Darf man Ideologien krank nennen?

 

Der deutsche Autor und Philosoph Jürgen Fritz hat in einem Essay im liberal-konservativen Magazin namens Tichys Einblicke die "grünlinken Gutmenschen" als geistig-psychisch krank bezeichnet und in seinem Text auch stringent argumentiert, warum er dieser Meinung ist. Der Beitrag wurde vom Herausgeber Roland Tichy nach heftigen Protesten zwischenzeitlich gelöscht und Tichy hat sich für die Publikation entschuldigt.

 

Das Streitobjekt heisst "Krankschreiben"

Darüber lässt sich nun trefflich streiten: Darf man in der öffentlichen Debatte eine offizielle politische Haltung bzw. Einstellung als krank bezeichnen? Und ist es in Ordnung, wenn ein Herausgeber einen Text zuerst redaktionell freigibt, danach publiziert und nach diversen Protesten den Essay wieder löscht? (Der inkriminierte Text ist übrigens auf der Website des Theologen David Berger nochmals veröffentlicht worden und dort nachzulesen.)

 

Der Shitstorm bläst von links

Der im unvermeidlichen linken Shitstorm geäusserte Hauptkritikpunkt an Fritz und Tichy war, dass das intellektuelle Pathologisieren von politischen Überzeugungen an totalitäre Regimes erinnern würde und dass mit der "Krankschreibung" der linksgrünen Gutmenschen die Grenze des guten Geschmacks überschritten worden wäre. Man fühlte sich im linksgrünen Spektrum durch Jürgen Fritz persönlich angegriffen und schäumte vor Empörung. Freilich darf man in einem freien Land auch diese etwas pikiert-spießige Haltung der Dauerempörung vertreten - so wie jede andere auch, die nicht gesetzlich verboten ist.

 

Schulmeistern und zum Schweigen bringen?

Doch man kann mit dieser als moralisch besser legitimiert dargestellten Meinung und ständig schulmeisternden Position dann nicht einfach Jürgen Fritz die Diagnostik unterbinden und ihm im Gegenzug seine eigenen Meinungsäußerungen verbieten wollen (auch wenn das nicht so offen und explizit gesagt wurde). Aber es reicht schon der massive Druck im Netz und in den Medien, der hier zu Lasten einer Privatperson aufgebaut wurde, um ein Quasi-Verbot zu installieren.

 

Tichy hielt den enormen Druck nicht aus 

Und interessanterweise knickte infolge dieses großen Drucks der Herausgeber Roland Tichy selber ein und nicht der Autor Jürgen Fritz. Das hatte noch einen speziellen, anderen Hintergrund: Tichy gibt in Deutschland auch des Netzwerkmagazin "XING News" heraus. Und über diese Schiene geriet er so extrem unter Druck, dass er seine Herausgeberschaft dort zurücklegen musste.

 

Lebensbedrohliche Publikation

Der Druck ging nach Tichys eigenen Aussagen soweit, dass er sogar Morddrohungen erhielt.

Die geifernde Empörung reicht den Extremisten nicht. Wenn schon, dann geht man aufs Ganze. Letztlich lief hier ein medienpolitischer Skandal ohnegleichen ab, dessen Furor frappierend an totalitäre Regimes erinnert. Krankschreibungen wie die oben skizzierte tun das eher nicht.

 

Viel mehr Zustimmung als Kritik

Der Verfasser des Textes hat natürlich in Summe viel mehr Unterstützer als Kritiker: Sehr viele Bürger sowohl in Deutschland wie in Österreich haben den Eindruck, dass die grünlinke Politik besonders seit Beginn der Migrationskrise den Boden der Vernunft und die Basis einer begründbaren Weltanschauung zumindest in Teilbereichen völlig verlassen hat. Selbst eine führende deutsche grüne Politikerin gewann Selbsterkenntnis und sagte zuletzt wortwörtlich: "Die Kommentarlage zu unserer Politik ist bescheiden bis beschissen." 

 

Krank ist man selber, nicht der Arzt

Wenn also ein luzider Denker und treffend formulierender Blogger wie Fritz das grünlinke Gutmenschentum als krank bezeichnet, so kann er nicht ganz falsch liegen. Die krankhafte Degeneration dieser politischen und pseudomoralischen Haltung als solche zu bezeichnen, das kann man aber dann nicht Herrn Fritz und seiner Diagnostik vorwerfen, sondern da müssen sich die Proponenten des völlig entgleisten linksgrünen Pharisäertums schon selber an der Nase nehmen. So wie das Frau Göring-Eckardt getan hat, von der das obige Zitat zum Zustand der Grünen stammt.

 

Zeitgeistdiagnostik kann weh tun

Jürgen Fritz für sein Statement zu attackieren ist ähnlich daneben, wie einen Arzt wegen der korrekten Diagnose einer unerfreulichen Erkrankung zu beschimpfen. Die Aufregung über einen wenn auch harschen und ins Pathologische weisenden Artikel sagt noch mehr über die innere Verfasstheit der Kritisierten aus als der zitierte Text selber. Offenbar wurde hier ein wunder Punkt zielsicher getroffen.

 

Analyse heisst zerlegen

Auch Jürgen Fritz ist der Meinung: Wir sollten in der öffentlichen Debatte stets bemüht sein, nicht den Gegner persönlich ("ad hominem") zu attackieren, sondern die politischen Haltungen, die wir für schlecht oder gefährlich halten, argumentativ auseinandernehmen. Und nichts anderes hat Fritz getan. Natürlich lässt sich der Angriff auf die Menschen dahinter nie ganz vermeiden, weil jeder, der eine Überzeugung hat, sich unweigerlich negativ berührt fühlt, wenn diese seine Überzeugung analytisch kritisiert wird.

 

Das Salz der Demokratie

Aber das freie Äußern von Kritik ist eben die Grundlage des Diskurses auf jenem zweifellos als sakrosankt zu bezeichnenden Fundament der Demokratie, das wir Meinungsfreiheit nennen. Und da müssen wir eben das Risiko in Kauf nehmen, mit nicht genehmen Aussagen konfrontiert zu werden.

 

Unreifes Verhalten

Die demokratische Reife hat man dann erreicht, wenn man imstande ist, ohne schäumende Empörung die Argumente des Anderen zu betrachten und Gegenargumente findet, ohne den Kritiker massiv bedrohen und unter Druck setzen zu müssen. Im Anlassfall hat aber eine ganze Reihe von "Gutmenschen" wieder ihr wahres Gesicht und ihre infantil-aggressive Haltung gezeigt. Objektive Gegendarstellungen waren kaum zu finden.

 

Was gilt jetzt: Darf man "krank" sagen?

Um die eingangs gestellte Frage nun klar zu beantworten: Ja, es ist natürlich erlaubt, Ideologien und Haltungen als krank zu bezeichnen. Dafür muss man nicht unbedingt Arzt sein (obwohl das hilft). Jeder Mensch weiß: Krankheit ist ein Zustand, der von der Gesundheit abweicht. Und wenn gewisse politische Haltungen einem kritischen Menschen nicht mehr gesund vorkommen und ihm sogar gefährlich für andere erscheinen - ja um Himmels willen, wie soll er sie dann anders nennen als krank?

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Kommentare: 25
  • #1

    Richard IV (Dienstag, 10 Januar 2017 06:54)

    ich finde an Fritzens argumentation nichts stringentes und m.m. ist der artikel einfach schwach. ich persönlich verstricke mich immer wieder in ausweglosen diskussionen mit "Gutmenschen" und muss erkennen, dass diese kluft nicht zu überbrücken ist. den anderen deswegen als krank zu bezeichnen, fiele mir nicht ein. die kluft hängt viel mehr mit selektiver wahrnehmung zusammen, wobei ich mir dann selbstkritisch die frage stelle, sehen ich und die "Rechten" das zu einseitig? - inzwischen bin ich soweit, dass ich versuche, solchen diskussionen einfach aus dem weg zu gehen.....

  • #2

    S.B. (Dienstag, 10 Januar 2017 08:36)

    Jürgen Fritz hätte den Begriff "geistig krank", der natürlich auf die Linksgrünen zutrifft, einfach noch vermeiden sollen. Die Zeit dafür ist noch nicht reif. Ausreichend deutlich gemacht, hätte er den Befund auch mit der Fragestellung: "Warum man mit infantil gebliebenen Gutmenschen nicht diskutieren sollte.". Im Grundsatz hat Herr Fritz selbstverständlich völlig recht. Diesen Geisteszustand können sich übrigens nur Leute leisten, die auf Kosten anderer leben, sei es (in erster Linie) als Politiker, als sonstiger Hanswurst in öffentlich-rechtlich zwangssubventionierten Institutionen (Bsp. Kahane in der Antonio Amadeo Stiftung). Das diese infantilen Gutmenschen die Oberhand in der Gesellschaft gewinnen konnten, zeigt ein dahinterstehendes evidentes Problem: Den übergroßen Staatsbereich. Die Lösung ist ganz einfach: Die infantilen Gutmenschen müssen aus ihren zwangsfinanzierten Luftschlössern geholt werden und ihren Lebensunterhalt in der freien (Wirtschafts-) Wildbahn verdienen. Das bringt garantiert Heilung, denn damit haben die meisten von diesen erbärmlichen Nichtsnutzen in ihrem sinnlosen Leben noch nichts zu tun gehabt. Und genau deshalb sind sie im Geiste auch Kinder geblieben, eben infantil. Für einen Erwachsenen ist das einfach nur "krank".

  • #3

    Hartmut Pilch (Dienstag, 10 Januar 2017 09:09)

    Jürgen Fritz hat für seine Diagnose gute Argumente gebracht. Eine Diskussionsbasis war das allemal. Man kann noch weitere Argumente finden, und es gibt einige Psychiater, die sich an der Debatte beteiligen http://bayernistfrei.com/2017/01/08/xing-tichy-kindergarten/. Hier ging es nur darum, für den Bürgerkrieg, in dem Tichy eine wichtige Stellung verteidigt, einen Vorwand zu finden. Derweil ruft die New York Times dazu auf, "das Geschäftsmodell von Breitbart zu zerstören". Breitbart sitzt an einer noch wichtigeren Position. Es spricht für Tichy, dass ein Artikel wie der von Jürgen Fritz das schwächste Glied in der Kette zu sein schien. https://bayernistfrei.com/2017/01/10/luegenaether-vs-trump/

  • #4

    Strimitzer (Dienstag, 10 Januar 2017 11:26)

    @S.B @Marcus Franz

    Vielleicht sollte man es sich angewöhnen, die Kommentare unter den Artikeln stichprobenartig gegenzuchecken?

    In der Hoffnung, das man Hass und Wuttiraden wie jene von S.B findet und entfernen kann.
    Das hat nichts mehr mit Meinungsfreiheit zu tun, das ist Herabwürdigend, Verleumderisch, tragisch, auch diskriminierend und eine absolut unnötige Wortwahl.
    Wie gezeigt mit deutlicher Tendenz zum Straftatbestand!

    Tragisch ist es, weil es zeigt, welch Geistes Kind S.B ist, und welche Verrohung in unserer Gesellschaft um sich greift.

  • #5

    Walter (Dienstag, 10 Januar 2017 13:00)

    Wenn nicht krank - dann also gesund ? Eher nicht. " Strimizer " verweist auf den Splitter im Auge von S.B. ohne den Balken in seinem eigenen Auge wahrzunehmen. Genau diese politische Korregiertheit ist ja das eigentliche Thema.

  • #6

    H.G (Dienstag, 10 Januar 2017 14:21)

    Ein erstaunlich analytisch tiefgehender Text. Kein Wunder. Der Autor hat ja auch Erkenntnistheorie studiert.

    Trotzdem ist die Analyse in wesentlichen Punkten nicht zutreffend, weil zu oberflächlich. Zwei entscheidende Fehler haben sich eingeschlichen:

    1) Die Annahme, dass der Persönlichkeitstyp »Gutmensch« eine Fehlanpassung an die Realität darstellt, ist falsch. Ganz im Gegenteil. Dieser Menschentyp ist sogar eine optimale Anpassung an die vorgefundenen, gesellschaftlichen Verhältnisse des allumfassenden Sozialstaats. Eltern, die ihre Kinder zu Gutmenschen erziehen antizipieren die vorherrschenden sozialen Bedingungen und verschaffen so ihrem Kind zumindest kurzfristig, optimale Ausgangsvoraussetzungen, etwa für einen »sozialen Beruf«. Der Gutmensch ist im Prinzip der, bereits von Riesman (Die einsame Masse) beschriebene, »außengeleitete Mensch«, der ohne eigene Charakterstruktur, sich optimal seiner sozialen Umgebung anpasst.

    Richtig ist natürlich auch, dass diese Anpassung auf der persönlichen Mikroebene außer acht lässt, dass das alles nur gut geht, solange der überblähte Sozialstaat hält.

    Die Tragik besteht nun darin, dass der Gutmensch, durch die Implikationen seines Handelns (Refugiés are welcome), den Ast (Sozialstaat) absägt auf dem er selbst sitzt. Dass er dies nicht reflektiert wird verständlich, wenn man den zweiten Fehler ansieht, den der Autor macht:

    2) Es handelt sich beim Gutmenschentum natürlich nicht um eine Krankheit. Krank können nur Individuen sein. Natürlich gibt es auch Epidemien, zum Beispiel die Grippe. Dabei handelt es sich aber immer um die Ansammlung individueller Probleme. Bei einer Grippeepidemie entsteht kein neues soziales Aggregat, das gemeinschaftlich (politisch) handelt. Das trifft auch zu, wenn man von einer neurotischen Störung ausgeht. Die neurotisch Gestörten interagieren zwar mit der Gesellschaft, bilden aber per se keine in sich geschlossene Gemeinschaft.

    Ganz anders beim Gutmenschen. Hier ist ja gerade von besonderer Relevanz, dass sie eben spontan soziale Aggregate ausbilden. Es handelt sich also um ein massenpsychologisches Problem. Das Gutmenschentum in seiner Summe bildet eine politisch handlungsleitende Ideologie aus.

    Das tragische dieser Entwicklung besteht darin, dass der in der Ideologie gefangene Mensch, nicht mehr zur Reflexion fähig ist. Die Ideologie hat für ihn einen allumfassenden Wahrheitscharakter.

    Das analytische Verständnis solcher Prozesse gewinnt man aber nicht mit der Medizin, sondern aus der Massenpsychologie. Der französische Psychologe Gustave Le Bon hat hierzu bereits vor 100 Jahren das geistige Handwerkszeug geliefert.

    Summa summarum: Leider ist es nicht so einfach mit den Gutmenschen. Sie sind nicht nur diskussionsresistent, sondern eben auch nicht krank und deshalb auch nicht therapierbar. Im Grunde sind Gutmenschen auch nicht Täter, sondern Opfer. Opfer des , dem Sozialstaat innewohnenden Selbstzerstörungsmechanismus. Wie bei jeder anderen Ideologie auch gibt es nur eine Möglichkeit der Korrektur: den Realitätsschock.
    Stabil(at)me.com

  • #7

    Friedhelm Kampsmann (Dienstag, 10 Januar 2017 16:32)

    Den 'Shitstorm', der durch den Artikel von J.F. ausgelöst wurde, versteht man besser, wenn man diesen Text vor dem Hintergrund mehrerer anderer Artikel liest, in welchem der Autor sich eideutig als Propagandist der AfD geoutet hat und in welchen er alle, die seine Vorliebe für die AfD nicht teilen, in gleicher Manier als krank, geistesgestört, minderbemittelt, ungebildet, realitätsblind, etc. bezeichnet. Der hier inkriminierte 'Pathologie-Artikel' bildet also nur ein weiteres vergiftetes Sahnehäubchen auf dem Propagandateller, den der Autor uns von Zeit zu Zeit präsentiert.

  • #8

    Strimitzer (Dienstag, 10 Januar 2017 16:33)

    Zunächst möchte ich den Blogbetreiber Dr. Marcus Franz nochmals dringend ersuchen, dafür Sorge zu tragen, dass Postings wie das zuvor angesprochene unmittelbar entfernt werden.

    Ad #5

    Ich diskutiere nicht mit Mschen, die nicht richtig abschreiben können. Bitte betrachten Sie diesen Beitrag daher als korrigenda.

    1. Ich habe mich nie am Grundlagentext orientiert, sondern wie aus meinem Kommentar deutlich ersichtlich ausschließlich an #2.

    2. Als Splitter würde ich den Text nun wirklich nicht bezeichnen, eher als die schlimmste Entgleisung eines Menschen, der offenbar der Meinung ist im Internet darf man alles.

    Stark! Schliesslich sieht mich ja niemand, oder? Offenbar sehen Sie das ganz ähnlich.

  • #9

    helmut-1 (Dienstag, 10 Januar 2017 18:12)

    Also, ich finde in dem Kommentar von S.B. überhaupt nichts Verleumderisches oder Diskriminierendes. Was ich zunehmend vorfinde, ist eine Parallelität zu der Zeit, die vor 80 Jahren aktuell war. Es wird von oben vorgegeben, wie wir, das einfache Volk, zu denken haben. Alles, was sich nicht diesem vorgegebenen Denken unterordnet, wird als absolut verwerflich eingestuft.

    Diejenigen, die jegliche Meinungsfreiheit im Keim ersticken wollen, sind die Gutmenschen. Sie tragen ihre Überzeugung vor, leben danach, sehen dabei überhaupt nichts Negatives, wenn die Verwirklichung ihrer Überzeugung finanziell durch die Allgemeinheit getragen werden soll und bedienen sich aller möglichen Werkzeuge, um gegen diejenigen vorzugehen, die da anderer Meinung sind. Diese Werkzeuge sind (noch) rhetorischer Art, sie artikulieren sich darin, indem man den Andersdenkenden als jemanden bezeichnet, der diffamiert, inhuman ist, verleumdet und überhaupt aus der braunen Ecke stammt.

    Zeitweise zeigen sie aber auch ihr wahres Gesicht, indem sie ihre SA-Strukturen wieder zur Schau tragen. Nur: Die neue SA hat keine braunen Hemden, sondern sie sind in schwarz gekleidet und nennen sich Antifa. Insbesonders der berüchtigte "Schwarze Block" tut sich da demonstrativ hervor. Man wird das wieder beim Akademikerball Anfang Februar in Wien bemerken. Das Kuriose ist dabei, - auch diese militanten Antifas betrachten sich als Gutmenschen, weil sie sich ja für eine gute Sache engagieren, - ihrer Meinung nach.

    Als jemand, der in seiner Familie Vorfahren hat, die ihr Leben im Widerstand gegen die braune Diktatur verloren haben, kann ich immer nur appellieren: Wehret den Anfängen! Erkennt des Kaisers neue Kleider und wehrt Euch gegen diejenigen, die Euch ihre Meinung aufzwingen wollen. Der Sozialismus, den man damals als "national" bezeichnet hat, war für die Menschen schlimm genug. Der Sozialismus, den die Gutmenschen uns aufdrücken wollen, der wird aber alles, was vor 80 Jahren war, noch in den Schatten stellen.

    Ums klar zu sagen: ich wiederhole meinen Respekt für das Forum von Dr. Franz, weil er genau das durchzieht, was er mir auch gegenüber zum Ausdruck gebracht hat; - er löscht prinzipiell keinen Kommentar. Dazu gehört Mut und vor allem Standfestigkeit. Wer den Wert der Meinungsfreiheit in dieser unsteten Zeit nicht zu schätzen weiß, dem ist sowieso nicht zu helfen.

    Natürlich gibt es bei jedem Kommentar Grenzen, wenn es in eine beleidigende Form ausartet. Zum Glück habe ich das die ganzen Monate noch bei keinem Kommentar festgestellt.

    Wenn jemand, der der hohen Zunft der Gutmenschen angehört, dann mit Hilfe der abwertenden Begriffe wie "Diskriminierung, Verleumdung, etc." seine Meinung in der Form durchsetzen will, indem er andere dadurch mundtot macht, - eben durch eine angeratene Löschung des betreffenden Kommentars, - dann ist das allenfalls eine Bankrott-Erklärung des Gutmenschen, weil er damit klarstellt, dass ihm die Argumente ausgegangen sind.

    Die Handlanger des Gutmenschentums, in der verlogensten Form überhaupt, das sind die MSM. Es ist unsere Aufgabe, diesen Lobbyisten die Maske vom Gesicht zu reißen. Soll keiner sagen, dass er als Einzelner nicht in der Lage dazu ist. Ich als kleiner Pinscher habs wieder versucht, - auf meine Art:
    https://www.fischundfleisch.com/hellmut-1/msm-meinungsmache-die-verlogenheit-unserer-zeit-30390
    Natürlich meldet sich kein Mensch bei mir, - mit einer Ausnahme: Man wollte doch sicherstellen, dass man schon weiß und sich notiert, wer da so anruft und schreibt. Ich erhielt nämlich einen Anruf aus der ZDF-Zuschauerredaktion, wo man einfach nur überprüfen wollte, ob meine Telefonnummer auch diejenige ist, um die es geht. Man entschuldigte sich und meinte, dass man die Telefonnummer fälschlicherweise gewählt hätte.
    Was mich aus einem einzigen Grind etwas erbost, - nämlich deshalb, weil die Leute mir offensichtlich unterstellen, dass ich derartige Kindergartenmethoden nicht durchschaue.

  • #10

    daniel weber (Dienstag, 10 Januar 2017 20:59)

    at Friedhelm Kampsmann: ich habe jürgen fritz bei f+f immer wieder gelesen, aber nie konnte ich seine sympathie für eine bestimmte partei erkennen.
    selbst wenn es die afd wäre? who cares?
    ist man nur noch ein "mensch", wenn man die grünen anhimmelt? ansonsten ein untermensch?
    (hatten wir alles schon vor 80 jahren)

  • #11

    global citizen (Dienstag, 10 Januar 2017 21:34)

    @Strimitzer
    Du fühlst Dich von SB angesprochen, genauso benimmst Du dich, infantil und wirst persönlich, LIES DEN ARTIKEL und benimm Dich wie ein Mann und heul hier nicht rum wie ein linkes Bubi das an Mamis Rockzipfel haengt und von der Umverteilung lebt, der Arbeit der anderen, Du bist derjenige der voller Hass ist, widerleg mal Strimitzer ohne Schaum vor dem Mund. MIT ZITAT Unreifes Verhalten
    Die demokratische Reife hat man dann erreicht, wenn man imstande ist, ohne schäumende Empörung die Argumente des Anderen zu betrachten und Gegenargumente findet, ohne den Kritiker massiv bedrohen und unter Druck setzen zu müssen. Im Anlassfall hat aber eine ganze Reihe von "Gutmenschen" wieder ihr wahres Gesicht und ihre infantil-aggressive Haltung gezeigt. Objektive Gegendarstellungen waren kaum zu finden. @Marcus Franz Klasse Artikel, weiter so, vielen Dank!

  • #12

    global citizen (Dienstag, 10 Januar 2017 21:44)

    @ SB, 1A auf den Punk getroffen. Thanks. denn, Nichts tut Heuchlern wie Strimitzer mehr weh als, wenn ihnen der Spiegel vorgehalten wird. NICHTS fürchten Strohköpfe mehr, als den FUNKEN der Wahrheit. Dann brennen sie. Sieht man ja am infantilen comment wie sagt man in Deutsch? Schaum vor dem Mund und dann fordert der noch Zensur. haha

  • #13

    Hans Kolpak (Dienstag, 10 Januar 2017 23:47)

    Das Respektieren anderer Weltsichten fällt den meisten Menschen schwer, weil sie emotional in vergangenen Erfahrungen verankert sind. Politische und religiöse Sichtweisen haben in zwischenmenschlichen Beziehungen keinerlei tragende Funktion, da sie aus Ideologien und Dogmen bestehen.

    Lügen, Halbwahrheiten und Wahrheiten ringen um einen Platz in der Wahrnehmung von Kampfhähnen. Normal und vor allem menschlich ist das alles nicht!

    Nenne mir jemand ein einziges Problem, das NICHT von Politikern verursacht worden ist! Politiker behindern jede nur mögliche Lösung! Ohne Staatsgläubige wären Politiker arbeitslos!

    Um von der weltweit verbreiteten Staatsgläubigkeit abzulenken, gibt es demokratische Staaten und Schurkenstaaten. Kriminell sind alle, denn wir brauchen sie beim besten Willen wirklich nicht! Alles lässt sich viel einfacher und preiswerter organisieren.

    Das Affentheater um Adolf Hitler, das bis heute getrieben wird, wurde dem Postkartenmaler mit göttlicher Vorsehung noch nie gerecht. Er war einfach nur da. Die Staatsgläubigen wären auch jedem anderen Idioten [im Sinne des Wortes] hinterhergerannt. Auch der Widerstand bestand aus Staatsgläubigen.

    Die gefährlichste aller Religionen: Staatsgläubigkeit
    http://www.dzig.De/Die-gefaehrlichste-aller-Religionen-Staatsglaeubigkeit

  • #14

    Strimitzer (Dienstag, 10 Januar 2017 23:56)

    ad#11

    Ich empfehle IHNEN, sich an die eigenen Vorschläge zu halten.

  • #15

    helmut-1 (Mittwoch, 11 Januar 2017 10:06)

    Paßt in Form einer erweiterten Abhandlung auch hierher, was ich grade vorhin in f+f veröffentlicht habe:

    https://www.fischundfleisch.com/hellmut-1/von-der-dummheit-des-stimmviehs-auch-wahlvolk-genannt-30440

  • #16

    michael collins (Mittwoch, 11 Januar 2017 11:01)

    an helmut-1 (Dienstag, 10 Januar 2017 18:12)

    Ihrem Beitrag stimme ich uneingeschränkt zu, wie ich auch die meisten Ihrer Kommentare, unaufgeregt und nicht ad hominem mit Gewinn lese.

    Hat mich ohnehin gewundert, wann linke Weltverbesserer nicht auf dieser Seite aufgeschlagen sind.

    Antifaspruch: auch wenn Sies nicht vermuten, wir sind die Guten.

    Glauben sie :)

    Ich nicht :)

    Empörend ist, dass ein Staat sich solche Sturmtruppen glaubt halten zu müssen und sie mit jetzt erhöhter Finanzierung, nämlich 100 Euro belohnt. In Deutschland.

    Demokratie und Rechtsstaat geht anders.

    Als Geschichtsinteressierter erinnert es mich an die letzten Tage der römischen Republik, in der Terrorbanden sich gegenseitig und den jeweiligen politischen Gegner bekämpft und ermordet haben.

    Noch sind wir nicht soweit. Aber Terror tendiert immer zu noch ärgeren Auswüchsen.

  • #17

    helmut-1 (Mittwoch, 11 Januar 2017 12:00)

    michael collins:
    Interessant der Hinweis mit dem Untergang des römischen Reiches.

    Hab da ein wenig herumgeblättert, auch interessante Abhandlungen gefunden, z.B.:
    https://eden.one/pdf/2189.pdf

    Natürlich kommt man auch auf gewisse Parallelitäten, wie Dekadenz, Verfall der Werte, Völkerwanderung, keine Möglichkeit der Grenzsicherung, Verfall der Staatsfinanzen, Völkervermischung, usw. usw.

    Nur: Über Terrorbanden habe ich so konkret nichts beim Blättern gefunden. Gibts da irgendwelche links oder andere Literatur?

    Muss mich mit dem Thema intensiver beschäftigen. Sind viele interessante Parralelitäten dabei.

  • #18

    female global citizen (Donnerstag, 12 Januar 2017 00:18)

    @Strimitzer
    so jetzt spreche ich mal Deine Bubi Sprache, dann verstehen wir uns besser, also
    hallo Desinformant, hallo Hofnarr
    hallo Netzwerk warrior im Auftrag!
    hallo Tanzbär am Nasenring des Psychopathen Systems
    hallo Cyber Krieger für die Erhaltung von Deutungshoheit der Hochverräter
    Hallo Denunziant
    und nun DDR2 geh zu deiner Stasi Kahane Genossin petzen.

    Denn der einzige, der hier dumm ist, ist der Hofnarr, der seine Narrentänzchen vor den Füßen seiner eigenen Vernichter aufführt.

    Das Problem der linksrotgruenen ist, dass die denken das ihre Gewalt Redefreiheit sei und dass unsere Redefreiheit Gewalt sei. Mental and violent disorder.
    Absolute Proof Liberalism is a Mental Disorder https://www.youtube.com/watch?v=YZL3axcwDz8

  • #19

    michael collins (Donnerstag, 12 Januar 2017 08:32)

    an helmut-1 (Mittwoch, 11 Januar 2017 12:00)

    Das ist ein Verständigungsirrtum. Ich habe den Untergang der römischen Republik gemeint, die letztlich von Augustus umgewandelt worden ist in ein Caesarentum. Das ja letztlich noch etliche Jahrhunderte Bestand gehabt hat.

    Die Banden und Straßenkämpfe in Rom der ausgehenden Republik im 1. Jhd v,C, deshalb, weil es in Rom keine polizeiähnliche Institution gegeben hat und der Bürger selber für seine Sicherheit hat sorgen müssen.

    Einige Stichwörter: Publius Clodius Pulcher und Titus Annius Milo.

    Als Einstieg empfehle ich die drei hervorragenden historischen Romane von Robert Harris um Cicero, die mMn hervorragend recherchiert sind und historisch haltbar.

    Bei weiterem Interesse diene ich gerne mit Fachliteratur.

    Empfehlenswert:

    Augustus: Eine Biographie

    Bleicken, Jochen

    Für Spezialfragen empfehle ich das Geschichtsforum.de, in dem nicht nur interessierte Laien, sondern auch Historiker schreiben.

  • #20

    michael collins (Donnerstag, 12 Januar 2017 08:44)

    Ergänzung zu Helmut-1:

    Zum Untergang des römischen Reiches im 5. Jhd n.C. gibt es vermutlich so viele Theorien wie es Historiker gibt.

    Dekadenz ist ja ein beliebtes Stichwort. Nur: war das römische Volk wirklich dekadent oder nur die Oberschicht ? Waren diese Gruppen nur einfach politisch entmachtet ? Was ist mit dem Militär, die sich gegenseitig bekriegende meist kurzlebige Soldatenkaiser stellten ? Was ist mit der Aufnahme von Nichtrömern in die Armee, was ist mit den Freigelassenen, deren Söhne dann Vollbürger waren und ebenfalls in der Armee dienen konnten ? Wie wirkt sich diese Überfremdung aus ?

    Rom hat versucht, ein Weltreich mit den Mitteln einer Stadt zu regieren. Es hat es nie geschafft, eine zielführende Wirtschaftspolitik zu schaffen, sondern hat im Grunde nur von Eroberungen und Ausbeutung gelebt.

    Das sind nur einige Punkte, die mir so auf die Schnelle einfallen. Wie gesagt, unglaublich viele Theorien.

    Meine liebste ist: so wie ein menschlicher Körper, so hat auch ein Reich seine Lebenszeit.

  • #21

    global citizen (Samstag, 14 Januar 2017 14:51)

    NEVER underestimate the degree of indoctrination your child receives in public schools, colleges and especially higher degree universities.
    LIBERALISM may be a mental disorder, but it has been TAUGHT to them. http://www.breitbart.com/big-government/2017/01/12/virgil-trumps-nationalist-vision-vs-gospel-globalism/

  • #22

    Karl P. Schlor, Unabhängiger Publizist (Samstag, 14 Januar 2017 15:18)

    man muß nicht alles aufnehmen, was andere schon zu dem Fall geschrieben haben, deshalb nur eines:
    wenn man die Meinungen Linksextremer (Antifa, usw., usf.) toleriert, die sagen: rechts sein ist keine Meinung. sondern ein Verbrechen, dann kann man gegen das bißchen Pathologie des Dr. Fritz überhaupt nichts einwenden! Basta!
    Tichy ist nur durch die Morddrohungen gegen sich entschuldigt, ansosnten müßte man ihn auch als feigen Journalisten bezeichnen. Voltairs Spruch wäre hier auch anzubringen, aber daß man Tichy mit Mord droht, ist einfach der allergrößte Skandel unserer "Gutmenschen", die man eigentlich "Schlechtmenschen" heißen müßte!

  • #23

    Diederich Heßling (Sonntag, 15 Januar 2017 14:57)

    @female global citizen zu @Strimitzer
    Dem ist nur noch hinzuzufügen, daß Individuen wie Strimitzer nicht satisfaktionsfähig sind. Mit solchem Dreckspack kann und muß man nicht diskutieren. Das ist unirdisch.

  • #24

    Leon (Freitag, 27 Januar 2017 20:34)

    Die Meinungsfreiheit besteht in unserem Land nicht mehr.
    Ich stehe demnächst vor dem Landesgericht als Amgeklagter da ich die Zudringlinge Mitte 2016 als, Mosels, Schmarotzer und Invasoren bezeichnete!
    Zum Linken Wahnsinn:
    Schon Roland Baader bezeichnete linksorientierte als Leftisten und diagnostizierte bei diesen kollektiven Wahnsinn. Dieser wurde durch die von den Leftisten geförderte Invasion der Afrikaner in unsere Länder nur bestätigt!
    So wie es ausschaut, sind wir verloren. Die einzige Möglichkeit unserer Rettung wäre die vollständige Repatriierung aller Afrikaner und aller nicht assimilierten Moslems!

  • #25

    Leon (Freitag, 27 Januar 2017 20:49)

    Nachtrag zum linken Denunziantentum:
    Einer der ganz großen linken Vernaderer hier bei uns im Westen ist Sacha Thaler! Vorsicht Leute der Typ ist echt krank!