Der wahre Feind ist der innere

 

Europa, wir haben ein Problem. Und das sitzt viel tiefer als jenes, das wir tagtäglich über die Medien anschaulich serviert bekommen. Was wir da auf den Bildschirmen und in den Gazetten sehen, sind nur Symptome. Und Symptome sind lediglich Zeichen, keine Ursachen. Wir sind zwar tief betroffen von den Terroranschlägen und können es nicht fassen, was da immer wieder Grauenvolles passiert. Aber es ist nicht (nur) der Terror, der uns im Innersten bedroht. 

 

Massenmigration als Mittel zum Zweck

Wir machen uns Sorgen wegen der Massenimmigration und sehen täglich, wie sich die europäischen Nationen verändern und das gesellschaftliche Klima sich gewandelt hat. Aber es ist nicht (nur) eine andere Kultur, die sich da anschickt, Europa Schritt für Schritt zu übernehmen. Es gibt etwas viel Gefährlicheres: Es ist der innere Feind, der den Kontinent vorsätzlich zerstören will. Und dafür ist ihm jedes Mittel recht - auch und vor allem die Massenmigration.

 

Die "Menschlichkeit" als Manipulationsinstrument

Der innere Feind hat viele Gesichter und er versteht es trefflich, sich zu tarnen und uns zu täuschen. Meist kommt er im lieblichen Kleid des Humanismus daher und ruft laut "Menschlichkeit!", wenn irgendwo klare oder harte Entscheidungen im Sinne der Nation zu treffen wären. Mit dem wohlklingenden Code "Menschlichkeit", der nichts Konkretes besagt, lässt sich alles rechtfertigen - sogar eine Politik, die den nationalen Interessen zuwiderläuft.

 

Die Wahrheit zu sagen ist gefährlich

Wer kann denn heute offen ein angeblich menschlichkeitsgesteuertes Handeln kritisieren, ohne sich dafür gleich einmal entschuldigen zu müssen? Wer kann objektive Zahlen, Daten und Fakten in die alles überschattende Migrationsdebatte einbringen, ohne gleich als Hardliner, Rassist oder Schlimmeres bezeichnet zu werden?  Wer kann noch die Wahrheit aussprechen, wenn er kein schnelles Pferd hat? Eben.

 

Die "Menschlichkeit" ist ähnlich wie andere Codewörter der politischen Diktion (z.B. die "Soziale Gerechtigkeit") zu einem sogenannten weasel word geworden, mit dem man in der Politik jede objektive Entscheidungsgrundlage und letztlich sogar den Rechtsstaat und die Nation beliebig zurechtbiegen, aushebeln und sogar zerstören kann.

 

Es geschieht vor unseren Augen

Beispiele gefällig? Dass die unkontrollierten Grenzen und deren anhaltende massenhafte Überschreitung durch Fremde einen krassen Rechtsbruch darstellen, ist in jedem Gesetzbuch nachzulesen - aber egal, die "Menschlichkeit" hat Vorrang. Dass in Österreich und Deutschland hunderttausende Illegale ohne Bleiberecht  einfach nicht abgeschoben werden, ist eine teure und gefährliche Tatsache - aber egal, die "Menschlichkeit" hat Vorrang. 

 

Der innere Feind trompetet über seine Herolde und Helfershelfer die "Menschlichkeit", die "Toleranz" und die "europäischen Werte" - ohne uns jemals konkret zu sagen, was genau damit gemeint ist. Und wer diesem Feind, der sich nie als solcher zu erkennen gibt, sondern immer nur sagt, dass er für alle Menschen das Beste will, wer also diesem Feind nicht folgt, der wird von ihm im Gegenzug buchstäblich ver-folgt. Mit allen Mitteln und rigoros. Wer das betulich und landauf, landab gesungene Menschlichkeits-Lied nicht mitsingt, der macht sich verdächtig. Und schon dieser Verdacht ist der entscheidende Beweis, der ganz ohne Prozess die öffentliche Verurteilung möglich macht.

 

Wer und wo ist der Feind?

Nein, der allgegenwärtige innere Feind ist keine Person und auch keine Personengruppe. Der innere Feind Europas ist eine Haltung, die sich Kulturmarxismus nennt. Weil der politische Marxismus gescheitert ist, bahnt sich die alte marxistische Ideologie seit Jahrzehnten neue Wege. Sie bemächtigte sich über ihre "humanistisch" genannten normativen und rhetorischen Zwangssysteme (wie die Political Correctness und diverse Gleichheits- und Internationalitäts-Fantasien) des politmedialen Mainstreams. Dort wird sie ohne Zögern und oft ohne, dass es den Propaganda-Treibenden überhaupt noch bewusst ist, fleißig und unablässig verbreitet.

 

Die Merkmale des Kulturmarxismus

Kennzeichen des Kulturmarxismus sind Ideen und Ziele, die bei oberflächlicher und modernistischer Betrachtung in liberalen und demokratischen Gesellschaften durchaus ihren Platz haben könnten. Zu Ende gedacht werden diese Ideen aber die Gesellschaft zersetzen. Zum ideologischen Konzept des medial dominanten Kulturmarxismus gehören die Politische Korrektheit, die Anti-Diskriminierungs-Agenda, das Multi-Kulti-Denken, die Auflösung der Geschlechter-Grenzen, die überall zunehmenden Gender-Vorschriften, der gesamte Feminismus, die völlige Freigabe der Abtreibung, der uferloser Ausbau von Minderheitenrechten, die Einführung der Homo-Ehe und die flächendeckende Etablierung von Frauenquoten.

 

Weitere Kennzeichen sind die Infantilisierung der Menschen infolge der ständig getrommelten Botschaft, den Einzelnen mit immer mehr Rechten und immer weniger Pflichten auszustatten, die unablässige Schwächung der Nationen zugunsten eines die Individuen entmündigenden Super-Wohlfahrtsstaates, die Entkriminalisierung von illegalen Migrationsbewegungen, die Ächtung von traditionellen Begriffen wie Vaterland, Volk oder Ehre und vor allem die Abwertung der klassischen Familien durch gezielte antifamiliäre Politik. 

 

Die Frankfurter Schule

Diese spezielle Milch der neuen frommen Denkungsart wurde aus einem ganz besonderen Euter der Intellektualität gemolken: Es war die Frankfurter Schule und die dort entstandene sogenannte Kritische Theorie, die uns den Paradigmenwechsel brachte. In Frankfurt wirkten und wirken Philosophen wie Adorno, Marcuse, Horkheimer und der noch immer aktive Jürgen Habermas, die in Deutschland und während des Zweiten Weltkriegs auch in den USA den geistigen Grundstein für den Kulturmarxismus legten. 

 

Auch die Wirtschaft muss dran glauben

Ein weiteres und wesentliches  Ziel des Kulturmarxismus ist die Schwächung der traditionellen Wirtschaft zugunsten von weltweit agierenden Konzernkonglomeraten und des Bankenwesens. Beweise dafür sind die geldschaffende Macht der Zentralbanken, die staatlichen Daumenschrauben in Form ständig steigender Abgaben und das schwer lastende Steuerjoch für die kleinen und mittleren Unternehmen, während die Konzernriesen ihre Schlupflöcher haben.

 

Im Lotterbett vereint

Die Kulturmarxisten haben sich längst mit den Finanzkapitalisten ins Bett gelegt, um dort ihre wilde Ehe auszuleben und ihre missratenen Kinder zu zeugen. Auch hier steht am Ende eine zerstörte Welt: Nämlich die der unternehmerischen Wirtschaft. Die ökonomischen Realitäten werden in absehbarer Zeit von ein paar Oligopolen geschaffen, die klassische Welt der Unternehmen gibt es dann nicht mehr. (Dies sagte übrigens der geniale österreichische Nationalökonom Joseph Schumpeter  schon in den 40er Jahren voraus.) 

 

Natürlich geht es um Macht

Ziel aller dieser Entwicklungen ist natürlich der Ausbau der Macht über die willigen und manipulierbaren Massen und die Festigung der Herrschaft jener, die den Kulturmarxismus vertreten und verbreiten. Der innere Feind ist mächtig und nur seine hier dargestellten Haltungen haben überhaupt erst die Schwächung Europas und die fulminante Migrationskrise ermöglicht.  Wir wissen nicht, ob wir die in unseren eigenen Reihen allgegenwärtigen Usurpatoren noch überwinden können. Aber wer Europa erhalten will, muss es zumindest versuchen.

 

 

 

 

 

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Kommentare: 9
  • #1

    Rumpelstielzchen2015 (Freitag, 23 Dezember 2016 15:55)

    Gestörte Gestalten wie die Karawankenmamba sind der Meinung, man schafft mehr Toleranz, indem man hunderttausende Horden von intoleranten Islamisten ins Land holt. Das einzige was man damit erreicht ist die Zerstörung der Gesellschaft. Als Ergebnis Chaos, Terror, Bürgerkrieg. Es fehlt nicht mehr viel.

  • #2

    Anna C Naumann (Freitag, 23 Dezember 2016 17:07)

    danke für den treffenden Artikel - aber ist der Name Kulturmarxismus richtig für den Wahnsinn? Was Schumpeter prophezeit hat, hat Marx selbst schon genauso gesagt. Vor kurzem habe ich in meiner Verzweiflung nach Auswegen zum ersten Mal in meinem Leben das Kapital gelesen und bin erschüttert, wie genau Marx den Wahnsinn vorausgesagt hat ... sicher ist der Marxismus kein Ausweg, Aber in den Untergang treibt uns nicht die Frankfurter Schule - die ich auch ganz sicher aus den verschiedensten Gründen nicht mag - sondern der Kapitalismus in seiner jetzigen imperialistischen Form.
    (Vielleicht haben Sie doch recht mit der Frankfurter Schule als MitUrheber, aber mir gefällt nicht, dass Sie den genialen Denker Marx in das Wort mit hinein ziehen - die jetzigen LINKEN verstehen gar nichts von Marx)

  • #3

    ordo ab chao (Freitag, 23 Dezember 2016 18:54)

    #2

    extrem lustig, wie Sie sich selbst widersprechen!
    Sie sagen doch selber: "Kapital gelesen und bin erschüttert, wie genau Marx den Wahnsinn vorausgesagt hat"
    erkennen aber nicht, dass es einfach perfekt von den "Kultur"- oder sonst welchen Marxisten gemäss der Frankfurter Schule umgesetzt worden ist und wird.

    Kapitalismus kann nie das Problem sein, ist es auch nicht, sondern Hauptproblem ist der:

    SOZIALISMUS/die Planwirtschaft in all seinen Facetten...

    Sie und alle die anderen, die den Kapitalismus (ohne den Sie Ihre Zeilen gar nicht schreiben könnetn!) fallen leider immer wieder auf die perfiden Strategien der Marxisten herein. Im Sinne "haltet den Dieb! (hier der Kapitalismus)" ;-) ...

  • #4

    ordo ab chao (Freitag, 23 Dezember 2016 19:00)

    „Ein marxistisches System erkennt man daran, daß es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert“

    Alexander Issajewitsch Solschenizyn

    keine weiteren Fragen...

  • #5

    HansC (Freitag, 23 Dezember 2016 19:55)

    An diesem Text ist eine Menge wahr. Das meiste, glaube ich.

  • #6

    wbeier (Freitag, 23 Dezember 2016 20:48)

    Chapeau Herr Franz! Eine kompakte Entführung in unsere dystopische Zukunft. Angesichts der ungeheuren Machtfülle und der politischen sowie kulturellen Wirkkraft dieser Akkordierung von Kulturmarxismus, globaler Konzernhegemonie und deren gelebter politischer Praxis, des Neoprogressivismus, ein ambitionierter Versuch.
    Ein ambitionierter Versuch auch hinsichtlich der analytischen Fähigkeiten weiter Teile der p.t. Leserschaft. Jahrzehntelange Sozialisierung in eben diesem neoprogressiven Dunst sowie gelungene Effeminierung und Pazifizierung bis zur totalen Wehrlosigkeit hinterlassen eben ihre Spuren.

  • #7

    Eric Kamp (Freitag, 23 Dezember 2016 21:43)

    Sehr lesenswert. Ich glaube auch das wir unsere Zerfall, in beide EU und USA, zu danken haben an der marxistischen Ideologie die der Frankfurter Schule hinausgeposaunt hat.

  • #8

    Reginestephan (Freitag, 23 Dezember 2016 22:59)

    Ein sehr gelungener Text, der eine komplexe Materie anschaulich und knapp erläutert. Auf eins sollte man aber noch hinweisen: der Erfolg der Frankfurter Schule kann nicht ohne ihren erfolgreichsten Geniestreich erklärt werden, nämlich der Verquickung von Marxismus und Freudianismus. Gerade diese Mischung machte die FS für die Intellektuellen der 68er Bewegung so attraktiv . Befreiung von repressiver Sexuslmoral zog an. Und so hätte man bald genug "Schüler" für den Marsch durch die Institutionen, deren verheerende Wirkung wir heute sehen

  • #9

    helmut-1 (Samstag, 24 Dezember 2016 06:23)

    Ist zwar keine direkte Antwort auf den Beitrag und weicht etwas vom Thema ab. Gehört aber zu den Folgen der verfehlten Politik, die Herr Dr. Franz angesprochen hat.
    Worum gehts: Das Attentat in Berlin.
    Meine Meinung dazu: Hab da so meine Zweifel.
    Die sind in dem Moment aufgekommen, als jemand in einem anderen Forum geschrieben hat: Papiere von Amri im LKW gefunden... das ist nun sein amtliches Todesurteil. Und genauso ist es auch gekommen.
    Wenn ich mir das alles so ansehe, - aus mehr als 2000 km Entfernung, dann überkommt mich ein ganz komisches Gefühl. Wenn sich das, was hier in den Medien und im Internet so erzählt wird, alles so abgespielt haben soll, dann braucht man schon viel Mut dafür, um das zu glauben. Erinnert mich irgendwie an das Kennedy-Attentat: Oswald war der Mörder! Bringt dieses Schwein um!
    Ich frage mich, wie lange der LKW an der Unglücksstelle gestanden hat. Ich frage mich, was die Spurensicherung dort getan hat.
    Ich weiß nur eines: Ich hab mal in meinem LKW meinen Autoschlüssel verloren, - d.h. ich vermutete, dass er mir dort aus der Hosentasche gefallen ist. Daraufhin suchte ich alles im LKW ab.
    Es dauerte eine halbe Stunde, dann hatte ich in jede Ritze geguckt und musste feststellen, dass er eben nicht da war.
    Nun, nach einem Tag findet man Papiere, die mit Sicherheit größer sind als ein Autoschlüssel, und später sogar noch ein Handy. Interessanterweise aber erst alles, nachdem der LKW weggebracht wurde, - an einen Ort, wo mit Sicherheit kein Unbeteiligter Zutritt hat.
    Wenn man über das alles laut nachdenkt, dann wird man sofort als Verschwörungstheoretiker bezeichnet.
    Daher meine Frage: wundert sich noch jemand darüber, dass man das alles mehr als skeptisch betrachtet, was da so erzählt wird?
    Was jetzt kommt, ist nur mehr das Aufzählen von Beweisen, dass alles seine Richtigkeit hat. Nur: Kein Mensch, der außerhalb steht, kanns mehr nachprüfen.
    So wars auch mit Kennedy, mit 9/11,- mit den Kriegen in Nahost, - nur bei Saddam Hussein ist es herausgekommen, das mit der Giftgaslüge. War wohl zu dilettantisch gemacht.
    Aber irgendwann kommt alles ans Tageslicht.