrnimmt, muss sich aber fragen: Welche öde, weil letztlich völlig geschlechtslose Einheitsgesellschaft wird denn da mit der Genderei herbeigewünscht? Wollen wir wirklich, dass lauter Neutra in totaler Egalität ihr Leben fristen? Und wie traurig ist diese Vision, die sich euphemistisch "Diversity" und "Vielfalt" nennt?

 

Faktum ist: Gendern und Gleichheitsstreben heben sich gegenseitig in fast schon Hegel'scher Manier völlig auf. Hier der explizite Wunsch nach der Gleichheit der Geschlechter, dort der vehemente Wunsch, dass das jeweilige Geschlecht klar und erkennbar und vor allem unterscheidbar vom je anderen wahrgenommen wird. Das kann nach logischen Kriterien nicht gutgehen.

 

Daher ist nochmals und eindringlich zu fragen: Wohin will die Gesellschaft mit dem Gender-Mainstreaming? Und was will sie damit erreichen? Wie wir gesehen haben, ist es ja logisch unmöglich, die Gleichheit und das Gendern zur selben Zeit zu fordern. Diese Unmöglichkeit besteht zumindest solange, als wir uns in intellektueller Redlichkeit begegnen. Wenn wir jedoch die Ebene des Logischen und Faktischen verlassen und alles gleich gültig setzen und damit die Gleichgültigkeit zum Dogma erheben, dann ist es natürlich machbar, einerseits für Egalität zu sein und andererseits  die Geschlechter-Differenz einzufordern. Das kann man im Rahmen der Meinungsfreiheit auch durchaus wollen, aber man sollte es offen zugeben und nicht hinter vorgeschobenen Begriffen herumschwurbeln.

 

Der Verdacht liegt nahe, dass die wahren Zwecke der Genderei verborgen bleiben sollen. Es ist nämlich zu vermuten, dass der Gender-Philosophie ein Wille zur Destruktivität, zumindest aber zur Dekonstruktion der heutigen gesellschaftlichen Verhältnisse innewohnt. Man kann ja nicht behaupten, dass die Proponenten des Genderns dumme Menschen wären oder dass sie nicht wüssten, was sie tun - im Gegenteil, es sind meistens akademisch gebildete Leute, die sich mit Verve in den Kampf für das Gendern werfen.

 

Umso mehr müssen sich die Gender-Philosophen der Kritik stellen. Wer nämlich weiß, was er tut, trägt ungleich mehr Verantwortung als ein unbedarfter Mensch, der einfach etwas nachplappert, weil`s grad modern ist. Und übel genug, dass man es jedem Gender-Blender immer wieder sagen muss: Nach eingehender Durchleuchtung aller Argumente, die aus Sicht der Gender-Philosophie für dieselbe sprechen sollen, bleibt kein rational begründbares übrig.

 

So richtig auf die Welt kam das Gendern bei der Welt-Frauen(!)-Konferenz 1995 in Peking. Da wurde beschlossen, es als Querschnittsmaterie in die Politik einzuführen. Gendern ist also schon von seiner Entstehungsgeschichte her ein tendenziöser, feministischer und daher im Grunde sexistisch orientierter Mega-Trend, der uns von linksorientierten Politikerinnen und ebensolchen Medien tagtäglich entgegengetrötet wird. Der Druck, der damit aufgebaut wird, ist enorm und viele Menschen machen nur deswegen beim Gendern mit, weil sie sich dem veröffentlichten Mainstream nicht aussetzen wollen und weil überall Gender-Mainstreaming-Regeln aufgestellt werden, die unsere Welt angeblich (aber eben nur angeblich) besser machen sollen.

 

Um die Dimension zu erkennen, muss man sich nur ein paar Zahlen ansehen. An den deutschsprachigen Unis gibt es mittlerweile weit über 200 Professuren mit der Benennung „Gender Studies/Frauen- und Geschlechterforschung“. Insgesamt genau 10 (in Worten: zehn) von diesen Posten in Deutschland, der Schweiz und Österreich sind mit Männern besetzt. Das sind nicht einmal 5 %. Woher also der rauhe Gender-Wind weht, geht allein schon aus diesen Zahlen hervor.

(Quelle: http://bildungsklick.de/pm/92475/fast-doppelt-so-viele-professuren-in-gender-studies-wie-in-altphilologie/ ).

 

Von all diesen Professuren wird fleißig Meinungsbildung betrieben und es werden ständig irgendwelche Studien, Rankings und Beobachtungen veröffentlicht, die uns erklären, wie groß der Gender-Bedarf noch wäre. Das Flaggschiff dabei ist das "Gender-Pay-Gap", das regelmäßig in jeder Redaktion andockt und dort die Marines der Manipulation von Bord lässt. Deren Kampfruf lautet derzeit: "Frauen verdienen um 23% weniger als Männer!"

 

Wenn Frauen wirklich soviel weniger verdienen, warum stellen alle Firmen dann nicht nur noch Frauen ein? Sind die Unternehmer alle zu doof, um günstig zu wirtschaften? Ebenso wird von den Gender-Pay-Gap-Amazonen negiert, dass es keinen einzigen Kollektivvertrag gibt, in dem nachzulesen wäre, dass Frauen weniger verdienen als Männer. Und im Beamtenbereich herrscht überhaupt offiziell völlige Gehaltsgleichheit.

 

Das ständig ventilierte Gender Pay Gap ist also immer zu hinterfragen. Freilich gibt es Unterschiede, aber die Differenzen resultieren vor allem daraus, dass Frauen mehr Teilzeitarbeit leisten und andere Qualifikationen haben. Nach glaubhaften Studien abseits des Gender-Mainstreams beträgt das Gender Pay Gap nicht einmal 2 (!) Prozent.  Das berechnete das Institut der deutschen Wirtschaft.( http://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/beitrag/beschaeftigungsperspektiven-von-frauen-nur-2-prozent-gehaltsunterschied-102500 )

 

Wer Augen hat zu sehen und Ohren hat zu hören, der muss dem Gendern entgegentreten, wo immer er es sieht. Jede Debatte, die über diese Ideologie geführt wird, muss auf deren Wurzeln und ihren Zweck zurückgeführt werden und jede Gender-Regel, die irgendwo aufgestellt wird, muss sich frei nach Sir Karl Popper der Kritik und der Falsifizierbarkeit stellen.

 

 

 

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Nein zu den "Vereinigten Staaten von Europa"

Der Begriff "Vereinigte Staaten von Europa" (VSE) geistert seit über 200 Jahren durch die Geschichte. Angeblich prägte ihn schon der erste US-Präsident George Washington. Verbürgt ist, dass der berühmte Schriftsteller Victor Hugo die Bildung dieses Staatenbundes bei einem Pazifistenkongress 1849 vorhersagte (zumindest behauptet dies Wikipedia )

 

Wie auch immer - bis heute ist dieser politische Traum zum Glück nicht in Erfüllung gegangen. Gegenwärtig erleben wir aber eine europäische Sinnkrise und der Wunsch nach der Verschmelzung der EU-Staaaten gewinnt deswegen wieder Gestalt. In Österreich möchte der Bundespräsidentschafts-Kandidat Van der Bellen dieses künstliche Monstrum VSE am liebsten sofort in den Brüsseler Polit-Labors erzeugen lassen und danach der Welt zum Wahl-Geschenk machen. Das verkündete er bereits zu Beginn seiner Wahl-Kampagne voller Inbrunst. Auch der Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl stieß am vergangenen Wochenende ins selbe Horn, er wird dadurch vermutlich die letzten ÖVP-Wähler vergraulen.

 

Wohl klingt diese hehre Botschaft von den VSE nur in den linken Ohren - aber nichts Schlechteres könnte den EU-Staaten passieren (außer eine weiter ungezügelte Migration oder ein Krieg auf europäischem Boden). Das Hirngespinst "Vereinigte Staaten von Europa" ist ein Schreckgespenst. Und Gespenster sind keine reale Gesundungs-Option für die blutleer und impotent gewordene EU. Im Gegenteil: Die Schaffung eines zentralistischen Superstaates Europa würde erst recht sämtliche europäische Nationen entmannen, ihnen alle Kräfte rauben und diese in Brüssel bündeln - wo sie verpuffen und verdampfen würden wie der Bühnennebel nach der Götterdämmerung. 

 

Man kann den gewachsenen Kulturraum Europa mit seinen verschiedenen Vaterländern nicht einfach zusammenspannen und sagen, Hoppauf, jetzt machen wir es wie die USA und fertig ist das neue Europa. Jeder diesbezügliche Vergleich mit den USA ist falsch und jede Anlehnung an sie ebenfalls, weil die Geschichte Amerikas und die Gründung der amerikanischen Nation völlig anders verliefen als die der EU und die Historie Europas insgesamt. Da kann man sich nicht einfach die Unions-Idee von den Amis abkupfern. 

 

Wir haben auf unserem Kontinent auch gesehen, dass alle europäischen Vielvölkerstaaten, die ihre Nationen unter ein Joch gezwungen haben, zerbrochen sind. Auch wenn die Herrscher und Regierungen am Ende ihres Daseins oft noch versucht haben, durch Zugeständnisse und Reformen die Staatenbünde zu retten - es war vergebens. Egal, ob dies das Römische Reich, die UdSSR, die Donaumonarchie oder Titos Jugoslawien waren - alle diese Reiche scheiterten vor allem an der Unterschiedlichkeit ihrer innerstaatlichen Nationalitäten. Der Wille zur eigenständigen Nation ist stärker als alle politischen Ideen, die auf Verschmelzung aufbauen. Es ist auch grundsätzlich gegen die Natur der Völker und gegen deren jeweilige Kultur, mit ideologischer Gewalt die Grenzen völlig zu schleifen und die Unterschiede zu verwischen.

 

Der Wunsch nach den VSE ist daher ein kontraproduktiver und den Völkern Europas schadender politischer (Alp-) Traum. Was wir brauchen, ist ein Europa der Vaterländer und eines der erkennbaren und identitätsstiftenden Nationen. Die VSE sind gut für das Reissbrett und geeignet für linke politische Ansprachen, aber in der Realität würden uns der linke Internationalismus das Genick brechen. Die "Internationale" kann man gern singen, aber sie hat eben keinen Realitätsbezug, das ist seit 1989 ohnehin bewiesen.

 

Freilich: Die EU muss neu aufgestellt und ein stabiles, friedliches Bündnis werden, aber dazu braucht man keinen Brüsseler Zentralismus, keine VSE und keine hohen Herren, die uns ihre Unionsfantasien oktroyieren. Es gibt andere, viel bessere Möglichkeiten, die politische Zukunft des Kontinents neu zu gestalten. Der Schlüssel liegt in der Stärkung der Nationen, denn nur starke Partner können auch eine starke Partnerschaft bilden.

 

Man sollte Europa wie eine Großfamilie mit vielen Kindern betrachten: Jedes Kind ist schon erwachsen und geht längst seiner Wege. Der eine Bruder ist ein erfolgreicher Autohändler, die eine Schwester eine innovative Köchin, ein anderer Bruder ist Großbauer.  Alle haben sie eine herzeigbare Kultur entwickelt und es geht ihnen wirtschaftlich ganz gut. Man trifft sich regelmäßig, tauscht sich aus und bespricht Probleme gemeinsam. Einzelne Geschwister sind halt nicht so erfolgreich, aber niemand wird sie deswegen aus der Familie ausstoßen. Wenn sie sich anstrengen, wird man ihnen auch gerne ein wenig helfen. Nur die Geschwister, die auf Dauer der Faulheit frönen, wird man eines Tages nicht mehr so gerne haben. Und nie käme jemand auf die absurde Idee, durch Aufnahme und Adoption von lauter Fremden die Familie um ständig neue Esser zu vergrößern. Außerdem fände es jeder lachhaft, wenn alle Geschwister gemeinsam in der elterlichen Wohnung unter der Fuchtel von Vater und Mutter hausen und nach deren Pfeife tanzen müssten.

 

Was Mutter Europa mehr denn je braucht, sind starke Kinder, die kämpferische, eigenständige Persönlichkeiten mit Identität und Willen sind. Das waren die Kinder Europas übrigens auch in der griechischen Mythologie - denn immerhin war der mächtige Zeus ihr legendärer Vater.

 

 

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Medical Monday

Wirtschaftskrise senkt Sterblichkeit

Alles Schlechte hat sein Gutes. In Spanien wurde soeben nachgewiesen, dass eine längerfristig schlechte volkswirtschaftliche Situation die Gesamt-Sterblichkeit senkt. Am stärksten war dieser Effekt der Wirtschaftskrise in der Bevölkerungsgruppe mit dem niedrigsten sozioökonomischen Status. Anders gesagt: Ärmliche Verhältnisse wirken in Spanien offenbar lebensverlängernd. Die internationale sozialmedizinische Lehrmeinung war aufgrund der bisher erhobenen Datenlage immer vom Gegenteil überzeugt. Angesichts dieser Ergebnisse muss man diese nun vermutlich neu bewerten.

Die Forscher vermuten, dass in Spanien die allgemeine Abnahme von Risikofaktoren (aus Kostengründen wird weniger geraucht und weniger üppig gegessen) diese Reduktion der Sterblichkeit verursacht haben. Die Studie ist jedenfalls sehr beachtlich, weil sie die Daten von 36 Millionen Menschen beinhaltet und diese Datenmenge auch statistisch großes Gewicht hat.

Medizinisch, sozialpolitisch und freilich auch ethisch stecken da einige heikle und noch unbeantwortete Fragen drin. "Gib den Jahren mehr Leben statt dem Leben mehr Jahre", fällt einem dazu spontan ein. Aber leisten muss man es sich können... Und andererseits bekommt das ewige Streben nach mehr Wohlstand durch diese Studie ein großes Fragezeichen verpasst.

 

 

Wahlen sind stressig

Trump und Clinton stressen die Leute gewaltig. Eine US-amerikanische Studie besagt, dass für knapp 40% der US-Bürger die kommenden Wahlen ein echter Stressfaktor sind. Vor allem die Millenials (Leute zwischen 19 und 37 Jahren) und Ältere (über 70) leiden darunter. In diesen beiden Altersgruppen geben fast 60% an, unter Wahl-Stress zu leiden.

Aber es wäre nicht Amerika, hätten die psychiatrischen Kollegen nicht gleich ein Patentrezept zur Lösung des Problems bei der Hand. Hier ein kleiner Auszug aus den Tips (die sind ernstgemeint):

  • Limit media consumption. Read just enough to stay informed. Turn off the newsfeed or take a digital break. Go for a walk or spend time with friends and family doing things that you enjoy.

  • Avoid getting into discussions about the election if you think they have the potential to escalate to conflict. Be aware of how often you discuss the election with friends, family members, or coworkers.

Am besten also die berühmten "Drei Affen" machen: nix hören, nix sehen, nix reden. Im Klartext empfehlen die Kollegen damit die Entpolitisierung des Alltags, ja der Gesellschaft schlechthin. Ob das der Weisheit letzter Schluss ist? 

 

 

Kurzsichtige sind intelligenter

Tragen Sie Brillen oder Kontaktlinsen wegen Ihrer Kurzsichtigkeit? Dann besteht Grund zur Freude: Laut einer Studie mit immerhin 4000 Teilnehmern sind Sie damit den intelligenten Menschen zuzurechnen. Allerdings hat das bei genauer Durchforstung der Daten und der Hintergründe vermutlich eher damit zu tun, dass Kurzsichtige im Schnitt ein höheres Bildungsniveau haben als Normal- und Weitsichtige. Die Intelligenz ist nicht nur ein Geschenk der Natur, sondern auch Frucht ihrer Anstrengungen. Wissenschaftliche Hinweise, dass Kurzsichtigkeit und Intelligenz verquickt sind, gibt es ja schon länger. Aber die Henne-Ei-Problematik ist auch bei dieser Fragestellung wie so oft im Leben nicht eindeutig klärbar. 

 

 

Quellen:

ad 1.: Regidor E, Vallejo F, Granados JAT, et al. Mortality decrease according to socioeconomic groups during the economic crisis in Spain: a cohort study of 36 million people. The Lancet. 2016;doi:10.1016/S0140-6736(16)30446-9 (online nur für Zahler)

 

ad 2.:  http://www.apa.org/news/press/releases/stress/2016/presidential-election.pdf

 

ad 3.: http://iovs.arvojournals.org/article.aspx?articleid=2565722

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Die zynischen Zerstörer

Derzeit laufen in Wien die Verhandlungen zum sogenannten "Finanzausgleich" zwischen Bund und Ländern. In diesen gesetzlich festgelegten Debatten werden regelmäßig neue innerstaatliche Verträge geschmiedet, die bestimmen, wie man mit der Verteilung der Finanzmittel in den verschiedenen Gebietskörperschaften umgehen soll. In der Fachsprache heissen diese Verträge dann übrigens die "Paragraf-15a-Vereinbarungen"

 

Für den Gesundheitsbereich gibt es in dieser Debatte nun einige Vorschläge, die offenbar durch nichts anderes als reinen Ärzte-Hass und puren Zynismus gegenüber den Patienten erklärt werden können. Die Demolition-Men sind am Werk: im Wiener Gesundheitssystem soll ein totaler Umbruch stattfinden. Und die Abrissbirne ist das Instrument dazu.

 

Linke Umstürzler zetteln derzeit am grünen Tisch eine Revolution mit dem einzigen Ziel an, die Versorgung für alle zu erschweren, zu verteuern und zu verschlechtern. Natürlich wird dieser Plan als patienten- und zukunftsorientiert verkauft, denn man hat seitens der üblichen Verdächtigen ja noch nie reinen Wein ausgeschenkt, dafür aber immer dem Euphemismus gehuldigt. 

 

Die einzelnen Punkte, die zur Diskussion stehen, lesen sich wie die DDR-Ideen aus den späten 80ern, als sich der Untergang des realen Sozialismus bereits abzeichnete (vermutlich haben die Damen und Herren, die diese Vorschläge einbrachten, aber noch immer eine DDR-ähnliche Ideologie, anders ist der Humbug nämlich nicht erklärbar).

 

Das sind einige der konkreten Vorhaben:

 

1. Explizite Verschlechterung für Wahlärzte und deren Patienten:

Die Kostenrückerstattung für Patienten, die zum Wahlarzt gehen, soll zur Gänze wegfallen. Ausnahmen soll es nur für jene Wahlärzte geben, die von Wien und der Sozialversicherung als "versorgungswirksam" eingestuft werden oder die ganz spezielle medizinische Leistungen erbringen, welche sonst für die Patienten nirgends zu bekommen sind. Das heißt im Klartext, dass  willkürlich und zentralistisch über Patienten und Ärzte "drübergefahren" wird. Kleinere Wahlarzt-Ordinationen werden dadurch sukzessive verdrängt, da sie nur mehr rein privat tätig sein können. Kleine Praxen ohne Kassenvertrag sind dadurch existenziell bedroht. Und die Patienten müssen sich einen anderen Arzt suchen - den sie aber nicht finden können, wie im Folgenden gleich klar wird.

 

2. Leistungen sollen aus den Praxen in die Ambulanzen verlagert werden

Diese Idee widerspricht allen bisherigen Willensäußerungen und bricht klar getätigte, schriftliche Vereinbarungen: Im Regierungsübereinkommen der SP-VP-Koalition steht wortwörtlich, dass der niedergelassene Bereich gestärkt werden soll. Das Vorhaben, die medizinischen Leistungen wieder mehr in die Spitalsambulanzen zu verlagern, ist ein Schlag ins Gesicht aller jener Ärzte und Gesundheitspolitiker, die am Ausbau des niedergelassenen Sektors mitarbeiten. Für die Patienten ist es sowieso nur noch eine Verhöhnung, wenn sie den Wahlarzt nicht mehr rückerstattet bekommen und sie sich nun dafür 5 Stunden in eine überfüllte Ambulanz setzen müssen, weil beim völlig überlasteten Kassenarzt 3 Monate lang kein Termin verfügbar ist.

 

3. Auflösung bestehender Kassenverträge

Es soll möglich werden, aufrechte Kassenverträge zwischen Arzt und Kasse aufzulösen, wenn Wien und Sozialversicherung gemeinsam der Ansicht sind, dass der Bedarf für den betreffenden Vertrag nicht mehr gegeben ist. Dieses Vorhaben ist nicht nur ein Bruch mit allen rechtlichen Traditionen ("Pacta sunt servanda"), sondern der reinste Zynismus gegenüber den Patienten und den Ärzten: Es gibt in Wien in bestimmten Regionen schon jetzt zu wenige Kassenärzte, darüber sind sich alle einig. Wenn dann noch bestehende Verträge willkürlich aufgelöst werden können - wie sollen die Bürger da überhaupt noch Vertrauen in ihre Pflicht-Krankenversicherung entwickeln? Die Wahlarztrückerstattung fällt weg, der Ambulanzbesuch wird zum quälenden Zeitdiebstahl und der Kassenarzt wird stückweise abgeschafft - wie soll das bitte funktionieren?

 

4. Neue Formen der Primärversorgung

Der Hausarzt als klassischer Primärversorger und generell der Arzt als "Einzelkämpfer" sollen abgetötet werden. Natürlich nicht physisch, sondern strukturell: Man will flächendeckend sogenannte PrimaryHealthCare-Centers ausrollen. Länder und Sozialversicherung wollen gemeinsam festlegen, wie die neue Primärversorgung aussieht. Es kann sich dabei um Netzwerke, Gruppenpraxen oder Ambulatorien handeln. Unnötige Parallelstrukturen sollen abgebaut werden, so steht es im Vorschlag. Im Klartext bedeutet das: siehe oben, weg mit den Einzelärzten, weg mit dem Freien Beruf Arzt, her mit dem Kollektiv, das zentralistisch kontrolliert und gesteuert wird. Dass diese Center kalte, anonyme Apparate sein werden, wo die Arzt-Patienten-Beziehung der Kosteneffizienz und der EDV geopfert werden, das sagt tunlichst keiner der Planer dazu. Ihnen ist es ja egal - sie gehen bei Bedarf sowieso zum Privatarzt. 

 

Es gibt im Vorschlagspapier noch etliche andere Punkte, die als "Verbesserungen" daherkommen. Weitere Details und Grauslichkeiten  will ich aber dem vermutlich eh schon erschrockenen Leser ersparen.

 

Wir müssen uns nur immer eines vor Augen halten: Dieselben Personen, die jetzt diese hier genannten Punkte vorschlagen und die Versorgung der Wiener und in weiterer Folge aller Österreicher massiv verschlechtern wollen, stellen zur gleichen Zeit zwei Milliarden Euro für die Migration zur Verfügung.  Das Geld, das der österreichische Beitragszahler in sein System einbringt, kommt nicht mehr ihm selber zugute, sondern wird ganz woanders verschenkt und hinausgeworfen.

 

Und dieselben Menschen, die jenen österreichischen Bürgern und Beitragszahlern, die sich keine Privatärzte leisten können, jetzt die Versorgung massiv rationieren und reduzieren wollen, brüsten sich vor Mikrofonen und Kameras mit ihrer Humanität und erklären uns in der Migrationskrise andauernd, was Menschlichkeit ist. 

 

Wenn man bisher noch nicht wusste, was linker Zynismus im Namen des Menschlichen, Guten und Edlen ist - jetzt weiß man es. Die Lektüre des Vorschlagspapiers für den Finanzausgleich macht uns da sicher. 

 

Aber sicher ist auch eines: Der Rubikon ist damit überschritten - weder Ärzte noch Patienten werden sich diese skandalöse und völlig indiskutable, ja letztlich sogar menschenverachtende Vorgangsweise gefallen lassen.

 

 

 

 

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Das Wahlrecht neu denken

Kürzlich gab es an dieser Stelle Denkanstöße,  wie man das Wahlrecht verändern könnte. Gar nicht wenige Blog-Leser haben konstruktiv mit mir nachgedacht und mir ihre Ideen und Meinungen dazu mitgeteilt. Andere wiederum (darunter etliche Journalisten) haben versucht, mir einen Angriff auf demokratische Grundrechte zu unterstellen.

 

Weit gefehlt. Mir geht es um die Weiterentwicklung der Demokratie. Anderen geht es bei ihrer Kritik offenbar um etwas Anderes: Was von einer medial lancierten und gesinnungspolizeilich geprägten Art des Umganges mit nicht in den linken Mainstream passenden politischen Meinungen zu halten ist, habe ich in einem rezenten Blogpost bereits dargelegt. 

 

Natürlich gehe ich von meinen Vorschlägen nicht ab - sie waren gut überlegt und sind begründbar. Wenn man über objektivierbare und sinnvolle Neuerungen des Wahlrechts nachdenkt, sollte man sich von Leuten, die in der Sache nicht firm, dafür aber von sich selbst und ihrer Haltung umso mehr überzeugt sind, nicht irritieren lassen, sondern den aufgenommenen Faden weiter spinnen und freilich auch gute Anregungen annehmen. Die zuweilen recht echauffierten Damen und Herren aus dem konträren Meinungslager sind von meiner Seite aus weiterhin herzlich eingeladen, mit mir über das Wahlrecht zu debattieren.

 

Zum Thema: Das bei uns gelebte One-man-One-Vote-Prinzip ist zwar alt, aber im Ursprungsland der Demokratie nicht bekannt gewesen. In der vielbesungenen Wiege der Demokratie (nämlich in der attischen) gab es unterschiedlich gewichtete Stimmrechte und eine Menge Menschen, die bei den politischen Entscheidungen gar nicht mitstimmen durften. Das kann man alles nachlesen, die Details dazu würden hier den Rahmen sprengen. Aber es ist wichtig zu wissen, dass gerade die Demokratie in ihrer Urform von einem ganz anderen Verständnis als heute getragen wurde und über die Zeitläufte auch deutlichen Änderungen unterworfen war und dies natürlich noch immer ist.

 

So ist das verfassungsmäßig garantierte Wahlrecht in seiner heutigen Form weder in Stein gemeisselt noch ist es eine unveränderliche Naturgewalt. Und es muss daher die Überlegung möglich sein, ob dieses Recht nicht an die jeweils bestehenden Pflichten des Wählers gegenüber der Gesellschaft anzupassen ist und ob es nicht auch mit seiner jeweiligen intellektuellen Kompetenz abgeglichen werden sollte.

 

Zweifellos trägt jemand, der sehr viel Steuern und Beiträge zahlt, zur Finanzierung und Aufrechterhaltung des Gemeinwesens mehr bei als jemand, der staatlich alimentiert wird und nicht arbeitet. Das ist eine triviale Wahrheit. Und warum sollte jemand, der sehr viele Abgaben leistet, keine gewichtigere Stimme haben als ein Bürger, der durch den Staat und seine Einrichtungen finanziert wird? Die Situation, dass der Alimentierte völlig gleichberechtigt über seinen Unterstützer bestimmt, ist nicht bis zu Ende gedacht, auch wenn das "allgemeine und gleiche Wahlrecht" wunderbar menschenwürdig und sozial gerecht klingen mag. Im Grunde stärkt es in seiner jetzigen Form tendenziell immer die an der Umverteilung interessierten Linken.  Es erzeugt daher eine Schieflage.

 

Um die Situation zu optimieren, wäre für Nationalrats- und Landtagswahlen ein Punkte-Wahlrecht vorstellbar, das abhängig von der Steuerklasse und der Bemessungsgrundlage adjustiert wird. Wer in der höchsten Steuerstufe ist, bekommt die meisten Stimmpunkte. Wer keine Steuern zahlt, bekommt den Basispunkt. Bei den aktuell 7 Lohnsteuerklassen könnte man eine Basisklasse schaffen und danach je zwei Steuerklassen zusammenfassen. Wir hätten dann abhängig von der jährlichen Steuerleistung folgende Stimmpunkte pro Bürger:

  • Keine Lohnsteuerleistung: 1 Punkt
  • Einkommen bis 31.000.- Euro: 2 Punkte
  • Einkommen bis 90.000.- Euro: 3 Punkte
  • Einkommen ab 90.000.- Euro: 4 Punkte

Die Idee des Punkte-Wahlrechts kann man sofort weiter entwickeln: So wie es ein gewichtetes Stimmrecht geben sollte, müsste auch die Möglichkeit bestehen, in der Wahlzelle nicht nur ein Kreuzerl, sondern Punkte zu vergeben - und zwar Plus- und Minuspunkte. Man muss beim Punktewahlrecht nicht zwischen ja und nein unterscheiden, sonder kann ein differenziertes Bild abgeben und alle antretenden Listen und Kandidaten bewerten. Eine Bandbreite zwischen -2 und +2 Punkten wäre dafür sinnvoll. Konkret könnte das bei einer Wahl dann beispielsweise so aussehen:

  • Kandidat A: +2
  • Partei B: -2
  • Kandidat C: 0
  • Partei D: +1

Natürlich klingt das auf den ersten Blick aufwendig und kompliziert. Aber es besteht ja kein Zweifel daran, dass in nicht allzu ferner Zukunft das e-voting kommen wird. Man wird dann Wahlzellen haben, in denen man elektronisch abstimmen kann. Und da ist es technisch ein Klacks, das Punktesystem einzuführen. Voraussetzung ist natürlich die Datensicherheit, aber auch das wird lösbar sein.

 

Die einzige Ausnahme zum Punktewahlrecht würde die Bundespräsidentenwahl darstellen. Hier belässt man alles, wie es ist: One Man, one Vote, Direktwahl, jeder Bürger hat eine Stimme mit demselben Gewicht. Warum: Der Präsident ist die Symbolfigur der Nation und weder gesetzgebend noch exekutiv tätig.

 

Differenzierte Wahlrechtssysteme stellen an den Wähler aber auch höhere Anforderungen als das simple Ja/Nein-Wählen, das wir jetzt haben und das nur den Spielraum zwischen dem Kreuzerl, ungültig wählen oder gar nicht wählen offen lässt. Und natürlich ist zu fordern, dass jeder Wahlberechtigte auch seine Wähler-Kompetenz unter Beweis stellt.

 

Ein "Wähler-Führerschein" ist dafür ideal. Jede Person, die das wahlfähige Alter erreicht, muss, wenn sie wählen gehen will, eine Prüfung ablegen, in der die wichtigsten Eckdaten unserer Demokratie abgefragt werden. Eine Wahlfähigkeits-Prüfung muss natürlich kein Matura-Niveau haben, aber sie sollte z.B folgende grundlegende Fragen beinhalten:

  • Wie viele Parteien sind derzeit im Parlament vertreten?
  • Welche Partei ist in der Regierung?
  • Wie heisst der Bundeskanzler und welcher Partei gehört er an?
  • Wie viele Abgeordnete gibt es?

Auch für die Teilnahme an direktdemokratischen Verfahren wie Volksbefragungen und Volksabstimmungen sind die Voraussetzungen der Wahlfähigkeit zu beweisen.  Mündigen Menschen ist es zumutbar, die grundlegenden Daten unseres Staates zu wissen. Es ist sogar eine Wertschätzung dem Wähler gegenüber, wenn man ihn sein Wissen offiziell beweisen lässt und dies amtlich bestätigt.

 

Wer Demokratie sagt, muss Veränderung wollen. Es reicht nicht, ständig auf wohlerworbene Rechte und Errungenschaften zu pochen und dabei die Pflichten aus den Augen zu verlieren oder gar zu vernachlässigen. Und gerade im Sinne einer lebendigen repräsentativen Demokratie wie der unseren muss man die realen Verhältnisse besser abbilden. Freilich muss man bei Überlegungen zum Wahlrecht immer auch über eine Ausweitung der direkten Demokratie nachdenken. Aber das ist eine andere Geschichte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Migration und Selbstbetrug

Im linken Spektrum überschlagen sich regelmäßig die Jubelmeldungen, wenn unter den hunderttausenden Migranten auch hochqualifizierte Leute gefunden werden. Die Meldungen über diese Sensationsfunde sind zwar längst nicht mehr so häufig wie noch vor einem Jahr, aber sie tauchen immer wieder auf. Damals wurde ja in den Medien und von der Politik noch fleissig fantasiert, Europa würde durch die Völkerwanderung nicht nur eine zahlenmäßige, sondern auch eine intellektuelle Bereicherung erleben.

 

Fakt ist: Wir erleben definitiv keine Invasion von arabischen Atomphysikern und Gentechnikern, sondern eine, die durch eine Unzahl von Analphabeten, Desperados, Glücksrittern und Asyl-Betrügern gekennzeichnet ist. Nach allen offiziellen Berechnungen und Statistiken macht der Anteil der unter unseren ohnehin großzügigen Bedingungen anerkannten Asylberechtigten nur circa 50 % der Gesamtzahl aus. Somit haben wir große Mengen von Menschen hier, die wenig oder nicht ausgebildet sind und die finanziell der autochthonen Bevölkerung zur Last fallen - entweder weil sie ein Bleiberecht bekommen haben und sie deswegen auf Staatskosten jahrelang hier leben oder weil sie kein Bleiberecht bekommen haben, aber wegen der mangelnden Rückführungsverträge ebenfalls auf unsere Kosten längerfristig hier bleiben.

 

Aber zweifellos gibt es unter diesen Asylwerbern eine Reihe von Akademikern und besser Ausgebildeten, die von europäischen Unternehmen angestellt werden und die etwas zur europäischen Wirtschaft beitragen könnten. Aber gerade von diesem intellektuellen Potenzial wird eine auf lange Sicht destruktive, weil selbstbetrügerische Attitüde des Juste Milieu im deutschsprachigen Europa befördert: Die gigantische Migrationsbewegung erfährt dadurch immer wieder eine nicht gerechtfertigte und unfaire Apologie. Wenn wir nämlich den höher qualifizierten Asylberechtigten langfristige Arbeitsmarktchancen einräumen, so benachteiligen wir damit die heimischen Arbeitnehmer. Und das gerade jetzt, wo die Arbeitsmarktsituation ohnehin extrem angespannt ist. 

 

Weiters fördern und beschleunigen wir mit diesem kontraproduktiven Wohlwollen ganz massiv den Braindrain aus den Herkunftsländern. Wir ziehen das geistige Potenzial von dort ab, wenn wir uns bereitwillig den Qualifizierten zuwenden und uns gegenseitig weismachen, wie gut diese Art der Migration für alle Beteiligten wäre.

 

Und Achtung, das klingt jetzt hart: Gerade den "besseren Fremden" hier bei uns reelle Bleibe-Chancen einzuräumen, ist weder im Sinne der hoffentlich bald befriedeten Herkunftsländer noch im Interesse der hiesigen Bevölkerung. Wir sollten, wenn wir wirklich altruistisch und politisch klug handeln wollen, viel mehr darauf schauen, dass gerade die Hochqualifizierten so schnell wie möglich wieder nach Hause kommen. Ihnen in der Zwischenzeit hier das Leben schmackhaft zu machen und für sie allerlei positive Zukunftsszenarien zu entwerfen, die eine Rückkehr nur mehr als B-Variante erscheinen lassen, schadet den Ländern im Orient und übt zusätzlich noch einen Sog-Effekt auf die in den besagten Staaten Verbliebenen aus. Folge: Es entsteht eine Spirale nach unten und die Krisenanfälligkeit steigt weiter.

 

Dass alle illegalen Migranten grundsätzlich und umgehend des Landes verwiesen werden müssen, versteht sich aus rechtsstaatlicher Sicht von selbst. Und dass unsere Regierung dringend verpflichtet ist, schnellstmöglich die derzeit angeblich 90% nicht abschiebbaren illegalen Ankömmlinge durch geeignete Maßnahmen in ihre Herkunftsländer zu schaffen, darauf muss hier gar nicht extra eingegangen werden.

 

Zurück zum Braindrain: International anerkannte Migrationsforscher wie Paul Collier und Ruud Koopmans haben über diese Problematik viel publiziert. Allein, im deutschsprachigen Raum wird kaum über diese Arbeiten berichtet. Der Grund: Die nüchterne Wissenschaft könnte ja den offiziellen "humanitären" linken Mainstream stören. Paul Colliers Buch "Exodus" war zwar Anfang des Jahres kurz in den Bestsellerlisten, aber heute redet keiner der Verantwortlichen mehr über seine validen Empfehlungen. Koopmans beeindruckende klare Erkenntnisse und Studien werden in Deutschland und Österreich überhaupt totgeschwiegen, obwohl er sich selbst als Linken(!) bezeichnet.

 

Wenn wir der intellektuellen Redlichkeit wieder Raum verschaffen wollen, dann müssen wir in der Politik die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Migrationsforschung  in den Diskurs einbringen. Wir bewegen uns durch die absurden Verfehlungen der Einladungspolitik und der darauf folgenden Massenmigration schon auf eine Ebene des nackten Ressentiments zu, andererseits versuchen die selbsternannten Wohlmeinenden noch immer, aus den Trümmern der krachend gescheiterten Willkommenskultur neue Argumente für die "gute Migration" zu zimmern.  Beides ist definitiv falsch und daher schlecht für Alle.  

 

Gut ist nur, die Migration auf jenes Maß zu begrenzen, das vorteilhaft ist. Durch die gravierenden politischen Fehler, die seit  2015 begangen wurden und noch immer werden,  tendiert dieses Maß aber nun schon gegen Null. 

 

 

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Die Rationierung ist da

Die Patienten spüren es und die Ärzte wissen es: Die von der Gesundheitspolitik immer betulich verurteilte Rationierung der Gesundheitsleistungen  ist längst da. Die Krankenkassen bremsen bei der Versorgung mit Kassenstellen und die öffentlichen Spitäler versuchen ebenfalls, die Hürden zu erhöhen - speziell im ambulanten Beriech. Auch wenn die zuständigen Stadt- und Landesräte, die Vertreter des Hauptverbands und die Kassenobleute mit Vehemenz bestreiten, dass es in Österreich so etwas wie Rationierung gibt, so schreitet sie doch rasant fort.

 

Beispiele und Beweise dafür gibt es ohne Ende. Die einfachste und am schnellsten umsetzbare Rationierungsmaßnahme im Gesundheitswesen ist immer die Wartezeit. Je länger man als Patient auf einen Untersuchungs- oder OP-Termin warten muss, desto billiger wird es fürs System.  Wenn ein Röntgeninstitut pro Tag z.B nur 10 MR-Untersuchungen vergütet bekommt und die Wartezeit auf einen Termin deswegen 2 Monate beträgt, muss man kein Gesundheitsökonom sein, um zu begreifen, dass hier nicht gespart, sondern klar rationiert wird. 

 

Die Begrenzung der Leistung erfolgt weiters durch die Personalausdünnung im Kernsektor des Gesundheitssystems - also bei den Ärzten. Wenn die Kassenmedizin so unattraktiv gemacht wird, dass sich kaum noch Ärzte für Kassenverträge bewerben und etwa in Wien monatelang Nachfolger für frei gewordene Hausarzt-Stellen gesucht werden, dann kann man nur eine restriktive Absicht der Kassen vermuten. Gleichzeitig werden Engpässe in der fachärztlichen Versorgung weiter aufrecht erhalten. Das geht ganz einfach: notwendige neue Stellen werden einfach nicht geschaffen. Automatisch tritt dann die Rationierungsmaßnahme "Wartezeit" in Kraft und es bleibt billig.

 

Eine weitere ganz offene Rationierungstechnik ist die Ablehnung von Leistung. Typischerweise betrifft das die chefarztpflichtigen Medikamente: Niedergelassene Ärzte müssen regelmäßig bei den Chefärzten der Kassen für ihre Patienten nachfragen, ob sie bestimmte, nicht im Erstattungskatalog gelistete  Medikamente verordnen dürfen bzw. ob die Kassen die Kosten dafür übernehmen.  Die Crux dabei: Der behandelnde Arzt kennt seinen Patienten und weiß, was er gerade benötigt - unter Umständen eben auch manchmal ein Medikament, das nicht im Erstattungskodex angeführt ist. Der Chefarzt sitzt in der Kasse, "kennt" den Patienten nur online und befindet per Fernwartung darüber, ob ein Medikament nun notwendig ist oder nicht. Das ist im Grunde eine Verhöhnung der immer so gern zitierten direkten "Arzt-Patienten-Beziehung". Und es ist auch eine Abwertung des behandelnden Arztes - denn niemand verschreibt aus Jux und Tollerei bestimmte Medikamente, sondern deswegen, weil sie aus Sicht des Arztes eben notwendig sind.

 

Eine weitere, aus geografischen Gründen in den Bundesländern schon länger bekannte und nun auch in Wien einsetzende Technik der Rationierung ist es, die räumliche Entfernung zur Versorgung zu vergrößern. Die Schließung und Verlegung von Ambulanzen und Spitälern erhält dafür euphemistisch den Namen "Zentrumsbildung". Ein gutes Beispiel dafür ist die Augenheilkunde in Wien: Das "Spitalskonzept 2030" sieht vor, dass es für ganz Wien nur noch eine Augenabteilung im 3. Bezirk in der Krankenanstalt Rudolfstiftung geben soll. Der Rest wird geschlossen (abgesehen vom AKH).

 

Endpunkt dieser zentralistischen Entwicklungen sind riesenhafte Moloche, die hunderttausende Patienten pro Jahr versorgen müssen. Zwangsläufig entstehen in diesen medizinischen Mega-Cities kontraproduktive Phänomene wie ausufernde Bürokratie, technokratische Standardisierung, fortschreitende Entfremdung und Verlust der persönlichen Atmosphäre. 

 

Das sind alles keine erfreulichen Entwicklungen. Auch wenn uns die politisch verantwortlichen Architekten dieser "Fortschritte" täglich aus den Medien entgegen lächeln und uns einreden wollen, wie toll und gut das System doch in Österreich noch immer sei - das stimmt einfach nicht (mehr), denn die Patienten merken es und wir als Ärzte sehen es ganz deutlich, dass die Rationierung der Leistung und daher de facto eine Verschlechterung der Versorgung längst beim Patienten angekommen sind.

 

Die Gründe für den beginnenden Abstieg des österreichischen Gesundheitssystems sind vielfältig, haben aber auch ganz massiv mit den explodierenden Kosten für die Migrationsproblematik zu tun. Das Geld ist halt nicht endlos verfügbar. Und erst gestern sagte eine ältere Patientin zu mir: "Ich versteh das alles nimmer, Herr Doktor. Ich hab 40 Jahre gebuddelt für dieses Land und trotzdem ist für uns Österreicher immer weniger da. Aber für die, die da jetzt zu uns kommen, wird alles gemacht und da ist offenbar genug Geld da. Das ist doch furchtbar ungerecht!"

Ich konnte ihr nicht wirklich widersprechen.

 

 

 

 

 

 

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Anleitung zur Politikerbeschimpfung

Ein Dauerthema ist das Verhältnis von Medien und Politik. Erstere treten regelhaft als die Kritiker der Zweiteren auf. Das ist in der Demokratie prinzipiell gut. Doch es gibt dabei einige Grundfragen neu zu klären: Wie heftig sollen die Journalisten die Politik und die Politiker kritisieren? Was müssen sich politisch aktive Menschen alles gefallen lassen? Wie weit bzw. wie tief (im doppelten Wortsinn) darf die Kritik der institutionellen Medien gehen?

 

Der österreichische Journalist Michael Fleischhacker schrieb vor fast 10 Jahren ein Buch namens "Politikerbeschimpfung". Was er damals Beschimpfung nannte, war nicht nur im Vergleich zum heutigen Jargon eine  rhetorisch und inhaltlich hochstehende Kritik am (Un-) Wesen der österreichischen Politik und Politiker: Er teilte aus, ohne zu geifern und traf den Punkt, ohne zu beleidigen. 

 

Diese Form der Kritik am Politischen und an den Politikern ist heute fast schon abhanden gekommen. Einige wenige Kommentatoren schaffen es zwar immer noch, scharfzüngige, kritische Texte zu verfassen und diese ohne Schaum vorm Mund an den Mann zu bringen - aber diese Damen und Herren sind selten geworden. Das gemeinsame Kennzeichen der hier positiv Angesprochenen  ist, dass sie die sogenannte Ad-hominem-Kritik, also die persönliche und untergriffige Attacke, in ihren Texten üblicherweise vermeiden und sich genau überlegen, was sie wie und warum kritisieren. Vor allem pflegen sie vor jeder Kritik eine heute offenbar vielen Medienleuten abhanden gekommene Tugend: Die Recherche und das redliche Argumentieren.

 

Ein souveräner und seriöser Kommentator neigt  auch nicht dazu, irgendwelche pejorisierende halblustige Benennungen wie "Dolm der Woche" oder gar rufmörderische Attribute an Politiker wegen ihrer politischen Meinung oder ihrer Aussagen zu vergeben. Er vermeidet es auch, sich als selbstgerechter Meinungsrichter aufzuspielen. Wenn er doch einmal persönlich werden muss, dann kann er diese Kritik zumindest gut begründen. Den wirklich guten Leitartiklern, Kolumnisten und Glossen-Verfassern ist es wichtig, dass sie das, was sie kritisieren, auch mit Argumenten tun. Hetzen und persönliche Anpatzen gehört nicht zu ihrem Armamentarium.

 

 

Interessanterweise sind alle diese souveränen Kommentatoren (und die einzelnen -innen unter ihnen) fast ausschließlich im bürgerlichen Lager beheimatet. Im linken Spektrum der Medienwelt gibt es natürlich genauso intelligente und gut formulierende Kommentatoren wie rechts der Mitte, aber die Linken haben in ihren Texten nur allzu oft einen erkennbar ideologisch unterfütterten und oft sogar unverhohlen diffamierenden Touch. Man braucht dazu beispielsweise nur ein paar Tage lang das sogenannte "Einser-Kastl" im Standard zu lesen. Da weiß man: Dieser spezielle Wind, der gelegentlich zum Shitstorm wird, der bläst immer nur von links.

 

In diesem Zusammenhang ist interessant, dass gerade die Linken die Vorreiter der unlängst ins Leben gerufenen Kampagne #GegenHassimNetz waren. Anlass für diese Aktion waren die in den SocialMedia immer häufiger werdenden Hass-Kommentare von meist anonymen Menschen mit einer offensichtlich nicht managbaren Aggressionsproblematik. Allerdings sind all diese Hetzer Privatpersonen und es gibt schon lange die Möglichkeit, dafür die Justiz einzuschalten. Die ganze Kampagne verlief daher bis dato recht flau, weil es kaum jemanden nachhaltig interessiert, ob irgendwo ein Bürger einen Hasskommentar absetzt. Man kann das ja problemlos anzeigen, wenn es einen selber betrifft oder stört. Niemand braucht so eine politmediale, paternalistisch aufgezogene und betulich daherkommende Kampagne.

 

Interessant für die Bürger ist letztlich immer nur die "Politikerbeschimpfung" und das jeweilige Politiker-Statement, das der Medien-Schelte, die heute schon regelhaft auf jede kantige Aussage folgt, jeweils vorausgeht. Aber diese "Beschimpfung" sollte eben keine Beschimpfung im originalen Sinne sein, sondern eine Kritik in bester Manier. Das Beschimpfen macht nur schlechte Stimmung und verstärkt den allgemeinen Polit-Verdruss. Hochproblematisch sind in diesem Zusammenhang übrigens oft die als "pesönliche Meinung" getarnten Postings von professionellen Medienleuten in den Social Media und da wieder vorzugsweise auf Twitter: Medienprofis erreichen mit entsprechend formulierten Meldungen große Zahlen von willigen Vollstreckern des von ihnen erhofften Shitstorms.

 

Und damit sind wir bei einem Angelpunkt aller aktuellen Debatten angelangt: Wenn linke Kommentatoren in ihren Texten das tun, was sie so oft tun, nämlich in outrierender, teils tendenziöser und oft persönlicher Art Politiker beschimpfend zu kritisieren, dann tun sie genau das, was sie mit ihrer Anti-Hatespeech-Campaign angeblich ausmerzen wollen: Nämlich Hetze zu betreiben. 

 

Anders gesagt: von links wird heftiger und breiter kampagnisiert als das jemals zugegeben wird.  Die Dauer-Kampagne läuft zwar in den institutionellen Medien immer wieder auf einem intellektuell passablen Niveau und die persönlichen Attacken sind seltener als die durch bestimmte Codewörter gekennzeichneten eher subtilen Angriffe. Aber im Kern und im Motiv ist die Kampagne von links qualitativ betrachtet genau dasselbe wie die "normale" Hatespeech im Internet. (Die Codes der subtilen Angreifer sind übrigens Worte wie "auffällig", "reaktionär", "rechtsaußen", "umstritten" etc.)

 

Aufgrund des zitierten intellektuellen Niveaus ist dieses tendenziöse Verhalten aber schärfer zu kritisieren als die dumpfbackigen Kommentare von den diversen Anonymos in irgendwelchen Internet-Foren. Denn die einen wissen offenbar nicht, was sie tun. Ihnen kann man daher meist vergeben. Die anderen aber wissen sehr genau, was sie tun. Und das ist streng zu verurteilen.

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Medical Monday

Das Leben is(s)t süß

Ist die "Paläo"-Diät mit viel Eiweiß und nur geringem Kohlenhydrat-Anteil bald Geschichte? Erfreuliche News gibt es für jene, die trotz des aktuellen Protein-Hypes gern Kohlenhydrate (KH) wie Nudeln, Brot und Müsli zu sich nehmen: Die KH sind womöglich gar nicht so böse, wie es in den letzten Jahren behauptet wurde und noch immer wird. Möglicherweise können sie sogar unser Leben verlängern. Das fanden australische Wissenschaftler in Versuchsreihen an Mäusen heraus.

Eine erhöhte KH-Zufuhr verstärkt die Aktivierung von FGF21, einem Hormon, das nicht nur positive Effekte auf die Lebenserwartung hat, sondern auch appetitzügelnd wirkt. Den Namen des Botenstoffs werden wir uns merken müssen: FGF21 könnte ein Schlüsselhormon bei der Entstehung von Diabetes sein. Entsprechende Forschungen laufen. Vorerst ist absehbar: Die KH als Gefahr für Leib und Leben geraten aus dem Schussfeld. Das Leben an sich wird wahrscheinlich bald wieder süsser sein dürfen.

 

 

Ein schlaffer Händedruck kann tödlich sein

Die Kraft der Hände gibt Aufschluss über das Sterblichkeitsrisiko. Wer kräftig zudrücken kann, lebt vermutlich länger - das besagt eine österreichische Studie vom Internationalen Institut für angewandte Systemanalyse (IIASA). In der betreffenden Arbeit wurden 12.000 Probanden ausgewertet und altersbezogene Referenzlisten erstellt. Wer in seiner Altersgruppe unter die Durchschnittswerte fällt, hat ein generell erhöhtes Gesundheitsrisiko. Die Autorin Nadia Steiber schlug vor, die relativ einfache Kraftmessung des Händedrucks als Screening-Methode einzuführen. Keine schlechte Idee! Und falls Ihnen in Zukunft jemand schlapp die Hand schüttelt: schicken Sie ihn zum Arzt.

 

 

Das halbe Leben verschlafen 

In den USA gibt es fast nichts, was es nicht gibt. Und natürlich gibt es auch eine "National Sleep Foundation", die aber recht wach ist und im regelmäßig valide und glaubwürdige Empfehlungen zur Schlafdauer herausgibt.

Hier sind die ganz aktuellen Schlaf-Leitlinien:

Für Neugeborene (bis 3 Monate) werden täglich 14 bis 17 Stunden Schlaf empfohlen, bei Säuglingen bis 11 Monate sind es 12 bis 15 Stunden, bei Kleinkindern bis zwei Jahre 11 bis 14 Stunden. Im Vorschulalter (3-5) raten die Experten zu 10 bis 13 Stunden Schlaf. Ab dann wird bei Schulkindern (6 bis 13) auf 9 bis 11 Stunden reduziert. Für Teenager beträgt die ideale Schlafdauer 8 bis 10 Stunden, für junge Erwachsene (18 bis 25) und Erwachsene (26 bis 64) sieben bis 9 Stunden. Älteren Erwachsenen (über 65) wird zu 7 bis 8 Stunden Schlaf täglich geraten.

Falls man aber ähnlich erfolgreich wie Napoleon werden will, müssen 3 Stunden reichen. Soll nicht sehr gesund sein,  andererseits gibt es Menschen, die nur sehr wenig Schlaf brauchen. Dieses geringe Schlafbedürfnis ist aber an sich sehr selten. Das ist vermutlich der Hauptgrund, warum es wirkliche und fast unschlagbare Feldherren nicht gar so oft gibt.

 

 

Quellen:

ad 1.:

http://dx.doi.org/10.1016/j.cmet.2016.09.001

ad 2.:

http://dx.doi.org/10.1371/journal.pone.0163917

ad 3.:

www.sleephealthfoundation.org

 

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Der Pensionisten-Pflanz

Es gibt in Österreich über 2,3 Millionen Pensionisten. Sie sollen nun zusätzlich zur geplanten Pensionserhöhung von 0,8 Prozent den sogenannten "Pensions-Hunderter" bekommen. So hat es die SPÖ angekündigt. Die ÖVP und deren Finanzminister sind davon wenig begeistert, wenn nicht gewisse Bedingungen daran geknüpft werden. Es geht dem Minister vorrangig um einen Bonus für längere Berufstätigkeit. Das ist OK und sinnvoll.

 

Was aber ganz und gar nicht OK ist, das ist der ungeheure Pflanz, der im Pensions-Hunderter steckt: Eine Einmalzahlung mag vielleicht ein netter PR-Gag sein, er löst aber die prekäre Situation der Mindestpensionisten überhaupt nicht. Diese müssen sich weiterhin mit sehr wenig Geld "durchgfretten". Und speziell hinsichtlich der Sozialdemokratie ist es bezeichnend, dass diese mühsame Situation vor allem die Frauen betrifft: Sie stellen nämlich die Hauptgruppe der Mindestpensionisten dar. Unsere rote Regierungsfraktion, die vorgeblich immer so vehement im Namen der Frauen kämpft und beim Gender-Pay-Gap regelmäßig Schaum vor dem Mund bekommt, lässt da die Ärmsten außen vor und will sie mit einem einmaligen Hunderter abspeisen. Zynismus ist für diese Handlungsweise ein Hilfsausdruck.  Damit wir die Dimensionen kennen: Insgesamt gibt es in Österreich über 230.000 Menschen, die mit der Mindestpension auskommen müssen. Für diese Leute hat die Sozialdemokratie offenbar nichts übrig. 

 

Aber es geht gar nicht nur um die Mindestpensionisten:  Wirklich unfair und beschämend am gesamten Umgang mit den Rentnern ist, dass wir offenbar problemlos 2 Milliarden Euro für die völlig gescheiterte Migrationspolitik zur Verfügung stellen, weiterhin die Grenzen offen und jeden herein lassen, während wir gleichzeitig um jeden Nullkomma-irgendwas Prozentpunkt bei der Pensionserhöhung streiten müssen. Begründung: angeblich ist dafür kein Geld da.

 

Woher kommen dann plötzlich die Milliarden für die Fremden? Wer wird hier geschröpft? Und wenn schon geschröpft wird, warum wird das Geld nicht für Österreich verwendet? Mit diesen 2 Milliarden für die Migration könnte man allen 230.000 Mindestpensionisten 20 Jahre lang monatlich 400.- Euro mehr ausbezahlen (jedem einzelnen!) und deren Finanzlage damit langfristig bessern.

 

Nun haben wir die absurde Situation, dass einerseits seit Jahren über die teuren Folgen der Demografie und die Pensionsproblematik debattiert wird und die Pensionisten langsam zu den Buhmännern der Nation werden, andererseits aber die allermeisten Pensionisten jahrzehntelang viel für Österreich getan haben und nun mit Peanuts abgespeist werden sollen, während die vielen fremden Menschen, die keinen Cent in die Sozialsysteme eingezahlt haben, von vornherein finanzielle Zuwendungen in Milliardenhöhe erhalten. Das ist zu Ende gedacht eine Pflanzerei ersten Ranges und letztlich eine Verhöhnung der Pensionisten.

 

 

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Ein Polizeibericht

Linksideologen sind seit Lenins Zeiten immer auch Polizei-Spezialisten. Lenin hatte seine Tscheka, die heutigen gemäßigten Linken haben ihre Gesinnungspolizei. Die linken Gesinnungspolizisten sind natürlich zivilisierter im Umgang und haben keine Uniform - außer im Denken. Und sie sind nicht blutrünstig wie die berüchtigte Tscheka, denn sie ernähren sich ausschließlich von der Milch der frommen Denkungsart.

 

Die Gesinnungs-Polizei ist aber von nichts und niemandem legitimiert - außer eben von ihrer eigenen Gesinnung. Die Inspektoren und Kommandanten vertreten ihrer Meinung nach die einzig gute, moralische und wahre Weltsicht und diese muss daher mit allen Mitteln verbreitet werden. Gegenläufige Meinungen sind nicht nur abzulehnen und anzuprangern, sondern deren Träger sind auch persönlich sofort niederzumachen. Nein, natürlich nicht mit Gewalt, sondern immer mit dem Ansinnen, die Reputation des Verdächtigen zu schädigen oder ihn als dumm, ungebildet oder "rechtsaußen" zu denunzieren. Der Rufmord, die Schmutzkübel und die Anpatze sind die Waffen der schnellen Eingreiftruppe von links.

 

Das wesenhafte Kennzeichen der Gesinnungspolizei ist, dass sie nicht nur Exekutive, sondern auch Legislative ist: Sie gibt sich ihre Regeln selber. Ihr selbstreferenzielles und selbstaffirmatives Gedankengut wird in sogenannten Blasen, die auf den Social Media (SM) und in etlichen traditionellen Medien zuhause sind, von den niederen Chargen gehorsam verstärkt. Die vielen selbsternannten Polizeipräsidenten sieht man ohnehin ständig auf den SM oder als politische Moderatoren im ORF, sie geben dort ihre tendenziösen Kommentare ab.

 

Die Dienststellen der Gesinnungs-Inspektoren sind die Redaktionsstuben, dort werden alle Anzeigen freudig entgegengenommen und niedergeschrieben. Von den Redaktionen und den rund um die Uhr wachsamen Inspektoren im Netz erfolgt auch die Überwachung aller, die nicht das Wohlwollen der Gesinnungspolizei finden.

 

Ein konkretes und bezeichnendes Beispiel: Hier im Blog wurden am 12.10. 2016 einige heikle Punkte des Wahlrechts angesprochen. Das wurde als Affront gegen linke Anschauungen empfunden und danach auf den SM von immer mehr linken Journalisten auf- und angegriffen. Schließlich landete das Thema heute in der Kleinen Zeitung und im "Österreich". Der rege Diskurs auf den SM inklusive Groß-Einsatz der Gesinnungspolizei ist eine kleine Nachbereitung wert:

 

Wie so oft beginnt so eine Gedankenpolizei-Aktion mit einem Tweet von einem bekannten Chefinspektor am Küniglberg. Der nämliche, regelmäßig wie ein Großmufti agierende Reporter spricht auf den SM eine Fatwa aus und los gehts. Ihm brav ergebene linke Redakteure wie etwa jene aus der "Wiener Zeitung" oder auch vom Subkultur-Blatt "Vice" verbreiten rasch die Kunde, dass da jemand ganz und gar gegen den linken Mainstream agiert. Flugs wird dieser Jemand dann nicht mit Argumenten gegen seinen Text konfrontiert, sondern sofort in seiner Reputation persönlich angegriffen und gleich einmal mit Schimpfworten bedacht. Im gegenständlichen Fall vermeinte ein Vice-Redakteur sogar, als Journalist das Recht zu besitzen, Andersmeinende als "Trottel" zu bezeichnen und verwies auf ein EGMR-Urteil aus Haiders Zeiten.

 

Freilich: Es ist leichter, jemandem online schnell einen Kübel Verbal-Müll vor die Tür zu kippen und dann zu sagen, schaut Euch an, welchen Dreck der macht, als bei dieser Tür anzuläuten und mit dem inkriminierten Jemand ein Gespräch zu beginnen. Wenn sich der Jemand dann gegen die Schmutzkübel und die persönliche Anpatze unverdrossen zur Wehr setzt, bekommt er sofort und regelhaft mit immer denselben Worten von der Gesinnungspolizei ein heftiges Kontra: Man möge doch nicht wehleidig sein, das sei jetzt ein empfindliches "Mimimi", wer austeilt, müsse auch einstecken können etc.

 

Und damit sind wir schon mitten drin in der Unredlichkeit der linken Journalisten-Szene: Es ist ein tiefgreifender kategorialer Unterschied, ob man ein Thema anspricht und kontroversiell diskutiert oder ob man politisch Andersmeinende ohne vorherigen Disput persönlich und verächtlich angreift und dabei sogar in klagbare Diktionen verfällt. Diese Art des Umgangs widerspricht jeder journalistischen Seriosität und schadet der gesamten Medien-Branche ungemein. Noch dazu, wo etliche in dieser Branche durch ihre fragwürdige Berichterstattung in der Migrationskrise ohnehin derzeit sehr ramponiert sind.

 

Die wütende Selbstgerechtigkeit der Linken lässt sie das aber  nicht erkennen (oder sie wollen es einfach nicht verstehen) und offenbar erblinden manche dabei sogar: Wenn ihnen etwas nicht in den ideologischen, hypermoralisch verbrämten Kram passt, sehen sie nur noch den Schaum vorm eigenen Mund, für den natürlich immer nur der Gegner verantwortlich ist. Der muss dafür doppelt so hart angegriffen werden.

 

Bestimmte Medien bzw. bestimmte Medienvertreter haben damit heute eine Rolle übernommen, die jenseits alles Souveränen und Ehrenhaften ist. Es kann grundsätzlich nicht die Aufgabe der "Vierten Macht" im Staate sein, politische Meinungen ohne entsprechende Debatte schlecht zu reden und politisch aktive Menschen persönlich anzugreifen, ohne mit ihnen über ihre Standpunkte zu diskutieren. Man kann dieses Verhalten auch nicht damit rechtfertigen, indem man sagt, man brauche heute mehr denn je die schnelle Schlagzeile oder einen Anreisser, weil der Druck so groß wäre.

 

Vielmehr müssten die Medienleute heute ihre Ansprüche an sich selbst dramatisch erhöhen und gerade angesichts der Schnelligkeit der SM und des Internets alles daran setzen, möglichst seriöse Meinungsbildung und Umgangsformen anzustreben.  

 

Und vor allem sollten sie sich um eine ausreichende Bildung bemühen, bevor sie so schäumend kritisch werden wie im aktuellen Fall: Meine im gegenständlichen Blog erwähnte Idee, das Wahlrecht für jene Bürger einzuschränken, die ohne jede Gegenleistung vom Staat alimentiert werden, hat schon der weltberühmte österreichische Nobelpreisträger Friedrich A. Hayek vertreten...

 

 

 

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Europa-Diagnosen

 

Die hier getroffene Beschreibung der neuen "Europa"-Religion als Internationalsozialismus braucht noch eine Erweiterung. Wenn man in die Tiefe geht, kann man bei dieser Form des Sozialismus noch einiges entdecken und einen existentiellen Nihilismus dazu diagnostizieren. Und da kann man sich nur wundern, dass diesem so mächtige und attraktive Selbstverwirklichungs-Potentiale innewohnen: Diese sind ja doch nur Schimären, die eben ausschließlich nihilistische und zerstörerische Folgen zeitigen.

 

Im Alltag ist die Erscheinungsform dieses Nihilismus sichtbar als die Wut auf alles Überkommene und Traditionelle. Die Wut tritt als ungeheure Zerstörungslust auf, bei der regelhaft die Einladung an kulturfremde Helfer mitgeliefert wird, die Vernichtung des Eigenen zu unterstützen, ja diese sogar zu übernehmen. (Unflätig auf den Punkt gebracht wird diese böse Lust im immer wieder zu lesenden linken Slogan: "Deutschland, du mieses Stück Scheisse" )

 

Slogans wie diesen nimmt man aber gern in Kauf und misst ihnen jugendliches Revoluzzertum zu -das ist ja immer zu entschuldigen. Vor allem, wenn und weil es von Links kommt. Wichtig ist uns die Menschlichkeit. Im Mantel der Humanität werden die Arme ausgebreitet, um den willigen Vollstreckern der Zerstörung ein herzliches Willkommen zu signalisieren. Haarsträubend dabei ist, dass so viele dieser geöffneten Arme von naiven Hirnen gesteuert werden, die wirklich der Meinung sind, sie täten Gutes. Lenin hat solche Menschen die "nützlichen Idioten" genannt.

 

Die wahren und perfiden Masterminds der Europa-Zerstörung verstecken sich in politischer Phraseologie und geben sich als wohlwollend, sozial und hilfsbereit. Natürlich über die Grenzen hinweg, denn Grenzen dürfen doch die Menschlichkeit nicht hindern. Bei jeder Kritik am ungeheuerlichen Geschehen wird daher sofort das Menschenrecht bemüht: Man kann doch den Migranten nicht das Menschenrecht auf Asyl verweigern! In den Hinterzimmern und Boudoirs brüllen die Masterminds dann vor Lachen über die Dummheit der Massen, die ihnen auf den Menschlichkeits-Leim gehen und brav ihre groß angelegten Abwrackungs-Pojekte umsetzen.

 

Die eingeladenen Neulinge brauchen natürlich Alimentation. Dadurch werden Defizit-finanzierte Beschäftigungs-Programme notwendig, die unsere nun doch zunehmend mürrisch werdenden Steuerzahler irgendwie bezahlen müssen. Da wird in Österreich die sogenannte "Flüchtlings"-Milliarde kaltschnäuzig verdoppelt, einfach so, von heute auf morgen. Nun sind es schon zwei Milliarden, die in den Einstrom aus dem Orient und Afrika investiert werden. Das Murren des Volkes ist hörbar, doch man verkauft diesen Finanzierungswahnsinn, mit dem man die eigene Zerstörung bezahlt, als unbedingt notwendige Maßnahme für die Integration. Dass gleichzeitig im Gesundheitssystem deswegen erste Rationierungen umgesetzt werden, findet erst am Rande Erwähnung und fällt vorerst nur den Ärmsten auf.

 

 

Paradox oder vielmehr eigentlich folgerichtig ist, dass sich die Ökonomie in Gestalt des Mega-Kapitalismus eigentlich auffallend wenig bis gar nicht gegen jene europäische Form des IS (International-Sozialismus) wehrt. Diese Konvergenz ist zumindest bemerkenswert, wenn nicht sogar höchst verdächtig: Die dem sozialistischen Überbau zugrunde liegende Fundamental-Religion ist der Markt. Um sein klagloses Funktionieren in alle Zukunft zu sichern, braucht es die neue Europa-Religion. Sich gegenseitig bedingende einstige Feindbilder verschmelzen im europäischen Modernismus des Wohlfahrtsstaates und des grenzüberschreitenden Marktes zu einem untrennbarne und unentrinnbaren Konglomerat des "Glücks", in dem der westliche Mensch seine Erfüllung findet.

 

Aufgespannt wie ein Zirkuszelt überdacht der International-Sozialismus die Konzerne. Seine Treibmittel sind nicht die Zirkuspferde, sonder der zirkusähnlich funktionierende Finanzkapitalismus, der dem längst absurd gewordenen Projekt der Moderne ständig neue Nahrung gibt: Die Pfosten und Stützen des Zirkuszeltes bilden die auf Wetten basierenden Schulden. Von den Sozialisten werden sie immer aufs Neue aufgenommen (Alleine das Rote Wien hat 5 Milliarden solcher nie mehr bedienbarer Außenstände. Lustig, dass gerade eben vor dem Wiener Rathaus der Circus Roncalli gastiert - man weiss jetzt gar nicht genau, wo die wahren Clowns sind: Im Zirkus oder im Rathaus?) 

 

Und wie immer bei solchen  Überlegungen endet man bei Nietzsche und seinem Zarathustra:

"Wir haben das Glück erfunden, sagen die letzten Menschen. Und blinzeln."

 

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Europa wird christlich sein - oder es wird nicht sein

"Europa wird christlich sein - oder es wird nicht sein!" Diesen kantigen Satz prägte Otto von Habsburg und er traf damit den Punkt. Europa hat ganz profund etwas mit der christlichen Religion zu tun.

 

Allerdings ist heute der Begriff "Europa" längst selbst eine eigene Religion geworden. Dogmen, Riten und salbungsvolle Predigten der verschiedenen Hohepriester dieser neuen Religion kennzeichnen unseren Alltag. Die große Kathedrale ist in Brüssel und die diversen Missionshäuser befinden sich in den Hauptstädten der EU. Die Religion hat offiziell noch keinen Namen, aber wir wollen sie einmal als das benennen, was sie ist: Sie als "International-Sozialismus" zu bezeichnen passt wohl am besten.

 

Dieser mit Verve und Selbstgerechtigkeit verbreitete modernistische Glauben an eine bessere Welt im europäischen Diesseits ist nicht nur ein Heilsversprechen, er führt auch einen Vernichtungsauftrag mit sich: Die Europa-Religion muss sukzessive die christlichen Religionen ersetzen, der neue Glaube muss alle Nationen säkularisieren, er will sie gleich machen und er muss daher alle Grenzen auflösen.

 

Um dieses Ziel zu erreichen, scheut die neue Religion keine Mittel und versucht sogar unter hochriskanten Bedingungen, die Kraft ihrer Gegner auszunützen: Die Migrantenflut wird als mächtige Welle genützt, um auf ihr dem erwünschten Untergang des alten Europas entgegen zu surfen. Paradoxerweise wird dabei auch die Kraft einer mitgebrachten anderen Religion ausgenützt.

 

Ein Treppenwitz der Geschichte ist, dass die EU im Kern von bekennenden Katholiken gegründet wurde : Schuman, Monnet, Adenauer, de Gaspari und einige andere honorige Herren der Nachkriegszeit waren die Proponenten der ersten europäischen Vereinigungsschritte. Ihr Ziel war es, nach der Katastrophe des 2. Weltkriegs die Schaffung eines befriedeten Kontinents mit christlichem Charakter zu ermöglichen. Deswegen wurden die Pläne zur gemeinsamen Kontrolle der kriegsnotwendigen Güter Stahl und Kohle  entwickelt und der Friede als oberstes Ziel beschworen. Aus dieser im Grunde katholisch motivierten Idee entstand letztlich die EU.

 

Was am Beginn Sinn und Zukunft gehabt hat, das hat jetzt, 60 Jahre später, infolge der stetigen Übernahme fast aller Agenden durch linksideologisch orientierte Politiker seinen ursprünglichen Zweck verloren. Waren die Vorläufer der EU eine sinnvolle und international abgestimmte Union, die auf die einigende Kraft der Wirtschaft und des abendländischen Weltbilds setzte, ist daraus heute eine regulierungswütige und zentralistische Clique geworden, die ihren Mitgliedern nationale Souveränität wegnimmt und ihnen die politischen Linien vorgeben will. Von den EU-Kommissaren wird ein vereintes Europa angestrebt, das möglichst im Gleichklang der Signale aus Brüssel seinen internationalsozialistischen Gang gehen soll. 

 

Der zunehmende Verdruss an der EU ist vor allem durch diese linksideologisch gefärbten Veränderungen zustande gekommen: Die Abschleifung der nationalen Eigenheiten und Identitäten, die massive Entwicklung der Wohlfahrtsstaaten auf Kosten des Mittelstandes und die völlig entglittene Migrationskrise schufen jenes Exit-Klima, das jetzt so viele besorgt und im Gegenzug immer mehr Leute in der Überzeugung bestärkt, dass der Weg der EU seit längerem ein falscher ist.

 

Dabei sind die Positionen simpel: Niemand will mit allen gleich sein und kein Land will letztlich seine Identität und seine Nationalität aufgeben. Und, last not least, die einen wollen nicht dauernd für die anderen zahlen müssen. Die Unterscheidung zwischen den Nationen und den Menschen ist ein Grundbedürfnis. Eine Uniformität ist nur bei Armeen sinnvoll und auch da will jeder Staat eine eigene. Ebenso will die große Zahl der Bürger geschützte Grenzen, sie wollen europäische geprägte Mehrheiten und sie lehnen den endlosen Migrantenstrom ab, der durch fortbestehende Rechtsbrüche im Namen der "Humanität" in Kauf genommen wird.

 

Und kein Mensch möchte ständig von den Predigern in Brüssel und ihren Missionaren in den Hauptstädten zwangsbekehrt werden, denn das ist die Pervertierung des einstigen Europa-Gedankens. Was die Bürger wollen, ist ein Europa der Nationen und ein Europa, das seine jahrtausendealten hochentwickelten Kulturen schützt und diese nicht auf dem Altar eines als Religion daherkommenden und alles einebnenden Internationalsozialimus opfert.

 

 

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Das Wahlrecht als Sakrament

Die Demokratie ist das sakrale Dogma in unserem Zeitalter des Profanen. Sie erfährt von allen Seiten nur Huldigungen, weil sie in unserer säkularen Welt ein Surrogat des Heiligen ist und somit die einzige unantastbare Regierungsform darstellt. Ihr wichtigstes Sakrament ist das Wahlrecht. Man bekommt dieses Sakrament, wenn man das 16. Lebensjahr vollendet hat und verliert es danach nie mehr. Es bleibt untrennbar beim Bürger bis zu dessen Tod. Allerdings gibt es eine profunde Ausnahme: Wenn man ein schweres Verbrechen begeht, dann wird das Wahlrecht für die Zeit der Gefängnisstrafe ausgesetzt.

 

Klingt alles einfach und schlüssig. Aber es gibt etliche  Fragen und Ungereimtheiten dazu, wenn man die Wahlrechtsthematik zu Ende denkt und das Sakrale dieses Rechts bis zu seinem Kern durchdringt: Ist jede Stimme wirklich gleich viel wert? Wenn ja, warum? Soll das Wahlrecht als ein natürlich angeborenes Recht betrachtet werden, das einem einfach so zuwächst, wenn man 16 Jahre alt ist, vorher aber keine Bedeutung hat? Und wer legitimiert den Status quo des unteilbaren Wahlrechts und mit welcher Berechtigung?

 

Früher gab es das sogenannte Zensuswahlrecht: Es durften nur diejenigen Leute wählen, die über ein gewisses Einkommen verfügten und Steuern zahlten.  Das hatte seine Berechtigung, denn warum sollte jemand, der keine Steuern zahlt und von staatlichen Zuwendungen lebt, über diejenigen, die ihn finanzieren, per Wahlrecht politisch verfügen? Nicht, wer zahlt, schafft an, sonder wer bezahlt wird, tut das?

 

Diese Frage kann man unschwer ins Heute verlegen: Soll z.B. jemand, der die Mindestsicherung bezieht, weiterhin das Wahlrecht haben? Wenn ja, warum? Arbeitsfähige Mindestbesicherte tragen finanziell überhaupt nichts zum Staatswesen bei, sie werden ausschließlich von anderen Bürgern erhalten und dürfen dann bei einer Wahl über diese ihre Erhalter bestimmen. Irgendwie holperts da ein wenig mit der grundsätzlichen Fairness. Man kann daher darüber nachdenken, ob das "Sakrament Wahlrecht" für die Dauer der Mindestsicherung ausgesetzt wird und man es bei Arbeitsantritt automatisch wiedererlangt. Wäre das nicht gerechter? Und durchaus ein Anreiz, möglichst rasch aus der Mindestsicherung wieder heraus zu kommen?

 

Es gibt noch weitere heikle Fragen beim Wahlrecht. Demenzkranke (und davon gibt es in Österreich schon ca. 200.000) besitzen natürlich ebenfalls dieses Recht. Demenz-Patienten sind aber oft gar nicht mehr in der Lage, etwa den Wochentag zu wissen oder die Uhr ablesen zu können. Wie sollen sie da valide politische Entscheidungen treffen? Sinnvoller wäre es zum Beispiel, für die an Demenz erkrankten Patienten eine medizinische Wahlfähigkeitsprüfung einzuführen und dabei die geistige Kapazität festzustellen. Warum sollen abertausende Menschen per Zufallsprinzip (mehr ist die Wahlrechtsausübung durch Demente nämlich im Grunde nicht) über andere, mitten im Leben stehende und verantwortliche Menschen entscheiden? Überdies kommt gerade in diesem Bereich die Manipulationsgefahr stark zum Tragen, weil man ja nie genau feststellen kann, wer wie und wo beim Kreuzerl am Wahlzettel mithilft - vor allem, wenn es eine Briefwahl ist.

 

Nächste Frage: Kinder. Man ist zwar erst mit 18 Jahren erwachsen und damit voll rechtsfähig, aber man darf schon mit 16 wählen. Das ist per se diskussionswürdig. Jedenfalls ist man aber mit 15 Jahren und 11 Monaten noch ein Kind und hat keine Möglichkeit einer offiziellen wahlrechtlichen Interessensvertretung. Das Wahlrecht ist für Kinder auch mittelbar nicht verfügbar, weil es vom Gesetzgeber einfach nicht vorgesehen ist. Diese Situation ist nicht schlüssig argumentierbar: Kinder haben Interessen und deren Familien haben diese erst recht. Und die Eltern wie auch die Gesellschaft haben Pflichten gegenüber den Kindern. Kinder und Familien müssen daher gestärkt werden. Die Einführung des Kinderwahlrechts ginge ganz einfach: Jede Kinderstimme wird gesplittet, die halbe für den Vater, die andere Hälfte für die Mutter. Gültig wird so ein Kinderwahlrecht aus naheliegenden Gründen erst, wenn die Mutter mindestens 20 Jahre österreichische Staatsbürgerin ist. 

 

Das Wahlrecht ist ein säkulares Sakrament. Deswegen sollte man vorsichtig mit ihm umgehen, es aber genau deswegen in gewissen Situationen und unter gewissen Bedingungen ändern oder auch aussetzen. Eine Anpassung wie hier beschrieben wäre ehrlicher, weniger korruptionsanfällig und für die demokratische Willensbildung aussagekräftiger als das jetzige Wahlrechtsmodell.

 

 

 

 

 

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Die Obergrenze als Feigenblatt

Wer Obergrenze sagt, will die Migration beschränken. Soviel ist sicher. Und auf den ersten Blick klingt es auch logisch und vernünftig, eine zahlenmäßige Obergrenze einzuführen und zu sagen, ja, es dürfen zwar noch Migranten kommen, aber nicht mehr zu viele, denn noch mehr Ankömmlinge "können wir nicht stemmen", wie es salopp dazu formuliert wurde. In Österreich hat man diese ominöse Obergrenze bei 37.500 festgelegt (übrigens: wenn man exakt rechnet, sind diese 37.500 schon längst erreicht).

 

Wieso aber wurde gerade die Zahl 37.500 als Obergrenze gewählt? Wieso sagen wir nicht: 10.000? Oder nur 50? Oder, und das ist zu Ende gedacht die einzig sinnvolle und objektiv argumentierbare Zahl, wieso sagen wir nicht: Null?

 

Es gibt keine rationale und objektive Begründung, eine Zahl > 0 als Obergrenze festzulegen, denn jede höhere Zahl als Null ist vollkommen willkürlich und daher angreifbar. Gerne wird als Begründung für das weitere Offenhalten der Grenzen mit der Humanität hantiert. Aber: Es ist genauso "menschlich" und "gerecht", ab jetzt nur noch einen einzigen Asylwerber ins Land zu lassen wie zu sagen, es dürfen 37.500 oder 500.000 oder 1 Million kommen. Es gibt keinen qualitativen, sondern nur einen quantitativen Unterschied zwischen dem Einlass eines einzigen Asylwerbers und dem von einer Million Asylwerbern.

 

Wie hoch wir die Obergrenze auch ansetzen, es wird immer Menschen geben, die nicht zu uns kommen dürfen. Jeder festgelegten Zahl X wohnt eine klare Diskriminierung und eine Abweisung inne, denn es wird immer irgendwann der X+1.te Migrant vor der Grenze stehen, der dann (mit Gewalt?) daran gehindert werden muss, ins Land zu kommen.

 

Linke Kommentatoren weisen zu Recht immer wieder auf diese Problematik hin. Allerdings ist ihre Motivation dabei eine andere als die der kritischen Vernunft. Aus intellektueller Sicht ist darüber nachzudenken, ob nicht die Null-Zuwanderung der prinzipiell richtige Ansatz ist und ob wir uns mit "Zero Migration" nicht überhaupt den besten Dienst erweisen würden.

 

Anders formuliert: Die Null-Zuwanderung ist die ehrlichste und klarste Antwort auf die Krise. Die EU-Granden sagen ja selber ständig, dass die Migrationsproblematik nicht in Europa, sondern nur in den Herkunftsländern zu lösen ist. Jedes Gerede über Quoten und Verteilung von Migranten ist und bleibt daher nur eine Verschlimmbesserung der bestehenden und nicht entschuldbaren migrationsbedingten Missstände. 

 

Null ist die Zahl, die man am besten argumentieren, objektivieren und exekutieren kann.  Die Umsetzung der einzigen anderen ehrlichen Variante, nämlich die der linken "No Border"- Phantasie und der unbegrenzten Zuwanderung, würde in der Sekunde den Untergang aller Strukturen und staatlichen Einrichtungen bedeuten. Sie ist daher keine weitere realitätsbezogene Diskussion wert. Wir haben letztlich also gar nicht die Wahl zwischen links und rechts, sondern wir müssen rechts handeln, wenn wir redlich bleiben und unser Land vor massivem Schaden bewahren wollen. Und alle zahlenmäßigen Kompromisse zwischen links und rechts werden immer faul bleiben.

 

Angesichts der hunderttausenden Migranten, die schon hier sind und die wir versorgen müssen, eingedenk der exzessiv hohen Arbeitslosigkeit und der vielen Österreicher, die am Existenzminimum entlang schrammen, in Anbetracht der bereits explodierenden Sozialbudgets und der ohnehin schon fix zu berappenden jährlichen "Flüchtlings"- Milliarde ist jede weitere Zuwanderung von unqualifizierten Leuten, die sich weder selber versorgen noch hier arbeiten können, nur eine zusätzliche Last, die der österreichischen Nation aufgebürdet wird.

 

Und für die Leute, die in den orientalischen Krisenregionen verharren müssen, wird die Lage durch den mangelnden Grenzschutz um nichts besser, im Gegenteil - Europa konzentriert sich überproportional auf die Migranten bei uns und kaum jemand schaut mehr auf die wirklich Hilfsbedürftigen in der Ferne. Wo sind die EU- und UNO-Aktivitäten vor Ort, die Schutzzonen und die Hilfszentren?

 

Die aktuelle Migrationspolitik ist daher de facto falsch, schädlich und vor dem Staatsvolk nicht zu rechtfertigen. Es gibt nämlich im Land schon mehr als genug Probleme, die kaum noch zu lösen sind und wir müssen nicht täglich immer neue dazu importieren.

 

Um ein medizinisches Beispiel zu bemühen: Man kann nur so viele Patienten behandeln wie die Ressourcen es zulassen. Sich willkürlich auf immer neue Behandlungen bei immer neuen Patienten einzulassen, während die bereits in Behandlung stehenden Leute deswegen Rationierungen und Verschlechterungen erdulden müssen - das würde kein Gericht der Welt entschuldigen, denn das wäre ein Delikt namens Einlassungsfahrlässigkeit. Vor allem, wenn es noch Möglichkeiten gibt, die Patienten woanders und durch andere Ärzte versorgen zu lassen.

 

Die "37.500" sind also nichts anderes als ein teures Feigenblatt, das die Situation pharisäerhaft verhüllt und sie letztlich nur noch krass verschlimmert. Die Zahl ist ein Zugeständnis an die internationalistischen linken Phantasien und an die als Humanität getarnten sozialistischen Lüste auf ein neues stimmenstarkes Proletariat aus der Fremde, ohne das die Linken keine politische Zukunft mehr haben. Jede Obergrenze, die größer als Null ist, widerspricht den Grundsätzen der Vernunft, sie konterkariert den Hausverstand und den natürlichen Patriotismus.

 

Auch alle Hinweise auf die Genfer Flüchtlingskonvention, auf das EU-Recht und/oder Asylrecht sind obsolet, weil ab der Gefährdung des je eigenen Staatswesens nur noch die Güterabwägung zu beachten ist und das Wohl der Nation am Ende immer wichtiger ist als alles andere. Ohne intakte Nation kann kein Volk existieren. Östliche Nachbarstaaten zeigen uns schon länger vor, wie man als Staat unter Bedrängnis zu agieren hat.

 

Wir können uns auch die Exkurse ins Kulturphilosophische ersparen und müssen gar nicht mehr über die Gefährdung der Leitkultur und über das Ende des Abendlandes räsonieren. Nein, wir sollten uns jetzt vielmehr dem faktisch Notwendigen widmen und endlich vom heuchlerischen Kompromissgetue ablassen. Kein normal denkender Bürger hat noch irgend ein Verständnis für eine Politik von auch nur halboffenen Grenzen und keiner kann der Philosophie des unkontrollierten Einstroms noch etwas abgewinnen. Der Volkswille trifft sich hier mit den oben angeführten rational argumentierbaren Begründungen.

 

Daher ist eine einfache und klare Aussage zu treffen: Die Grenzen müssen geschlossen werden. Alle unehrlichen Kompromisse, die nicht schlüssig zu begründen sind und die nur auf Zeitgewinn abzielen, werden immer den Fluch der bösen Tat nach sich ziehen und unserem Land fortgesetzt schaden. 

 

 

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Medical Monday

Heute widme ich mich ausschließlich einem einzigen und sehr wichtigen medizinischen Thema:

Der Darmkrebsvorsorge. Allein in Österreich erkranken pro Jahr fast 5000 Personen am Dickdarmkrebs und über 2000 sterben daran. Das Colon-Karzinom gehört damit zu den häufigsten Krebsarten und es ist eine relativ häufige Todesursache. Das ist die schlechte Nachricht.

 

Die gute Nachricht lautet: Der Darmkrebs ist vermeidbar. Die Darmspiegelung (Coloskopie)  ist dafür die bestgeeignete und wissenschaftlich am meisten untersuchte Maßnahme. Würden alle Menschen zur sogenannten Vorsorge-Coloskopie gehen, könnten wir den Darmkrebs zu fast 100% ausrotten. Ähnliche Krebsverhütungsraten sind mit keiner anderen medizinischen Intervention erreichbar, die sogenannte sanfte Spiegelung ist mit Abstand die beste Methode zur Krebsvermeidung und Früherkennung.

 

Das Bestechende bei dieser Maßnahme ist, dass die in Sedierung durchgeführte Diagnosemethode gleichzeitig auch eine Therapie darstellt: Wird bei einer Coloskopie ein Polyp (also eine mögliche Vorstufe des Karzinoms) entdeckt, wird die Wucherung in derselben Sitzung entfernt. Das alles erfolgt schmerzfrei und risikoarm.

 

Leider erreicht man mit allen "Werbe"-Aktionen und ärztlichen wie medialen Hinweisen aber längst nicht alle dafür in Frage kommenden Leute. Zielgruppe sind alle Menschen ab dem 45. Lebensjahr. Falls Darmkrebs in der Familie aufgetreten ist, sollte man schon mit dem 30.Lebensjahr beginnen.

 

Die Untersuchungsraten liegen in Österreich leider noch immer weit unter 15%. Das heißt, mehr als 85% der Österreicher verzichten aus welchen Gründen auch immer auf diese lebensrettende Form der Früherkennung. 

 

Meine Aufgabe als politisch tätiger Arzt, der selber Darmspiegelungen seit Jahrzehnten in großer Zahl durchführt, sehe ich auch darin, die Bürger von der Sinnhaftigkeit dieser Untersuchung zu überzeugen. Ich werde das Thema daher immer wieder bringen und dafür werben. Und wenn Sie mich fragen, ob ich selbst auch schon bei der Coloskopie war: Ja freilich. Als Arzt soll man immer auch ein Beispiel geben. Und: Die Darmspiegelung war völlig schmerzfrei, harmlos und verlief ohne Probleme.

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Offener Brief an Frau Merkel

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin!

 

Als freier und unabhängiger Abgeordneter des österreichischen Nationalrats, als vorausdenkender und kulturbewusster Europäer und als Bürger Ihres Nachbarstaates Österreich komme ich meiner weltanschaulichen Überzeugung und einer zutiefst im Herzen empfundenen Verpflichtung nach und ersuche Sie höflichst, als Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland zurückzutreten.

 

Natürlich kann ich diese meine Bitte auch umfassend begründen: Ihre Migrationspolitik hat Deutschland und Österreich bisher leider nur gravierende Nachteile gebracht. Die noch kommenden und weitreichenden negativen Auswirkungen Ihrer politischen Entscheidungen sind heute noch gar nicht absehbar.

 

Ich habe lange und oft darüber nachgedacht und mit vielen Bürgern, politisch tätigen Kollegen und Experten das Thema diskutiert und wir kamen immer wieder zum selben Ergebnis: Wer sich rational und redlich mit der seit einem Jahr alles überschattenden Migrationskrise auseinandersetzt, erkennt leider keinen Nutzen und keinen im Sinne Deutschlands und Österreichs wirksamen Zweck in Ihrem politischen Handeln als Kanzlerin.

 

Zum Leidwesen sehr vieler Europäer sind Sie aber offenbar von Ihrer Linie grundsätzlich nicht abzubringen, das kann man in Ihren sämtlichen aktuellen Stellungnahmen nachlesen. Alle Ihre politischen Kritiker, auch und vor allem aus den Reihen der CDU und der CSU sowie die vielen ausländischen Politiker (inklusive unseres Außenministers Kurz aus der CDU-Schwesterpartei ÖVP), die Ihre Meinung nicht teilen, Ihre politische Haltung höchst problematisch und wie Kurz sogar falsch finden, konnten Ihre Positionen bisher nicht wirklich ändern. Das ist sehr schade und eben nur mehr mit der eindringlichen und ernsten Bitte um Ihren Rücktritt zu beantworten.

 

Kein Mensch (außer jenen, die viel Geld mit der gegenständlichen Krise verdienen) kann einen spürbaren Vorteil aus Ihrer Politik ziehen und niemandem, keinem Staat und keinem Migranten,  wird damit wirklich und nachhaltig geholfen. Unsere beiden Staaten sind durch die Migrationskrise vielmehr auch in eine innere klimatische Krise geraten und die gesellschaftliche Gesamtlage ist erkennbar angespannt. Als langjährig politisch verantwortliche Person ist Ihnen offenbar nicht mehr bewusst, dass Politik prinzipiell einfach nur dazu da ist, den Menschen zu dienen und zu nützen und ihre Kultur, ihre Lebensweise und die von den Staaten aufgebauten Strukturen und Lebensräume zu schützen.

 

Auch die vielen Ankömmlinge, die unsere beiden Staaten nun bevölkern, haben mittelfristig keine guten Aussichten. Ihnen nützt diese Ihre Migrationspolitik auf lange Sicht ebenfalls nicht. Und den Herkunftsländern schadet es sowieso, wenn junge und kräftige Menschen ihre  Heimat in großer Zahl verlassen. Freilich geht es diesen vielen jungen Männern (und den wenigen mitgekommenen Frauen und Kindern) zunächst einmal gut bei uns, sie werden ja auf unsere Kosten rundum versorgt. 

Doch auch diese Besserstellung der Fremden wird nur von kurzer Dauer sein. Denn wer soll das alles langfristig wie, warum und mit welchen Ziel bezahlen? 

 

Sehr geehrte Frau Bundeskanzler, Sie behaupten immer wieder, dass die Migranten uns einmal ökonomisch und gesellschaftlich nützlich sein werden und dass ein gutes Miteinander möglich sein wird. Aber stichhaltige ökonomische Berechnungen gehen längst davon aus, dass es keinen wirtschaftlichen Benefit für Deutschland und Österreich geben wird - im Gegenteil, die Kosten werden alle bisherigen Vorstellungen dramatisch übersteigen. Die Sozialbudgets werden diese Kosten nicht sehr lange tragen können.

 

Die von Ihnen eingeladenen und in hellen Scharen zu uns gekommenen Migranten sind entgegen den ursprünglichen Ansagen schlecht oder gar nicht ausgebildet, können natürlich die deutsche Sprache weder in Wort noch Schrift, haben völlig andere Moral- und Wertvorstellungen als Deutsche und Österreicher und viele bringen einen kulturell fixierten Arbeitsethos mit, der dem unserem nicht vergleichbar ist. Sie sind daher im Grunde schon jetzt dazu verurteilt, in den rasch wachsenden Parallelgesellschaften ein wenig erfreuliches Leben zu führen.

 

Das Aggressionspotenzial der Ankömmlinge wächst dadurch ständig, das beweisen zahlreiche Berichte aus Asylwerber- und Migrantenunterkünften. NoGo-Areas sind in größeren Städten längst Realität.  Wir wissen auch aus Migrations-Studien, dass Integration grundsätzlich nur funktionieren kann, wenn die Fremdpopulationen nicht zu groß werden. Davon kann aber keine Rede mehr sein, die kritischen Zahlen sind längst überschritten und Abhilfe würden nur Abschiebungen im großen Stil bringen. Aber auch das ist etwas, was in Ihrer Politik nicht sichtbar enthalten ist.

 

Der von Ihnen favorisierte sogenannte "Türkei-Deal" funktioniert nur in höchst bescheidenem Maße. Dafür sind Sie gegen die bisher einzig wirksame Aktion: Nämlich die Schließung der Balkan-Route. All Ihre Ankündigungen vom Schutz der Außengrenze und der gemeinsamen europäischen Lösung sowie die hanebüchenen und von vielen Staaten abgelehnten "Flüchtlingsquoten" sind nur Willenserklärungen - geschehen ist bisher de facto nichts. Nur der Problemdruck wird ständig größer. 

 

Auch in der Kulturfrage, in den Fragen des Umganges miteinander und der gegenseitigen Wertschätzung wachsen die Probleme stetig. Köln muss hier nicht mehr zitiert werden, das ist alles hinlänglich bekannt und ich muss auch die Frage der Radikalisierung nicht mehr bemühen. Hierzu erscheinen nahezu täglich Analysen von Experten, die den meisten Menschen zu denken geben und Anlass zu berechtigter und große Sorge sind. Der "Clash of Cultures" ist längst im Gange und Sie haben bisher kein glaubhaftes Rezept vorgelegt, wie die drohenden Konflikte zu entschärfen wären. Mit den üblichen Standardfloskeln wie der Forderung nach Offenheit, Respekt und Toleranz oder der Empfehlung, aufeinander zu zu gehen, ist im wahrsten Sinne des Wortes kein Staat zu machen.

 

Gerne bemühen Sie in Ihren Ansprachen und Statements auch die Menschlichkeit und die besondere Verpflichtung, die Deutschland hätte. Aber es ist nicht menschlich, Gesetze im Namen der Humanität zu ignorieren, die Grenzen willkürlich zu öffnen, hunderttausende illegale Migranten anonym ins Land zu lassen und das eigene Staatsvolk und das Nachbarland einem enormen und gar nicht mehr abschätzbaren Risiko auszusetzen.

 

Und es gibt keine wie immer geartete Verpflichtung, unkontrolliert fremde Menschen aus einem völlig anderen Kulturkreis in großer Zahl ins eigene Land strömen zu lassen. Diese angebliche Verpflichtung und die wiederkehrende Rede von der Menschlichkeit sind lediglich Konstrukte, um Ihre wahrhaft desaströse Politik irgendwie zu bemänteln.

 

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, bitte erweisen Sie Ihrem Land (und auch dem unseren) einen wirklich großen letzten Dienst und treten Sie zurück. Machen Sie den Weg frei für eine Person und eine Regierung, die sich der Verantwortung stellt und nun endlich jene Politik ermöglicht, die unsere beiden Länder noch retten kann.

 

Das deutsche und das österreichische Volk werden es Ihnen danken und die zukünftigen Generationen erst recht.

 

Mit den besten Grüßen,

Marcus Franz

 

 

 

 

 

 

 

 

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Neulich, im linksgrünen Biotop

"Der Begriff Biotop ist wertfrei. Man bezeichnet damit natürliche oder vom Menschen erschaffene Landschaftsbestandteile. Biotope werden auch häufig als Lebensräume für bedrohte Arten gesehen."

So lautet (gekürzt) die Definition in Wikipedia.

 

Ein solches Biotop ist der vom Menschen geschaffene und von ihm zwangsfinanzierte ORF. Wie in allen geschützten Biotopen gedeihen dort immer wieder pittoreske Blüten und besonders gut dürfte der reichlich vorhandene Dünger den linksgrün wuchernden Sumpfpflanzen tun. Die Linksgrünen gelten ja in der freien Wildbahn zwar längst als gefährdet, aber am Küniglberg scheint das Gegenteil der Fall zu sein.

 

Gestern trieb im nämlichen Biotop wieder eine ganz besondere Blüte aus: Es erfolgte die interne Neubestellung der Leitung für die bekannte Polit-Talkshow "Im Zentrum". Das Ergebnis: Frau Claudia Reiterer wird Frau Ingrid Thurnher, die zuletzt wegen zweifelhafter Moderationen in die Kritik geraten war, als Chefin nachfolgen.

 

Die Bestellung ist fachlich sicher gut begründbar, denn Frau Reiterer ist eine erfahrene und bekannte Journalistin. Die Sache hat nur einen klitzekleinen Schönheitsfehler: Ihr Mann Lothar Lockl ist gerade aktiver Wahlkampfleiter für den grünen Präsidentschaftskandidaten Alexander van der Bellen. Als solcher ist Herr Lockl mindestens bis zum Wahltag (4.12.) rund um die Uhr höchst parteiisch unterwegs und muss auch danach trachten, den Kandidaten VdB so oft wie möglich medial unterzubringen - am besten beim ORF natürlich, denn der hat noch immer die größte Reichweite aller Sender. Allerdings steht der ORF als öffentlich-rechtliche Institution gesetzlich auch unter dem Objektivitätsgebot und muss ausgewogen berichten. 

 

Politmediale Verflechtungen und willfährige Dienstleistungen in Richtung Linksgrün sind nichts neues, gerade beim ORF nicht. Mit welch kaltschnäuziger und impertinenter Offensivität sie aber derzeit weiterentwickelt und geradezu perfektioniert werden, das ist neu.

 

Zuletzt haben wir den Ex-Bundespräsidenten Heinz Fischer vom ORF zum politmedialen Großangriff präsentiert bekommen: Fischer sprach sich in "keiner Wahlempfehlung" (sic!) explizit für VdB aus und er wird ihn natürlich auch wählen, sagte er. Und jetzt wird das Flaggschiff der Polit-Diskussionen von einer neuen Kapitänin geentert, die direkte und kürzeste Verbindungen zum Polit-Büro des Kandidaten VdB hat. Alles nur Zufall, oder?

 

Aus Sicht der meisten, sonst so kritischen ORF- Reporter und auch offensichtlich aus jener von fast allen Print-Journalisten ist das alles überhaupt und gar kein Problem. Die fachliche Eignung sei ja gegeben und Frau Reiterer beginne erst im Jänner, nach der Wahl, so wurde moniert. Und man dürfe doch keine Sippenhaftung einführen und auch Ehepartner hätten das Recht auf freie Berufswahl und das hat doch bitte alles nix mit nix zu tun und überhaupt sei Frau Reiterer nicht die gleich von einem Österreich-Medium chauvinistisch so genannte "Frau von Lockl", sonder eben eine eigenständige und erfolgreiche Person.

 

Jo eh. Alles richtig. Aber es geht halt gerade bei öffentlich-rechtlichen Medien und den dort politisch tätigen Redakteuren immer auch um die Optik und um die Hintergründe der einzelnen Akteure. Und diese Optik ist im gegenständlichen Fall ziemlich schief - eben infolge des Hingtergrunds.

 

Man stelle sich nur einmal vor, was in diesem Land los wäre, würde etwa die Ehefrau von FPÖ-Wahlkampfleiter Kickl journalistisch tätig sein und plötzlich eine mediale Leitungsfunktion beim ORF bekommen. Der Shitstorm würde das linksgrüne Biotop zum Brodeln und Überlaufen bringen und die üblichen wackeren Kämpfer gegen Rechts würden sich vor Kritik geradezu überschlagen und heiser schreien und sich die Finger wund schreiben.

 

 

Die ganze Chose tut dem ORF gar nicht gut und sie ist auch alles andere als ein Start-Bonus für die ehrgeizige Journalistin Claudia Reiterer. Ihrem Ehemann, dem VdB-Wahlkampfleiter Lockl, wird die Geschichte ebenfalls schaden. Und ganz ordentlich wird der Kandidat selber damit angepatzt. Die Leute im Volk sind ja nicht blöd, man hat von diesen Dingen die Nase gestrichen voll. 

 

Womit man beim ORF offenbar noch immer nicht rechnet, ist die Macht der Social Media. Der Wahlkampf wird hauptsächlich dort entschieden und die TV-Medien können da nur noch wenig tun. Die Chance des ORF wäre es gewesen, sich gemäß seines gesetzlichen Auftrags als möglichst objektiver Apparat zu präsentieren und damit Punkte zu machen. Aber langsam entsteht der Eindruck, dass der ORF bereits aufgegeben und nur noch nach dem Motto agiert: Eh schon alles wurscht, im letzten Gefecht ist alles erlaubt.

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Ein Verein als Instanz?

Der eingetragene Verein Amnesty International (AI) hat sich zum Ziel gesetzt, den Menschenrechten, deren Umsetzung und der Überwachung derselben zu dienen. AI will das Unrecht weltweit bekämpfen. Ein hehres Anliegen und man kann auf den ersten Blick nichts Schlechtes daran finden. 

 

Aber natürlich muss man sich die Dinge immer ganz genau ansehen, wenn selbsternannte Tugendwächter auf den Plan treten: Es hat nämlich ein problematisches Momentum, wenn private Vereine sich um (verfassungs-) rechtliche Belange kümmern wollen. Ideologische Tendenzen sind dabei nie auszuschließen und Objektivität ist selbst für die Organe des Rechtsstaates nicht immer leicht.

 

Zunächst einmal ist aber davon auszugehen, dass AI stets in bester Absicht handelt und es ist anzuerkennen, dass es der Organisation zweifellos schon öfter gelungen ist, in menschenrechtlich unterversorgten Ländern Personen in gefährlichen Situationen zu helfen.

 

Das ist vermutlich auch der Grund, warum AI in der medialen Darstellung kaum jemals kritisch hinterfragt wird. Amnesty wird in der Öffentlichkeit gerne immer so transportiert, als ob der Verein eine rechtliche Legitimation hätte, staatliche Institutionen zu überprüfen und Gutachten oder gar Urteile über vermeintliche oder echte Missstände im menschenrechtlichen Bereich erstellen zu dürfen.

 

Dieser Eindruck ist aber definitiv falsch. AI ist wie gesagt ein Verein und die Leute von Amnesty haben genauso viele Rechte und Pflichten wie jeder normale Staatsbürger. Sie dürfen ihre Meinung sagen und diese öffentlich vertreten, nicht mehr und nicht weniger.

 

Stellungnahmen von AI haben weder Rechtskraft noch sonst irgend eine juristische Bedeutung. Auch wenn es offizielle Stellen gibt, die aus politkorrekten Gründen zu manchen Fragen die Meinung von AI einholen oder AI auch Einsicht gewähren, so wie dies letztes Jahr in Traiskirchen geschehen ist - es ist und bleibt jedes Statement von AI eine private Meinung des Vereins bzw. der Vereinsmitglieder.

 

Es wäre rechtsstaatlich auch mehr als bedenklich, wenn private Vereine juristisch verbindliche Grundsatzgutachten einbringen dürften, denn das würde sowohl die Judikatur, die Legislative und die Exekutive völlig konterkarieren. Anders gesagt: Vereinen und NGOs kann so ein interaktives Recht nicht zugestanden werden, denn das wäre letztlich das Ende der parlamentarischen Demokratie.

 

Wenn also jetzt der Generalsekretär  der österreichischen Sektion von Amnesty International gegen die seiner Meinung nach menschenrechtsverachtenden Neuerungen im Asylgesetz massiv Stellung bezieht und Österreichs Politik in der Asylfrage als bankrott erklärt, so ist das sein gutes Recht. Aber es hat diese seine Aussage keine Rechtskraft. Auch wenn darüber in den Medien groß berichtet wird und dabei der Eindruck entsteht, als würde eine Instanz zu uns sprechen: Alles, was der Generalsekretär sagt, ist eine Privatmeinung und als solche zu sehen. Und natürlich muss man immer wissen, dass hinter AI eine linke Ideologie steckt.

 

Gerade in der fortgesetzten Migrationskrise, die gekennzeichnet ist von endlosen emotionalisierten Debatten, müssen wir uns bemühen, ganz klar bei der Objektivität zu bleiben und genauestens entlang der rechtsstaatlich vorgegebenen Strukturen zu argumentieren. Besonders die Medien sind hier aufgefordert, keine falschen Bilder und keine falschen Eindrücke zu erzeugen. Tendenziöse und sublim manipulative Berichte sind immer abzulehnen.

 

Die Pflicht zur Objektivität gebietet daher, dass auch die Rolle von Amnesty als private Organisation immer klar bezeichnet wird. Die immer wieder sehr einseitige und medial gepushte Sichtweise dieser NGO kann nämlich sonst dazu beitragen, dass die Migrationspolitik wirklich noch eine Bankrott-Erklärung abgibt - aber nicht, weil sie endlich Obergrenzen und Zuwanderungsstopp verwirklicht, sondern weil sie das aus Angst vor den diversen "Menschenrechts"-Attacken eben nicht tut. Und das wäre fatal.

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Soll Kinderlosigkeit bestraft werden?

"Ich wäre dafür, dass die freiwillig Kinderlosen in der Pension weniger Geld bekommen, weil sie mit ihrem gewählten, kinderlosen Lebensstil weniger für den Fortbestand und die Zukunft des Staates geleistet haben. Wenn ich keine Kinder bekommen hätte, hätte ich diese Einschränkung als fair empfunden. Aber so weit wird es wohl nicht kommen, die Politik hat zu viel Angst vor der Zukunft, um einen solchen Schritt zu setzen."

 

Nein, diese Aussage ist nicht von mir, obwohl ich mich während meiner politischen Tätigkeit schon öfters ähnlich geäußert habe und dafür von linken Polit-Kollegen und natürlich von politisch korrekten Medien regelmäßig verdammt wurde. Wer aber sagt denn da noch solch "pöhse" Sachen? Das oben angeführte Zitat stammt vom bekannten Mathematiker und Publizisten Rudolf Taschner, der diese Sätze in einem Interview mit der steirischen Kleinen Zeitung (2.10.2016) wörtlich genau so sagte. Anlass des Interviews war sein neues Buch.

 

Man wird den angesehenen Professor vermutlich wegen dieses Interviews politisch nicht verfolgen - vor allem, weil er ja kein Politiker ist. Ein paar linkskorrekte Kritiker(innen) werden natürlich über ihn herfallen und möglicherweise werden ihn die zuletzt in allen Medien präsenten und überragenden "Experten" des Club of Rome, die ja unlängst die Kinderlosigkeit finanziell belohnen wollten, auch direkt angreifen. Egal, seine Worte sind jedenfalls grundsätzlich richtig und einer tiefergehenden Überlegung wert. 

 

Soll also eine Kinderlosigkeit, die aus rein hedonistischen und egoistischen Motiven lebenslang aufrecht erhalten wird, finanziell bestraft werden? An dieser Frage scheiden sich sofort die Geister und die Debatten werden umgehend polemisch. Man muss die Frage daher anders stellen: Sollen Eltern und speziell Mütter von der Gesellschaft dafür belohnt werden, dass sie Kinder haben?

 

Die Antwort ist ein eindeutiges Ja. Wer Kinder hat, trägt in jeder Hinsicht mehr zur Gesellschaft bei als die Kinderlosen. Familien sind die Leistungsträger der Nation. Kinderhaben muss daher sowohl finanziell wie auch durch allgemeine Wertschätzung belohnt werden, das ist ein simples Gebot der Fairness. Für diese Selbstverständlichkeit braucht man keine großartigen demografischen Studien oder komplizierte Pensionsdebatten, dafür reicht der Hausverstand.

 

Und natürlich gilt auch hier der Kant`sche Kategorische Imperativ: "Handle stets so, dass die Maxime deines Handelns zum allgemeinen Prinzip erhoben werden kann." Hätte niemand Kinder und würde man das auch so verlangen, wäre es kein lebbares Prinzip. Aber zu fordern, dass alle Menschen Kinder haben sollten, ist hingegen eine allgemein machbare und sinnvolle Maxime.

 

Rudolf Taschner spricht in seinem Statement eine leicht umsetzbare Form der Belohnung an: Eltern sollen grundsätzlich höhere Pensionen bekommen als Kinderlose. Das ist klarerweise eine politische (Heraus-)Forderung, wie er richtig anmerkt. Und die Entrüstung, die auf solche Forderungen folgt, kennen wir nur zu gut. Bürgerliche Politiker, die so etwas in den Raum stellen, werden vom Juste Milieu dafür regelmäßig abgestraft. Und das ist kein österreichisches Phänomen, sondern genauso z.B. in der CDU zu beobachten. Überall wurden bei den Konservativen die Versuche, bürgerliche Fairness herzustellen, durch linkslastige politische Korrektheit ersetzt. Eine Ausnahme stellt hier das sozialistische (!) Frankreich dar: Familien mit Kindern werden dort steuerlich stark begünstigt.

 

Wenn man in unseren Breiten die Belohnung der Mehrkindfamilien anspricht, so wird von den Fans der Kinderlosigkeit moniert, es sei antiliberal, die Leute mit Kindern zu bevorzugen, weil es die "Lebensplanungen" generell einschränken würde oder diese zumindest beeinflusse. Das ist Nonsens. Jeder Mensch kann und soll so leben wie er will. Wenn er keine Kinder hat, bekommt er eben weniger Pension - so what? Kinderlose haben ihr ganzes Leben lang relativ mehr Zeit und Geld für sich selber zur Verfügung und sie profitieren immer davon, dass andere Leute Kinder haben. Wo ist also hier ein Fairness- oder Liberalitätsproblem für sie?

 

Ein Problem haben wir vielmehr dann, wenn wir so eine Forderung nicht umsetzen. Wir müssen endlich dem negativen Nimbus der kinderarmen Gesellschaft mit klaren politische Handlungen entgegentreten. Von all den üblen Auswirkungen, die uns die Ausdünnung der Jugend und die Reduktion der Geburtenraten gebracht haben, soll hier noch gar nicht die Rede sein. Es gibt reihenweise Gründe, warum die Leute mindestens 2 Kinder haben sollten. Das sind eigene große Themenkreise (wie Migration, Überalterung, Krankheiten etc) und darüber soll ein andermal geredet werden. Jetzt geht es zunächst einmal darum, Eltern und vor allem Mütter gesellschaftlich besser zu stellen. 

 

 

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Schubumkehr

Im April dieses Jahres wurden EU-Pläne publik, die besagten, dass von Brüssel aus Verhandlungen mit Libyen geplant seien, um dort Auffang-Zentren für Migranten zu errichten*.  Damit soll der bis heute ungehinderte illegale Strom nach Europa gestoppt werden. Auch über in Nordafrika zu errichtende Straflager für kriminelle Asylwerber wurde gesprochen.

 

Eine sinnvolle Idee, wird jeder auch nur halbwegs vernünftige Mensch sagen. Zumal diese Pläne im Ansatz schon 2004(!) entwickelt wurden, als die erste große NGO-Aktion im Mittelmeer stattfand und das Schiff Cap Anamur dutzende Asylbetrüger nach Deutschland bringen wollte*. Damals gingen die Wogen hoch und man befand, dass die (im Vergleich zu heute minimale) Migrationsproblematik nicht in Europa, sondern in Afrika gelöst werden sollte.

 

Linksgrüne deutsche Politiker versuchten aber schon in diesen frühen Jahren, alle Ansätze zu einer lokal-regionalen Lösung der Probleme im Keim zu ersticken - was ihnen leider auch gelang. Der einzige effiziente Politiker, der Europa zu dieser Zeit noch vor der großen Völkerwanderung bewahrte, war realistisch betrachtet der libysche Diktator Gaddafi (natürlich gegen Geld).

 

Zurück zu heute: Die Brüsseler Pläne klingen gut - allein, bis jetzt ist nichts geschehen. Wir hören zwar täglich dieselben schönen Worte vom ach so notwendigen Schutz der Außengrenzen und die ewige Leier von der "gemeinsamen europäischen Lösung".  Konkrete Vorhaben fehlen aber nach wie vor. Salopp formuliert: Keiner tut was, aber jeder plappert. Die Schönredner auf den politischen Bühnen haben weiterhin Hochsaison, aber das Publikum hat längst die Nase voll.

 

Flüchtlingsgipfel wie jener zuletzt in Wien enden mit der gegenseitigen Versicherung, dass etwas geschehen müsse. Die Claqueure der Mainstream-Gazetten jubilieren pflichtschuldigst dazu und erklären dem ungeduldigen, aber natürlich auch unwissenden Volk zum 237. Male, wie kompliziert alles ist und wie schwierig die Lösungen seien. Die ominöse Schlüsselperson in Berlin sieht weiterhin keine gravierenden Fehler (ein) und alles bleibt, wie es ist.

 

Was passieren muss, ist aber sonnenklar: Wir brauchen eine sofortige Schubumkehr der illegalen Migrationsströme. Das kann nachhaltig nur dann funktionieren, wenn wir die Grenzen sichern und nur noch Berechtigte durchlassen. Und weil die Außengrenzen offensichtlich von der EU nicht zu managen sind, müssen wir uns um unsere Binnengrenzen kümmern und diese unbefristet schließen. Nämlich jetzt.

 

Im Weiteren muss die österreichische Bundesregierung sofortige Verhandlungen mit den arabischen Staaten aufnehmen und die oben genannten EU-Pläne selber realisieren. Nichts spricht dagegen, alles dafür. Wir dürfen das und wir müssen nicht die Damen und Herren in Brüssel fragen oder gar die so unerbittlich menschliche Kanzlerin in Berlin. Wenn wir auf deren Aktivitäten warten, ist Österreich kaputt. Weil nämlich jeder Tag zählt und es jeden Tag in jeder Hinsicht kritischer wird.

 

Natürlich wird es viel Geld und Aufwand kosten, mit und in den arabischen Ländern Migranten-Zonen zu errichten. Aber mit Sicherheit wird die Investition nur einen Bruchteil dessen ausmachen, was uns die illegale Migration im eigenen Land kosten wird. Die Versorgung eines Migranten kostet im Orient nur ein Zwanzigstel dessen, was sie hier verschlingt - diese Zahl ist erwiesen.

 

Die arabischen Länder, in denen kein Krieg herrscht (und das sind fast alle), sind in die Pflicht zu nehmen. Es ist haarsträubend, dass sich Europa um deren Glaubensbrüder und Landsmänner kümmert, während die Staaten des Nahen Ostens und Nordafrikas dabei zuschauen, weiterhin die Leute durchwinken, die Schleppermafia reicher und reicher wird und Europa bzw. Österreich unverändert -zigtausende illegale Ankömmlinge auf unabsehbare Zeit versorgen muss.

 

Es ist auch absurd und zynisch, wenn sich die EU täglich per medialer Akklamation auf die Schulter klopft, weil im Mittelmeer tausende illegale Migranten aus selbst verursachter Seenot gerettet und nach Europa gebracht werden statt dass man diese Leute in Auffanglager nach Libyen zurückbringt. Diese Signale der helfenden Hilflosigkeit sind katastrofal und locken immer noch mehr Migranten an.

 

Und es ist krank und für die Nationen schädlich, wenn sich die hauptbetroffenen EU-Staaten den Sozialtourismus noch weiter gefallen lassen. Dass die Massenmigration keinen Benefit, sondern letztlich nur Kosten und Gefährdungen bringt, ist längst erwiesen. Und wenn es Brüssel nicht schafft, das Problem zu lösen, dann versuchen wir es eben über den subsidiären Weg als Einzelstaat. Grenze zu und Schubumkehr - das sind die Maßnahmen, die helfen.

 

 

http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-04/eu-abkommen-fluechtlinge-libyen-nordafrika

https://de.wikipedia.org/wiki/Cap_Anamur_(Schiff,_1983)

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Die Tyrannei der Werte

In der Debatte um die Migrationskrise und deren Auswirkungen auf Europa ist immer wieder die Rede von den europäischen Werten. Gerne wird von den EU-Granden und den diversen Regierungs-Chefs darauf verwiesen, dass Migranten, die sich nicht an diese Werte halten, keinen Platz in Europa hätten. Aber was genau sind diese dauernd beschworenen Werte und wer bestimmt sie? Wie werden sie festgelegt und wie werden sie gelebt?

 

Zunächst muss man definieren, was der Begriff "Wert" bedeutet. Ein Wert ist immer etwas willkürlich gesetztes und jede Wert-Setzung bedingt daher, dass damit auch eine Wert-ung stattfinden muss. Die Setzung der Werte kann daher niemals alle Werte als gleich-wertig betrachten, denn sonst wären es ja keine Werte, sondern nur nihilistische Worthülsen ohne Sinn und Zweck. 

 

Anders gesagt: Es muss für jeden, der wertet, schlechtere und bessere Werte geben und höhere und tieferstehende. Und der Wertende muss das auch klar aussprechen und zu seinen Werten stehen: Mein Wert ist höher als Dein Wert. Daraus entsteht dann jene Leit-Kultur, an die sich jeder im nämlichen Kulturraum Befindliche anzupassen hat.

 

Würde der Werte-Diskurs redlich geführt und würden die europäischen Werte (die gleich noch genauer zu besprechen sind) echte Inhalte und die höchste Gültigkeit haben und eben als die besten Werte gelten, die demzufolge auch zu verteidigen sind, so müsste die EU jedem kulturfremden Ankömmling das Bekenntnis zu diesen Werten abverlangen, schriftlich und eidesstattlich. Wer das nicht täte, dürfte gar nicht erst herein. Festgelegte und klare Werte sind nicht disponibel und nicht zu verhandeln. Ausser man hat die falschen oder die schwächeren als die je Anderen.

 

Und damit beginnt die chronische Malaise und das letztlich selbstzerstörerische Dilemma Europas. Die EU rühmt sich vor allem der "Toleranz" , der "Menschlichkeit" und der "Liberalität" als ihrer höchsten Werte.  Schon beim Benennen dieser Werte stolpern die EU-Propagandisten aber in die selber gestellte Falle und müssen unters Joch dieser Begriffe, die sie zu ihren Werten erhoben haben: Die Toleranz an sich ist kein Wert, sondern eine Haltung und wenn sie trotzdem als Wert gesetzt wird, knebelt sie sich und alle anderen dazu fantasierten eigenen Werte sofort selbst.

 

Die Begründung ist einfach: Wer Toleranz als Wert setzt und diesen dann noch hoch bewertet, muss immer auch andere Werte als nur die eigenen zulassen, das verlangt diese Wertung. Und zwar müssen dann sogar solche Werte, die den Wert "Toleranz" konterkarieren, akzeptiert werden. Wir sehen den Beweis dieser gelebten und destruktiven Unsinnigkeit tagtäglich in den Nachrichten und wir spüren die monströse Absurdität der bereits tabuisierten Toleranz-Wertung regelmäßig im Alltag. Habt doch Verständnis und Toleranz für andere Kulturen und Menschen! Mit diesem und ähnlichen Sätzen müssen die Toleranten die stetige Flucht nach vorne antreten, denn die Toleranz gestattet alles - nur das Zurück, das erlaubt sie ganz und gar nicht.

 

Die "Menschlichkeit" als Wert ist überhaupt ein schwammiger und sinnentleerter Ausdruck, mit dem man alles und jedes rechtfertigen kann. Sogar Rechtsbrüche wie die Grenzöffnung 2015 kann man damit legitimieren. Böse formuliert: Wer am lautesten nach Menschlichkeit schreit, der hat unlautere Absichten. Als Wert taugt sie nicht, die Menschlichkeit, aber als Eigenschaft ist sie ohnehin jedem Menschen, der Gefühle und Verstand hat, zu eigen.

 

Auch der Wert "Liberalität" ist keiner, von dem man nachhaltig zehren kann. Liberal kann eine bestimmte Politik sein oder eine Volkswirtschaft, aber kein Kontinent und kein Staatenbund, der nicht einmal eine gemeinsame Verfassung hat. Wenn dieser Wert namens "Liberalität" erlaubt dass illiberale Gesinnungen und Religionen genauso ausgelebt werden dürfen wie liberale (und das lässt Liberalität als Wert definitiv zu), so wird dem Konflikt sofort die Arena eröffnet. Die Wertungen prallen im so toleranten und liberalen EU-Gebäude aufeinander und müssen sich dort am Ende bis zum Äussersten bekriegen.

 

Das Setzen von authentischen Werten bedingt nämlich auch, dass man andere Werte als die eigenen bekämpfen, ja letztlich sogar vernichten muss. Wertung ist immer auch Zerstörung. Und wo Werte sind, ist Krieg nicht fern. Als Heimstätten postmoderner und ausdifferenzierter Gesellschaften haben sich die europäischen Staaten im Wissen um diese fundamentale Werte-Problematik einst hoffnungsvoll zu den diffusen Schlagworten Liberalität, Menschlichkeit und Toleranz bekannt.

 

Die von den Weltkriegen verschreckten  Kultur-Optimisten der frühen Jahre vermeinten, die europäischen Menschen könnten mit diesen Werten nach all den üblen Erfahrungen des 20. Jahrhunderts im "Projekt EU" ihr Glück auf Erden finden. Das oberste Ziel der Union war die Erhaltung des Friedens. Dass der Preis für diese pazifistische Phantasie nun die Unterwerfung sein wird, konnte ja keiner ahnen. Oder doch?

 

Spät ist es jedenfalls, sehr spät. Die ermattete und degenerierte EU kann dieser ihrer selbst gemachten Werte-Tyrannei offenbar nicht mehr entkommen. Sie hat durch ihre Selbstschwächung auch niemandem etwas entgegenzusetzen. Die eigenen, sich selbst lähmenden "Werte" eröffnen dafür all den anderen, die mit Macht ihre Werte durchsetzen wollen, jeden nur erdenklichen Raum.  Die Europäer konnten diese Räume bisher nur mit Willkommensgrüßen schmücken. Ob sie durch eine Umwertung ihrer Werte noch einmal zu alter Kraft zurückfinden können?

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Medical Monday

Kaffee ist ungesund: Mythos, Faktum oder Unsinn?

 

Die Antwort auf diese Frage lautet wie so oft in der Medizin: Die Dosis macht das Gift. Kaffee hat erwiesenermaßen viele gute Seiten. Richtig genossen ist Kaffee bekömmlich und sogar gesundheitsfördernd.  Eine neue Studie des deutschen Instituts für Ernährungsforschung belegte z.B. die positive Wirkung von Kaffee für Menschen, die ein erhöhtes Diabetes-Risiko haben.

 

Aber leider ist der Vorteil an die Gene gekoppelt. Es gibt Gen-Varianten, die das Diabetes-Risiko beim Menschen von sich aus steigern. Und interessanterweise ergab die zitierte Studie, dass für diese Personen das Kaffeetrinken gesünder ist als für jene ohne Risiko-Gene. Das Risiko, an Diabetes zu erkranken, sinkt also durch Kaffeegenuss - in der Risikogruppe. Für die anderen bleibt die Prognose gleich. Anders gesagt lautet hier die Botschaft: Kaffee ist gut. Und hilft der Kaffee nix, dann schadet er wenigstens auch nix.

 

 

 

Bewegung ist gesund. Definitiv.

 

In Dänemark fanden Forscher heraus, dass regelmäßige Bewegung das bakterielle Infektionsrisiko senkt. In der Studie wurde drei Jahre lang bei über 18.000 Dänen die Dauer der individuellen sportlichen Aktivität in Relation zur gesamten Antibiotika-Verschreibung ausgewertet. Eine körperliche Aktivität von mindestens 4 Stunden pro Woche senkte die Infektionshäufigkeit signifikant. Dabei war es rückblickend egal, ob die Dänen radelten, walkten oder joggten - wesentlich für das verminderte Risiko war, dass sie sich überhaupt bewegten. 

 

Was kann man aus dieser Studie für den Alltag mitnehmen? Umgerechnet bedeutet diese Datenlage sinngemäß, dass eine Stunde Bewegung jeden zweiten Tag definitiv hilft, die Gesundheit zu fördern.

 

Unabhängig von dieser dänischen Studie gibt es schon länger eine WHO-Empfehlung, die 150 Minuten Sport pro Woche für das Minimum an gesundheitsfördernder Aktivität hält. Nicht wenig, diese zweieinhalb bis vier Stunden Sport in der Woche. Muss man erst einmal unterbringen. Aber hier gilt wirklich: Viel hilft viel! Andererseits ist auch klar, Ausreden findet man immer. Aber keine ist gut genug!

 

 

 

Brauchen die Menschen zusätzliches Kalzium gegen Osteoporose?

 

Wahrscheinlich nicht. Zwei neue neuseeländische Studien, die sehr prominent in einer renommierten Fachzeitschrift publiziert wurden (British Medical Journal), legen nahe, dass eine Kalzium-Ergänzung über Medikamente oder Nahrungszusätze keinen messbaren Benefit bringt, wenn man die Frakturhäufigkeit und die Knochendichte untersucht. 

 

Bisher wurde den Leuten ab 50 generell geraten, zusätzlich Kalzium zu sich zu nehmen. Das wird nun vermutlich revidiert werden, denn die "normale" Ernährung reicht laut dieser Studien für die Knochengesundheit aus. Im Einzelfall und bei schon vorhandener Osteoporose muss man die Therapie natürlich weiterhin individuell adjustieren. Aber eine General-Empfehlung für alle scheint nun wirklich eher fragwürdig.

 

 

Quellen:

  • Diabetologia; Clinical and Experimental Diabetes and Metabolism; ISSN: 0012-186X (Print) 1432-0428 (online)
  • Pape, KL et al. Leisure-Time Physical Activity and the Risk of Suspected Bacterial Infections. Medicine & Science in Sports & Exercise. 2016 September Volume 48 - Issue 9 - p 1737–1744 
  • Calcium intake and bone mineral density: systematic review and meta-analysis; BMJ 2015351 doi: http://dx.doi.org/10.1136/bmj.h4183 (Published 29 September 2015)

  

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Österreich wird bluten

Der österreichische Fiskalrat ist eine gesetzliche Einrichtung zur Überwachung und Berechnung der Staatsschulden. Ihm obliegt es, dazu Analysen und Studien zu erstellen. Finanz-Experten haben nun im Auftrag des Fiskalrats berechnet, was uns die aktuelle Zuwanderung aus dem Orient und Afrika die nächsten Jahrzehnte kosten wird.

 

Es kam erwartungsgemäß nichts erfreuliches dabei heraus: Jeder aufgenommene Asylwerber verursacht pro Kopf jährliche Kosten von 16.200 Euro. Insgesamt laufen pro Mann und Nase  277.000 Euro bis zum Jahre 2060 an. Das wird unsere Staatsschulden um gigantische 23 Milliarden Euro erhöhen.

 

Klares Erkenntnis der Experten: Die Zuwanderung senkt den Wohlstand. Das BIP steigt weniger stark als es sollte und notwendig wäre. Die Schulden werden deutlich mehr und damit auch der Zinsendienst. Die Leidtragenden sind die Österreicher, die das alles bezahlen müssen und nie gefragt wurden, ob sie das überhaupt auch wollen.

 

Das "Beste" an der Studie ist, dass diese hier gezeigten Ergebnisse dann und nur dann erreicht werden, wenn die sogenannten Asyl-Obergrenzen halten bzw. überhaupt erst real eingeführt werden. Geschieht das nicht, könnten sich die Berechnungen als ein optimistischer Irrtum herausstellen und die wahren Kosten als noch viel höher. Jedenfalls gilt: Österreich wird bluten, soviel ist sicher. 

 

Selbst wenn die Ankömmlinge einen samt und sonders hohen Bildungsstandard hätten und lauter Akademiker, Raketentechniker und Ärzte wären (wie man uns ja am Anfang der Migrationskrise weismachen wollte), kommen bei den Berechnungen in den nächsten Jahren nur Kosten auf den Staat zu und kein Benefit für die Gesellschaft heraus. 

 

Jetzt fragen wir uns: Warum investieren wir diese offensichtlich verfügbaren Milliarden nicht in das Sozial- und Gesundheitssystem, sondern in eine Völkerwanderung, die niemandem etwas bringt? Warum wird dieses Geld nicht in die manifesten österreichische Bedürfnisse investiert? Warum bezahlen wir damit nicht die fehlenden Kinderbetreuungsplätze, unterstützen bedürftige Familien und bauen unser Schulsystem aus?  Warum werden damit nicht die Pensionen gestützt und die Pflege-Notstände behoben? Welcher perfide Plan und/oder welche gigantische Inkompetenz stecken hinter dieser definitiv unserem Land schadenden Krise?

 

Schauen wir uns die Faktenlage noch einmal genau an: Wir wissen, dass  fast niemand der illegalen Migranten die Kriterien der Genfer Flüchtlingskonvention erfüllt, aber trotzdem sehr viele Leute Asyl bei uns bekommen. Wir wissen auch, dass sehr viele Migranten trotz Ablehnung des Asylantrags hier bleiben werden und in der Duldung unbefristet verharren, weil die Rückführung kaum funktioniert. Alle diese Leute werden staatlich gesponsert - vom österreichischen Steuerzahler. Von der Illegalität und Kriminalität, die die Bürger zunehmend gefährdet und ebenfalls enorme Kosten verursacht, noch gar keine Rede.

 

Wir wissen auch, dass die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung die aktuelle Migration und die offenen Grenzen ablehnt und wir wissen, dass von der Zuwanderung nur die Asylindustrie und ein paar linke politische Gruppierungen profitieren. Längst ist auch bekannt, dass die bei uns schon länger integrierten und für Österreich arbeitenden Migranten es für einen Fehler halten, dass wir keinen Grenzschutz haben und keine Taten gesetzt werden, der schädlichen Massenmigration Einhalt zu gebieten. Den bei uns lebenden etablierten, integrierten, legalen und willkommenen Migranten schadet nämlich die gegenwärtige ungelöste Migrationskrise noch mehr als der autochthonen Bevölkerung.

 

Die Einladungspolitik von Merkel und unsere im Jahre 2015 ihr brav folgende Regierung haben uns nur Nachteile gebracht. Was passiert ist und noch passieren wird, schadet Österreich ganz massiv und hilft selbst bei rosiger Betrachtung auch den Ankömmlingen nicht. Die Segregation der Gesellschaft ist bereits Alltag, dass Misstrauen der Österreicher schon ein Normalbefund und die Befürchtungen der Bürger scheinen sich angesichts der oben dargestellten Berechnungen nun als berechtigt zu beweisen: Es wird dem Land durch die Massenmigration schlechter gehen.

 

Leider ist keine Änderung der Politik in Sicht, wir erleben täglich nur großtönende Ankündigungen der diversen Regierungsverantwortlichen. Taten wurden bisher kaum gesetzt. Und es scheint, dass es bis zum Regierungswechsel auch so bleiben wird. Fragt sich nur, wie lange Herr und Frau Österreicher mit dem täglichen kostenintensiven und letztlich bösartigen Pflanz noch leben können.

 

Übrigens: Der öffentlich-rechtliche und zur Information verpflichtete ORF berichtete auf seiner Website von der Studie des Fiskalrates mit keiner Zeile. Das einzige Medium, das die horriblen Finanz-Szenarien auf der Titelseite brachte, war die Tageszeitung "Die Presse". Auch das ist ein Sittenbild der österreichischen Medienlandschaft, in der einzelne große Player noch immer (oder mehr denn je) versuchen, manipulativ in die Informationsgestaltung einzugreifen.

 

 

Der Artikel in der "Presse":

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/5094462/Was-die-Fluchtlingswelle-kostet?from=suche.intern.portal 

 

 

 

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Der Papst und seine Zeichen

Als Papst Franziskus das Pontifikat übernahm, waren die Hoffnungen groß: Der unkonventionelle und leutselige Mann aus Übersee schien gut geerdet und ihm wurde attestiert, nicht in der hochakademischen Theologie zu Hause zu sein, sondern in der gelebten kirchlichen Realität, die in der Nähe zum Kirchenvolk gipfelt.

 

Genau das scheint dem Heiligen Vater und den Katholiken aber nun immer mehr Probleme zu bereiten: Durch seine seriellen und öfters etwas wunderlichen Äußerungen zu vielen wichtigen Themen erzeugte er nicht nur mediale Präsenz, sondern auch Irritationen bei den Gläubigen. Sowohl die liberalen wie auch die konservativen Katholiken wissen nicht genau, woran sie sind und sie vermissen die Vorgabe eines klaren Kurses , sagte unlängst der bekannte konservative Kommentator Alexander Kissler vom renommierten Cicero-Magazin in einem Deutschlandfunk-Interview. Der Papst habe zwar die Bischöfe Westeuropas hinter sich, aber die Afrikaner würden fast geschlossen gegen ihn opponieren und die Stimmung im Vatikan sei sehr schlecht, so Kissler weiter.

 

Jetzt kann man natürlich einwenden, dass es im Kommunikationszeitalter besser ist, wenn ein Papst im allgemeinen Diskurs mitredet und dort das Risiko nimmt, nicht immer das Richtige zu sagen als wenn er traditionell päpstlich und ex cathedra, so wie es früher üblich war, seine Unfehlbarkeit präsentiert und fallweise eherne Verdikte von sich gibt.

 

Doch das ist zu kurz gedacht, denn genau das ist das Problem: Gerade in unseren Zeiten der Orientierungslosigkeit und der diffusen Ängste und Wirrnisse braucht es Persönlichkeiten, die Pflöcke einschlagen, Leitlinien vorgeben und sich klar positionieren. Im allgemeinen Geschrei der tausend Meinungen und der allerorts in den Himmel wachsenden Ansprüche an das Leben und an die Gesellschaft ist jemand, der aus der festgeschriebenen katholischen Lehre heraus seine klaren Empfehlungen abgibt, dringend vonnöten. Auch im säkularen Bereich haben Päpste nicht unwesentlichen Einfluss, denn für die Medien sind Papst-Worte immer berichtenswert. Und sie stoßen daher immer wieder gesellschaftliche und auch politische Debatten an.

 

Ein Papst kann und soll sich fallweise unters Volk mischen und den Leuten zuhören und ihre Sprache sprechen. Er kann und soll ihnen dann aber auch sagen, wo es aus päpstlicher Sicht lang geht. Die Leute haben nichts davon, wenn heikle Themenfelder kurz beackert werden, dann aber weiter brach liegen. Sei es das Diakonat für Frauen oder die Kommunion für Wiederverheiratete oder der Umgang mit der Homosexualität, Franziskus gab dazu einige teils kantige und unkonventionelle Kommentare ab und äußerte Änderungswillen - allein, es blieb bei den Äußerungen.

 

In der alles überschattenden Frage unserer Zeit verunsichert der Papst einen großen Teil des Kirchenvolks mit seiner nicht ganz eindeutigen Position: Seine offensichtliche Sympathie für die Massenmigration, wiewohl er auch hier manchmal zwiespältig ist, irritiert vor allem die Konservativen. Von seinem Statement, dass wir in Europa zweifellos gerade eine arabische Invasion erleben und dieses Problem lösen müssen bis hin zum denkwürdigen und ambivalenten Zeichen, als er muslimische Familien von Lesbos in den Vatikan mit- und dort aufnahm, reicht seine diesbezügliche Bandbreite. Der Familien-Import hat gehörig Aufmerksamkeit und Verwunderung erzeugt, zumal in den umkämpften Regionen des Orients viele Christen täglich in Lebensgefahr sind und kaum die Möglichkeit haben, dort wegzukommen. 

 

Viele Katholiken vermissen  eine klare Haltung, wo Papst und Kirche in dieser größten europäischen Krise seit 1945 stehen. Und viele haben den Eindruck, dass sich der Papst und eine Reihe von Bischöfen mehr an den Ansprüchen der Migranten orientieren als an den berechtigten Befürchtungen der Europäer. Klar ist freilich, dass von Christen Hilfe geleistet werden muss, wo diese notwendig ist. Klar ist aber auch, dass es definitiv eine Bedrohung der christlich-abendländischen Kultur gibt, auf die die Kirche bisher nur zaghafte Antworten gefunden hat und daher kaum Empfehlungen abgeben kann, wie mit ihr umzugehen ist.

 

Sicher ist: Man kann sich nicht auf Dauer  hinter Formeln wie "Menschlichkeit und Solidarität" verstecken. Es gibt auch den Missionsauftrag und es gibt das Recht zur Verteidigung, es gibt faktische Handlungsnotwendigkeiten und vor allem gibt es begrenzte Ressourcen, die zur Klarheit zwingen und es gibt Wünsche und Befürchtungen der Europäer und die Erwartung, dass die Kirche etwas sagt und tut. Und es gibt Anzeichen, dass es die anderen nicht so gut mit uns meinen und so harmlos sind, wie uns das manche Kirchenfürsten glauben machen wollen.

 

Franziskus muss ja wirklich kein "Deus lo vult" ausrufen (so wie das einst Papst Urban II. tat, der damit die Kreuzzüge legitimierte), aber es wäre für die noch immer sehr zahlreichen europäischen und z.B. in Österreich die Mehrheit bildenden Katholiken überaus hilfreich, würde der Papst ein klare Stellung beziehen, aus der auch die Strategie und der Wille der Katholischen Kirche ablesbar ist. Wir wollen wissen, wo die Reise hingeht.

 

 

 

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Der Zug der linken Lemminge

Die Weltanschauung der Linken wird geprägt vom Streben nach Gleichheit, Laizismus, Frauenrechten, Genderismus, dem Wunsch nach völliger Freigabe der Abtreibung und der weltweiten Legitimierung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare.

Im Weiteren wollen die linksideologischen Vor-und Nachdenker im Sinne der traditionellen Sozialistischen Internationale die Öffnung aller Grenzen. Letztlich haben sie die Auflösung der Nationen zum Ziel, die Nationalstaatlichkeit ist aus ihrer Sicht ein Übel. Ebenso ist ihnen die traditionelle Familie ein Dorn im Auge. Marx sagte, die Familie müsse unbedingt zerstört werden.

Das alles ist nicht neu und daher nicht weiter erstaunlich - man hat eben seine politischen Überzeugungen und es gibt solche und solche. Umso erstaunlicher ist aber das Faktum, dass gerade die Linke (und hier vor allem die deutschsprachige) in der gegenwärtigen Migrationskrise einer breiten und kontraproduktiven Unterwanderung unseres christlich-liberalen europäischen Kulturraumes massiv Vorschub leistet.

Die von der Linken geförderte Migration aus einer weltanschaulich ganz anders aufgebauten kulturellen Sphäre wird nämlich die hier genannten linken Ziele massiv gefährden. Genauer: sie macht deren Erreichung langfristig sogar unmöglich. Die ideologischen Gegner werden paradoxerweise massiv gefördert und  in diesem offenbar sehr fruchtbaren neurotischen linken Klima wachsen sie rasch heran. Aus dem ewigen deutschösterreichischen Schuldkomplex, aus verquer gelebten Nightingale´schen Frauenfantasien und aus einem dystopisch anmutenden linken Helfersyndrom entwickelt sich der Keim der Selbstauslöschung.

Demografische Berechnungen gehen davon aus, dass aufgrund der explodierten Zuwanderung in 5 Jahren ca. 50% der jungen Männer zwischen 20 und 35 in Deutschland Muslime sein werden*. Allein angesichts dieser wenigen Zahlen kann man schon unschwer erkennen, dass wir mitten in einem kulturellen und vor allem auch testosterongetriebenen Transformationsprozess von historischen Ausmaßen stecken: Wenn die männlichen jungen Erwachsenen eines Landes bald zur Hälfte einen relativ einheitlichen kulturellen Migrationshintergrund haben, wird dieser das Land nachhaltig verändern, darüber kann es keinen Zweifel geben.

Wir wissen: Praktisch in der gesamten islamischen Welt sind gesellschaftspolitische Anliegen wie Gleichstellung von Frau und Mann, Stärkung der Frauenrechte oder "Gay Marriage" keine öffentlich diskutierbaren Themen. In den muslimischen Ländern des Nahen Ostens, Nordafrikas und Vorderasiens sind manche dieser Positionen sogar schwer verpönt und vielerorts mit extrem harten, ja tödlichen Strafen belegt. Wer in einer solchen Sozietät groß geworden ist, besitzt bestimmte tief sitzende kulturelle Prägungen, die er mit der Ankunft im Westen auch nach einer Integrationsschulung nicht so einfach abstreifen kann wie einen alten Pullover.

Wenn es nun das Ziel der linken Ideologie ist, einerseits alle Grenzen zu öffnen und die Migration aus diesen sehr differenten Kulturräumen zu forcieren, andererseits aber die linken Ideale in der Gesellschaft in allen Bereichen verankert werden sollen - wie kann man es dann logisch begründen, dass man als Linker die Völkerwanderung mit endlosen Apologien versieht und diese noch fördert?

Und wie kann man als Linker sehenden Auges die bei uns migrationsbedingt immer größer und stärker werdenden Subkulturen und Parallelgesellschaften in Kauf nehmen? Wo doch deren Werte zu den linken Idealen in krassem Widerspruch stehen und diese Ideale sogar als sträflich betrachtet werden?

Rational ist das eben alles nicht erklärbar. Es ist auch nicht nachvollziehbar, warum und mit welchem Motiv man sich als Linker in einen derartigen argumentativen Notstand begibt. Dass man auf zukünftige Wähler schielt, mag ja sein - aber um welchen Preis? Das kann man weder sachlich noch emotional unterlegt argumentieren. Es ist einfach nur absurd.

Wir alle wissen, dass auch das humanitäre Argument längst nicht mehr greift. Deswegen haben viele Leute, welche die "Willkommenskultur" vor einigen Monaten noch aus idealistischen und altruistischen Gründen propagierten, ihre damaligen Haltungen schon ziemlich relativiert und sehr oft bereits aufgegeben. Gar nicht wenige haben sogar entrüstet die Seiten gewechselt.

Trotzdem gibt es noch immer öffentliche Debatten, in denen sich politisch und/oder medial einflussreiche Linke als die Schutzmacht der aktuellen Migrationsbewegung gerieren und alle Probleme, die diese mit sich bringt, um jeden Preis schönreden. Ganz besonders tun sich hier die Feministinnen hervor, die in allen entscheidenen Punkten diametral andere Ansichten haben als die Orientalen und trotzdem förmlich deren Protektoren sind. Wir beobachten vielerorts sogar einen linken Furor gegen die konservativen und patriotischen Kreise, deren Befürchtungen hinsichtlich der negativen Folgen der Völkerwanderung längst bestätigt wurden - einfach, weil sie bereits Realität geworden sind.

Wieso können (wollen?) intelligente linskorientierte Menschen nicht das bedrohliche Ausmaß der aktuellen Migration und deren gravierende Folgen für Kultur und Staat erkennen? Und was hindert sie intellektuell, die reale Gefährdung ihrer eigenen Ideale zu thematisieren? Anders formuliert: Warum laufen so viele Linke wie die Lemminge sehenden Auges in ihren eigenen weltanschaulichen Untergang?

* http://www.theeuropean.de/adorjan-f-kovacs/10622-einwanderung-oder-zuflucht

 

(Die ursprüngliche Version des Textes erschien zuerst Anfang 2016 auf FischundFleisch.com .  Der Artikel hat aber eine noch immer ungebrochene und brennende Aktualität , weil die hier gestellten Fragen an die Linken  bis heute unbeantwortet geblieben sind. Grund genug, dass ich mich zu einer upgedateten Re-Publikation entschlossen habe und den Lemmingen die heikeln Fragen noch einmal stelle)

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The western decline - part 2

Gestern wurde an dieser Stelle (  http://www.thedailyfranz.at/2016/09/28/the-western-decline/   ) der Untergang des Westens beschrieben, der seinen Ausgang von Europa nehmen wird. Die Elemente dieser Veränderung zum Schlechten wurden deskriptiv festgehalten.

 

Aber was ist nun die eigentliche Triebkraft hinter dieser stetig voranschreitenden Selbstschwächung des europäischen Kontinents, die uns noch immer als Fortschritt verkauft wird und zu der wir freudig wie die Schafe blöken - auch wenn uns jetzt die Angst vor der allgemeinen Schächtung quält?

 

Das ist immer wieder die Frage, die mit der  Diagnose „Werteverfall“ alleine noch nicht ausreichend beantwortet ist: Soweit es um den Egoismus geht und wir das Wohlsein in der Komfortzone dem Unwohlsein in der Leistungszone vorziehen, soweit ist der Antrieb dahinter universell darstellbar und überall und jederzeit wirksam. Jeder von uns ist korrumpierbar und der Sozialstaat ist der große Bestecher und Bakschisch-Geber von uns allen.

 

Warum aber lassen wir uns bestechen und einlullen? Ist die Ursache des Verfalls eine ganz profane und einfache, materialistische Ausrichtung des Menschen? Der säkulare Sozialstaat hat den archaischen und gesunden Primärzustand, in dem der ursprüngliche, gute und reine Lebens- und Überlebenstrieb entstand, längst abgelöst. Ist er so stark, dass er das Alte, Traditionelle nunmehr hemmt und förmlich neutralisiert? Und ist es alleine der Sozialstaat, der seine Bürger infantilisiert und für seine staatlichen Zwecke ausnützt?

 

Individuelle und familiäre (Vor)-Sorge wie Stammerhaltung als instinktive Selbsterhaltung gedeihen nur in einem Staat wirklich , der nicht Sozialstaat ist. Den genuinen, im Kern seines Wesens zumindest nach unseren heutigen Begriffen durch und durch rechten Ur-Staat gibt es im Westen nicht mehr. Alle westlichen Staaten sind nach den beiden Revolutionen in den USA und Frankreich mehr oder weniger links geworden und in all diesen Staaten sind die Familie und die Sippe und demnach die Hierarchie (als heilige Ordnung) nicht mehr in der Position wie früher, auch wenn der Nepotimus als übler Restzustand der alten Ordnung fraglos seine Wirkung tut. 

 

Ein wesentlicher Faktor neben dem menschlichen Triebsystem ist wohl die Religion, wenn auch ihre Funktion immer instrumental umgedeutet werden mag. Beides zusammen, Religion und Triebsystem, schlagen sich nieder in der Kultur. Sie ist das  Universum von Sinnbezügen, Werten, Verhaltensweisen und -regeln, Riten, künstlerischen Ausdrucksformen und Gestaltung der Lebenswelt überhaupt. Bezeichnenderweise sind heute alle diese kulturellen Bestände schon blutleer geworden und über weite Strecken ganz abhandengekommen - zumindest aber in einem Durcheinander von allem und jedem nicht mehr leicht auszumachen.

 

Die aufgrund der äußeren Bedrohung wieder öfter geforderte "Leitkultur" kommt ohne Bezug auf die Religion nicht aus, die politischen Proponenten haben aber eine Scheu davor, sich klar dazu zu bekennen. Sie wissen: Viele ihrer potenziellen Wähler sind schon zu weit weg vom Traditionellen.

 

Der Aufstieg der Nationen durch die Bildung staatlicher Sozialstrukturen wurde und wird kritiklos hingenommen, eben weil die staatliche Alimentation der Vielen auch einen vorläufigen Frieden schuf. Die Ernennung des Menschen zum Sozialingenieur, der im Namen des Staates schaltet und waltet, war die Usurpation ursprünglich gottgegebener und -gewollter Tugenden durch den Staat.

 

Zusammengefasst werden sie unter dem Begriff Nächstenliebe. Diese ist jetzt Angelegenheit des Sozialamtes. Und der Mensch ist froh, weil dadurch ist bewiesen: Gott ist tot. Und das Jammertal des Diesseits ist aufgelöst in der Hoffnung auf die Mindestsicherung, die eines Tages ein Grundeinkommen für alle werden soll.

 

Trotzdem macht uns der Sozialstaat nicht glücklich, denn er bietet keine Möglichkeit der Sinnfindung. Was offenbar fehlt, ist der religiös-kulturelle Reflex dieser säkularen Institution. Und wenn man sich einen solchen Reflex vorstellt, ist er wohl  nicht viel anderes als die Vergöttlichung der über den Tag hinausreichenden Sinnlosigkeit, die sich zuallererst in der allgemeinen Nutzen-Ökonomie manifestiert, was aber in der Folge unweigerlich zu einem rein ökonomischen Lebens- und daher auch einem systematischen Lebensbeendigungs-System führt.

 

Von der staatlichen, aber betriebswirtschaftlich organisierten Baby-Farm bis hin zur Sterbe-Farm sind dann Szenarien denkbar, in denen der Mensch seine Obsorge für sich selbst an die staatlich kontrollierten Institutionen abgibt. Gebetet wird dort natürlich, weil die Kultur verlangt ja Religion und funktioniert ohne sie nicht. Aber der Ritus ist frei, wir beten zu irgend einem Licht, das in den überall dafür gebauten Kuppelhallen oder in Andachtsräumen bei Bedarf angezündet wird oder wir beten zu einem Götzen, der dort irgendwo herumsteht.

 

Oder, Luxusvariante, man bestellt sich (natürlich gegen Aufpreis) einen beliebigen fachhochschulgeprüften Seelsorger, der aus dem Potpourri des spirituellen Bauchladens den gerade genehmen Trost heraussucht, um diese uns bis ins Mark peinigende Sinnlosigkeit des Lebens mit dem jeweiligen Entsorgungsfall gemütlich wegzuplaudern. Freilich strikt nach vorgegebener Checkliste und nach Standard. Das Ergebnis wird geheiligt, in dem es in die EDV eingespeist wird.

 

Die Linksideologen jubeln dazu, denn durch die kulturreligiöse Zersplitterung ist die totale Verstaatlichung und Kontrolle des Individuums erreicht und der Endpunkt aller linken Denke ebenso. Die Lebenserfüllung und Selbstverwirklichung im Diesseits sind ein erklärtes Hauptziel aller linken Sehnsüchte. Die privaten Unternehmer freut es auch, denn alle diese "Kliniken" und Lebensberatungsstellen sind längst outgesourct und das "Werte-Management" (sic!) kümmert sich darum, allzu üble Zynismen nicht ausufern zu lassen. Alles ist cosy, wertschätzend, empathisch und vor allem kosteneffizient. So wird es uns gesagt.

 

Zweifellos gilt also: Es gibt keine Kultur ohne Religion. Nicht einmal in unserer schon weit degenerierten Form der Kultur geht es ohne bestimmte transzendente Mechanismen. Übrigens: Was derzeit als „Kultiviertheit“ gehandelt wird, sind gepflegte Lebensformen, deren Zweck vor allem in ihrer Codierungswirkung für das Erkennen der Gleichen ist. Wenn solche nicht gerade da sind, dann gibt die Kultiviertheit einem das Gefühl, etwas „Besseres“ zu sein. Aber was der Kultiviertheit fehlt, ist eben die Religion.

 

Aus dieser Not heraus machen die meist recht kultivierten und gebildeten Atheisten eine Tugend und leben ihren Atheismus eben einfach wie Religion. Je nach Charakter durchaus auch lautstark wie etwa Sir Richard Dawkins, der weltbekannte Genetiker. Oder, alltägliche Variante, man nennt seine Religiosität "Selbstverwirklichung" und unterstützt sich dabei mit fernöstlichen Praktiken, lebt z.B. monoman nach einer bestimmten Diät, geht ins Fitness-Studio und ähnliches mehr. Gerne holen sich die ungläubigen und in ihrem Innersten sinnentleerten Leute auch irgendwelche heiligen Versatzstücke aus Indien, China oder Borneo, um wenigstens Religionsfragmente in ihrer Nähe zu wissen. Das beruhigt. Vor allem, wenn dann irgend wann einmal der Ernstfall eintritt.

 

Doch zurück zur Ausgangsfrage: Was ist die Triebkraft hinter allem? Dazu sei die These gewagt, dass der westliche, europäische Mensch durch die drei großen narzisstischen Kränkungen seinen Glauben verloren hat und deswegen heute so ist, wie er ist: Kopernikus, Darwin und Freud sind die drei Herren, die das ermöglicht haben. Kopernikus entdeckte, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums ist.  Darwin fand heraus, dass der Mensch ja doch nur ein Verwandter des Affen ist. Und Freud stellte fest, dass niemand von uns der Herr im eigenen Hause ist. Die Triebe machen mit uns was sie wollen und ihre Beherrschung bezahlen wir mit der Neurose. Das alles zu verdauen und trotzdem einen authentischen Glauben zu behalten - schwierig. (Von der Theodizee noch gar nicht zu reden.)

 

Dann kam auch noch Marx daher, übernahm die Erkenntnisse der drei Großen und setzte eins drauf, indem er die sozialen Ungleichheiten als Ursache aller diesseitigen Übel identifizierte und die Religion zum Opium erklärte. Der hellsichtigste aller Denker, Friedrich Nietzsche erkannte diese destruktive Gemengelage und forderte zu Recht die Umwertung aller Werte und den Übermenschen ein. Der ist noch nicht eingetroffen. Aber einzelne Labors arbeiten schon an der technischen Erzeugung des neuen Menschen, vielleicht tut sich da ja bald was und der Golem lehrt uns dann die Mores, die wir längst verloren haben.

 

 

 

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The western decline

Ein kulturpessimistischer Essay über die Zukunft Europas kann naturgemäß nur unerfreulich sein. Noch weniger erfreulich ist es, dass für so eine Betrachtung keine düsteren Weltuntergangsphantasien notwendig sind, sondern man nur Eins und Eins zusammenzählen und sich sehenden Auges den fassbaren Realitäten widmen muss.

 

Die abendländische Kultur steht vor ihrem Untergang. Und das Ende dieser Hochkultur wird vom europäischen Kontinent aus beginnen - so wie auch die zivilisatorische Eroberung der Welt einst von Europa ausging. Der Kreis schließt sich.  Und nein, es ist nicht (nur) die Islamisierung, die diese Vernichtung bewerkstelligen wird, sondern es ist vor allem auch die kulturelle Degeneration des Westens selbst, die erst die Möglichkeit für den Zerfall eröffnet hat.

 

Die Medien sind voll von Debatten über die politische Zukunft der EU und die Aussichten für deren Überleben sind vermutlich sehr begrenzt. Aber Europa und die EU werden weniger aus politischen Gründen zerfallen, sondern weil eine innere und bereits bis in die  Fundamente reichende kulturelle Erosion sich ständig weiter ausbreitet. Die diversen aktuellen Exit-Szenarien der EU sind nur die leicht erkennbaren und oberflächlichen Phänomene eines viel tieferliegenden destruktiven Prozesses. Den Exit kann man ökonomisch, politisch und rechnerisch darstellen, den Kulturverfall nicht. 

 

Ursächlich für die Dekadenz sind ganz andere Dinge als die schwache und ergebnislose europäische Politik. Bestimmte, bisher als "Werte" bezeichnete und auch so empfundene Entitäten, die man die längste Zeit in Europa und im Westen für die Beweise und Grundsteine des Liberalen, Modernen und Progressiven gehalten hat, sind in Wahrheit die Treiber dieser kulturellen Abwärtsspirale.

 

Wenn man sie genauer betrachtet, dann kommen einem die meisten dieser modernistischen Werte mittlerweile vor wie die Besen aus Goethes Zauberlehrling. Leider aber lassen sie sich mit dem Spruch "Besen, Besen, seids gewesen" nicht mehr in die Ecke drängen, sie haben sich längst verselbstständigt.

 

Taxativ seien hier die Triggerfaktoren, die seit der denkwürdigenen sogenannten 68er-Revolution massiv am Wirken sind, angeführt:

  • Die Gleichstellung der Frau um jeden Preis
  • Die rigorose und überall leicht verfügbare Geburtenkontrolle durch die Erfindung und Verbreitung der Pille
  • Die damit zusammenhängende massive Reduktion der Geburtenrate
  • Die weitgehende Legalisierung bzw. Erleichterung der Abtreibung
  • Die stetige Propagierung der "Homo-Ehe" und der "Ehe für Alle"
  • Die überall stattfindende Relativierung und konsekutive Entwertung der klassischen Familie
  • Die Krise der Bildungssysteme

Alle diese hier genannten Faktoren sind nicht aus den Fingern des Autors gesogene Behauptungen, sondern leicht objektivierbar: Man kann dazu die entsprechenden europäischen Gesetzestexte und Novellen aus den letzten Jahrzehnten nachlesen und man kann mathematische Fakten wie die Geburtenrate und deren Auswirkungen leicht nachrechnen und überprüfen. 

 

Weitere Ursachen der europäischen Dekadenz sind zwar weniger exakt messbar, aber ganz wesentlich am gesamten Verfall mitbeteiligt:  

  • Die Zurückdrängung von traditionellen Eigenschaften wie Patriotismus, Pflicht- und Ehrgefühl, Familiensinn und gegenseitiger Hilfsbereitschaft im subsidiären Bereich
  • Die Schwächung der christlichen Kirchen
  • Die Verrechtlichung des Alltages im Sinne der Stärkung der Rechte des Einzelnen

Diese Faktoren führten zur Reduktion der allgemeinen und über alle Zeitläufte natürlichen Pflichten des Individuums und zur Ausdünnung seiner Verantwortlichkeiten. Die Pflichten gehen heute in der staatlichen Kollektivierung auf und sind dort von anonymen, sich als sozial gerierenden Gebilden übernommen werden.

 

Überhaupt ist das Phänomen, dass die einst personalisierten sozialen Aufgaben (wie zB die Wohltätigkeit und die Sorge um die Angehörigen) heute durch den Sozialstaat gewährleistet werden, paradoxerweise ein wesentlicher Baustein der genannten kulturellen Erosion. Die Enthebung des Einzelnen von seinen natürlichen, traditionell in seiner Familie beheimateten sozialen Pflichten, bringt beim Individuum eine Nanny-State-Mentalität hervor, die letztlich zum totalen Egoismus, zur Abhängigkeit von der stets gut gefüllten staatlichen Mutterbrust und zur Abgabe der eigenen Mündigkeit führt. Die Komfortzone ist eingerichtet, man möge bitte die Leute dort in Ruhe lassen.

 

Die Bürger verlieren die Fähigkeit der willentlichen Aktivität, das Soziale verkümmert und die sozio-kulturelle Verwüstung nimmt ihren unbarmherzigen Lauf. Man beruft sich auf die Aufklärung und die Säkularisierung, will nichts mehr wissen von Transzendenz und Gott und frönt der individualisierten Beliebigkeit, die man euphemistisch Liberalität nennt. Der Sinn des Lebens ist im Hier und Jetzt auf sich selbst zurückgeworfen und rotiert im Zirkelschluss - ohne Aussicht auf echte Erfüllung. Was zählt, ist der schnelle Kick.

 

Am Ende dieser Entwicklung stehen Nietzsche`s letzte Menschen, die sich zublinzeln und sagen: "Wir haben das Glück erfunden". Niemand von diesen Menschen will noch regieren, niemand will noch gehorchen, beides ist ihnen zu beschwerlich, so heisst es bei Nietzsche weiter in seiner prophetischen Schrift über Zarathustra. 

 

In diese täglich größer werdende kulturdeprivierte Schneise schlägt nun mit voller Wucht eine mittelalterlich ausgerichtete, dafür aber in ihren Werte-Vorstellungen umso gefestigtere Religion: Der Islam. Europa und der Westen haben dem nichts entgegenzusetzen - außer die ständigen Verweise auf die angeblich so wunderbaren Errungenschaften der Aufklärung und eben unsere europäischen Werte. Blöd nur, dass diese Werte genau jenes Desaster, in das wir nun schlittern, erst ermöglicht haben.

 

Die Schwäche und die beginnende Agonie des untergehenden Europas wurden und werden von den blinzelnden Meinungsbildnern geflissentlich umgemünzt, sie heißen nun mehr denn je "Toleranz" und "Liberalismus". Das untrennbar mit der immanenten Kraftlosigkeit verbundene und bereits terminale Versagen der Politik auf all ihren Ebenen bekommt von den Euphemistikern aus allen Lagern noch rasch das Mäntelchen der Humanität umgehängt, damit das sterbende Wesen Kultur nicht ganz so nackt zugrunde gehen muss und sich einen - wenn auch geschummelten-  Rest an Stolz erhalten darf. Bleibt einem nur zu sagen: Sic transit gloria mundi. Oder, wie es neudeutsch so peppig heisst: "The western decline" - er hat längst begonnen.

 

Manche werden sich jetzt fragen: Warum malt ein Arzt und Politiker so trostlose Visionen? Einfach erklärt: Gerade der Arzt muss sorgfältig diagnostizieren und den Dingen auf den Grund gehen. Und der ernsthafte Politiker sollte das auch. Denn nur wenn wir die Gründe und die Ursachen für die aktuellen Zustände erkennen, können wir unsere noch bestehenden wenigen Chancen ergreifen und die riesenhafte und bedrohliche Krise in einen Keim der Reconquista umwandeln.

 

 

 

 

 

 

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The Medium is the message?

Die Medien haben eine neue Rolle übernommen: Sie sind von der demokratiepolitisch sinnvollen und notwendigen  "Vierten Macht im Staate" zu einer selbsternannten moralischen und politischen Deutungsmacht geworden. Was richtig und gut ist, bestimmen heute die Medien und was politisch und korrekt ist, wird ebenfalls durch die Medien festgelegt. Nicht mehr die Politik definiert die Handlungsfelder und den Werte-Kanon, nein, die Medien tun das.

 

Einst mächtige moralische Instanzen wie die Kirchen sind überhaupt schon lange an den Rand gedrängt worden und die neuen Kathedralen sind längst die Medienhäuser. Dieser paradigmatische Switch hat den Medien gar nicht gutgetan. Und er schadet natürlich auch der Demokratie ganz massiv.

 

Die Regierungspolitik selbst hat diese Transformation der Deutungshoheit zugelassen und sie sogar noch fleißig befördert. Die Politiker haben sich ihrer vom Volk verliehenen Macht beraubt und diese an die Medien übergeben. Aus Angst, eine "schlechte Presse" zu haben, nicken heute die stets phrasendreschenden politisch Verantwortlichen den Reportern nur noch freundlich grinsend zu und haben Horden von Presse-Beratern, die ihnen die Wortspenden vor Abgabe schön zurecht modellieren. Die Verantwortlichen antworten dann willfährig auf alle Fragen nur im Sinne des Fragenden.

 

Nur nicht anecken, das ist die Devise der politisch Verantwortlichen. Die Inhaltsarmut und damit die Erbärmlichkeit sind längst zum Erkennungsmerkmal des politischen Interviews geworden. Ausnahmen bestätigen hier nur die Regel. Neu ist, dass einzelne führende Politiker genau aus den oben genannten Gründen jetzt auf Instagram ausweichen und sich nur noch in Photos darstellen. 

 

Für die Opposition gilt die Kritik nicht, sondern in der Opposition findet man stets die mutige Abteilung - vor allem im rechten Flügel. Von dort kommt das Kontra und dort scheut man sich nicht, mit klaren Positionen Kante zu zeigen, gerne auch um den Preis der Empörung bei den üblichen Mainstream-Getreuen. 

 

Viele Medienleute wähnen sich aufgrund des medialen Bedeutungswandels und des Rückzugs der gestaltenden Politik nun in der Position, über Politik und Zeitgeschehen nicht nur berichten zu müssen, sondern diesen Berichten auch ihre jeweils persönlichen politischen und moralischen Meinungen beimengen zu dürfen. Das ist schlecht. Ganz schlecht sogar. Wohlgemerkt: Wähnen kommt von Wahn. Und Bericht und Meinung sind zwei grundverschiedene Gattungsarten.

 

Formal sind die beiden Gattungen "Bericht und Kommentar" zwar nach wie vor getrennt, aber sie fließen immer mehr ineinander und sind oft gar nicht wirklich unterscheidbar, weil das "Infotainment" zu einem Credo vor allem der TV-Medien geworden ist. Die sogenannten Qualitätsmedien haben zwar brav ihre Glossen und Leitartikelspalten, aber auch hier verschwimmen die Grenzen immer mehr. Das Kommentar hat längst die Überhand gewonnen, die Meinungen der Redakteure bestimmen die Linie des jeweiligen Mediums. 

 

Und freilich haben sich in dieser neuen Ursuppe der Kommunikation auch die politischen Botschaften ihre Stammplätze gesucht. Die Medien nennen sich zwar alle objektiv und unabhängig, aber durch die Presse-Förderung und die oft schon diskutierte politische Inseratenschaltung kann man die meisten Gazetten dieses Landes den politischen Lagern gut zuordnen. Im Hintergrund werken die politisch Verantwortlichen in der chronisch verhaberten politmedialen Szene als Impulsgeber und freuen sich, wenn sie nicht direkt angegriffen werden, sondern ein paar wohlwollende Kommentare einheimsen können.

 

Und natürlich gilt für die Medien: Gebracht wird, was Kohle bringt. Oder Leser (was ja dasselbe ist). So einfach geht das Geschäft nach wie vor, auch wenn es nicht mehr so gut geht.  Die Social Media (SM) laufen den traditionellen Medien stetig mehr den Rang ab. Auch die größte Medienorgel des Landes, der quasi-staatliche ORF und andere Riesen spüren den neuen Druck. Die NEWS-Gruppe etwa muss gerade ordentlich Federn lassen. Dem ORF ist die Krise noch egal, er wird eh zwangsfinanziert. Noch. Die anderen schwimmen. In jeder Hinsicht.

 

Als Ausgleich für ihre Auftragsarbeiten in den institutionalisierten Medien einerseits und als Beweis ihrer Sendungsmacht andererseits treten führende Medienvertreter aus Presse und Fernsehen immer öfter in den SM auf, um dort Unabhängigkeit vorzugaukeln und Meinungsbildung zu betreiben. Leider käuen sie aber dann doch nur die Meinung ihrer Brotherren wider. Speziell die aus dem linken Spektrum kommenden Reporter surfen die selber erzeugte Welle des moralischen Mainstreams und rufen dabei laut: Schaut her, wie super ich bin. Die Knie zittern dabei schon, weil man weiß, dass man nur in einer Blase unterwegs ist, die demnächst platzen wird.

 

Hybris und Existenzangst gehen also bei vielen Medienleuten Hand in Hand - und diese Mischung ist eine üble. Die einen versuchen, durch immer greller werdende Gestaltung den Konsumenten an sich zu binden, die anderen gerieren sich jeden Tag ein bisschen mehr als die zeigefingerwackelnden Moralpäpste und als die von der Politik legitimierten Meinungsbildner. Dabei scheuen viele auch vor tendenziösen und manipulativen Maßnahmen nicht zurück und konterkarieren damit ihre eigentliche und de facto durchaus edle Aufgabe: Nämlich kritisch und objektiv zu sein und die Meinungs- und Informationsfreiheit zu fördern.

 

Das Paradoxe dabei ist, dass die sogenannten Boulevard-Medien mittlerweile am glaubwürdigsten geworden sind, weil sie nicht versuchen, das Volk zu belehren und in bestimmte Denk- und Moral-Richtungen zu drängen. Jeder weiß, dass der Boulevard reisserisch ist, aber jeder weiß auch, dass die Botschaften und Berichte dort im Grunde stimmen.

 

Die Migrationskrise und die zugehörige Berichterstattung waren und sind die Nagelprobe der politisierten und politisierend-moralisierenden Leitmedien. Und da haben sie bis jetzt schauderhaft versagt.  Ein Sinneswandel der Verantwortlichen ist aber bis jetzt nicht in Sicht, obwohl die Damen und Herren natürlich intelligent genug sind, ihr Problem zu erfassen. Aber es ist wohl so programmiert, dass Lemming bleibt, wer Lemming ist.

 

 

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Medical Monday

Liebe Leser!

 

Der "Daily Franz" bekommt ab heute eine neue Facette: Den Medical Monday. Alle an meinem Blog Interessierten werden ab sofort auch mit medizinischen Infos versorgt - schließlich bin ich ja mit Leib und Seele Arzt. Die Politik sehe ich als einen zusätzlichen Auftrag, den ich nach bestem Wissen und Gewissen erfülle: Neben meiner Mandatsausübung natürlich auch mit diesem Blog.

 

Aber Arzt ist eben Arzt, auch in der Politik. Es wird deswegen auf dem Blog nicht mehr nur polit-diagnostische und -therapeutische Statements geben, sondern ich werde jeden Montag eine Zusammenfassung der mir relevant erscheinenden neuen medizinischen Studien und Erkenntnisse publizieren. Wichtiges und der Rede Wertes, sozusagen. Immer mit Kommentar und Erklärung. Der Blog wird aber jetzt kein Spezialisten-Forum, sondern die Medizin-News werden natürlich für alle verständlich und klar gebracht. 

 

Los geht's. Starten wir gleich mit einem kontroversiellen Thema: Ist Alkohol wirklich gut fürs Herz oder stimmt das gar nicht? Bisher wurde ja immer behauptet, Alkohol in Maßen und vor allem der Genuss von Rotwein hätten eine sogenannte kardioprotektive Wirkung und wären ganz grundsätzlich für Herz, Gefäße und Kreislauf sehr bekömmlich.

 

Auf dem letzten Europäischen Kardiologenkongress wurde nun einige relevante Studien präsentiert, die den angeblichen Benefit des Alkohols als Mythos entlarven: So fand eine große dänische Studie keine Hinweise auf einen sich günstig auswirkenden Zusammenhang zwischen niedrigem oder moderatem Alkoholkonsum und der Herz-Kreislauf-Mortalität.

 

In einer anderen Studie konnte anhand von seriellen und über 2 Jahre durchgeführten Ultraschall-Untersuchungen der Halsschlagadern keine gefäßschützenden Wirkungen des Weins nachgewiesen werden. Sogenannte Plaques (Einlagerungen an den Gefäßen) wurden nach regelmäßigem Weingenuss im Vergleich zur abstinenten Kontrollgruppe nicht weniger.

 

Das mag man jetzt schade finden - aber wenn das Alkohol-Trinken noch mit besonderer Gesundheit belohnt werden würde, dann wäre das ja ein bisschen unfair gegenüber den uns immer näher kommenden alkoholfreien Kulturen und daher wäre das politisch gar nicht korrekt, oder? Im Ernst: Moderate Dosen an Alkohol sind auf alle Fälle ungefährlich, soviel ist sicher.  Und dagegen ist also weder medizinisch noch sonst irgend etwas einzuwenden. Aber die augenzwinkernde Entschuldigung beim Über-die Schnur-Hauen, man habe ja nur etwas für Herz und Gefäße getan, fällt nun wohl leider weg.

 

Zum Schluss noch zu einem lebenswichtigen oder besser gesagt, lebensbedrohlichen Thema: Dem Darmkrebs. US-Kollegen ist der Nachweis gelungen, dass Patienten, die Darmpolypen haben oder bereits noch unerkannte bösartige Tumore in sich tragen, eine signifikant andere Damflora (Mikrobiom) entwicklen. Die Veränderung der Darmbakterien ist durch spezielle Stuhltests diagnostizierbar. Falls es gelingt, aus dieser Studie heraus Routine-Tests zu entwicklen, wäre das ein enormer Fortschritt bei der Verhütung des sehr häufigen und noch immer oft zu spät erkannten Darmkrebs.

 

Vorerst gilt aber die Vorsorgespiegelung (Coloskopie) weiterhin als der Goldstandard der Darmkrebs-Verhütung. Das wird sich auch durch neue Stuhltests nicht wirklich ändern, weil man ja bei positivem Testbefund erst recht den Darm spiegeln muss, um die vermutete Läsion zu erkennen. 

 

Deswegen abschließend mein ärztlicher Aufruf an alle: Wer 45 oder älter ist, sollte unbedingt zur heutzutage völlig schmerzlos durchführbaren Darmspiegelung gehen. Die Coloskopie kann nachweislich Leben retten und sie ist aus meiner Sicht die beste Vorsorge-Methode überhaupt.

 

 

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Quellen:

1.: ESC (European Society of Cardiology)

2.: The Human Gut Microbiome as a Screening Tool for Colorectal Cancer; Joseph P. ZackularMary A.M. RogersMack T. Ruffin and Patrick D. Schloss

 

 

 

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Am Gipfel nicht einmal ein Kreuz

Sie haben sicher gut gegessen und gut getrunken. Und wahrscheinlich haben sie auch gut geredet. Nur gute Ergebnisse haben sie nicht erzielt. Genauer gesagt: Gar keine Ergebnisse haben sie zustande gebracht. Die Rede ist vom Wiener Flüchtlingsgipfel, der am 24.9.2016 stattfand. Nicht einmal ein Bekenntnis zur aufgeklärt-christlichen Leitkultur Europas ist dort erfolgt, kein Zeichen wurde gesetzt und kein symbolisches Gipfelkreuz wurde eingeschlagen, nichts.

 

Der ORF berichtet dazu: "Auf Einladung von Bundeskanzler Christian Kern haben am Samstag die Regierungschefs der Staaten entlang der Balkanroute sowie Griechenlands und Deutschlands in Wien getagt. Hauptthema der Beratungen war der Schutz der EU-Außengrenze sowie die Verteilung der Flüchtlinge innerhalb der EU. Konkrete Beschlüsse gab es dabei nicht. Vor allem der ungarische Premier Viktor Orban betonte nach dem Treffen einmal mehr seine unbewegliche Haltung. Er beharrte auf seiner Abschottungspolitik, forderte „gigantische Flüchtlingslager“ an der libyschen Küste und schlug vor, eine „neue Verteidigungslinie“ für die EU zu ziehen."

 

So lautet ein Teil des Original-Textes aus dem Bericht. Der einzige Staatschef, der Haltung zeigte und eine konkrete und klare Meinung kundtat, war wieder einmal der Ungar Viktor Orban. Dafür wird er im ORF-Text natürlich sublim gescholten: "Konkrete Beschlüsse gab es nicht", der Ungar sei unbeweglich, beharrend und abschottend. Die Textpassage wurde so verfasst, als ob die Beschlüsse wegen Orban unmöglich geworden wären. Liegt Absicht oder Zufall in dieser Formulierung? Vermutlich ersteres. Aber: Was erwarten die Damen und Herren Journalisten sich denn? Dass Viktor Orban auf die jämmerliche windelweiche und windelvolle Linie der Rest-EU umschwenkt?

 

Die anderen Regierungschefs gaben sich dafür wie immer samtweich und ergingen sich in den üblichen diffusen Willensäußerungen und dem stets mantra-artig wiederholten und nichtssagenden Verweis auf den Schutz der Außengrenzen. Fragt sich nur, warum diese gesetzlich verankerte EU-Pflicht nicht schon seit jeher umgesetzt wird und nur Orban dies wirklich tut?

 

Am Gipfel schwätzten die EU-Vertreter dann noch ein bisschen über die Solidarität und verließen im Anschluss diese Karikatur des Wiener Kongresses. Der ORF fand für die jämmerliche Haltung der EU-Granden keine Diagnosen. Dabei sind diese ganz klar: Schwach, mutlos, handlungsunfähig nennt man eine solche Position.

 

Daher nochmal zurück zu Viktor Orban: Er sagte konkret, dass er eine  „Verteidigungslinie“ in Libyen ziehen möchte. An der dortigen Küste müsse eine „gigantische Flüchtlingsstadt“ errichtet werden. Diese sollte über „Schulen und Krankenhäuser“ verfügen und müsste von „europäischen Kräften bewacht“ werden. Flüchtlinge, die Europa erreichten, sollten nach Libyen zurückgeschickt werden und dort ihr Asylverfahren abwarten müssen. (Originalzitate aus dem ORF-Text).

 

Viktor Orban ist wie immer vollinhaltlich zuzustimmen, er kann seine Pläne konzis argumentieren und wie man es auch dreht oder wendet, er hat damit völlig recht. (Der Autor dieser Zeilen ist bekanntlich seit Beginn der Migrations-Krise ein Vertreter der Orban-Linie und diese Überzeugung vertieft sich stetig.)

 

Der "Orbanismus" ist zwar das erklärte Feindbild der xenophilen linken Totengräber Europas, aber letztlich muss sich die richtige Haltung durchsetzen, ansonsten werden die Migrations-Apologeten wirklich noch ihre Schaufelrn am Grab der EU benützen müssen.  

 

Uns muss klar sein: Wer noch einen Rest an europäischen und patriotischen Gefühlen besitzt und wer in irgendeiner Weise Europa noch Gutes tun will, der muss logischerweise spätestens jetzt, nach dem armseligen Wiener Gipfel, auf die Orban-Linie umschwenken. Die große Mehrheit der Bevölkerung ist vermutlich ohnehin schon längst dieser Meinung, die gewählten Volksvertreter und EU-Spitzen sind es mit Ausnahme der Visegrad-Vertreter leider mehrheitlich noch immer nicht. 

 

Das ist krass und unverzeihlich. Alle anderen "Vorschläge" der EU-Vertreter sind ja erwiesenermaßen nur leeres Gerede, auf das bisher noch keine Taten folgten und dies vermutlich auch nicht werden. Jeden Tag kommen nach wie vor weitere hunderte, ja tausende Leute aus Afrika und dem Nahen Osten nach Europa. Die Abschiebungszahlen sind peinlich bis lächerlich. In Deutschland warten 500.000 Araber und Afrikaner auf die gesetzlich verordnete Heimreise. In Österreich sind es schätzungsweise insgesamt 70.000 Leute, die abgelehnt wurden bzw. werden.

 

Aus heutiger Sicht wird ein Großteil dieser illegal eingereisten Menschen, die kein Aufenthaltsrecht bekommen haben oder werden, trotzdem hier bleiben. Die Folgen für die Sozialsysteme und die Kultur sind katastrophal, der vielgerühmte soziale Frieden im Land beginnt schon zu erodieren, das kann jeder feststellen, der aufmerksam durch Stadt und Land zieht.

 

Wir bewegen uns aber trotzdem in einem erbärmlichen und völlig redundanten Kreislauf der Tatenlosigkeit, die Österreich jeden Tag ein bisschen mehr schadet. Die Regierung ist nicht willens oder auch nicht in der Lage, Zeichen zu setzen und aktiv zu werden. Die einzige Lösung der Krise ist die Umsetzung der Orban´schen Vorschläge und der vorläufige, dafür aber sofort eingeführte Schutz der eigenen Grenzen durch Polizei und Militär inklusive lückenloser Kontrolle aller Einreisenden und natürlich inklusive hermetischem Schutz der grünen Grenze.

 

 

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Der ORF auf krummen Pfaden

Wenn Ex-Bundespräsident Dr. Heinz Fischer im Rahmen einer Buchpräsentation seine Meinung darüber abgibt, wer sein Nachfolger werden soll, ist das nichts Anstößiges und völlig legitim. Er tut dies definitiv als Privatperson ohne amtliche Pflichten und er äußert seine Meinung als stimmberechtigter Bürger dieses Landes. Und wenn Heinz Fischer nun Alexander van der Bellen wählen will und dies offen sagt, ist es sein gutes Recht.

 

Dass aber der öffentlich-rechtliche Rundfunk über diese Meinungsäußerung am selben Tag auf seiner Website fett schlagzeilt und der ORF dann noch über die gegenständliche Äußerung in der "Zeit im Bild" (samt Interview mit Herrn Dr. Fischer) groß berichtet, ist das sehr wohl anstößig und daher massiv zu kritisieren. Hier wird nämlich ein unredlicher, weil tendenziöser Journalismus betrieben: Sowohl die Art der Aufmachung wie auch die Art der Informations-Wiedergabe entsprechen nicht dem gesetzlich festgelegten Grundauftrag des Rundfunks.  

 

Der ORF hat nach § 4 des ORF-Gesetzes die Aufgabe der objektiven Informationspflicht für alle. Die Informationen sollen möglichst ausgewogen und nach den demokratischen Regeln erfolgen. Wenn nun der ORF über die Meinung einer  - wenn auch politisch prominenten - Privatperson derartig breit berichtet, muss man bei den Verantwortlichen eine Missachtung des oben zitierten Paragrafen vermuten. Eine Meldung im Chronik- oder Inlandteil des Mediums hätte genügt, denn im laufenden Wahlkampf ist die Pflicht zur Ausgewogenheit und zur Objektivität ganz besonders zu beachten.

 

Es drängt sich somit der Verdacht auf, dass mit dieser überproportional gewichteten ORF-Meldung eine einseitige Wahlpropaganda zugunsten des Kandidaten Van der Bellen betrieben werden soll. Die Äußerungen des Ex-Präsidenten Fischer zielen durch ihre breit angelegte Veröffentlichung in die Richtung einer Wahlwerbung für VdB, obwohl oder gerade weil er sie nicht als solche bezeichnet hat. Es ist nicht bekannt, dass andere Ex-Politiker mit vielleicht anderer Meinung in ähnlich massiver Weise ihre Meinung zur BP-Wahl 2016 äußern durften oder dies im ORF noch tun werden.

 

Auch der Zeitpunkt dieses medialen Sündenfalls bestärkt den Verdacht, dass unlautere Motive dahinter stecken: Ursprünglich hätte die BP-Wahl ja am 2. Oktober stattfinden sollen. Die angesprochene Buchpräsentation des Ex-Präsidenten und sein großer TV-Auftritt scheinen auf dieses Datum hingetrimmt worden zu sein. Eine Woche vor der Wahl hätte man maximale Aufmerksamkeit erreicht und man hätte durch allerlei Schönrednerei die suspizierten Manipulationsversuche noch zudecken können - so wie das ja auch jetzt durch die üblichen Argumente aus dem Juste Milieu passiert.

 

So weit, so schlecht. Die im Rahmen der Migrationskrise infolge der oft einseitigen Berichterstattung ohnehin recht ramponierte Rolle des öffentlich-rechtlichen Mediums ORF wurde durch dieses Ereignis noch weiter beschädigt. Seine Glaubwürdigkeit und Objektivität geraten nun wirklich unter schweren Druck.

 

Noch bedenklicher allerdings ist die fehlende (Selbst-) Kritik seitens der vielen sonst immer sehr aktiven österreichischen Medienleute. Entweder sie trauen sich nicht, diesen unschönen Sachverhalt einer Betrachtung zu unterziehen oder sie dürfen nicht oder sie können nicht - getreu dem Motto: eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

 

Dabei ist die Situation nicht nur medientheoretisch, sondern auch demokratiepolitisch wirklich heikel und offen zu diskutieren: Wenn sich ein öffentlich-rechtlicher Sender bemüssigt fühlt, derart offensiv in den laufenden Meinungsbildungsprozess der Bürger einzugreifen, ist Feuer am Dach. Aus meiner Sicht als politischer Mandatar wurde hier eine Grenze überschritten, die ein gesetzlich zur Objektivität verpflichteter Journalismus einfach nicht überschreiten darf.

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Der Präsident als Auslöser der Staatskrise?

"Ich gelobe, dass ich die Verfassung und alle Gesetze der Republik getreulich beobachten und meine Pflicht nach bestem Wissen und Gewissen erfüllen werde." So lautet die Gelöbnisformel des Bundespräsidenten vor der Bundesversammlung (also des gemeinsamen Konvents des National- und Bundesrates). Spricht er diese Formel aus, so ist der gewählte Kandidat danach auch wirklich der Präsident.

 

Die Pflicht des Bundespräsidenten ist es vor allem, das demokratische System zu achten, dem Land als moralische Instanz zu dienen und die Balance zwischen den verschiedenen politischen Bewegungen zu gewährleisten. So steht es auf der offiziellen Website der Präsidentschaftskanzlei zu lesen.  

 

Aber noch eine zweite Passage der Verfassung ist im Zusammenhang mit Angelobungen interessant und wesentlich: "Die Mitglieder der Bundesregierung werden vor Antritt ihres Amtes vom Bundespräsidenten angelobt. Die Beifügung einer religiösen Beteuerung ist zulässig." So lautet der Art. 72 der Bundesverfassung.

 

Es steht in den Verfassungsbestimmungen kein Wort darüber, dass die Bundesversammlung die Angelobung des Bundespräsidenten (BP) verweigern und den Volkswillen auf diese Weise einfach übergehen könnte. Es wäre auch völlig absurd, weil gerade der BP als einziges Bundesorgan direkt-demokratisch gewählt und somit klar vom Souverän bestimmt ist.

 

Die Vorstellung, dass die Bundesversammlung den BP nicht angeloben würde, ist daher noch nie in eine ernsthafte Diskussion geraten. Allerdings: Es ist auch nirgends explizit festgehalten, dass es der Bundesversammlung verboten wäre, dem BP die Angelobung zu verweigern. Geschähe dies jedoch wirklich einmal, wären Tumulte und eine Staatskrise die Folge. Dem Gesetzgeber kam diese Eventualität aber gar nie in den Sinn, denn gewählt ist gewählt und der Wille des Volkes ist die oberste Instanz.

 

Genauso ist nirgends im Verfassungsgesetz ein Passus zu finden, der dem BP die Willkür zusteht, eine durch Mehrheitsbildung demokratisch gewählte Regierung nach Gutdünken einfach nicht anzugeloben, zum Beispiel weil ihm die politische Ausrichtung derselben nicht gefällt. Die Regierung wird übrigens auf Vorschlag des nach der jeweiligen NR-Wahl bestimmten Bundeskanzlers dem BP zur Angelobung vorgestellt. 

 

Der grüne Kandidat Alexander van der Bellen (VdB) hat im laufenden Wahlkampf mehrfach angekündigt: Er als BP würde keine FPÖ-geführte Regierung angeloben. Über diese antidemokratische Willenskundgebung sind in den Medien schon zahlreiche Kommentare geschrieben worden und viele politisch Aktive haben diese Aussage heftig kritisiert. Viele Linke und Grüne finden die Ankündigung allerdings gut, weil sie in deren im Grunde antidemokratisches und daher totalitäres Weltbild passt: Gut und legitim ist nur, was links ist.  

 

Dass die angekündigte Weigerung von VdB unmittelbar zu einer Staatskrise führen würde, ist in den Kommentaren bis jetzt kaum Thema gewesen. Und dass solche Ankündigungen eines BP-Kandidaten daher nicht nur eine Verhöhnung des Wählerwillens sind, sondern auch ein Spiel mit dem Feuer, war bisher ebenfalls kaum Gegenstand von Überlegungen.

 

Jeder ernsthafte Kommentator und natürlich jeder politisch Aktive und Verantwortliche muss sich zeitgerecht und vor der BP-Wahl überlegen, was solche Ansagen bedeuten: Ein Präsident, der eine von den gewählten Parlamentsfraktionen zusammengestellte Regierung nicht angeloben will, ist der Republik einfach nicht zumutbar - er stellt ein Risiko für die ordentliche Regierbarkeit des Staates dar. Wer kann das ernsthaft wollen? Und was sagt es über den Charakter und die Ernsthaftigkeit eines Kandidaten aus, wenn er mit der Auslösung eine Staatskrise kein Problem hat und nur seine eigene Ideologie als Maß aller Dinge sieht?

 

Im Übrigen steht in der Verfassung, dass man einen BP auch wieder absetzen kann. Und zwar ebenso direkt, wie man ihn wählt: Per Volksabstimmung. Das kam in dieser Republik zwar noch nie vor - aber einen BP, der mit der Staatskrise spielt und den Souverän verhöhnt, den wird dieses Schicksal wohl treffen müssen. Am besten ist es daher, er wird erst gar nicht zum BP gewählt.

 

 

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Es lebe der Einheitsmensch!

"Anatomie ist ein soziales Konstrukt" - so lautet das Credo der Ahnfrau aller GenderforscherINNen. Die Rede ist von der US-Amerikanerin und Frauenrechtlerin Judith Butler. Mit diesem ihrem Leitspruch setzte die transatlantische Frau Professor eine toxische Idee in die Hirne der gierig nach Betätigung suchenden, weil in der postfeministischen Ära schon etwas unter Langeweile leidenden Emanzen, äh, Pardon, Frauenrechts-Kämpferinnen dieser Welt.

 

Die Anatomie des Menschen hat sich zwar über Millionen von Jahren entwickelt und ist in 99% der Fälle eindeutig als Mann oder Frau ausdifferenziert, aber wenn man sonst schon nichts zu bekriegen hat, dann knöpft man sich halt die eigenen Geschlechtsorgane vor und trampelt verbal solange drauf herum, bis im daraus entstehenden Einheitsbrei aus Genderern und GenderINNen niemand mehr genau weiß, ob er/sie/es ein Manderl oder ein Weiberl ist.

 

Das Ziel der Dekonstruktion der Geschlechter ist klar: Es geht nicht um die "Gleichberechtigung der Frau", sondern um social engineering und die Schaffung eines weltweit austauschbaren Einheitsmenschen. Vom Nordpol bis zum Südpol, vom Ural bis zu den Rocky Mountains - überall soll der/die/das Mensch der/die/dasselbe sein. Es darf und soll nach der Vorstellung der Sozial- und Gender-Ingenieure zwar multiple Geschlechter geben (sogar Dutzende, je nach Gelegenheit und Befindlichkeit), aber unterm Strich sollen alle gleich sein.

 

Die soziale Gleichheit ist das übergeordnete Ziel allen Genderns. Denn nicht mehr das biologische Geschlecht soll über das Leben bestimmen, sondern nur noch, wie man sich gerade fühlt. Und das kann morgens weiblich, abends männlich und zwischendurch mal irgendwie sein. Egal. Hauptsache, man kann Mann und Frau am Ende nicht mehr unterscheiden. Demzufolge ist auch die sexuelle Orientierung völlig frei gestaltbar, am besten man verliert darüber bitte keine Wort mehr. Tendenziell ist aber die gleichgeschlechtliche Liebe etwas hipper, wobei es bei der Unzahl an Geschlechtern leider auch zunehmend schwierig wird, überhaupt zu wissen, welches Geschlecht aus dem vilegestalten Potpourri einem überhaupt zusagt.

 

Aus der Gender-Sicht gibt es nur eine Doktrin und die lautet: Erst wenn alle biologischen Unterschiede planiert oder zumindest völlig egal sind, können Mensch und Menschin auf dieser Welt glücklich sein. Die Gender-Philosophie vermittelt ihren Anhängern, alleine das Gendern würde der Schlüssel zum Glück sein und nur wer gendert, würde folgerichtig edel, wahr und gut leben können.

 

Das Gegenteil ist der Fall: Das Gendern ist eine monströse und unheilvolle Ideologie, bei der am Ende nur noch groteske Wesen ihre Daseinsberechtigung erlangen können. Die Erfindung des Genderns würde daher besser in einen Roman von Mary Shelley, der Schöpferin des Frankenstein, passen als in unsere reale Welt.  

 

Warum das so ist, ist leicht erklärt: Das durch Gendern kreierte Einheitswesen ist biologisch geschlechtslos, intellektuell infantil, sozial berechen- und steuerbar und sowohl als "Bürger" wie auch als Konsument nur Wachs in den Händen der Politik bzw. des Großkapitals. Ein Gender-Klon ist nichts als willenloses Menschenmaterial, das nach Belieben der Mächtigen geformt und plastilinartig je nach Bedarf so eingestellt werden kann, wie es der Zeitgeist als gerade oppurtun erscheinen lässt.

 

Wie man sich politisch zu verhalten hat, wird im Gender-Mainstreaming klar festgelegt. Folgerichtig wird dieser Mainstream über die staatlichen Medien verbreitet und die Inhalte der Botschaften sind stets linkslastig, weil ja die Gender-Ideologie auch von links kommt und dort aus selbstreferenziell argumentierten Gründen die linke Sicht der Welt die einzig gute ist.

 

Das Channelling funktioniert und die vermittelten Vorschriften werden, meist durchaus ansprechend verpackt, täglich über die Medien versendet: Was angezogen wird, bestimmt die von wenigen Großkonzernen entworfene Mode. Was gegessen wird, das legen die Diätberatungs-Beilagen der Massenmedien fest und wie man grundsätzlich politisch abzustimmen hat, erfährt man aus den diversen prominenten TV-Talk-Runden, wo die (meist männlichen) Bösewichte von den ModeratorINNen a priori klar dargestellt werden. ( -Innen ist in dem Fall sogar die alleinig richtige Form: Praktisch alle maßgeblichen Talkshows in den deutschsprachigen TV-Sendern werden mittlerweile von genderfesten Frauen moderiert.)

 

Natürlich ist das herandräuende westliche Gender-Einheitswesen auch kinderlos, es erhält dafür nach den Vorstellungen bestimmter Think-Tanks sogar finanzielle Prämien (also sprach kürzlich der Club of Rome). Die Kinder gebären uns im Gegenzug die Millionen von Zugewanderten, die dafür von den Gender-Wesen finanziert werden. Die Migranten kennen das Gendern noch nicht und sie dürfen noch ihre andersartige Kultur ausleben und ihre Rituale feiern. Dass diese für die Gender-Wesen durchaus gefährlich sein können - naja, ein paar Opfer muss man für eine Heils-Ideologie doch bitte in Kauf nehmen.

 

 

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Budapest und Prag statt Brüssel und Berlin

Politische Debatten und mediale Berichte über Flüchtlinge, Grenzen und Migration sind zu einer unerträglichen Zeiterscheinung geworden. Sie füllen den Alltag und trotzdem (oder gerade deswegen) kann man dieses Thema schon gar nicht mehr hören und man will nichts mehr darüber lesen. Die genannten Begriffe und vor allem die zugehörigen Heucheleien und Schwurbeleien hängen den Bürgern bereits zum Halse heraus.

 

Und doch: Wir müssen es tun. Wir müssen uns mit dieser Problematik solange befassen, bis wir sie gelöst haben. Es gibt hier kein Pardon und es gibt kein Zurück. Ein Pardon ist deswegen unmöglich, weil unsere Kinder ein Recht auf eine gute und sichere Zukunft in einer christlich-aufgeklärten Leitkultur haben und wir im Sinne der nächsten Generation unser Land nicht verkommen lassen dürfen. Und ein Zurück kann es nicht geben, weil es ja noch gar kein "Vorwärts" gab. 

 

Täglich kommen noch immer hunderte, ja oftmals tausende illegale Migranten nach Europa und es gibt keine einzige EU-weite oder auch einzelstaatliche Maßnahme, die bis jetzt irgendeine echte nachhaltige Wirkung bei der Lösung dieser seit 1945 schwersten Krise gehabt hätte.  Alles, was bisher seitens der EU und ihrer Mitgliedsländer unternommen wurde, waren kosmetische Eingriffe und leere Versprechungen.

 

Die redundanten Sager vom notwendigen "Schutz der Außengrenze" und von den "Hot Spots" fallen mittlerweile auch schon unter den Titel: Man kann es nicht mehr hören. Nur die Visegrad-Staaten Ungarn, Polen, Tschechien und Slowakei können auf Erfolge verweisen, sie haben für sich die Krise weitgehend unter Kontrolle. 

 

Österreichs Regierung ist trotz wiederholter richtiger und vielversprechender Ankündigungen der zuständigen Minister Kurz, Swoboda und Doskozil bis jetzt die effizienten und langfristig wirksamen Aktionen leider genauso schuldig geblieben wie die EU: Die Grenzen sind offen wie eh und je und es kommen zwar weniger illegale Migranten zu uns ins Land, aber die Zahlen sind noch immer erschreckend hoch. Ganz ohne nationalen Pathos kann man bereits jetzt sagen: Unsere Nation wird dieses Migrationsdesaster ohne nachhaltige Beschädigung nicht verkraften können.

 

Österreich ist schon jetzt verändert - und das nicht zu seinem Vorteil. Die Worte Bereicherung, Humanität und Alternativlosigkeit  sind dazu die unerträglichen Euphemismen, die uns - ausgehend von den vielen Apologeten - im linksgrünen Universum um die Ohren fliegen wie Meteoritenschwärme. Dieses Universum der Schönrednerei wird übrigens auch von gar nicht wenigen schwarzen Löchern bevölkert. 

 

Zur Veranschaulichung die konkreten Zahlen: Von Jänner bis Ende August 2016 wurden 32.000 Asylanträge gestellt. Die Zahl der Ablehnungen inklusive der Verweigerung des subsidiären bzw. humanitären Bleiberechts betrug Ende August 15.500 (also ca. 50% bekommen kein Recht - die meisten wussten das vermutlich schon vorher. Aber man probiert es halt einmal, denn man ist ja eingeladen). Abschiebungen gab es 2016 bis jetzt etwa 6000. Umgerechnet entspricht das lediglich einer(!) Charter-Maschine pro Woche.

 

Der große Rest der rechtskräftig Illegalen wird bleiben - unbefristet und ohne eine Möglichkeit der Abschiebung. Zigtausende Illegale vom Vorjahr sind aus diesem Grund noch hier. Die anderen, die Legalen, bleiben sowieso womöglich für immer bei uns und stellen uns schon jetzt vor enorme Integrations- und Kulturfragen. Was die Gesetzesnovelle "Asyl auf Zeit" bewirken wird, kann man erst frühestens 2020 beurteilen. Auf dieses Gesetz hinzuweisen ist reine Augenauswischerei. Niemand hat davon einen aktuellen Nutzen.

 

Auch wenn wir des Themas überdrüssig sind und die Migrationspolitik (besonders jene der EU) nur noch unerträglich finden - wir müssen etwas tun. Und wir können etwas tun: Die sofort wirksame Maßnahme ist die lückenlose Kontrolle der österreichischen Grenzübergänge und die rigorose Überwachung aller östlichen und südlichen Grenz-Abschnitte durch technische und militärische Hilfsmittel.

 

Wir haben eine Armee, also setzen wir sie auch ein. Die Notwendigkeit ist gegeben und den Assistenz-Einsatz des Bundesheeres hatten wir ja schon einmal. Was am stärksten zum allgemeinen und berechtigten Verdruss der Bevölkerung beiträgt, ist das nervtötende Zögern und das handlungslose Zusehen, wie unser Land dauerhaft von illegalen Migranten infiltriert wird, die auf unsere Kosten dann hier leben werden und sukzessive die autochthone Kultur verändern und die österreichische Politik in ihrem Sinne beeinflussen wollen.

 

Der zweite und nachhaltig wirksame Schritt muss in einer Vereinbarung und Kooperation mit den Visegrad-Staaten bestehen. Budapest und Prag sind in der Migrationsfrage unsere Partner, nicht Brüssel und Berlin. Österreich kann mit seinen östlichen Nachbarländern den Schulterschluss durchführen und so dem zaudernden und schwachen Riesen EU zeigen, wo es lang geht.

 

Die illegale Migration kann man beenden. Man muss es nur wollen. Dazu wird es aber notwendig sein, die rotschwarze Koalition abzuwählen und die Zukunft in die Hände einer wirklich patriotisch gesinnten Regierung zu legen. 

 

 

 

 

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Der freie Arzt als Feind

Die Krankenkassen lassen gerade eine Rechtsgutachten durchführen, ob man es Spitalsärzten verbieten kann, dass sie außerhalb ihrer Spitalsdienstzeiten eine Wahlarzt-Ordination führen. Es gibt in Österreich aktuell an die 10.000 Wahlärzte und sehr viele von ihnen sind auch in einem Krankenhaus angestellt.

 

Das Argument der Verbots-Missionare lautet: Das neue Ärzte-Arbeitszeitgesetz wurde nicht deswegen eingeführt, damit die Mediziner mehr Freizeit für ihre Privat-Ordinationen haben, sondern dass sie ausgeruht für die Spitalsarbeit sind. Das ist natürlich Humbug. Es war einem Kassenfunktionär immer schon egal, ob Ärzte 80 oder 120 Stunden im Krankenhaus verbrachten, wichtig ist den Apparatschiks nur, dass die Kassen ihre Ausgaben niedrig halten. 

 

Es ist für die Kassen ja nur gut, wenn die Ärzte möglichst lange und viel im Spital sind, denn je mehr Leistungen intramural (also in einem Krankenhaus) durchgeführt werden, desto weniger wird naturgemäß in den Ordinationen getan - mit dem Effekt, dass die Kosten der Kassen sinken. Die Zuschüsse für die ewig defizitären Spitäler bleiben für die Krankenkassen immer gleich, denn sie sind gedeckelt - egal, wie hoch der Leistungs-Output im Krankenhaus ist. Das liegt am verqueren und kontraproduktiven dualen Finanzierungssystem. Deswegen gibt es auch vergleichsweise wenig Kassenplanstellen, denn nur damit kann das System "Krankenkasse" relativ billig bleiben. Das ist natürlich auch der nicht offen kommunizierte Wille des Hauptverbands: Im Spital soll möglichst viel, aber "draussen" möglichst wenig Leistung erbracht werden.

 

Eines ist klar: Wenn die Ärzte nun öfter und mehr in ihren Ordinationen sind, werden dort mehr Leistungen erbracht und da beginnt das große Knieschlottern bei den restriktiven Kassen. Denn auch die Wahlärzte sind wuchtige Kostenfaktoren für sie: Die Patienten bekommen 80% des Kassentarifs zurück, wenn sie zum Wahlarzt gehen. Das gewollte Rechtsgutachten beruht also keinesfalls auf dem Altruismus der Kassenfunktionäre, sondern da gehts ganz brutal ums Geld und um Kostenreduktionen.

 

In der Verbotsdrohung steckt aber auch noch etwas anderes, tieferes und gefährlicheres: Man will so den freien Berufen und besonders den Ärzten an den Karren fahren. Ärzte sind immer schon die archaischen Feindbilder von Gesundheitsbeamten und Kassenvertretern. Diverse ökonomisch monomane Spitalsmanager versuchen ebenfalls seit Jahren immer offensiver, den Ärzten am Zeug zu flicken, wo es geht. Der Arzt ist in deren Augen ein schwerverdienender Machtmensch, der überall nur abkassieren möchte und mit allem, was er tut, dem System Kosten verursacht.

 

Dass Ärzte einen der verantwortungsvollsten Berufe überhaupt haben und dass gerade Kassenfunktionäre und "Spitals-Obere" beim kleinsten Wehwehchen auch um 2 Uhr früh sofort den Doktor haben wollen, das wird in diesen Debatten immer gerne ausgeblendet. Die Doppelmoral feiert auch hier fröhliche Urständ`.

 

Überdies ist die Kombination "Spitalsarzt mit Ordination" die beste für den Patienten. Jeder Kranke hat in diesem Setting einen Arzt in der Praxis, der ihm schnell ein Bett in seinem Spital verschaffen kann, wenn eines notwendig ist. Und umgekehrt kann nach einem Spitalsaufenthalt kontinuierlich in der Wahlarzt-Ordination die weitere Betreuung erfolgen, ohne dass die gesamte Krankengeschichte immer wieder neu aufgerollt werden muss bzw. der Patient zu einem fremden Arzt gehen muss. Gerade chronisch Kranke profitieren sehr stark von diesen Gegebenheiten.

 

Das geplante Verbotsgesetz ist also durch nichts zu argumentieren und kollidiert mit dem Prinzip des Freien Berufs, den Interessen der Patienten und mit der gelebten sinnvollen Kultur der umfassenden Versorgung. Weder die Patienten, die Kammern noch die Ärzte selber können sich so einen Affront bieten lassen. Diese de facto Kriegserklärung der Kassen muss man im Keim ersticken, sonst ist der nächste, noch viel größere Ärztestreik bereits ante portas. Möglicherweise wird dieser dann sogar mit den Patienten zusammen durchgeführt.

 

 

 

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Die Gleichstellung ist keine Bonbonnière

(Der nachfolgende Text ist keine frauenfeindliche Argumentation, sondern spricht lediglich fundamentale Fragen der Gleichstellung an. Der Artikel ist auch kein Vorwurf an kinderlose Frauen, denn das alleinige Beschreiben von Tatsachen und deren Folgen ist keine Wertung. Es geht um einen Denkanstoß und um die Anregung zur Auffrischung der Debatte.)

 

So oder so ähnlich muss heute eine Einleitung aussehen, wenn es um das Thema "Gleichstellung der Frau" geht. Denn jede Debatte darüber ist längst zum selbstmörderischen Gang durch ein hochgefährliches Minenfeld geworden. Zumindest dann, wenn man die Diskussion ehrlich und umfassend führen will und nicht nur willkürlich ausgewählte Segmente bedienen möchte.

 

Die Politische Korrektheit und der Feminismus verbieten es mittlerweile, die zugrunde liegenden Fragen zur Gleichstellung sachlich und klar anzusprechen. Die ewig selben Erinnyen lauern an jedem Eckpunkt der Debatte, um alle Abweichler vom verordneten Mainstream in der Luft zu zerfetzen und danach deren Einzelteile im Shitstorm in alle Winde zu verblasen. Die Rache ist mein, sprach die Frau.

 

Nahezu alle Politiker und Medienleute halten sich daher an dieses Gebot der Heuchelei. Von seinen Erfindern, den Linken, wird es überhaupt als Mantra gelebt. Und die meisten Männer und auch recht viele Frauen vermeiden es, in der Öffentlichkeit über die Gleichstellungsfrage wirklich Tacheles zu reden. Tut es jemand dennoch, dann darf diese Person das nur, wenn sie erkennbar affirmativ für die Sache der Frau eintritt und zunächst einmal den Begriff "Gleichstellung" als an sich sakrosankt erklärt. Selbstredend nicht ohne vor jedem Statement zum Thema die angeblichen oder echten Defizite der sozialen Frauenpositionen voranzustellen und deren Bekämpfung vehement einzufordern.

 

Das ist natürlich widersinnig und ein intellektueller Sündenfall ersten Ranges. Ein paar beispielhafte Fragen illustrieren, wie unlogisch das gesamte feministische Gedankengebäude ist, wie ungeklärt die Gleichstellungsfragen eigentlich sind und wie dringend notwendig eine Fortführung der Debatte daher ist:

 

1. Warum gehen Frauen noch immer 5 Jahre früher in Pension als die Männer?

Frauen leben im Schnitt über 6 Jahre länger als die Männer, sie sind daher nicht nur früher, sondern auch unverhältnismäßig länger in Pension als die einstigen Herren der Schöpfung. Dafür beklagen die Frauenkämpferinnen regelmäßig und lautstark das "Gender Pay Gap" (also das generell geringere Einkommen) der Frauen. Nach validen Berechnungen macht dieser Unterschied zwischen Mann und Frau aber nur ca. 5% aus und nicht die ständig kolportierten 16-23%. Um auf die exakten und wahren Zahlen zu kommen, muss man nämlich alle Einflussfaktoren mit einberechnen und das liegt offenbar vielen wortführenden Damen leider nicht so wirklich. Abseits dieser dauernd kolportierten Fehlinformationen ist es aber natürlich ein Gebot der Fairness, für dieselbe Arbeit denselben Lohn zu bekommen.

 

Die Pensionsfrage wird noch viel schwerwiegender, wenn sie kinderlose Frauen betrifft, denn das niedrigere Pensionsalter fußt eigentlich darauf, dass Frauen eben Kinder bekommen und als Mütter im Laufe des Lebens etlichen Belastungen ausgesetzt sind. Die frühe Pensionierung für berufstätige Mütter war nicht zuletzt als eine Art Belohnung gedacht. Wenn Frauen also de jure früher in Pension gehen und keine Kinder haben, ist die so oft thematisierte Benachteiligung der Frau nicht erkennbar.

 

 

2. Warum müssen Frauen keinen Wehr- oder Zivildienst ableisten?

Die Frauen in Österreich dürfen zwar zum Militär, sie müssen aber nicht. Die Männer hingegen müssen dorthin. Oder eben zum Zivildienst. Dieses Faktum ist nur durch den Krieg, der einst reine Männersache war, historisch zu begründen: Die Männer zogen ins Feld, die Frauen zogen die Kinder auf. Wenn Frauen heute Männerrechte und Gleichstellung fordern, müssen sie naturgemäß auch einrücken wollen. Der Zivil- oder Militärdienst müsste bei logischer und redlicher Argumentation längst Pflicht für alle sein. Darüber wird in manchen anderen Ländern (wie z.B. in Israel) nicht einmal mehr diskutiert, dort ist es schon lange gelebte Realität.

 

Allein aus diesen beiden hier gestellten Fragen erkennen wir: Das Problem ist längst noch nicht durchdiskutiert, die Lücken sind groß. Das Projekt "Gleichstellung" kann keine Bonbonniere sein, aus der man sich zuerst die besten Pralinen stibitzt und danach den Rest der Schachtel mit dem vorwurfsvollen Hinweis auf die fehlenden Bonbons zurückgibt. Gleichstellung kann es nur geben, wenn man mit den geforderten oder schon gegebenen Rechten auch alle Pflichten mitnimmt. 

 

Und ob man will oder nicht, die Frage der Gleichstellung wird durch Kinderlosigkeit immer aggraviert: Wenn eine Frau kinderlos bleibt, nie Militär- oder Zivildienst leistet, 5 Jahre früher in Pension geht und 83 Jahre alt wird - wo genau ist dann ihre sachliche Benachteiligung gegenüber einem Mann, der den Grundwehrdienst absolvierte, zwei Kinder erhalten hat, mit 65 pensioniert wird und mit 77 stirbt ?

 

Falls sie Mütter sind, werden Frauen hingegen krass unter ihrem Wert geschlagen. Vor allem die berufstätige Mutter ist noch längst nicht gebührend positioniert. Auch in ihrer sozialen Reputation ist sie es nicht: Die linke Frauen-Ideologie hat es geschafft, die arbeitende, alleinstehende und kinderlose Frau als die neue Ikone der Weiblichkeit zu definieren. Und wenn diese Frau zufällig keine in Hochglanzmagazinen präsente Star-Managerin wird, sondern "nur" die ganz normale Doppelbelastung zu tragen hat, dann wird sie eben als Opfer der bösen Männerwelt dargestellt und damit ebenfalls ikonenhaft. Dazwischen gibt es nichts. 

 

Auch wenn die offizielle Debatte sich immer um Kinderbetreuungsplätze, Verbesserungen beim Kindergeld, Papa-Monat etc. dreht - es ist kein echtes Anliegen der Linken, die Mütter zu fördern und ihnen jene Wertigkeit und jenen Raum zu geben, der ihnen zusteht. Es geht den linken Frauen immer nur um diejenige Art der Gleichstellung, die im Grunde eine Überhebung ins Bessere und Herrschende ist. Die ideologische Suprematie der Frau ohne Nachwuchs wurde folgerichtig dieser Tage vom Club of Rome weltweit als Ziel dargestellt: Wer keine Kinder hat, soll mit 50 eine Prämie von 80.000 Dollar bekommen. Denn nur eine Reduktion der Kinderzahl könne die Welt retten, behaupten zwei Wissenschaftler im Dienste des ominösen Clubs.  

 

Die Wendungen der einst völlig berechtigten Anliegen der Sufragetten und der frühen Frauenkämpferinnen in heute regelrecht pervertierte Forderungen und Positionen haben längst stattgefunden. Die Konservativen machen fleißig dabei mit und quatschen halt gelegentlich von der Frau, der Familie und deren Wert - aber nur, um ihr bürgerliches Feigenblatt nicht zu verlieren. Sie schaffen es nämlich nicht, die neuen Kleider der neuen Kaiserinnen als das darzustellen, was sie sind: Hochgejubelte, aber nicht vorhandene Prachtgewänder von Nackerpatzeln, die sich selbst in eine Sackgasse manövriert haben, aus der es kein Entrinnen gibt.

 

 

Links:

http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/5085075/Club-of-RomeBericht-fordert-weltweite-EinKindPolitik 

http://www.profil.at/home/einkommen-loehne-die-wahrheit-ungleichheit-323607

 

 

 

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Was steckt dahinter?

Deutschland und Österreich verbindet eine lange gemeinsame, in vieler Hinsicht glorreiche und vor allem eine das gesamte Europa prägende Geschichte. In den Jahren 1938-1945 brachten die beiden Länder aber eine bis heute nachwirkende schreckliche Katastrophe hervor. Die Rede ist vom Holocaust.

 

Diese historische Schuld wird uns bis heute angelastet und alles, was in irgendeiner Weise auch nur den Anschein des Antisemitischen erweckt, wird zu Recht bekämpft, verpönt und angeprangert. Es gibt zwar keine politische Erbschuld, aber der Umgang mit Israel und mit unseren jüdischen Mitbürgern ist von einer notwendigerweise besonderen Haltung gekennzeichnet.

 

Die heikle Frage ist nun, warum in unseren beiden Ländern nicht nur eine überaus wohlwollende Attitüde gegenüber jenen Migranten besteht, die aus definitiv antisemitischen Kulturen stammen, sondern warum diese Leute geradezu  eingeladen wurden und werden, in hellen Scharen zu uns zu kommen. Es ist ein Faktum, dass der Islam und die islamisch politisierten Staaten von der Türkei bis nach Marokko und von Syrien bis in den Sudan und nach Afghanistan grundsätzlich keine Freunde Israels und der Juden sind. Und dennoch holen wir unablässig Leute von dort zu uns.

 

Die Menschen, die von diesen Regionen zu uns kommen, haben den Antisemitismus buchstäblich mit der Muttermilch aufgesogen und transportieren ihn nun millionenfach nach Europa. Der bekannte Politikwissenschaftler und Islamologe Bassam Tibi hält dieses Faktum für ein riesiges Problem. Tibi sagte von sich selbst, dass er 1962 als Judenhasser aus Syrien nach Deutschland gekommen sei, weil der Antisemitismus im arabischen Raum etwas ganz normales und habituelles wäre und er selber erst langsam umlernen musste.

 

Damals sei das aber viel leichter und eigentlich selbstverständlich gewesen, weil es für Araber bzw. Muslime kaum die Möglichkeit gegeben habe, sich auf Dauer abzuschotten und die eigene Kultur zu pflegen. Tibi hat übrigens heute keine Hoffnung mehr, dass sich so etwas wie ein gemäßigter Euro-Islam entwickeln könnte. Er meinte kürzlich in einem Interview in der Basler Zeitung, dass Europa einer schlechten kulturellen Zukunft entgegen gehe und der Konflikt mit dem Islam unausweichlich sei.

( http://bazonline.ch/ausland/europa/Diese-Maenner-denken-Deutsche-Frauen-sind-Schlampen/story/22916308 )

 

Wenn nun die Entwicklung eines Euro-Islam wirklich so wenig wahrscheinlich ist, wie Tibi meint, dann ist die Kontinuität und die zunehmende Etablierung der islamischen Gebräuche samt der antisemitischen Grundhaltung bei den Migranten in ihren (sub-)kulturellen Habitats umso wahrscheinlicher. Bisher hat diese mögliche Gefahr erst vereinzelte kritische Stimmen in der jüdischen Community sowohl in Deutschland wie in Österreich hervorgerufen.

 

In Österreich hat die Israelitische Kultusgemeinde verlautet, dass der konstitutionelle Judenhass aus dem Orient eine größere Gefahr darstelle als der Antisemitismus der extremen Rechten. Der Zentralrat der Juden in Deutschland stellte fest, dass der Hass auf Juden und die Intoleranz feste Bestandteile der orientalischen Kultur seien. Auch das Sicherheitsgefühl der deutschen Juden sei gesunken.

 

In Ländern mit längerer Erfahrung in dieser Problematik ist die Sachlage noch viel klarer und bedenklicher: In Frankreich hat ein regelrechter Exodus von jüdische Bürgern nach Israel eingesetzt und in Israel wird Französisch in gewissen Städten schon zur zweiten Landessprache.

 

Warum also fungieren gerade Deutschland und Österreich angesichts ihrer Geschichte als diejenigen Länder mit den breitest geöffneten Armen, wenn es um das Willkommen der zweifellos antisemitisch geprägten Migranten geht? Wieso importieren diese beiden Länder geradezu freudig die judenfeindliche Kultur? Diese Frage ist bis jetzt von der offiziellen Politik nicht beantwortet worden und sie wird nach wie vor umschifft oder kleingeredet.

 

Auch das "humanitäre" Gerede der beiden Regierungen und die permanent ventilierte angebliche Verpflichtung, allen helfen zu müssen, ergeben keine schlüssigen Erklärungen: Sind doch nach allen Statistiken mindestens 50% der Ankömmlinge keine an Leib und Leben bedrohten Flüchtlinge, sondern Wirtschafts- oder sonstige illegale Migranten, die aus finanziellen Gründen ihren Lebensmittelpunkt nach Europa verlegen wollen. 

 

 

 

 

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Junge Wähler für einen alten Präsidenten?

Der Verfassungsausschuss im Parlament gab am 15.9.2016 grünes Licht, die Bundespräsidentenwahl (BP-Wahl) auf den 4.12.2016 zu verschieben. Gleichzeitig soll für diese vom Verfassungsgerichtshof (VfGH) angeordnete Wahlwiederholung das Wählerverzeichnis aktualisiert werden.

 

46.000 Jung-Wähler kommen auf diese Art hinzu. Das Paket wurde im Ausschuss mehrheitlich von VP, SP, Grünen und Neos beschlossen. Nur das Team Stronach und die FPÖ stimmten laut Parlamentskorrespondenz dagegen. (Der Autor dieser Zeilen, Nationalratsabgeordneter, aber nicht Mitglied im Verfassungsausschuss, ist auch dagegen. Und zwar vehement). Die endgültige Abstimmung über den Wahltermin und das Procedere hinsichtlich der Zulassung neuer Wähler erfolgt im Plenum am 21.9.2016.  Diese dann verbindliche Abstimmung wird nach parlamentarischem Usus aber höchstwahrscheinlich genauso ausfallen wie jene im Ausschuss.

 

Rekapitulieren wir: Die neuerliche Festlegung der Wahlwiederholung ist aus den hinlänglich bekannten "klebetechnischen" Gründen notwendig geworden. Es steht aber nirgends in der Verfassung oder im Spruch des VfGH, dass die Wähler-Evidenz deswegen aktualisiert werden muss und die Jungwähler für die Wiederholung(!) der BP-Wahl zugelassen werden müssen. Denn es ist eben: Eine Wiederholung. Und wer damals nicht wählen durfte, der sollte es jetzt auch nicht dürfen, weil die zu wiederholende BP-Wahl ja sonst ganz klar zu einer Neuwahl wird, indem willkürlich die Bedingungen geändert werden. (Bitte komme mir jetzt keiner mit dem Argument, es wären ja  in der Zwischenzeit auch schon tausende Wähler verstorben- das ist der natürliche Abgang und dieser ist nicht zu beeinflussen, weil schicksalshaft.) 

 

Zu Ende gedacht müsste man also nach der nun aufs Tapet gebrachten verqueren Logik der aktualisierten Wähler-Evidenz überhaupt Neuwahlen anstreben. Das wäre ehrlich und korrekt. Die "Lösung", dass man die BP-Wahl gemäß dem Richterspruch wiederholt, aber dabei neue Wähler zulässt, ist aus meiner demokratiepolitischen Sicht ein manipulatives Worst-Case-Szenario. Um noch deutlicher zu werden: Eigentlich ist das eine skandalöse Situation und einer westlichen Demokratie nicht würdig.  

 

Warum: Erstens ist die BP-Wahl wie gesagt eine Wiederholung. Daher sollten dieselben wahlrechtlichen Bedingungen gelten wie beim ersten Durchgang. Zweitens entsteht jetzt unweigerlich die üble Vermutung, dass die Jungwähler deswegen zugelassen werden sollen, um die Chancen des grünen Kandidaten Van der Bellen zu erhöhen. Man weiß  aus der Wahl-Analysen, dass die Jungen eher grün wählen. Und für die "Lösung" sind genau jene Parteien, aus welchen sich viele Mitglieder bereits als pro VdB geoutet haben (dass da auch "Bürgerliche" dabei sind, wurde hierorts schon mehrfach kritisiert).

 

Das ganze BP-Wahl-Desaster, das uns ohnehin schon zum Gespött in Europa machte, hat jetzt nicht nur einen bananenrepublikanischen Touch, sondern noch einen ganz, ganz intensiven Hautgout bekommen. Man kann nur hoffen, dass im Plenum am 21.9. ein demokratiepolitisches Wunder geschieht und diese miese Geschichte doch noch einen guten Ausgang findet. Und zwar mit einer Abstimmung gegen die Entscheidung des Verfassungsausschusses. 

 

 

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The Who, das Konzert und die Politik

Ein warmer September-Abend in Wien. Rund um die Stadthalle wimmelt es vor Menschen. Klar - heute spielen "The Who" ihr Wien-Konzert. Das Publikum ist bunt gemischt: Man sieht viele reife bis ältere Damen und Herren, die mit der englischen Rock-Band in Würde mitgealtert sind und sich auf einen lauten, rockigen Musik-Abend freuen. Aber auch erstaunlich viele junge Leute sind da im Auditorium, Burschen wie Mädels.

 

Die legendäre Band The Who gibt es seit 50 Jahren, viele im Publikum sind grad einmal halb so alt. Und mitten drin steh ich und bin begeistert, wie der agile 71-jährige Gitarrist Pete Townsend seine spezielle Art, Gitarre zu spielen, erhalten hat. Der Schlagzeuger Zak Starkey (übrigens Sohn des Alt-Beatles Ringo Starr) ist übrigens fantastisch und ein würdiger Nachfolger von Keith Moon, dem 1978

verstorbenen überragenden Drummer der Who. 

 

Mein Konzertbesuch wäre nicht weiter der Rede wert oder gar erstaunlich, weil viele Menschen (natürlich auch Ärzte und Nationalratsabgeordnete) hin und wieder auf Rock-Konzerte gehen. Sogar so bürgerlich-wertkonservative und wirtschaftsliberale Patrioten wie ich. Erst recht, wenn sie jahrzehntelang selber Schlagzeug in einer Band gespielt haben.

 

Erstaunlich ist vielmehr, wie oft ich an diesem gestrigen Abend vor und nach dem Konzert an verschiedenen Ecken von jungen Leuten spontan angesprochen und begrüßt wurde. Sie erkannten mich, weil sie meinen Blog regelmäßig lesen, voll drauf stehen (Originalzitat), die Art und die Inhalte meiner Politik mögen und mir das auch sagten. Mit solchen Spontaneitäten rechnet man eigentlich nicht, wenn man auf ein Who-Konzert geht.

 

Aber solche unerwarteten Mitteilungen sind dann natürlich umso erfreulicher. Und das mein ich jetzt nicht deswegen, weil es eine narzisstische Befriedigung ist, von Fremden spontan positives Feedback zu erhalten, sondern ich sag das als Kompliment für die Jungen: Sie sind unkompliziert, sprechen ohne Scheu Politiker an und haben politische Energie und Interesse, sonst würden sie keine politischen Blogs von Abgeordneten lesen. Ausserdem gefallen ihnen The Who, was jedenfalls ein Qualitätsmerkmal des Geschmacks ist.

 

Junge Leute, die sich mit Politik beschäftigen, haben in der schwierigen Zeit, in der wir leben, die besten Chancen. Wer rechtskonservative und kritische Blogs von jemandem liest, der ihr Vater sein könnte, der hat schon mal nachgedacht über das, was wichtig ist im Leben und der hat versucht, eine Haltung für sich zu finden. Und das beste dran ist, dass sie trotz ihrer Jugend offensichtlich dem ganzen Linksgeschwurbel, das auf die Jungen von den sich selbst als Jugendparteien bezeichnenden Gruppierungen hereinprasselt, keinen Glauben schenken.

 

Fazit: Es gibt viele junge Leuten, die eine kantige und klare rechtsbürgerliche Politik wollen. Und die keinesfalls VdB zum Bundespräsidenten wählen werden, wann immer die Wahl auch stattfindet. Diese Jungen stellen das Hoffnungspotenzial für eine neues, bürgerlich-rechtes Österreich dar. Und diese Jungen wollen Personen in der Politik sehen, die sich klar zu etwas bekennen, die nicht herumeiern und zögern und die statt die tägliche Phrase zu dreschen einfach unverblümt sagen, was Sache ist. 

Anders gesagt: Politik ist dann gut, wenn sie so "rough" und ehrlich ansprechend rüberkommt wie die Musik der Who - egal, wie alt die Musiker respektive die Politiker sind.

 

 

 

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Die Chuzpe als Stilmittel der Politik

Am 13.9.2016 fielen bei der Sondersitzung des Nationalrates zum Thema "Arbeitsplätze statt Asyltricksereien" denkwürdige Sätze. Bundeskanzler Kern sagte wörtlich: "Es ist nun mal so, dass die Menschen, die zu uns gekommen sind, auch bei uns bleiben werden". Und in seinen weiteren Ausführungen kündigte er an, dass "Wir und bemühen sollten, die Hoheit über unsere Grenzen zurück zu erlangen."

 

Der erste Satz klingt wie eine gefährliche Drohung. Was soll heißen, die Menschen werden bei uns bleiben? Was bedeutet das für unser Land? Schauen wir uns die Zahlen an: Allein seit Jänner 2016 sind über 130.000 Illegale nach Österreich eingereist. Nur 5000 (in Worten: Fünftausend) sind wegen fehlenden Bleiberechts in ihre Herkunftsländer zurückgebracht worden.

 

Man muss also dem Kanzler zugute halte - er sprach sogar die Wahrheit! Die Menschen bleiben. Und Kern hat offenbar kein großes Interesse daran, die Situation gemeinsam mit seinen Regierungskollegen nachhaltig zu entschärfen. Freilich müssen viele von den illegalen Migranten noch den Rechtsweg durchlaufen und (sofern sie einen Antrag gestellt haben), den Ausgang des Asylverfahrens abwarten. Aber wir können davon ausgehen, dass in jedem Fall die Masse der Illegalen hierbleiben wird, weil die Rückführungen erfahrungsgemäß nicht gut funktionieren.

 

Warum geht der Herr Bundeskanzler mit diesem Problem so offensichtlich zaghaft um, ja  will es vermutlich gar nicht lösen? Leicht erklärt: Alle, die langfristig hierbleiben, erhalten irgendwann einmal ein Bleiberecht. Und wenn sie ein Bleiberecht haben, dann sollen sie nach dem Willen der SPÖ auch ein Wahlrecht bekommen. Das war schon Thema bei der letzten Wienwahl (  http://derstandard.at/2000023234175/Keine-Mitbestimmung-fuer-Auslaender-Jeder-vierte-Wiener-darf-nicht-waehlen )  - in der Bundeshauptstadt ging es zuletzt um immerhin 220.000 Nicht-EU-Bürger, die (noch?) nicht wählen durften...

 

Wir erleben also die Kreation einer neuen rotgrünen Wähler-Klientel aus dem Geiste der Zuwanderung. Das Proletariat des 3. Jahrtausends sind die Orientalen. Das sagt natürlich niemand offen, aber die Linken wollen es definitiv so, denn dieses neue Proletariat ist ihre einzige politische Überlebenschance. Mit der Chuzpe im Kleid der Humanität wird dieses Ziel dauerhaft angestrebt.

 

Zum zweiten Satz; "Wir wollen die Hoheit über unsere Grenzen zurück", sagte der Kanzler. Nun, diese Hoheit wurde uns von niemandem genommen, sondern diese wurde von den Verantwortlichen preisgegeben - unter roter Faymann`scher Kanzlerschaft im Herbst 2015. Die katastrophalen Bilder sind uns noch heute plastisch in Erinnerung: Spielberg wird für immer als Ort der beamteten Hilflosigkeit und der unkritischen Grenzöffnung in unseren Köpfen bleiben. Die Bahnhöfe im Willkommens-Taumel werden wir ebenfalls nicht vergessen. 

 

2015 war Kern zwar noch nicht Kanzler, aber er hatte als ÖBB-Chef natürlich die hauptverantwortliche Rolle bei der Missachtung der Grenzen mit den Mitteln des Transports: Die ÖBB hat damals knapp 300.000 Migranten befördert, 674 Sonderzüge geführt, 1135 Busse bereitgestellt und 70.000 Übernachtungen in ÖBB-Gebäuden organisiert. Und last not least dem Staate Österreich 15 Millionen Euro dafür in Rechnung gestellt. Begründung für alles: Es sei alternativlos gewesen. (Übrigens ein Stehsatz von Kerns Kollegin Angela Merkel)

 

Jetzt fordert der damalige ÖBB-Chef und nunmehrige Kanzler die Hoheit über die Grenzen zurück. Ist das nicht absurd und frech - nach allem was war? Wenn man Chuzpe jemals als Haupteigenschaft eines Bundeskanzlers bezeichnen kann, dann ist das es wohl jetzt der Fall. Anders gesagt: Der Pflanz in der Migrationspolitik erreicht immer wieder neue Dimensionen und man hat nun wirklich schon den nachhaltigen Eindruck, dass das Volk auf Dauer für dumm verkauft werden soll.

 

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Ist die Sozialdemokratie am Ende?

Die Sozialdemokratie ist in einem paradoxen Dilemma gefangen. Trotz oder gerade wegen der Tatsache, dass die gemäßigte Linke viele ihrer Ziele bereits erreicht hat, wenden sich immer mehr Sympathisanten enttäuscht von ihr ab. Vermutlich ist es vor allem das Streben nach Gleichheit und gesellschaftlichem Ausgleich sowie der linke Internationalismus, welche den Niedergang der Sozialdemokratie vorantreiben.

Zwei soziologische Phänomene, die von der Linken lange negiert respektive zu spät bemerkt wurden, könnten dies beweisen: Zum Ersten mag im Zeitalter des Individualismus kaum jemand a priori von der Politik mit allen anderen in einen Topf geworfen werden, zu unterschiedlich sind die genuinen Interessen und Lebensziele des Einzelnen. Zwar findet die Linke noch immer ihre Anhänger bei vielen Intellektuellen und bei jenen, die sich gesellschaftlich benachteiligt fühlen.

Aber unter Letzteren wandern die Leute in Scharen ab, weil  ihnen national orientierte Parteien die besseren Angebote machen. Im Gegenzug äußern die linken Intellektuellen ihren Frust darüber im Feuilleton und wenden sich den neuen und alten linkslackierten Bobo-Fraktionen zu, auch wenn diese inhaltlich und weltanschaulich wenig zu bieten haben und ständig liberal mit beliebig verwechseln - gerade auch in ihren linken Facetten.

Zum Zweiten hat die Linke die vielen Fragen, welche die europäische Migrationsthematik mit sich bringt, zu lange missachtet und tut dies noch immer. Die von Links propagierte rasche Gleichstellung von Einwanderern, das vor allem in den Städten sichtbare und mittlerweile besorgniserregende Versagen beim Schaffen von wirksamen Integrationsmaßnahmen und die Forcierung einer längst nicht von jedem geschätzten Multi-Kulti-Politik riefen und rufen bei der autochthonen Bevölkerung Befürchtungen hervor, die von der Linken jahrelang mit einer gewissen Nonchalance behandelt, ja nicht einmal ernst genommen wurden. Angesichts der aktuellen, im Grunde völlig entglittenen  Migrationsproblematik sind die linken Parolen nun überhaupt zur reinen Abschreckung der eigenen Bürger degeneriert. Die Rechnung dafür präsentiert der Wähler zu jedem Anlass.

Daraus lässt sich ableiten, dass das linksideologische Streben nach sozioökonomischer Gleichheit und grenzenlosem Internationalismus  negative Effekte auf die Entwicklung und den Zustand unserer Gesellschaft hervorruft. Wenn diese Interpretation stimmt, dann könnte im Umkehrschluss die Ungleichheit und die Abgrenzung positive Auswirkungen auf dieselbe haben, zumindest aber können sie nicht so schlecht sein wie ihr von der Linken geprägter Ruf.

Diese These ist zu untersuchen: Wir behaupten einmal, Ungleichheit ist eine der Grundvoraussetzungen jeder gelungenen gesellschaftlichen Entwicklung. Weiters behaupten wir, dass sozialistische und kollektivistische Ideologien nicht zu jenem allgemeinen Glück führen, welches sie seit Marxens Zeiten versprechen. Die Argumente für diese These lauten: Nur unter grundsätzlich ungleichen Bedingungen können jene dynamischen Prozesse entstehen, die eine Weiterentwicklung von Gesellschaften ermöglichen.

Sozioökonomischer Fortschritt gelingt nur, wenn sich immer wieder Gruppen bemühen, mehr zu leisten als die Anderen. Wenn hingegen linksideologische Inhalte kontinuierlich in die Realität umgesetzt werden, beginnen sie früher oder später in eine für die Gesellschaft kontraproduktive Richtung zu wirken. Erstens weil die Linke zur Schaffung der Gleichheit notgedrungen wider die menschlichen Grundeigenschaften wie Individualität, Erfindungsgeist, Leistungsbereitschaft und Mut agieren muss. Zweitens widerspricht das Ideal der Gleichheit demjenigen der Freiheit, denn Gleichheit bedeutet immer auch einen Verlust an Eigenständigkeit. Egalitätsfördernde Maßnahmen sind regelhaft mit Einschränkungen verbunden.

Und drittens attackiert das Ansinnen der Gleichheit das Wesen des Lebens per se, denn alleine schon die biologische Evolution beruht auf Ungleichheit und Veränderung. Mit dem Wissen, dass Ungleichheit ein essenzielles Merkmal des Lebens ist, kann es keinen Zweifel darüber geben, dass gerade die Unterschiede zwischen den Menschen ganz grundsätzlich die Fülle von individuellen Möglichkeiten und Lebensläufen erzeugen und den Raum für jene Phantasien, Vorbildwirkungen und Kreativitäten bieten, aus welchen wiederum Wandel, Abwechslung und Fortschritt entstehen können.

Das Schaffen von Gleichheit funktioniert prinzipiell nur durch Gewalt oder Druck. Waren es früher Revolutionen, welche das Ideal der Gleichheit zumindest für eine Zeitlang etablieren konnten, ist es in Friedenszeiten nur durch staatliche Zwänge möglich, den Trend zur Egalität aufrecht zu erhalten. Über die Steuer- und Sozialgesetze wird heute versucht, gesellschaftliche Gleichheit herzustellen. Wenn der egalitäre Staat die Leistungswilligen aber zu sehr bremst, indem er die Umverteilung forciert und die selbst erarbeiteten Einkommen durch steigende Steuersätze limitiert, so kommt es bei den Leistungserbringern unweigerlich zu Unzufriedenheiten und letztlich zu Entsolidarisierungstendenzen.

Der Keim der Spaltung ist gesät: Die einen wollen immer mehr, weil es ihnen ja vom Staat im Namen der Gleichheit und der sozialen Gerechtigkeit versprochen wird und sie haben das Gefühl, es steht ihnen zu. Die andern wollen aber die dadurch stetig schwerer werdende Last nicht mehr tragen, ihre Leistung geht mittlerweile ohnehin schon zur Hälfte an den Staat. Selbst die mahnenden Hinweise auf das Ideal einer möglichst breitflächigen Verteilung des Wohlstandes zur Aufrechterhaltung des sozialen Friedens klingen da nur noch hohl. Am Ende führt der Gleichheitsgedanke jedenfalls zur Hemmung der gesellschaftlichen Prozesse und zur totalen Unzufriedenheit aller.

 

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It`s the family, stupid!

Dieser Text richtet sich an alle unter 40. Vorwiegend jedenfalls. Wenn diesen Artikel meine Altersgenossen (50 plus) auch lesen, umso besser. Denn die sind sekundär ebenfalls betroffen. Oder besser gesagt, die sind in gewisser Weise sogar ursächlich und verantwortlich in die Thematik involviert.

 

Worum es geht: In Zukunft könnte es in Österreich so viele Omas und Opas geben wie nie zuvor. Ich sage: Könnte. Denn dieser grundsätzlich erfreuliche Fall tritt nur dann ein, wenn die Jungen (also die Leute unter 40) sich aufraffen und ein neues Faible und neuen Mut für Familie und Nachwuchs entwickeln.

Falls sie das tun, hätten sie nämlich einen ganz entscheidenen Vorteil gegenüber den früheren Generationen: Sie könnten ihre Kinder im Bedarfsfall einer Heerschar von fitten und langlebigen Omas und Opas anvertrauen, die selber als Eltern nur relativ wenig Zeit und Geld ins Kinder-Bekommen und in die Kindererziehung investiert haben. Da gibt es, um es vorsichtig auszudrücken, ein historisches Manko und aus diesem heraus ein gewaltiges soziales und familiäres Wiedergutmachungspotenzial, das der jetzigen jungen Generation zugute kommen könnte - ja, dies sogar sollte.

Unsere Geburtenrate "grundelt" seit den 70ern unter der Erhaltungsgrenze, sie liegt derzeit bei 1,44 Kinder/Frau. Dass mit dieser Rate langfristig keine Nation überleben kann, ist bereits Allgemeinwissen. Die Babyboomer, also die geburtsstarken Jahrgänge aus den 60ern, waren ironischerweise selber nicht besonders baby-affin und sehr wenig vermehrungsfreudig. Vor allem die Ein-Kind-Familie und zum Glück auch grad noch die Zwei-Kind-Familie waren über Jahrzehnte das Ideal der Babyboomer. Viele entschieden sich aus hedonistischen Gründen überhaupt gegen die Familien (man nannte und nennt das Selbstverwirklichung).

Die Ursachen für diese Entwicklung sind allgemein bekannt: Die Erfindung der Pille und die damit zusammenhängende "neue Freiheit der Frau" sowie die gesellschaftlichen Umwälzungen nach der 68er Revolte ermöglichten diese - historisch betrachtet - völlig neuen Verhältnisse.

Hinzu kommt noch unsere exzessiv gestiegene Lebenserwartung. Diese übt auf die durch die niedrige Geburtenrate bedingten negativen demografischen Veränderungen einen zusätzlich verstärkenden Einfluss aus. Wir alle kennen bereits zur Genüge die aus der aktuellen, altenlastigen Demografie entstandene Pensionsproblematik und die damit zusammenhängenden Reformnotwendigkeiten.

Mir geht es aber hier um etwas anderes. Wie schon oben erwähnt bietet die aus der Überalterung entstandene Armee der potenziellen Großeltern den Jungen eine Riesen-Chance. Diese Option könnte in weiterer Folge auch den zukünftigen Alten mehr Lebenssinn und Daseinsfreude geben: Wenn es uns nämlich gesellschaftspolitisch gelingt, die Wertigkeit von Familie und Kindern wieder auf jenes Level zu heben, das ihr gebührt, dann könnten Alt und Jung freudigen und mit Leben erfüllten Zeiten entgegenblicken. Die klassische Familie mit Vater, Mutter Kind(ern) ist die wichtigste Struktur jeder Gesellschaft, das haben viele von uns vergessen.  Viele behaupten sogar, die Zeiten der Familie wären vorbei - das ist natürlich Unsinn.

Um die Keimzelle "Familie" zu reaktivieren, brauchen wir einfach mehr Kinder und mehr Willen, Verantwortung für diese Kinder zu tragen. Und natürlich braucht es ein gesellschaftliches Umdenken: Die wahre Selbstverwirklichung und der tiefe Sinn des Lebens liegen nicht (nur) im Hier und Jetzt, sondern vor allem in der Weitergabe dieses Lebens.

Drum, ihr Jungen, seid mutig und gründet Familien! Auch wenn die möglichen Mamas und Papas heute fast alle berufstätig sind - das ist keine Ausrede. Denn für Eure Eltern, die alternden Babyboomer, gilt ganz klar der Aufruf: Gebt eurem Altern einen Sinn, fördert das neue Leben und die jungen Familien und übernehmt mit den Jungen gemeinsam die Verantwortung für deren Kinder - es sind immerhin eure Enkel!

(Anmerkung: Der Autor ist 53 und selbst 3-facher Vater)

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Erbärmlichkeit, du hast eine Heimat

Wer heute viel mit Leuten zu tun hat und viel mit ihnen redet, bemerkt vor allem eines: Der Verdruss am Politischen und das ungute Gefühl, die Nase endgültig voll zu haben, ist der am weitesten verbreitete Eindruck beim Bürger. Diese ohnehin schon lange präsente Emotion hat sich noch massiv verstärkt. Resigniertes Kopfschütteln und eine gewisse missgestimmte Ratlosigkeit sind Alltag und immer öfter sind  beim Einzelnen auch berechtigte Aggressionen erkennbar. Die Leute haben einfach genug.

 

Die Bürger können hinhaltende Aussagen zum Migrations-Desaster und Begriffe wie "Flüchtling", "Schutzsuchende" oder "gemeinsame europäische Lösung" nicht mehr hören. Sie sehen nämlich keine zugehörigen Erfolge und viele kennen mittlerweile die Statistiken, nach denen ja die Hälfte der angeblichen "Flüchtlinge" überhaupt keine solchen sind. Und viele wissen, dass es kaum Rückführungen und Abschiebungen gibt und sie wissen, dass sie auch für die Illegalen zahlen müssen - jahrelang. Und dass dafür im Gegenzug die Ressourcen für die Einheimischen sukzessive vermindert werden. Man mag daher auch die vielen  medialen Berichte, die noch immer tendenziös und schönfärberisch gestaltet sind, nicht mehr lesen. Es reicht. Und zwar wirklich.

 

Viele Menschen würden einfach gern das Rad der Zeit zurückdrehen und die katastrophalen Entscheidung von Frau Merkel und ihrer damaligen braven Gefolgsleute, den halben Orient nach Europa einzuladen, rückgängig machen. Dass das nicht geht, ist natürlich jedem klar - also behilft man sich mit persönlichen Lösungen und überlegt sich etwas für sich selbst - wenn man kann.

 

Diese Lösungen sehen leider oft recht trist aus: Frauen fahren nach 19 Uhr nicht mehr alleine mit der U-Bahn und vermeiden es, alleine im Dunklen oder in bestimmten Regionen unterwegs zu sein. In gewissen, sehr stark migrationsdurchsetzten Bezirken der größeren Städte halten sich die Leute generell nur mehr ungern auf.

 

Für viele wirkt das Klima dort unangenehm fremd, teilweise sogar feindselig. Das Straßenbild gibt ihnen recht: Die Anzahl der verschleierten Frauen hat dramatisch zugenommen und die sozialen Signale in der Öffentlichkeit, sogar oder vor allem in banalen Situationen, sind eindeutig. Gehen Migrantenfamilien spazieren, so schlendert vorne demonstrativ breitbeinig der Mann, 5 Schritte hinter ihm trippelt die schwarzverhüllte Frau samt Kinderschar. Das kann jeder von uns an den Hot Spots der Zuwanderung beobachten. Und diese Familien sind im 20. oder 15. Bezirk Wiens mit Sicherheit keine Touristen, wie so oft behauptet wird. 

 

Faktum ist: Autochthone Bürger wollen ihre angestammten Plätze verlassen und ziehen aus Wohnungen aus, wo sie 40 oder 50 Jahre gelebt habe. Manche denken ernsthaft ans Auswandern. Bei mir sitzen reihenweise Bürger, die mich fragen, wie so etwas passieren hat können und die mir betroffen ihren Kummer erzählen. Die Mehrheit der Leute kann und will die Gesamt-Situation bzw. die Migrationspolitik überhaupt nicht mehr verstehen. Wozu auch? Es ist ihre Stadt, es ist ihr Land!

 

In einem Wiener Gemeindebau gibt es eine Waschküche, die zur Halal-Schlachterei umfunktioniert wurde - die Stadt Wien weiß davon, reagierte aber bisher nicht. (Dem Autor liegen dafür glaubwürdige Aussagen von Anrainern vor). Die Bewohner sind verzweifelt und wollen weg, zumal auf der betroffenen Stiege von 12 Wohnungen nur noch 2 Einheiten von Österreichern bewohnt werden, die restlichen 10 von Orientalen. Die Kritik der Betroffenen bei den Verantwortlichen war bisher ergebnislos, die neuen Wähler zählen bei der Stadtverwaltung eben mehr als die alten Wiener.

 

Lächerliche und peinliche Ereignisse wie die aktuelle Wahlkarten-Affäre im Rahmen der Bundespräsidentenwahl setzen der allgemeinen negativen Grundstimmung noch eins drauf. Die Bürger halten viele ihrer Volksvertreter nur mehr für unfähige Phrasendrescher, das Wort Bananenrepublik gräbt sich langsam tief in die Köpfe der Leute ein. Die undichten Wahlkarten-Kuverts sind aber auch ein Sinnbild für den Zustand des Landes: So offen und undicht wie die Grenzen sind offenbar auch die Wahl-Kuverts. Und es fehlt sichtlich an Kraft, die Dinge zusammenzuhalten.

 

Die drei Minister, die verbal versuchen, die Migrationskatastrophe zu managen, sind bisher grandios gescheitert, denn Worte alleine reichen nicht. Ganz ehrlich: Was haben die Minister Doskozil, Sobotka und Kurz bis jetzt zustande gebracht? Welche konkreten Taten wurden gesetzt und welche Ergebnisse erzielt? Wie werden die täglich angeprangerten und wachsenden Missstände behoben? Wo sind die Rückführungsprogramme, die in großem Stil Österreich von denjenigen Fremden entlasten, die kein Bleiberecht haben? Wo sind klare Maßnahmen zum Abschieben krimineller Asylwerber und illegaler Migranten? Ganz allgemein gefragt: Was tut diese Regierung für das Volk? Über die Obergrenze plappern und smarte Kanzler-Bilder über die Social-Media verbreiten? Wie erbärmlich ist das eigentlich alles?

 

Diese zähe und breiige Debatte über die Obergrenze ist sowieso gar nicht mehr anzuhören. Es gibt rechtlich und sachlich betrachtet überhaupt keinen Diskussionsbedarf darüber, juristisch ist längst alles geklärt und es gibt schon lange gültige Gesetze, wie in Situationen wie der jetzigen mit den Problemen umzugehen ist. Die Nation Österreich ist mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu schützen, Punkt.

 

Die einfache und klare, rechtlich tadellos durchargumentierbare Lösung heisst daher: No Way. Es gibt keinen Zuzug mehr, die Grenzen sind zu schließen. Nur so kann Österreich vielleicht noch irgendwie das Desaster in den Griff bekommen. Aber die Chancen schwinden täglich ein bisschen mehr.

 

 

 

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Die Ärzte auf den Barrikaden

Die Wiener Spitalsärzte stehen vor dem Großen Streik. Am 12.9.2016 soll es losgehen. Über 90% der Mediziner sind für den Streik, das hat eine kürzlich erfolgte interne Umfrage ergeben. Dieses Ergebnis ist ein Misstrauensvotum der Extra-Klasse. Das Management des Wiener Gesundheitswesens ist dadurch massiv unter Druck geraten und selbst der Bürgermeister hat nun Erklärungs- und (Ver-)Handlungsbedarf.

 

Warum der Bürgermeister: Ein Riesenproblem des gemeindeeigenen Wr. Krankenanstaltenverbundes (KAV) ist seine totale Durchdringung mit Parteipolitik. Alles dort ist rot und der KAV wird als sozialistische Erbpacht betrachtet, die letztlich mit absolutistischer Hand aus dem Rathaus heraus regiert wird. Die meisten Schlüsselpositionen im KAV sind daher mit Sozialisten besetzt, die in Abhängigkeit zum Rathaus je nach Situation in Ehrfurcht verharren oder auf Zuruf agieren müssen. Die Stimmung beim roten Dienstgeber "Gemeinde Wien" ist nun angesichts der aufmüpfig gewordenen Ärzteschaft höchst angespannt und der Bürgermeister als oberster Boss schon ziemlich grantig. Die Fronten sind entsprechend verhärtet und es wurde den Ärzten samt und sonders bereits mit dienstrechtlichen Konsequenzen gedroht. 

 

Um was es den Ärzten geht: Die neuen (und unsinnigen) EU-Arbeitszeitrichtlinien für Mediziner sind nun umzusetzen. Eine Reduktion der ärztlichen Arbeitszeit wurde per Brüsseler Weisung zur Pflicht: Mn darf nur mehr 48 Wochenstunden arbeiten. Wien weiß von dieser EU-Verordnung seit vielen Jahren, doch es wurden keinerlei brauchbaren Übergangslösungen eingeführt, sondern man handelte seitens des Dienstgebers erst, als man das musste - also jetzt. Wird das EU-Diktat nicht umgesetzt, werden nämlich Pönalen fällig. Diese Pönalen werden nun quasi in einem übertragenen Sinne an die Ärzte weitergegeben.

 

Was wollen die Ärzte: Sie lehnen die geplanten neuen 12,5-Stunden-Schichtdienste ab, weil es dadurch zu einer Verschlechterung der Patientenbetreuung kommt. Medizin kann man nicht in Schichtarbeitermodellen abhandeln. Unsinnige Portionierungen von ärztlichen Aufgaben ist in den meisten Bereichen schädlich. Die Schichtdienste stören die Kontinuität der Versorgung, ständige Dienstwechsel führen zu Informationsverlusten, die Patienten sehen alle paar Stunden andere Ärzte, die Fehlerquellen nehmen zu. Der Arbeitsrhythmus der Ärzteschaft wird zudem unnötig zergliedert.

Zum Vergleich die USA: Dort sind Arbeitszeiten bis zu 80 Stunden pro Woche erlaubt - einfach, weil Zeit der wichtigste Faktor in der Medizin ist. Die weltweit führenden medizinischen Errungenschaften kommen nicht von ungefähr aus den USA. Aber auch dort wurden vor kurzem  Schichtdienste eingeführt und laut Studien sind diese schlecht für Ärzte und Patienten.

 

Weiters wollen die Ärzte keine Einschränkung der Nachtdienst-"Radeln", weil dies zu massiven Engpässen in der Behandlung der Patienten und zu exzessiven Mehrbelastungen für die Nachtdienst-Ärzte führen wird. Es ist nicht im Sinne der Patienten, wenn in der Nacht plötzlich nur mehr ein Arzt für 100 Bettlägerige zuständig ist. Hier sind von Grund auf neue Überlegungen anzustellen.

 

Die Ärzte wollen überdies nicht, dass sture Kostenreduktionen, die nur zum Kaputtsparen des Systems führen, weiter zu einem erklärten Ziel des Managements gemacht werden. Sie fordern auch ein klares Bekenntnis zur gesicherten Jungärzte-Ausbildung in den Gemeindespitälern und die Entlastung der Spitalsärzte durch tiefgreifende Strukturmaßnahmen (Bürokratieentlastung, Stationssekretäre etc.). Und natürlich wollen sie eine Veränderung im offenbar inkompetenten, weil diskursiv nur auf der harten Linie agierenden KAV Management. Man kann mit Leuten in hoch verantwortungsvollen Berufen nicht so umspringen, hier wurde das notwendige Vertrauen zwischen Führung und Mannschaft bereits zerstört.

 

All diese Forderungen sind legitim: Sie sind im Sinne der Patientenversorgung und natürlich auch im Interesse der bestausgebildeten und am höchsten qualifizierten Berufsgruppe innerhalb des KAV. Warum der KAV derartig auf stur schaltet und den Streik durch verächtliche Stellungnahmen der Generaldirektion eigentlich noch provoziert, kann nur vermutet werden: Schlussendlich geht es natürlich ums Geld, aber vor allem geht es darum, dass die wichtigste Berufsgruppe im Gesundheitswesen offenbar in die Knie gezwungen werden soll. 

 

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Der Kommissar geht um

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Raad-Zaid-al-Hussein, ein jordanischer Prinz und Moslem, hat Anfang dieser Woche in einem offiziellen und globalen Rundumschlag gegen die sogenannten Rechtspopulisten ausgeholt. Er hat dabei von Donald Trump über Viktor Orban bis Le Pen, von Geert Wilders bis hin zum österreichischen Präsidentschafts-Kandidaten Norbert Hofer alle diese Politiker und ihre Politik außerordentlich scharf kritisiert, weil er meinte, sie würden ihre nationalen Interessen über jene von Migranten stellen.

 

Der Kommissar verglich die hier angeführten Politiker sogar mit dem IS und warnte vor nationalen Agitatoren, die Halbwahrheiten, Lügen und Manipulationen verbreiten würden. Diese Politiker seien Demagogen und politische Fantasten.  Der Holländer Geert Wilders nannte den Kommissar in einer ersten Reaktion einen Narren und schlug im Gegenzug vor, alle Moscheen in Holland zu schließen und die UNO abzuschaffen. ( http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-09/seid-raad-al-hussein-rechtspopulisten-geert-wilders-menschenrechte  ) 

 

Eine pauschale Rüge an westlichen Politikern in diesem Ausmaß und noch dazu von einem UN-Hochkommissar geäußert hat es meines Wissens noch nie gegeben. Erstaunlicherweise waren die Reaktionen nach diesem Affront - bis auf jene von Wilders - recht leise bis nicht vorhanden.

 

Am meisten verwundert aber, dass der Herr Kommissar die Europäer, die eine ungeheure Zahl an arabischen Migranten aufgenommen haben, so plötzlich und ohne akuten Anlass in einer für diplomatische Begriffe wüsten Art und Weise abkanzelt und dabei seine Menschenrechts-Agenda exzessiv ausdehnt. Möglich ist  natürlich,  dass er eine andere, sogenannte Hidden Agenda hat und beauftragt wurde, so zu handeln. Grundsätzlich ist er jedoch in seinem Wording völlig über das Ziel hinausgeschossen.

 

Wer sind wir Europäer, dass wir uns wie schlimme Schuljungen von dem Herrn Kommissar rügen lassen müssen? Selbst wenn er "nur" selektiv die Politiker mit klaren nationalen Zielen anspricht, ist das ein grober Überschreitung seiner Kompetenzen, die sich definitionsgemäß auf Menschenrechtsfragen beziehen. Noch dazu, wo in seiner Herkunftsregion die Menschenrechtssituation alles andere als geklärt ist und die Rechte dort nach allem, was wir wissen, nur sehr fragwürdig gesichert sind. Europa hat da hingegen auf allen Ebenen vorbildliche Institutionen, Sicherheiten und Umgangsweisen.

 

Man darf dem Kommissar also einige Fragen stellen. Zunächst sollte er Rede und Antwort stehen, was oder wer ihn berechtigt hat, sich derartig abfällig zu äußern. Danach muss man ihn fragen, warum er keine Kritik an den vielen reichen arabische Staaten übt, die in Hülle und Fülle Platz und Ressourcen für Migranten und Flüchtlinge haben. Seine Heimat Jordanien stellt zwar Lager für Syrien-Flüchtlinge bereit. Aber warum helfen die vielen anderen muslimischen Araber nicht den muslimischen Arabern?

 

Warum geht der Herr Kommissar nicht hin und sieht zunächst einmal im Orient nach dem Rechten statt Europäer zu beflegeln? In Saudi-Arabien stehen 100.000e klimatisierte Zelte für Pilger bereit, die nur selten benutzt werden - warum fordert der Kommissar nicht seine arabischen Glaubensbrüder auf, etwas für die bedrohten Nachbarländer und deren notleidende Bürger zu tun? Und warum lässt die UNO zuerst stillschweigend Millionen Muslime nach Europa marschieren und kritisiert danach jene europäischen Politiker, die sich zu Recht mit der riesigen Völkerwanderung nicht abfinden wollen? Was läuft hier, Herr Kommissar? 

 

 

 

 

 

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How low can you go?

Die Tageszeitung "Kurier" brachte am 8.9.2016 die Meldung, dass der Präsidentschafts-Kandidat Hofer nach einem Unfall im Jahr 2014 die Berufsunfähigkeitspension und das Pflegegeld beantragt hätte. Der Kandidat war damals schwerverletzt, es drohte die Amputation eines Beines.

 

Die Gutachter der Pensionsversicherung sprachen Ing. Norbert Hofer im Falle einer Berufsunfähigkeit (BU) die Berechtigung auf die BU-Pension zu. Es kam zum Glück aber nicht zu einer weiteren gesundheitlichen Verschlechterung, die BU konnte verhindert werden. Der Kandidat blieb bis dato in seinem Amt als 3. Nationalratspräsident. Soweit die Fakten. 

 

Das zugrunde liegende Problem ist nicht die Gesundheit des Kandidaten, sondern ganz etwas anderes: Der "Kurier" brachte die ursprüngliche Meldung in einer derart tendenziösen und verzerrenden Art, dass beim nicht ausreichend informierten Leser der Eindruck entstand, Norbert Hofer hätte sich damals die finanziellen Zuwendungen erschleichen wollen - trotz seines weiterlaufenden Gehalts als NR-Präsident. Hofer stand plötzlich in einem üblen Licht da.

Man unterstellte ihm, er wolle ein Körberlgeld lukrieren, ohne dass der Redakteur dazu sagte, dass er die Pension nur bekäme, wenn er berufsunfähig wäre.

 

Dabei war sowieso alles ganz normal: Der schwerverletzte Mann hat in seiner damaligen Not nur Vorsorge treffen wollen, falls er nicht mehr arbeiten könne, Die Information über den BU-Pensionsantrag hatte die Zeitung übrigens von einem anonymen Insider bekommen und ohne explizites OK von Hofer veröffentlicht. 

 

Heute  ruderte die Kurier-Redaktion zurück und brachte die Story nochmals - diesmal seriös aufgemacht als einen objektiv gestalteten "Fakten-Check". Offenbar war den Redakteuren die Inferiorität ihres Handelns bewusst geworden. Ein Wort des Bedauerns fehlte jedoch in den Texten gänzlich.

 

NR-Präsident Hofer hat jedenfalls angekündigt, Anzeige zu erstatten, damit der erwähnte anonyme Informant ausfindig gemacht werden kann. Hofer hat auch angemerkt, dass der Wahlkampf nun richtig schmutzig werden würde. Da kann man ihm leider nur beipflichten. Besser gesagt: er ist durch den Sündenfall des Kurier schon längst dreckig  geworden.

 

Die Angelegenheit kann man jedenfalls nicht einfach so abtun, schon gar nicht als politisch aktiver Mandatar. Die zentralen Fragen lauten: Warum startet eine angeblich unabhängige Tageszeitung, die sich erst kürzlich als supersaubere, humanitär und empathisch agierende Institution gerierte und im Namen dieser Attribute den Kampf "Gegen den Hass im Netz" eröffnete, eine solche zwar kurze, aber extrem widerliche Kampagne?

 

Warum setzt eine Redaktion, die kürzlich gemeinsam mit linken Politikern gegen Hasspostings und gegen schmutzige Netzangriffe auftrat und persönliche Attacken scharf verurteilte, eine solche Tat, die bei jedem halbwegs mitdenkenden Bürger nur noch angewidertes Kopfschütteln hervorruft?

( http://kurier.at/politik/inland/gegen-hass-im-netz-duzdar-praesentiert-sujets-der-kampagne/211.281.064 )

 

Warum ergreift ein "der Objektivität verpflichtetes und unabhängiges"  Medium ganz klar Partei, indem es gegen einen der beiden Bundespräsidentschafts-Kandidaten in einer absolut unseriösen Weise auftritt? Nach dem Redaktionsstatut ( https://kurier.at/services/diezeitung/das-redaktionsstatut/714.241 ) ist so ein Vorgehen eindeutig verpönt und doch hat das Blatt es getan.

Wird sich der Presserat damit befassen? 

 

Die Hintergründe und die Motive dieser medialen Untat kann sich jeder zusammenreimen: Es geht darum, den anderen Kandidaten zu stärken. Aus Sicht des Kurier und seiner Hintermänner muss Alexander van der Bellen Präsident werden. Und dafür ist den Damen und Herren offenbar jedes Mittel recht.

 

Fazit: Österreichs Medien haben ein gewaltiges Problem. Und damit hat ganz Österreich ein solches Problem: Wenn die sogenannte 4. Macht im Staate zu solchen Aktionen fähig ist, dann hat sie ihre vielzitierte Daseinsberechtigung als ein Kontrollorgan der Demokratie verspielt. Dann werden alle Vorwürfe wie "Lügenpresse", "Lückenpresse", parteipolitische Einflussnahme etc plötzlich sicht- und lesbare Realität.

 

Man darf gespannt sein, ob die anderen österreichischen Medien diese Gefahr für ihre ohnehin angekratzte Reputation erkennen und eine sichtbare Aktion gegen diese Ungeheuerlichkeit des Kurier setzen.

 

 

 

Nachtrag vom 9.9.2016, 13h30:

 

Ich habe anlässlich seines mails (siehe unten) soeben ein durchaus produktives Telefonat mit dem Kurier-Redakteur und Verfasser des gegenständlichen, in meinem Text erwähnten Artikels geführt. Wir haben seinen Text und meinen dazugehörigen, obenstehenden Blogpost ausgiebig debattiert. Beide sind wir uns bewusst, dass politische Berichterstattung und zugehörige Kommentare heikel sein können und es sehr oft um eine Gratwanderung geht, hüben wie drüben.

 

Meine Anregung war, dass gerade in unseren Zeiten, in denen die traditionellen Medien unter Druck geraten sind, es umso wichtiger ist, eine möglichst nüchterne und sachliche Berichterstattung zu verfolgen - besonders,  wenn es um medizinische Fragestellungen bei Personen des öffentlichen Interesses geht. Umgekehrt klang Herr Böhmer im Telefonat glaubwürdig, als er mir die Beweggründe seines Reports darstellte und mir versicherte, dass es ihm nicht um Anpatze oder Parteinahme gehe. 

 

Es ist halt vieles (oder alles) immer auch eine Frage des Wordings.

 

Herr Böhmer und ich haben angedacht, einmal prinzipiell über das Themenfeld "Medien/Politik/Social Media" persönlich zu diskutieren und diese spannungsgeladene und facettenreiche Problematik zu durchleuchten. Ich würde mich freuen, wenn diese Debatte zustande käme.

 

 

 

 

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Politik und Theater

Die Politik verkommt immer mehr zur Show und zum absurden Theater. Verpackung ist wichtiger als der Inhalt. Es ist eigentlich völlig egal, was gesagt wird. Wichtig ist nur, dass ein Sager dabei ist und die Verkleidung stimmt. Die politischen Proponenten müssen keine Positionen mehr haben - vor allem, wenn sie sich vor dem Auftritt als links der Mitte deklarieren. Die anderen, die Rechten, die kennen wir schon, die müssen sich zunächst immer erst rechtfertigen, bevor sie auftreten, auch wenn sie recht haben. Sie dürfen im Theater mitspielen, aber weil sie so authentisch rüberkommen, mag man sie seitens der Regisseure gar nicht so gern und bietet ihnen nur wenig Spielraum.

 

Links der Mitte, ja dort ist es fein, da ist im Polit-Theater alles erlaubt. Denn dort hat das Juste Milieu den Quell der Moral verortet. Die Deutungshoheit liegt gleich links von der Mitte und sie rinnt uns von dort exklusiv und tagtäglich aus den Federn der linken Theaterschreiber klebrig entgegen. Der linke Kandidat saugt das geronnene und so gewonnene Traktat danach förmlich auf und speit die eilfertig zurecht gelutschten Phrasen willfährig wieder aus, sodass sie die linken Edelfedern im endlosen Circulus der Humanitätsbeschwörung immer wieder fleissig re-publizieren können.

 

Wenn die Feder einmal stocken sollte, so greift man zur zwar schon sehr abgenützten, aber immer noch halbwegs brauchbaren Nazi-Keule und teilt sicherheitshalber damit seine Hiebe Richtung rechts aus. Man ist ja dazu befugt, denn die Deutungs- und Moralhoheit sind wie gesagt nur links zuhause.

 

Es gibt durchaus auch neue Staffage im Theater: Man zieht nun sogar als Linker den Lodenjanker an, der vermittelt jenes heimatliche Flair, das die Linken früher immer verdammt haben. Im Polit-Theater ist der Janker, dieses Sinnbild der autochthonen Heimat, zum unabkömmlichen Utensil aufgestiegen. Man muss ja den Gefühlen des biederen, niederen Volkes einen Dienst erweisen, wenn es migrationsbedingt schon so um die einst vielgescholtene und jetzt real bedrohte Heimat besorgt ist.

 

Folgerichtig findet die wirkliche Inszenierung des politischen Duells (eines einst tödlichen Aufeinandertreffens zweier Gegner) dort statt, wo es schon lange hingehört: Auf der Bühne. Und zwar nicht nur auf irgendeiner, sondern auf der Bühne des renommiertesten deutschen Theaters - an der Burg.

 

Die beiden Kandidaten für das höchste Amt im Staat mussten sich dort am 7.9.2016 den Fragen eines dafür extra abgestellten Organisten aus der größten Medien-Orgel des Landes stellen: Der öffentlich-rechtliche ORF hat befunden, dass die Bundespräsidentschafts-Aspiranten sich in Szene setzen und ihre Eigenschaften und Fähigkeiten  "live on stage" demonstrieren müssen. 

 

Damit ist endlich erreicht, was die Medien immer schon wollten: ganz offiziell Regie auf der Bühne der Politik zu führen und die Komparsen auf derselben in einem Quodlibet herum zu dirigieren. Und der Schmäh ist: Man tut dabei so, als wäre das alles ganz furchtbar hip, ausserordentlich modern und völlig real  - und vor allem eh gar kein Theater.

 

Allerdings hat man nicht mit dem Publikum gerechnet: Das schaut längst woanders hin und macht sich seine eigenen Bilder von der Szenerie. Und wenn man dieses Publikum seitens der selbstgefälligen Regisseure und eitlen Medien-Dramaturgen auch für noch so dumm hält - es wird bei der einzig noch verbleibenden demokratischen Realität, nämlich bei der Wahl, mit sicherer Hand ein Kreuzerl dort machen, wo es für die Nation am besten ist.

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Das greise Kind EU

In der Medizin gibt es eine unheimliche, zum Glück sehr seltene genetisch bedingte Krankheit: Die Progerie. Dabei altern Kinder 10x so schnell wie üblich und werden schon mit 8 oder 10 Jahren zu Greisen. Ein erschütterndes und leider unheilbares Schicksal.

 

Die Verfasstheit der EU erinnert frappant an die Progerie: Als politisches Kind ist die EU eigentlich noch in der Anfangsphase und erst wenige Jahre alt. Als kulturell längst alt, blässlich und kraftlos gewordener, in seinem Verhalten sichtbar degenerierter Kontinent ist Europa aber längst ein Greis.

 

Zwei Charaktere wohnen also in Europas Brust: Der des schwachen Kindes und der eines ebenso schwachen Greises. Hofft der eine noch auf Wachstum und Reife, hat der andere schon mit dem Leben abgeschlossen und blickt seinem Absterben entgegen. Er versucht zwar, gute Miene zum bösen Spiel zu machen und Optimismus zu verbreiten, weiß aber im innersten, dass es zu Ende geht. 

Neue Entwicklungen kann er nicht mehr beeinflussen, er klammert sich an das Alte, gibt aber mit Verve vor, das Neue für wunderbar, gut und bekömmlich zu halten - auch wenn es ihn letztlich umbringen wird.

 

Kinder sind noch nicht in der Lage, rationale Entscheidungen zu treffen und Greise können das oft nicht mehr, weil sei eben Greise sind und ihre Gehirne sklerotisch. Wenn Kinder vor komplexe Aufgaben gestellt werden, neigen sie dazu, wegen Überforderung die Aufgabenstellung zu verweigern und damit die Realität. Ausflüchte in die Fantasie und das Märchenerzählen treten oft an die Stelle von Nachdenken und Überlegen. So sind Kinder eben und es gehört zu ihrem Wesen. In der EU erleben wir daher die Märchenstunde täglich. Oft sogar mehrmals.

 

Der senile Charakter ist durch herausfordernde Denkaufgaben ebenfalls oft gestresst und häufig nicht mehr fähig, diese zu lösen. Wegen der Abbauprozesse im Gehirn treten Verkennungen und Leistungsminderungen auf. Altersstarrsinn, Altersgrant und Schuldzuweisungen an andere sind typische Reaktionen auf Anforderungen von außen. Das familiäre Umfeld kommt dadurch unter starken Druck, Lösungen sind schwierig oder nicht machbar. 

 

Das Paradoxon der gleichzeitig mit einer galoppierenden Alterung einhergehenden Jugend führt unweigerlich zu wirklich großen Problemen. Die Progerie ist für die Betroffenen furchtbar und medizinisch gibt es keinerlei Besserungsmöglichkeit.

 

Vielleicht gelingt es aber bei der politischen und kulturellen Progerie, das greise Kind EU in einem Jungbrunnen einer Verjüngungskur zu unterziehen. Dazu müssten sich die verantwortlichen politischen "Ärzte" allerdings zu Taten durchringen und die gerade laufende orientalische Frischzellen-Kur, welche den Krankheitsverlauf offensichtlich nur beschleunigt und mittlerweile nachweislich sogar schädlich wirkt, umgehend beenden. 

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Die echten Zahlen sind erschreckend

Wenn es um die aktuellen Migrationszahlen geht, dann hören wir immer nur solche Angaben, die sich auf die zahlenmäßige Relation der Zuwanderer zur Gesamtbevölkerung beziehen. Beschwichtigend wird politisch und medial vermittelt, dass es insgesamt ja doch nur um verhältnismäßig wenige Leute ginge. Und wenn die ominöse und vieldiskutierte Obergrenze einmal erreicht sein wird, dann seien es eh nur maximal 37.500 Personen pro Jahr, die da zu uns kommen.

 

Dies Zahl wäre doch bei einer Gesamtbevölkerung von 8 Millionen ein verschwindend geringer Anteil und niemand müsse sich vor einer Überfremdung oder gar vor einer tiefgreifenden Kulturänderung fürchten. Auch der Sozialstaat sei in keiner Weise gefährdet. So wird es gern verlautet.

 

Diese Argumentation ist jedoch völlig falsch und daher klar zu verurteilen. Sie streut den besorgten Bürgern nur Sand in die Augen. Korrekt ist es, sich die sogenannten Alterskohorten in der Bevölkerung und bei den Zuwanderern genau anzusehen und dort die Relationen unter die Lupe zu nehmen. Tut man dies, so schaut die Sachlage nämlich ganz anders und definitiv erschreckend aus.

 

Rechnen Sie kurz mit mir die Zahlen durch: Wir wissen, dass 75% der Migranten unter 35 Jahre alt sind. In Österreich leben ca. 1,5 Mio Staatsbürger aus dieser Alterskohorte - davon sind etwa 750.000 Männer. Wenn nun jedes Jahr wirklich "nur" 37.500 Asylwerber einwandern, kommen aus jetziger Sicht jährlich ca. 30.000 ausländische Männer in dieser Kohorte dazu. Das heisst, in nur 5 Jahren sind das bereits 150.000 junge Männer mehr.

 

Somit weisen im Jahr 2020 bereits mindestens 20% der jungen Männer in Österreich einen orientalischen Hintergrund auf. Wenn man den Familiennachzug noch dazurechnet und realistisch mit 1-2 männlichen Familienmitgliedern pro hier lebendem Asylberechtigtem rechnet (also mit Brüdern oder Cousins), so verdoppelt sich die Zahl zumindest und wir liegen dann bei 40% Anteil an der Alterskohorte.  Also fast bei der Hälfte der Männer unter 35.

 

Anders gesagt: Ca. 40% der üblicherweise dynamischsten und leistungsfähigsten männlichen Alterskohorte werden schon 2020 aus Ländern stammen, wo Leistung und Ehrgeiz aus kulturellen und religiösen Gründen gänzlich anders gestaltet sind als bei uns. Sie bringen kaum eine Ausbildung mit, sprechen unsere Sprache nicht und haben durchwegs andere Lebensweisen, die zum Teil mit der unseren überhaupt nicht kompatibel sind. Vom problematischen orientalischen Frauenbild will ich hier gar nicht reden. Zusätzlich ist zu erwarten, dass die derzeit exzessiv hohe Arbeitslosigkeit in den nächsten 5 Jahren kaum wirklich reduziert werden kann, eher das Gegenteil wird der Fall sein. Die einzelnen genannten Faktoren werden sich dann gegenseitig in einem negativen Feedback noch verstärken.

 

Alle hier angeführten  Zahlen beruhen auf den offiziellen Daten und die Schlussfolgerungen sind vorsichtig und zurückhaltend berechnet. Naturgemäß nicht zu prognostizieren ist die Anzahl der illegal hier Bleibenden und die Zahl der in den Untergrund abtauchenden Personen. Ebenfalls nicht zu klären ist, wie viele Männer täglich illegal über die ungesicherten Grenzen kommen und in der Illegalität bleiben, ohne einen Asylantrag zu stellen.

 

Und weiters wissen wir noch nicht, wie viele abgelehnte Asylwerber trotz der Ablehnung bei uns bleiben werden, weil die Abschiebung nicht gelingt. Wir hatten von Jänner 2015 bis April 2016 nur etwa 4400 Rückführungen, ca. 7000 Leute verliessen in diesem Zeitraum freiwillig das Land. Man kann - abgesehen von diesen amtlichen Zahlen - derzeit die Ziffer der trotzdem bei uns Bleibenden nur schätzen, aber einige 10.000 kommen vermutlich auf diese Weise in den nächsten Jahren noch dazu.

 

In Summe kann man getrost davon ausgehen, dass ohne drastische Änderung der aktuellen Politik der Bestand des österreichischen Sozialstaates, so wie wir ihn kennen, mehr als gefährdet ist. Unter den gegebenen Voraussetzungen ist seine Erhaltung mittelfristig ja gar nicht mehr möglich. Aus heutiger Sicht kosten die Migranten laut Finanzministerium bereits jetzt 1 Milliarde Euro pro Jahr. Tendenz stark steigend. Dieses Geld fehlt überall anders.

 

Ebenso ist der Kulturwandel definitiv im Kommen, man braucht nur aufmerksam durch die Straßen zu gehen. Düstere Aussichten auf allen Ebenen also. Wenn die Nation Österreich diese negativen Änderungen nicht will, muss die Regierung handeln. Und dieses Handeln kann nur bedeuten, die Massenmigration sofort zu beenden und die "Obergrenze" bei null anzusetzen. The damage is done, aber noch können wir den Schaden begrenzen.

 

 

 

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Der 5. September - kein stolzer Tag

Am 5.9.2015 kamen nach Frau Merkels aberwitziger Einladung tausende Migranten über die österreichische Grenze. Hunderttausende würden noch folgen. Der ominöse Tag im September war die Eröffnung einer grundsätzlich auf Illegalität beruhenden Völkerwanderung historischen Ausmaßes. Mit humanitär unterfütterten Argumenten beschlossen damals die verantwortlichen Regierenden in Deutschland und Österreich, das geltende Recht auszusetzen und die Grenzen zu öffnen. Das Desaster nahm seinen Lauf. 

 

Im Herbst 2015 glaubten aber noch viele Bürger, die herbei strömenden Leute seien alle hilfsbedürftige Flüchtlinge und man müsse sie umgehend und umfassend versorgen. Die naive Hilfsbereitschaft war groß, alle Warnungen von Kritikern wurden damals in den Wind geschlagen. Die Zweifler an dem groß angelegten "humanitären" Projekt wurden damals noch als Rassisten, wenn nicht gleich als Nazis beschimpft. Auffällig war bereits im September, dass 70-80% der Ankömmlinge junge gesunde Männer waren. Die Kranken und die Alten, die Verwundeten und die Verfolgten, sie blieben in den Krisengebieten und in den anderen Herkunftsländern zurück.

 

Heute wissen wir es viel genauer: 40-60% der Asylanträge werden abgelehnt, für bestimmte, sogenannte sichere Herkunftsländer beträgt die Ablehnung sogar bis zu 100%.  Die Bewilligungen hingegen beruhen oft auf sehr dünnen Argumenten oder einfach nur auf der ehemaligen Heimat des Werbers (z.B. Syrien), man ist ja gnädig. Objektive Entscheidungen sind auch schwierig. Die meisten der hier eintreffenden Leute haben keinerlei Dokumente und das offizielle Asylantragsformular ist nicht geeignet, klare Informationen zu bekommen. Die Dolmetscher sind die wichtigsten Spezialisten bei der Einvernahme, sie können anhand der Sprache und des Dialekts am ehesten feststellen, ob jemand die Wahrheit spricht und zumindest bei seiner Herkunft nicht lügt.

 

Das UNO-konforme Antragsformular (siehe Link unten)  ist überhaupt eine nähere Betrachtung wert: Niemand, der in Europa um Asyl wirbt, muss in diesem Formular angeben, welcher Religion er zugehört (!) und niemand muss sagen, welche Ausbildung er hat. Es ist nicht notwendig, anzugeben, zu welcher Ethnie man gehört (!) und man muss keinerlei Auskunft über geleisteten Militärdienst geben (!) und schon gar nicht muss man sagen, ob man Vorstrafen hat oder je im Gefängnis saß.  All diese Felder kann man frei lassen. Ich habe im Innenministerium nachgefragt: Die Begründung für diese lückenhafte Erfassung lautet, es sei menschenrechtlich problematisch, diese Fakten abzufragen... (In Österreich muss jeder Bürger bei einer besseren Job-Bewerbung ein polizeiliches Führungszeugnis abgeben. Fremde müssen uns dafür nichts Konkretes mitteilen, bekommen aber sofort diverse Sozialleistungen.)

Fazit: Das UNHCR-Formular ist eine Farce, weil es ein reiner Pflanz gegenüber der einheimischen Bevölkerung ist, die Sicherheit des Ziellandes konterkariert und eigentlich jeder x-beliebige Unbekannte primär behaupten kann, er sei Asylant.

 

Es gibt noch andere Tatsachen, auf die man an diesem "Jubiläumstag" gar nicht stolz sein kann: Die öffentlich-rechtlichen deutschsprachigen Leitmedien spielten und spielen bis heute eine zumindest fragwürdige Rolle im Migrationsdesaster, weil sie von Anfang an selektiv und tendenziös berichteten. "Der Flüchtling" wurde vor allem zu Beginn dargestellt wie der edle Wilde aus Rousseaus Schriften und förmlich zur Ikone der linken Politik gemacht. Bis heute ist das nicht viel anders. Nur der Boulevard hat sich einer zwar schlagzeilenlastigen, aber deutlich objektiveren Berichterstattung verpflichtet.

 

Im ORF und in den diversen, ihm nachhechelnden Printmedien werden die Migranten noch immer pauschal als Flüchtlinge bezeichnet, obwohl wir objektiv wissen, dass die Hälfte der Leute keine Flüchtlinge sind. Es werden noch immer die rührenden Bilder von Kindern mit Kulleraugen als Aufmacher für Stories verwendet und es wird die Situation noch immer in Reportagen schöngeredet. Die Berichte werden subjektiv so aufbereitet, als ob Empathie und Mitleid die Politik und das Recht bestimmen müssten - und nicht das Gesetzbuch und die Vernunft. Das ist im Grunde erbärmlich, weil gerade Reporter der Wahrheit verpflichtet sind. Der tendenziöse Stil bringt einen wichtigen Berufsstand - nämlich den Journalismus - zunehmend in Verruf. Gemeinsam mit den linken Politikern und den noch verbliebenen Migrationsbefürwortern müssen sie nun ihre schlechte Reputation ertragen. Die Glaubwürdigkeit ist jedenfalls weg.

 

Der denkwürdige 5.9.2015, die politischen Fehlentscheidungen und das darauf folgende Jahr mit all seinen üblen Begleiterscheinungen haben Europa und speziell Deutschland und Österreich nur geschadet und die EU als Staatenunion massiv unter Druck gesetzt. Die mit "Menschlichkeit" begründete Schwäche der deutschen Politik und das gewollte Versagen der grenzschützenden Maßnahmen haben uns ein soziologisches Problem geschaffen, das nur noch mit tiefgreifenden Maßnahmen zu lösen sein wird. 

 

http://www.unhcr.at/fileadmin/unhcr_data/pdfs_at/information_in_english/AsylG-DV_Anlage_A-eng.pdf

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Bürgerliche für VdB - das geht einfach nicht

Eine ganze Reihe ehemaliger oder noch aktiver sogenannter bürgerlicher Politiker hat ein Bekenntnis für Alexander van der Bellen abgegeben und möchte den grünen Kandidaten als Bundespräsident sehen. Das ist natürlich legitim und es ist das Recht jedes Bürgers, zu wählen, wie und wen er mag.  

 

Folgerichtig wäre es allerdings, wenn diese konservativen Befürworter des linken Kandidaten sich auch von ihrer bürgerlichen Weltsicht lossagten und sich zum postmarxistischen und internationalistischen Weltbild der Grünen bekennen würden. Man kann dort sogar jederzeit der Partei beitreten, habe ich gehört. Ein gesamtheitliches Bekenntnis zu Links wäre wenigstens halbwegs authentisch. Jeder darf mal seine Meinung ändern, auch Bürgerliche. Und jetzt bitte nicht das abgedroschene Argument anführen, es sei ja eine Persönlichkeitswahl und man wähle daher eine ganz bestimmte Person. Faktum ist: Man wählt immer auch die Weltanschauung mit!

 

ÖVP-ler  bleiben und VdB empfehlen ist ungefähr so stimmig, wie wenn man als Astronom plötzlich die Astrologie zur Wissenschaft erklärt. Für die Schwarzen, die heute den grünen Professor pushen, ist das nicht nur die Preisgabe klassischer bürgerlicher Positionen, sondern auch ein Zeichen der Ignoranz und der Wurschtigkeit gegenüber der eigenen Geschichte: VdB hat in den Zeiten der berüchtigten EU-Sanktionen gegen Schwarz-Blau fleißig beim internationalen Österreich-Bashing mitgemacht und sich bis heute nicht klar von seinem damaligen lobhudelnden Verständnis für die übelwollenden Brüssler Maßnahmen distanziert. (Alles nachlesbar in den Zeitungsmeldungen aus dem Wendejahr 2000)

 

Ebenso hat der grüne Ex-Parteiobmann maßgeblich beim Grundsatzprogramm seiner linksgrünen Polit-Heimat mitgewirkt und dort der Migration emsig und über Jahre hinweg das Wort geredet (ebenfalls alles nachlesbar - auf der Website der Grünen). Auch davon hat er sich weder inhaltlich noch glaubwürdig distanziert, obwohl er österreichischer Bundespräsident werden will und nicht der EU-Kommissar für Migration.

 

Heute kommt uns der linke Kandidat auf Plakaten zwar hemdsärmelig als Heimatschützer und rotweißroter Patriot entgegen und lässt sich sogar vor Kampfhubschraubern des Bundesheeres fotografieren. Aber wie authentisch ist das - nach all den Jahrzehnten der internationalistischen Politik? Kommt diese Wende augenscheinlich nicht allein deswegen zustande, weil ihm das seine Wahlkampfberater eingeredet haben?

 

Für einen politisch halbwegs alerten Beobachter ist dieser grüne Wahlkampf die Farce schlechthin und ein reiner Pflanz der wegen der Migration zu Recht besorgten österreichischen Bevölkerung. Man muss sogar soweit gehen und sagen: Die Benützung unlauterer Bilder zur Verkündung falscher Botschaften war noch nie von einer solchen Chuzpe geprägt wie es jetzt in dieser grünen Wahlwerbung der Fall ist.

 

Nun sei die Frage gestellt: Wie kommen konservative und angeblich ihrer Heimat von Grund auf weltanschaulich verbundene Politiker dazu, dieses linksgrüne Theater zu unterstützen? Was geht in den Köpfen der bürgerlichen VdB-Befürworter vor? Und was soll die völlig kontraproduktive und unwahre Dauer-Ansage, nur ein Bundespräsident wie VdB könne Österreichs Ruf im Ausland bewahren?

 

Mit Verlaub, das bürgerliche Support-Getue ist nur noch peinlich bis beschämend. Österreich als Nation zu bewahren - DAS ist die Aufgabe von gewählten Politikern. Und nicht das betuliche Schielen auf Brüssler Interessen und die dort konstruierten Vorgaben. Für die Zukunft Österreichs braucht es Leute, die mit Verve die nationalen Interessen vertreten. Und das ist bekanntermaßen nicht die Kardinal-Tugend der Linken. 

 

 

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Der Storch kommt nicht mehr

In Italien ist die Geburtenrate extrem niedrig. Das einst so kinderreiche wie kinderfreundliche Land gehört nun zu den kinderärmsten Europas. Die italienische Gesundheitsministerin Lorenzin, zu Recht besorgt über diese negative Entwicklung, hat nun versucht, mit einer durchaus provokanten Kampagne für mehr Nachwuchs zu werben und die allgemeine Aufmerksamkeit hinsichtlich des Schwundes der Bevölkerung zu schärfen. Der Slogan war vor allem an Frauen gerichtet und lautete: „Beeil dich, warte nicht auf den Storch“

Untertitel: „Die Schönheit bleibt, die Fruchtbarkeit nicht“

 

Mehr hat die Politikerin nicht gebraucht. Die Feministinnen-Guerillera hat sie sofort zum Feindbild Nr. 1 erklärt und sie in der Luft zerrissen. Der linke Premier Renzi (also ein Mann) setzte nach und erklärte die Kampagne für missglückt. Offenbar steht auch er unter politischem Druck und fürchtet sich vor seinen linksideologischen Emanzen-Kolleginnen. Dabei hat Lorenzin grundsätzlich völlig recht: Es geht um eine primäre Sache der Frau.

 

Keine Frage: Nachwuchsmangel ist natürlich eine Verantwortlichkeit, die Männer und Frauen betrifft. Aufgrund der biologischen Gegebenheiten und der begrenzten Fruchtbarkeitsphase ist er aber vor allem eine Angelegenheit der Frauen und muss besser thematisiert werden. Und wenn man das Problem klar anspricht, ist das beileibe keine Attacke auf die Frauen, sondern es geht eben um eine naturbedingte Tatsache, über die man einfach reden soll und darf. In Italien musste die Frau Minister jedoch ihre Statements offenbar auf Druck des Premiers relativieren - sie blieb allerdings im Kern bei ihrer Meinung.  Das ist ihr anzurechnen.

 

Die üblichen linksorientierten Medien sparten in Italien und natürlich auch bei uns (wie bei diesem Thema üblich) nicht mit Häme und persönlicher Kritik. Die Ministerin wurde zur Zielscheibe des sich selbst für progressiv, modern und überaus frauenorientiert gebenden Juste Milieu.  Wir wissen, hier gelten gewisse Regeln: Man darf gemäß dieser zensurfreudigen Lobby ja niemals feststellen, dass Nachwuchsmangel etwas mit Frauen, deren Biologie oder gar etwas mit ihrem neuem Rollenbild zu tun hat.

 

Und schon gar nicht darf man anmerken, dass die neuen Anforderungen an die Frauen in einigen Punkten die Natur grundsätzlich konterkarieren.  Man sollte nach dem Willen des Juste Milieu am besten diese Fakten gar nicht ansprechen und sowieso niemals über biologische Tatsachen reden.

 

Allein die Erwähnung, dass die Mutterschaft ein selbstverständlicher Teil des Frauseins ist und sich oft nicht ganz ideal mit Beruf und Karriere vereinbaren lässt, wird zu einem Angriff erklärt und die miesepetrigen weiblichen Mütterfeinde blasen sofort zum blutrünstigen Halali. Der sexistische Feminismus hat es in den letzten Jahrzehnten paradoxerweise geschafft, die wesentliche, weil mit dem Geschlecht der Weiblichkeit genuin verbundene Seite der Frau in ein schiefes Licht zu rücken: Frauen als Mütter zu verstehen respektive sie primär als der Mutterschaft fähig zu betrachten ist heute verpönt.

 

Die braven „männlichen“ Gefolgsleute der neuzeitlichen Amazonen akklamieren pflichtschuldigst den modernen Frauen, die sich der Karriere und der Selbstverwirklichung verschrieben haben. Und oft genug werden Frauen, die Mütter sind, zumindest sublim bemitleidet und für nicht ganz voll genommen, wenn sie „nur“ für die Familie da sind.

 

Freilich darf man als moderne Frau auch Kinder haben, aber tunlichst nur in Union mit einem Job, der einem dann genau jene Zeitnot einbringt, unter welcher der weibliche Teil der Gesellschaft ächzt und verständlicherweise Entlastung fordert. Genehmigt ist nur die beruflich erfolgreiche tolle Superfrau mit enormem Einkommen, die lächelnd mit zwei Nannies den Stress bewältigt. Alle anderen Frauen sind entweder Opfer oder haben aus Sicht der Feministinnen völlig recht, den Nachwuchs zu verweigern.

 

Dass die italienische Ministerin diese Thematik angesprochen hat, sollte europaweit zum Anlass genommen werden, offen über Geburtenrate, Familienplanung, Frauenbelastung und die Rolle beider Geschlechter zu diskutieren. Nur muss man anscheinend dabei den eifernden Feministinnen zunächst einmal das Wort entziehen und primär diejenigen Frauen reden lassen, die alltäglich die Doppelmühle des Berufsalltags und der Mutterschaft bewältigen. Und natürlich dürfen und sollen auch die Väter dazu etwas sagen. Die sind in den letzten Jahren ohnehin zu schweigsam geworden.

 

 

 

 

 

 

 

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Sprache ist verräterisch

Jede Krise setzt die Politik unter Druck. Und jede politische Krise erzeugt ihre eigenen Euphemismen und Sprachbilder. Kennzeichen all dieser "Wordings" ist heute die politisch korrekte Grundierung der eingeführten Begriffe und deren mangelnde Authentizität und Glaubwürdigkeit. Je mehr sich verantwortliche Berufspolitiker eines bestimmten Begriffs bemächtigen, desto sicherer kann man sein: Er ist geheuchelt, halbwahr oder geschönt. Oder einfach nur inhaltsleer. Der Grund für diese semantische Verhaltensweise ist, sich möglichst unangreifbar und glatt zu verhalten. (Dieses Verhalten ist im übrigen wiederum der Grund dafür, dass man Politikern kaum etwas glaubt.)

 

Traurig beim alltäglichen politischen Sprachtheater ist, dass viele Medien dabei mitspielen und nur wenige Leute dort den Mut finden, das politisch jeweils gerade konforme Wording zu hinterfragen oder es überhaupt zu verlassen. Das liegt vermutlich an der gegenseitigen Abhängigkeit von Medien und Politik.

 

Dabei ist Sprache ohnehin immer klar:  Wer authentisch spricht und schreibt und wer bei der Wahrheit bleibt, dem glaubt man. Allerdings werden die Verfechter der Wahrheit vom medialen Juste Milieu sofort massiv und persönlich attackiert, diverse altbekannte Keulen finden ihren Einsatz und man versucht stets, die Reputation der Authentischen anzupatzen. 

 

Andererseits gilt: Wer herumrudert, geschönte Begriffe verwendet und sich in der Kommunikation von Halbwahrheiten gefällt, dem glaubt man inoffiziell sowieso nicht. Den verrät seine Sprache - im negativen Wortsinn. Das Ohr des Volkes ist hier sehr fein und man kann die Bürger, wenn überhaupt, dann immer nur kurz hinters Licht führen. Die politischen Herum-Ruderklubs werden trotzdem von bestimmten Medien bei ihrer erbärmlichen Tätigkeit unterstützt. Claqueure finden sich in jeder Regionalzeitung - bis hin zu den sogenannten Leitmedien. Vielerorts wird noch immer die tendenziöse Berichterstattung gepflegt.

 

Beispiele für unsägliches(!) Wording gibt es täglich. Aktuell ist die Migrationskrise quasi die Fabrik, in der täglich die neue Sprachbilder erzeugt und von wo aus sie in alle Regionen transportiert werden.

 

Gehen wir ein paar dieser Beispiele durch: Wir reden offiziell von "Schutzsuchenden" und wissen, dass die Mehrzahl der illegalen Einwanderer diesen Schutz nur in unseren Sozialsystemen sucht und niemals für unsere Systeme etwas leisten wird. Wir lesen tagtäglich pauschal von  "Flüchtlingen" und wissen, dass bei genauer Auslegung die Genfer Konvention auf fast keinen der Ankömmlinge anwendbar ist.

 

Die Einwanderer werden gerne in Bausch und Bogen als "Asyl-Werber" bezeichnet. Das klingt fast so schön wie "Braut-Werber", nur harmloser und unschuldiger. Leider ist nachweisbar, dass die Hälfte aller Asyl-Werber überhaupt keinen rechtlich fassbaren Grund hat, als Asylberechtigte hier zu bleiben und daher auch das Bleiberecht nicht erhält.

 

Fast alle bleiben trotzdem hier, denn auch in diesem Bereich ist uns bekannt, dass trotz dröhnend eingesetzter Herkules-Maschine und trotz aller martialischen Worte der Minister die große Mehrzahl der Illegalen nicht ausser Landes gebracht wird. Sie bleiben und kosten. Ein Teil von ihnen gefährdet sogar die einheimische Bevölkerung.

 

Grundsätzlich werden durch die enormen Zahlen von illegalen Einwanderern das Gesundheits- und das Sozialsystem massiv strapaziert und wir erleben bereits jetzt ein Zurückfahren der Leistungsumfänge. Die Migration kostet uns derzeit ca 1 Milliarde Euro pro Jahr. Wer soll das bezahlen?

 

Gleichzeitig wird uns eingeredet, dass Österreich sich das alles leisten kann und wir natürlich im Rahmen der "Humanität", die zu jeder Gelegenheit bemüht wird, dazu auch verpflichtet seien. (Warum man als Österreicher die Pflicht hat, illegale Migration zu dulden und zu finanzieren, wird objektiv aber nie erklärt. Es gibt dafür natürlich auch keine rechtlichen Grundlagen).

 

Dass die Arbeitslosenzahlen gerade Rekord-Höhen erreichen, interessiert den zuständigen Sozalminister nicht. Er outet sich ständig als Migrations-Fan und möchte gerne auch die Ehe für Alle einführen. Bei diesem Thema wird sogar er authentisch.  Das scheint ihm viel wichtiger zu sein, als dass er mit Verve der substanziellen Gefährdung unserer sozialen Strukturen entgegentritt.

 

Gerne erklärt man uns dann noch seitens verantwortlicher (meist linker) Politiker, dass alle, die sich nicht an die "Spielregeln" halten, hier eh nicht geduldet werden. Und in diesem Satz wird die Sprache neuerlich verräterisch: Warum zum Teufel bezeichnet man Gesetze als Spielregeln? Was bedeutet das real? Ist das das Migrationsdesaster für die, die es beenden könnten, nur ein übles Spiel? Und wer sind die Spielfiguren in diesem zynischen Mensch-ärgere-dich-nicht  - wenn nicht die Bürger? 

 

 

 

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Gleiches Recht für alle?

Der Mensch hat aufgrund seines Bewusstseins die Fähigkeit erlangt, über das Leben zu reflektieren. Im Rahmen dieser Reflexionen entstanden auch Philosophien, Weltanschauungen und nicht zuletzt die in der zivilisierten Welt weithin akzeptierte Idee, dass jeder Mensch die gleichen Rechte haben sollte. Stimmt man diesen Überlegungen zu, so muss man unweigerlich auch die Pflichten jedes Menschen mit einbeziehen. Es gibt kein Recht ohne zugehörige Pflicht. Auch das "Recht auf gleiche Rechte" hat als Existenz-Bedingung ein Müssen vor sich, also eine Pflicht. Das wird in den gerade aktuellen sozialrechtlichen Debatten in der Migrationskrise oft gerne ausgeblendet.

 

Anders gesagt: Wenn wir jedem Menschen die gleichen Rechte zugestehen, so müssen wir ihm auch die gleichen Pflichten abverlangen. Es kann kein rechtspositivistisches Apriori geben, das Menschen alle möglichen Rechte zuteilt, sie aber nicht in irgend einer Weise in die Pflicht nimmt. Denkt man die gar nicht seltene und kritiklose Grundrechts-Haltung, die sich nur mit den Rechten, aber nicht mit  Pflichten beschäftigt, konsequent zu Ende, wäre die Welt ja voller rechtlich perfekt ausgestatteter Wesen, die säuglingsgleich alles dürfen, aber nichts müssen.

 

Wer heute über die grundrechtliche Ausstattung der Menschen philosophiert, betritt sofort heikles Terrain. Allein das Nachdenken erzeugt schon Proteste aus dem gleichheitsorientierten Juste Milieu. Dort wird gerne so getan, als ob man hinsichtlich der Rechte nicht einmal mehr fragen dürfte, wer warum wo welche Ansprüche hat.

 

Nun ist es aber so, dass wir angesichts der Massenmigration und der daraus entstandenen, alles beherrschenden Krise sehr wohl darüber diskutieren müssen, inwieweit Personen, die massenhaft in ein bestehendes Rechts- und Sozialsystem einwandern, in den grundlegenden Ansprüchen den residierenden Bevölkerungen völlig gleichgestellt werden müssen oder ob die unbegrenzte und kritikfreie Gleichstellung nicht in der totalen Erosion, ja letztlich sogar in die Zerstörung der Systeme mündet. Kein Rechts- und Sozialsystem der Welt hat unbegrenzte Möglichkeiten und kein System ist endlos belastbar.

 

Im Konkreten geht es darum: Wer kulturfremd in einen Staat einwandert, weder dessen Sprache noch dessen Schrift beherrscht, wer noch nie irgendwelche Leistungen für den betreffenden Staat erbracht hat und wer von vornherein zunächst einmal die Prüfung seines Bleiberechts abwarten muss, kann nicht in allen Belangen einem Staatsbürger gleich gestellt werden. Auch nicht nach Erlangung des befristeten Bleiberechts.

 

Selbst jenen Bürgern, die der Migration überaus wohlwollend gegenüberstehen, muss klar sein: Auch beim besten Willen können diese zigtausenden Migranten keine effizienten Pflichten gegenüber ihrem Gastland erfüllen. Mangels Ausbildung sind sie auf dem Arbeitsmarkt nicht brauchbar und hätten sie eine, würden sie Einheimischen den Arbeitsplatz wegnehmen - beides unfair gegenüber den Gastgebern. 

 

Wir geraten also im Falle einer völligen rechtlichen Gleichstellung der Migrantenmassen in eine Doppelmühle: Wer seine Pflichten (zB Arbeitspflicht) erfüllen könnte, der schadet den Einheimischen, wer mangels Fähigkeit nicht arbeiten kann, fällt ihnen zumindest finanziell zur Last. Das muss klar ausgesprochen werden, weil es einfach ein Faktum ist. 

 

Wenn wir die Krise lösen wollen (und das müssen wir endlich, sonst kommt Österreich noch mehr zu Schaden), der muss also eine Reduktion der Leistungen und auch eine Beschränkung der Möglichkeiten für die gegenwärtigen Migrationsheere Realität werden lassen. Und da wird es nicht genügen, zukünftig Obergrenzen einzuführen, sondern es ist notwendig, die Grenzen zunächst einmal generell für unkritischen Zuzug komplett zu sperren. Zuerst muss das bereits bestehende und täglich wachsende Problem innerhalb der Grenzen gelöst werden. Weiterer Zuzug macht derzeit alles nur noch schlimmer - für alle.

 

Da hilft auch kein Rekurs auf die Menschenrechte. Man kann nicht zugunsten von abertausenden Fremden den Menschen der eigenen Bevölkerung ohne Ende Belastungen aufbürden und deren Möglichkeiten dadurch beschränken. Abgeschlossene Systeme (wie das Sozial- und Gesundheitswesen es sind) brauchen genau jene Abgeschlossenheit, um funktionstüchtig zu bleiben. Nationen haben nicht zuletzt auch deswegen Grenzen, damit ihre Systeme aufrecht erhalten werden können.

 

Und den Rechten müssen Pflichten gegenüberstehen, auch und vor allem bei Fremden. Diese Bedingungen müssen aber aus genannten Gründen anders gestaltet werden. Denn wer seine Pflichten nicht erfüllen kann, muss mit der Reduktion seiner Rechte, die ja im wesentlichen nur zugeteilte Ansprüche sind, rechnen. Anders ist im wahrsten Sinne des Wortes in der Migrationskrise kein Staat mehr zu machen. 

 

 

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Die Gleichheit ist der Tod

Der mythische Riese Prokrustes war der erste bekannte Gleichheitsfanatiker. Er war ein Wegelagerer und bot scheinheilig allen Reisenden, die bei ihm vorbeikamen, ein Bett an. Waren die armen Ankömmlinge für sein Bett aber zu groß, so hackte er ihnen die Gliedmaßen ab, bis sie hineinpassten. Waren sie zu klein, so schlug, dehnte und prügelte er sie auf seinem Amboss solange zurecht, bis sie seine Lagerstatt korrekt ausfüllten.

 

Die Anhänger der Gleichheit handeln seit Prokrustes` Zeiten nach demselben Muster: Wer nicht ins Schema passt, der wird auch heute noch gekürzt oder gedehnt, zurecht gehauen oder gequetscht, bis er halt genehm ist. Dass diese Philosophie zu Ende gedacht niemals ohne Blut und letztlich niemals ohne Tod funktionieren kann, will in die Köpfe der Gleichheitsfanatiker bis heute nicht hinein. (Prokrustes wurde übrigens vom Helden Theseus getötet, erst dann war Ruhe). 

 

Alle Ideologien, die die Gleichheit verfechten, münden ins Chaos. Sie haben bis heute Millionen von Hektolitern an Blut gefordert und Hekatomben an Toten hervorgebracht. Und doch ist das Ideal der Gleichheit in so vielen Köpfen noch immer so fest verankert: Es wird schöngeredet und herbeifantasiert, als ob die Gleichheit das Paradies auf Erden verspräche. Das Gegenteil ist der Fall. Und zwar nachweislich.

 

Die Natur an sich bringt die Ungleichheit hervor, sie ist sogar ihr Wesen. Gleichheit kann immer nur in den Arten und immer nur in jeweils begrenzten Kollektiven entstehen und sie kann a priori nie ein Prinzip des Lebens sein, sondern nur aus dem übergeordneten Grundsatz der Ungleichheit entstehen. Ausschließlich die Vielfalt und der Unterschied bringen uns weiter und jede Entwicklung hat als Vorbedingung die Differenz. Wäre alles gleich, wären wir schon am Ende angelangt. Folgerichtig ist der Tod und nicht das Leben der einzige wirkliche Gleichmacher.

 

Wer also Gleichheit sagt und diese als hegemonialen Wert verteidigt, der begibt sich auf sehr dünnes Eis. Und jeder, der die üble Mär von der Gleichheit vernimmt, sollte höchste Vorsicht walten lassen. Denn allzu schnell landet man danach im Bett des Prokrustes.

 

 

 

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Tempi passati?

An der Adria gibt es reihenweise ideale Badeorte für Familien mit Kindern. Grado, altösterreichische Stadt mit langer Tradition und reicher kultureller Geschichte, ist nicht nur ein solcher Badeort, sondern auch das historische Kondensat der adriatischen Region um Aquileia. Man kann hier die große Vergangenheit und ihre heute noch präsenten Zeugen sehen und spüren. 

 

Wer in Grado an den Strand geht, sieht fast ausschließlich Eltern mit ihren Kindern. Ganz normale Familien eben, in ihrer klassischen Zusammensetzung als Mutter, Vater und Nachwuchs. Italiener, Österreicher, Deutsche und einzelne Nord- sowie Westeuropäer zeigen sich hier in ihrer traditionellen soziologischen Erscheinungsform. Es gibt auch praktisch keine demonstrativ gleichgeschlechtlichen Paare. Es ist der Ort und die Zeit von Eltern und Kindern und alles hat seine alte, überlieferte Ordnung. Die entspannte, heitere Stimmung ist dem, was man idyllisch nennt, ziemlich nahe und die aktuellen Probleme samt ihren brennende Fragen scheinen wie ausgeblendet - als ob sie gar nicht existieren würden. 

 

Man fühlt sich wie in einer Exklave des Normalen und des ursprünglich Europäischen. Urlaub wie früher. Genauer: Die Zeit scheint hier überhaupt vor dem Merkel-September 2015 stehengeblieben zu sein. Weit und breit kein Burkini am Strand und man hört nur die Sprachen, die hier immer schon gesprochen wurden. Nicht einmal die nordafrikanischen Handtuch- und Schmuckverkäufer fallen weiter auf, sie versuchen wie eh und je, ihre Ware anzubringen.

 

Der legitime Wunsch der Menschen nach dem Normalen, nach dem Traditionellen und nach dem Ungestörten ist förmlich greifbar, weil er gerade hier so präsent ist und ganz einfach gelebt wird. Noch dazu völlig unprätentiös. Man hat Kinder, eines, zwei, viele - und man ist Familie. Wer in der heißen Sonne den Strand entlanggeht, empfindet die allseits beklagten zu niedrigen Geburtenraten  ungefähr so real wie winterlichen Frost und Schneefall. Man kann es irgendwie nicht glauben, weil hier alles so wohlig und stimmig erscheint und doch weiß man: Es gibt diese Bedrohung, aber im Moment ist sie weit weg und man selber ist definitiv nicht schuld dran.

 

Die Welt ist wenigstens im Urlaub noch in Ordnung und die Familien wissen im Innersten genau, dass sie die Keimzellen der Gesellschaften sind.  Die Zukunft steckt immer in den Familien. Wie diese aussehen könnte, kann man am Strand der Adria erahnen. Dass diese unsere eigene Zukunft hochgradig gefährdet ist, erfährt man dann leider am Abend in den Nachrichten.

 

Wir sollten uns aber trotz allem nicht damit abfinden, dass die idyllischen Verhältnisse möglicherweise Stefan Zweigs "Welt von gestern" näher sind als der echten Welt von morgen. Europa hat es in der Hand, sein Schicksal selber zu meistern. Dazu ist aber eine konservative Revolution notwendig und dazu gehört die wuchtige Rückkehr der traditionellen Familie als Sinnbild und Desiderat einer gesunden Gesellschaft.  

 

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Die Bürgerlichen und ihr Offenbarungseid

Eine Reihe von bekannten älteren Konservativen und traditionellen Bürgerlichen aus dem Dunstkreis der ÖVP empfehlen ganz offiziell, bei der kommenden Bundespräsidentenwahl den grünen Kandidaten Alexander van der Bellen zu wählen. Das verwundert nicht nur, das ist vielmehr geradezu haarsträubend und stellt vermutlich eine letzte Erosion im Zerbröckeln der traditionellen bürgerlichen Kräfte dar. 

 

Wer empfiehlt, links zu wählen, ist im Herzen schon längst ein Linker. Im Jahre 2009, als es darum ging, den Sozialisten Heinz Fischer als gemeinsamen Kandidaten aufzustellen, erteilte der damalige ÖVP-Generalsekretär Kaltenegger noch eine klare Absage nach links: "Fischer kommt aus dem Herzen der SPÖ und sieht in entscheidenden Debatten alles durch die rote Brille." Das waren noch relativ klare bürgerliche Statements. Heute kommt ausser "Wir geben keine Wahlempfehlung" nichts Konkretes von den politisch Aktiven in der ÖVP.  Sie lassen dafür ihre Altvorderen Unterstützungskomitees für den linken VdB bilden. Mit Othman Karas ist sogar ein aktiver ÖVPler bekennender Grün-Unterstützer. Da bleibt einem nur noch der Mund offen.

 

Dazu ein Exkurs: Man muss wissen, dass Ex-Bundespräsident Heinz Fischer trotz seiner Sympathien für Nord-Korea immerhin nur ein Salonlinker war, der stets den Konsens suchte. Als Abgeordneter verließ er bei heiklen Abstimmungen angeblich das Plenum, um menschlichen Bedürfnissen nachzugehen (das Bonmot stammt von Bruno Kreisky) - er entging so dem Klubzwang und hatte für seine persönliche Neutralität und Äquidistanz in den schwierigen Fragen der Politik damit gute Ausreden.

 

Den Ex-BP konnte man als Bürgerlicher also noch irgendwie rechtfertigen, es sind von ihm keine klaren Positionierungen bekannt und er suchte immer den Ausgleich, egal ob als Bundespräsident oder ob es die vielen politischen Jahrzehnte davor waren.

 

Beim jetzigen linke Kandidat VdB war das aber anders. Der Professor war immerhin 10 Jahre Klubobmann der Grünen im Parlament und hat sich nicht gescheut, seine linken Positionen dort auch klar zu demonstrieren. Das geht von seiner förderlichen Einstellung gegenüber der Abtreibung über die grüne Idee, den Schwangerschaftsabbruch auf Krankenschein einzuführen bis hin zu seinen außerordentlichen Sympathien für den Zentralstaat EU und seine besonders freundliche Haltung der Migration gegenüber. Im Grundsatzprogramm der Grünen, für das VdB federführend steht, ist extra erwähnt, dass man die Migration für überaus wichtig erachte und jedem Migranten die Umsetzung seiner  persönlichen Interessen garantiere - genauso wie den Österreichern. Und schließlich ist dem Kandidaten als Grünen-Obmann die Abschaffung des Bundesheeres ein explizites Ziel und echtes Anliegen gewesen. Dazu sei nur in Erinnerung gerufen, dass der Bundespräsident der oberste Befehlshaber der Armee ist...

 

VdB steht also für ein zentralistisches Europa, für eine ungehinderte Migration, ist gegen das Militär und last not least für eine Lockerung der Abtreibungsgesetze. Auf seinen aktuellen Plakaten lässt er sich als der bodenständige Heimat-Typ im karierten Hemd affichieren: Kann es sein, dass ihm darauf wirklich die vielen christlichen Konservativen reingefallen sind?

 

Im Ernst: Bürgerliche, Konservative und Christdemokraten, die eine Wahlempfehlung für VdB abgeben, sollten ihre eigene konservative Weltanschauung eingehend überprüfen. Sie dürfte der heute allgegenwärtigen Beliebigkeit gewichen sein. Der Zeitgeist hat sich in diesen Bürgerköpfen breitgemacht und offenbar deren Gedankenwelten vernebelt. Oder vermeinen die Bürgerlichen, dass eine Vermischung ihrer einst konservativen Haltungen  mit linksgrünem Gedankengut die Zukunft Österreichs besser machen kann? 

 

Die Antwort ist klar: Wer links wählt, bekommt links. Und wer sich per Wahl von seinen bürgerlichen Haltungen lossagt, arbeitet an der Zerstörung eines patriotischen, chrisitlich-europäischen Österreichs mit. Das Bürgerliche an sich wird auf diese Weise bei vielen Leuten langsam zur Karikatur seiner selbst. Das sollten die Damen und Herren im konservativen Spektrum zur Kenntnis nehmen. Sie eröffnen mit ihrem Verhalten übrigens auch einem neuen Bürgertum und frischen Kräften das angestammte Feld. 

 

 

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Lebt Stalin noch in Wien?

Der russische Diktator Stalin starb geistig umnachtet und alleine. Nicht zuletzt auch deswegen, weil er an eine Ärzteverschwörung geglaubt hatte und keinen Arzt mehr an sich heranließ. Soweit man weiß, misstraute der Georgier zeitlebens jedem Akademiker und vor allem den Ärzten. Diese fristeten in der UdSSR überhaupt ein eher mühsames Dasein. Generell waren und sind die Mediziner-Kollegen in linksorientierten Gesellschaften immer wieder Anfeindungen und Angriffen auf ihre Reputation, ihre Wertigkeit und ihr Standing ausgesetzt. Das gehört in sozialistischen Ländern quasi zum guten Ton.

Aktuell findet gerade wieder ein Ärzte-Bashing in einem linksideologisch dominierten Universum statt - nämlich im linksrotgrünen Wien. Die Spitalsärzte des gemeindeeigenen Krankenanstaltenverbundes (KAV) werden von höchster Stelle unter Druck gesetzt und ihnen soll gezeigt werden, wer der Herr im roten Hause ist.

 

Der Ärztekammerpräsident, wiewohl selbst einst Sozialdemokrat, schlägt sich bis jetzt ganz wacker und tritt prononciert gegen die rotgrünen Herrschaftsphantasien auf. Der Vize-Präsident, ein Bürgerlicher, kämpft ohnehin seit Jahren um eine Besserstellung der Mediziner in Wien. Die Spitalsärzte Wiens sind mittlerweile zu über 90% bereit, in den Streik zu gehen - ein Misstrauensvotum der besonderen Art, das die rote Gemeinde da entgegen nehmen muss. 

Wenn 93% der bestausgebildeten und höchstqualifizierten Mitarbeiter eines Betriebes den Streik als nunmehr einzig wirksames Mittel sehen, um sich gegen die Angriffe auf ihre Berufsgruppe zu wehren, sagt das ja vor allem etwas über die politische und qualitative Führung des Betriebes aus. Man stelle sich vor, 90% der VOEST - Arbeiter hätten damals in den Zeiten der sozialistischen Verstaatlichung mit Streik nicht nur gedroht, sondern diesen auch angekündigt: Die Führungsriege des Stahlwerkes wäre blitzartig ausgetauscht worden, man hätte gar nicht debattiert. 

So wird  in den roten Strukturen wie immer mit zweierlei Maß gemessen: Wenn Ärzte (oder überhaupt Akademiker) mit Streik drohen, dann ist das ein Affront und ein Skandal, der von einer privilegierten Berufsgruppe ausgeht. Die linke politische Führung fühlt sich dann immer bedroht wie weiland Stalin und muss mit aller Härte gegen die Streikenden vorgehen. 

Wir dürfen gespannt sein, ob sich in unseren Zeiten der angeblichen alten und neuen linken Werte wie Liberalität und Wertschätzung, die von der Sozialdemokratie immer im Bauchladen vor sich hergetragen werden, eine faire Lösung der Wiener Dienst- und Gehaltsproblematik im Ärztebereich möglich wird. Oder ob sich nicht doch die diktatorische und misstrauische Stalin-Denke durchsetzt.

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Links ist nie liberal

Der Wahlkampf zur österreichischen Bundespräsidenten-Wahl 2016 geht nun in die zweite Runde. Die Gründe für die Wahlwiederholung sind bekannt. Weniger bekannt ist, warum man dem grünen Kandidaten bestimmte Eigenschaften zuschreibt und sehr interessant ist, was man denn damit überhaupt meint.

 

Dem Grünen Alexander van der Bellen wird gemeinhin nachgesagt, er sei links-liberal. Besonders Wohlmeinende sehen sogar bürgerliche Elemente in seiner politischen Philosophie und seiner Einstellung (diese Elemente sind definitiv nicht vorhanden, auch wenn er sich noch so professoral gibt.) Die Sehnsucht nach bürgerlichen Anteilen fantasieren eher seine konservativen Anhänger herbei, die für ihre sonderbare und ihre eigene Werte demontierende Wahlempfehlung ein Feigenblatt brauchen.

 

Am interessantesten ist aber sicher die Diagnose seiner mit Verve behaupteten linken Liberalität - denn diese linksideologische Liberalität gibt es an sich weder wesenhaft noch ideengeschichtlich.  Die Diagnose ist daher komplett falsch. Die linke Liberalität wurde von den 68ern frei erfunden, um Abgrenzungsmerkmale zum realen Sozialismus zu erzeugen und eine frische Brise "Freiheit" in die dumpfbrütenden Horte dieser am Ende ja nur noch traurigen und knechtenden Ideologie zu bringen. Die einzige Freiheit, die links meint, ist diejenige zur Beliebigkeit - und diese wird je nach Willkür von den Linksideologen zeitgeistig angepasst und festgelegt.

 

Faktum ist: Ein Linker kann niemals wirklich liberal sein, denn die linke Ideologie setzt die Gleichheit als Grundbedingung für ihre reale Umsetzung voraus. Die gesellschaftliche Gleichheit wiederum ist nur zu erzielen, wenn man die einen mit Zwang nach unten nivelliert und die anderen mit Zwang und Interventionsmaßnahmen nach oben bringt oder dies zumindest ständig versucht. Das ist immer mit Umverteilung und Alimentation für die einen und mit Schlechterstellung für die anderen, die Stärkeren, verbunden. An der Migrationskrise sehen wir gerade ganz deutlich, wohin uns Gleichheitsfantasien bringen: Sie schaden der Bevölkerung.

 

Es stehen also klassische antiliberale Zwangsmaßnahmen am Anfang aller dieser liberalen Adjektive, die heute so gern an linke Kandidaten, Intellektuelle und sonstige im Juste Milieu der politischen Gesellschaft Beheimatete verteilt werden. Nur: diese wohltönenden Bezeichnungen sind halt falsch, künstlich zusammengeschustert und dazugeschrieben. 

 

Links und liberal sind antithetische Begriffe, die sich ausschließen und die sich auch nicht einmal ergänzen können. Wer liberal sein will, kann nicht links sein - und umgekehrt.

 

Die einzige Möglichkeit, wirklich liberal zu sein, bietet die rechte Weltanschauung. Nur wenn das Individuum und seine Verantwortlichkeit, sein Umfeld, seine Herkunft, seine Leistungsbereitschaft und sein Bekenntnis zu den traditionellen Werten vorhanden sind, kann echte Liberalität entstehen. Denn jede Freiheit braucht Regeln und klare Räume. Die Freiheit und ihre Philosophie müssen auf einem festen Grund stehen, ansonsten verwehen sie wie ein Hirngespinst in den Labyrinthen der zynischen Beliebigkeit.

 

Wenn man seriöse und intellektuell redliche Wahlkampf-Debatten führen will, muss man also sofort korrigieren, falls der Professor wieder einmal als links-liberal bezeichnet wird. Er ist zwar mit Sicherheit links, aber mit absoluter Sicherheit ist er nicht liberal, weil sich das ausschließt - wie oben beschrieben.

 

Übrigens: Dass Liberalität und linkes Gedankengut nicht zusammengehen, beweist ja VdB's Partei hinlänglich: Die Grünen gelten als links, sind aber vor allem als Verbots-Partei bekannt geworden. Man braucht also gar keine akademischen Herleitungen zu verfassen, die Realität zeigt uns die wahren antiliberalen Verhältnisse der Linksgrünen ohnehin wunderschön.

 

Für den Professor wird es sehr schwer werden, aus dem untauglichen "linksliberalen" Neusprech herauszufinden. Und den letzten Stolperdraht hat ihm ironischerweise sein eigenes Team gebastelt: Ein internationalistischer Linker, der sich auf Plakaten und in Interviews zur Heimat bekennen muss, ist in etwa so glaubwürdig wie ein jahrzehntelanger Austria-Fan, der über Nacht zum Rapidler wird.

 

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Die Geschichte vom Scheinheiligkeits-Brei

Es waren einmal zwei benachbarte Fürstentümer, ein großes im Norden und ein kleines im Süden. Beide lagen sie im Abendland und es ging ihnen gut. Weil es aber zu jener Zeit viel Elend im Morgenlande gab, beschloss die Fürstin des Nordens, dass für die Armen im Orient ausreichend gekocht und Quartier gegeben werden sollte. Sie gab dies in Auftrag und lud die vielen Morgenländer gleich ein, zum Festmahl zu kommen. In ihrer Güte vergass sie aber, dass der Weg für die Morgenländer weit und lebensgefährlich war. Sie wusste auch nicht, wie viele von ihnen und wer da überhaupt kommen würde. Das war ihr aber egal. Nur die Einladung war ihr wichtig.

 

Die Fürstin legte zu dieser Zeit auch fest, dass für die eigene Bevölkerung ebenfalls etwas gekocht werden müsse. Das brave Volk sollte einen besonderen Brei bekommen. Auch die Zutaten des Breis bestimmte sie gleich selber: Auf ihre Anordnung hin mussten die großen Küchen des Landes (man nannte diese damals auch "Redaktionen") zunächst die Milch der frommen Denkungsart als Grundstoff für den Brei benützen. Weiters musste zu gleichen Teilen das fettglänzende Humanitäts-Gewürz und der ölige Euphemismus dazu getan und als Geschmacksverstärker und Kennstoff des Breis eine Riesenportion süßliche Scheinheiligkeit hinzugefügt werden.

 

Die vielen Hilfs-Köche (damals auch "Redakteure" genannt), waren in ihren politkorrekten Küchen eifrig dabei, all ihre Küchenjungen und Mädchen den Brei als Pflichtnahrung zu verabreichen, damit sie sich an diesen gewöhnten und ihn auch verlässlich unter die Leute brächten. Das war Teil des Auftrags der Fürstin. Am Beginn gelang das sehr gut, der Brei war warm, fett und süß und schmeckte vielen.  Die anfänglich noch recht wenigen Leute, die den Brei wegen seiner Konsistenz so gar nicht mochten, wurden übel beschimpft und zur Strafe in ein dunkles Eck gestellt.

 

Zu dieser Zeit war auch der Fürst des südlichen Landes vom Scheinheiligkeits-Brei sofort begeistert und führte ähnliches in seinem Lande durch. Reihenweise wurden die Redaktionen zu Breiküchen. Der Süd-Fürst war gegenüber der mächtigen Fürstin des Nordens sehr hilfsbreit und ließ durch einen damals noch Untergebenen die bereits in Scharen eintreffenden Morgenländer zu Tausenden durch sein Land Richtung Nordwesten karren. Die Fürstin erwartete doch ihre Gäste! Der nämliche Untergebene war von Beruf Menschen-Transporteur und seine gutherzigen Taten verschafften ihm nach dem überraschenden Verschwinden des Süd-Fürsten dessen Platz am Thron.

 

Dann jedoch geschah das Unerwartete: In demselben Maße, in dem der Scheinheiligkeits-Brei aus den blubbernden Redaktionsstuben quoll, drangen auch die eingeladenen Morgenländer ins Land. Es wurden immer mehr und mehr. Denn sie wurden nicht nur von besagtem Menschen-Transporteur nach Norden gebracht, nein, sie kamen auf allen nur erdenklichen Wegen ins Land der Fürstin. Das gefiel dem braven Volk dort zunehmend weniger. Die Bürger wollten nun schon in großer Zahl  den Brei verweigern und sehr viele kündigten den ihre Pampe kochenden politkorrekten Redakteuren die Gefolgschaft auf.

 

Zuviel Scheinheiligkeits-Brei und zuwenig Hausmannskost, das geht selbst bei den braven, treuen deutschen Gefolgsleuten auf Dauer nicht gut. Der Volkszorn wuchs und bald wollte fast niemand mehr den fürstlichen Brei verzehren. Doch wie von Hexenhand gesteuert, es hörte nicht auf: Der Brei quoll aus den Redaktionen und die Morgenländer kamen in hellen Scharen.

 

In der fernen großen Brüssler Stadt, wo sich die Herrscher regelmäßig trafen, wurde die Fürstin für ihre Menschlichkeit und ihren Brei noch immer gefeiert. Niemand dort glaubte, dass es je zuviel Brei geben oder dass man sich gar daran satt essen könne. Und jeder bestritt, dass man auch mit Menschlichkeit den Menschen schaden kann, wenn man zuviel davon an Fremde verschenkt. Und überhaupt sollte das Volk doch froh sein, so guten süßen Brei zu bekommen! Der fördert die Humanität!

 

Doch genug war genug. So kam es, dass das Volk aufstand und die Fürstin vertrieb. Man nannte das "die Abwahl". Auch die Morgenländer wurden in großer Zahl wieder in ihre Heimat gebracht, denn niemand hatte Verständnis dafür, dass die meisten von ihnen ja gar keine Rechtfertigung hatten, als Dauergast im Fürstentum zu bleiben. Das Volk hatte doch eigentlich niemanden eingeladen! Und warum sollten so viele Morgenländer das Abendland einfach so zur Heimat bekommen?

 

Die meisten Brei-Küchen schlossen ihre Pforten, denn niemand wollte mehr den redaktionellen Scheinheiligkeits-Brei zu sich nehmen. Man war in jeder Hinsicht satt. Und das Essen holte oder kochte man sich nun selber. Man brauchte dafür keine Rezepte von "oben" und schon gar keine vielen Köche, die einem ohnehin nur den Brei verderben.

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