"I want to see an honest press"

 

Am 16.2. gab US-Präsident Trump eine spontane Presse-Konferenz. Und dabei geschah wieder das Unerhörte: Er redete den Medienleuten nicht nach dem Mund, sondern er sagte, was er sich denkt und vor allem sagte er, wie er sich Medien und Politik vorstellt. Und, welch Ungeheuerlichkeit, er kritisierte die Reporter statt sich selbst kritisieren zu lassen.

 

Trump hat den Spieß umgedreht. Bei seinen Medienauftritten und den Frage-und-Antwort-Spielen, die Pressekonferenzen darstellen, ist nicht der Politiker das Ziel aller Kritik und aller Fragen, sondern plötzlich sind es die Reporter aus den Mainstream-Medien. Trump bricht damit Konventionen, die ohnehin immer fragwürdig waren und er stellt die Medien vor vollendete Tatsachen.

 

Die Journalisten haben auf diese neue Art des "politisch inkorrekten" Umgangs mit ihnen natürliche keine Antwort. Wie kann man es nur wagen, die Kritiker zu kritisieren? Fassungslosigkeit machte sich nach der Konferenz breit, denn die Aussagen Trumps trafen ins Mark: Die Medien würden nicht verstehen, was die Menschen wirklich bewegt, sie würden nicht im Interesse des amerikanischen Volkes arbeiten und sie seien unehrlich, weil sie nicht über die Erfolge der Trump-Regierung schreiben, sondern alles ins Negative zerren und vor allem ständig "Fake News" verbreiten würden.

 

Weil diese Aussagen natürlich großteils stimmen und es den bisher alle Deutungs- und Meinungshoheit innehabenden Reportern bekanntlich sehr schwer fällt, Selbstkritik zu üben, bleibt den Medien als  Reaktion nur noch der persönliche Angriff auf Trump über. Auch in der österreichischen Medienlandschaft gingen sofort die Wogen hoch. Und das Wutgeheul wird noch anschwellen.

 

Dem Präsident wurde auf den Social Media-Kanälen von einheimischen Journalisten unterstellt, er würde die Medien zerstören wollen (!). Andere behaupteten, er sei verrückt, geisteskrank oder gemeingefährlich und sogar Rufe nach der Zwangsjacke wurden laut. Die Medienleute erweisen sich mit solchen Aussagen einen Bärendienst: Wer kann sie noch ernst nehmen, wenn sie sich dilettierend als ferndiagnostisch tätige Hobby-Psychiater wichtigmachen? Jenseits des Großen Teichs hielten sich die Profis zurück, der bekannte CNN-Moderator Wolf Blitzer sagte nur noch: "Wow".

 

Der Tumult ist bezeichnend für die Attitüden, die sich in den letzten Jahren in der linkslastigen Medienszene breit gemacht haben: Nur der Journalist hat recht und nur die Medien wollen die Meinung bestimmen. Der Politiker muss dabei mittun, weil sonst bekommt er eine "schlechte Presse" oder wird solange angepatzt, bis er buckelt oder seine Reputation ruiniert ist. Daher wird es Zeit, dass Politiker wie Trump die Szenerie neu ordnen und die Medien wieder jenen Rolle übernehmen, die ihnen zusteht und die für die Demokratie auch notwendig ist.

 

Trumps Kernbotschaft lautete: "I want an honest press." Der Präsident will Medien, die ehrlich und objektiv berichten und keine tendenziösen oder falschen Meldungen verbreiten. Er sagte sogar wörtlich, er habe kein Probleme mit schlechter Presse über ihn, solange die Meldungen wahr seien. Aber was er klar ablehnt, sind eben die Fake News und die einseitigen Berichte.

 

Was kann man als Medienmensch da dagegen haben - ausser die Angst, an Einfluss, Macht und Manipulationsmöglichkeit zu verlieren? Wenn die anständigen und kompetenten Reporter jetzt einmal innehalten und ihre Positionen überdenken, könnte die Trump`sche Art des Umgangs positive Wirkungen erzielen und die Glaubwürdigkeit der Medien wieder stärken. Dazu müssten halt die Journalisten über ihren Schatten springen, sich der psychiatrischen Ferndiagnostik enthalten und den hypermoralischen, besserwisserischen Gestus endlich aufgeben.

 

 

 

 

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Kommentare: 11
  • #1

    Wilhelm Scheidl (Freitag, 17 Februar 2017 12:19)

    Im Hintergrund dieser Auseinandersetzung mit den Medien spielt sich offensichtlich ein unglaublich hart geführter Machtkampf ab, den der amerikanische Präsident noch nicht gewonnen hat. Aber selbst wenn er diesen Krieg gegen diese vom Feind bezahlten Schurken verlieren sollte, kann das Rad nicht mehr zurückgedreht werden.

    Donald Trump hat klar ausgesprochen, wofür er steht, wen er vertritt und wogegen er kämpft. Diese klare Ansage hat er nicht nur an seine Landsleute gerichtet. Die ganze Welt weiß jetzt Bescheid, wie der Hase läuft. Damit hat er den Grundstein für die unumkehrbare Wende gelegt und klare Fronten geschaffen.
    Er hat seine Gegner genau definiert und der ganzen Welt ungeschminkt die Wahrheit verkündet. Das hat sie so tief erschüttert, dass ihnen die Luft weggeblieben ist. Seine mächtigen Gegner sind zweifelsohne angeschlagen, weil er sie auf dem falschen Fuß erwischt hat. Darauf waren sie überhaupt nicht vorbereitet. Ob sie noch einen Gegenschlag lancieren können, bleibt abzuwarten. Freiwillig werden sie das Feld nicht räumen.

    Jetzt ist nicht nur das amerikanische Volk aufgewacht. Der amerikanische Präsident hat den unglaublich mutigen, revolutionären Schritt gewagt, jenen die Stirn zu bieten, die für die Lügenpolitik vieler Länder hauptverantwortlich sind. Alle Freiheits- und Wahrheitsliebenden sollten ihm dafür unendlich dankbar sein.

  • #2

    Filmemacher (Freitag, 17 Februar 2017 12:35)

    Vielleicht kann es Trump in den USA gelingen, Presse- und Medienleute wieder an ihre Kernaufgaben zu erinnern. Dass das aber in Europa und besonders in den EU-Medien gelingen könnte, darf bezweifelt werden.
    Ich kann oft schon an wörtlichen Zitaten meiner Dirkussionspartner heraushören, von welcher Zeitung oder welchen TV-Nachrichten sie ihre Meinung beziehen. Das Internet als Meinungsbildner ist halt bei vielen noch nicht angekommen ...

  • #3

    Schollmeyer (Freitag, 17 Februar 2017 12:39)

    Ja, aber wo bleibt da der christliche gutmenschliche Umgang miteinander, wir wollen doch alle in den Himmel.

  • #4

    oh mein Gott (Freitag, 17 Februar 2017 12:53)

    ein Präsident, der nachweislich täglich die Unwahrheit rausposaunt, derart anzuhimmeln ist peinlich!!!!!

  • #5

    Gerhard Miekusch (Freitag, 17 Februar 2017 14:02)

    Entlich ein Präsident, der hart genug erscheint, das kommunistische Ungeziefer die Stirn zu bieten. Damals hatte Amerika Deutschland vor diesen Dreck gerettet und hoffe nun, das Amerika diesmal diese sozialistische Pest auchz aus Westeuropa treiben wird, besonders die Politik von der Stasispionin und Stalinistin Merkel, welche das Erbe von Stalin verfollständigen in Begriff ist und Völkermord an das Deutsche Volk begeht.
    Solcher Mist mus weg.

  • #6

    sebelon (Freitag, 17 Februar 2017 14:26)

    ein Präsident, der nachweislich täglich die Unwahrheit rausposaunt, derart anzuhimmeln ist peinlich!!!!!
    spinner

    Trump tut der Welt gut.
    1. Er versucht mit all seinen Mitteln das umzusetzen, was er im Wahlkampf versprochen hat.
    2. Mit seinem “America first” fordert er unsere Politikdarsteller mal richtig heraus. Über die eigenen Interessen nachzudenken, sich eine eigene außenpolitische Haltung anzueignen.
    3. Er kuscht nicht vor den Medien. Was die schreiben ist wohl so was von egal…

  • #7

    ikarus (Freitag, 17 Februar 2017 15:29)

    die linke lügenpresse überschlägt sich mit hass gegen trump, während man den grünen unrasierten lügner wie einen messias feiert, wenn er nach brüssel fährt und österreich als naziland beschimpft.
    hoffentlich wachen die idioten, die diesen verlogenen dementen kommunisten gwählt haben, endlich auf.

  • #8

    MAG. wALTRAUD KREUNZ (Freitag, 17 Februar 2017 20:08)

    Endlich ein Kommentar, der dem neuen Präsidenten gerecht wird und aufzeigt, in welchem Wespennest er sitzt und m,it welch aggressiven, unerbittlichen Gegnern er es zu tun hat.

  • #9

    Wilhelm Scheidl (Freitag, 17 Februar 2017 20:40)

    Selbst ein Kommunist ist den Leuten noch lieber als jemand, der sich an der Wahrheit orientiert. Hätten wir einen Trump als Kandidaten gehabt, wäre die BP-Wahl anders ausgegangen. Er hat einen authentischen Weg beschritten und klare Worte gefunden, ohne Rücksicht auf die Medien.

    Die Österreicher haben Angst vor der Wahrheit. Sie wollen lieber belogen werden. Sie haben das bekommen, was sie verdient haben. Es fehlt bei uns an einer Bewegung, die sich für Wahrheit und Aufklärung als Alternative zum Ziel setzt. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

  • #10

    Oh mein Gott (Samstag, 18 Februar 2017 20:09)

    Trump, der sich an der Wahrheit orientiert - man fasst es nicht.
    Die Mauer nach Mexiko wird gebaut und Mexiko zahlt - wird wann umgesetzt?
    Einreiseverbot für Moslems aus 7 Ländern - von Gerichten gestoppt.
    Steuerermäßigungen für Geringverdiener- nicht mehr die Rede von - usw. usw.
    Aber Kosten verursachen, das kann er!

  • #11

    Franz Steinparz (Sonntag, 19 Februar 2017 19:23)

    Meiner Meinung nach geht es darum, dass Trump in seinem Wahlkampf seine Ablehnung der von der 68er Generation durchgesetzten Wertewandels deutlich gemacht hat. Er hat demonstriert dass er "traditionelle Werte" vertritt, indem er kein Fettnäpfchen ausließ, in dem er gegen einen "neuen Werte" verstoßen konnte. Ob nun Feminismus, Diskrimierungsverbot oder Political Correctness. Und damit hat er die Wahlen gewonnen. An den Führungspositionen von Politik, Verwaltung, Justiz und auch Medien sitzen aber die 68er, die klar erkennen, dass mit einem Erfolg von Trump ihre Zeit abläuft.