Der Zynismus der politischen "Helfer"

 

Als Arzt habe ich den Anspruch, allen Leuten, die zu mir kommen und medizinische Hilfe brauchen, professionell und empathisch zu helfen. Das ist mein Beruf. Und den lebe ich sowohl in meiner Ordination wie auch im Spital. Und überall, wo meine Hilfe nötig ist. Es gibt keine Einschränkung - ausser jene der Ressourcen.

 

Alle Ressourcen sind begrenzt

Zu diese Ressourcen gehören vor allem Zeit und Hilfsmittel, meine persönliche Leistungsfähigkeit und die der Organisationen (Spital und Praxis). Nicht zuletzt sind meine physische Anwesenheit und Verfügbarkeit notwendig. Und natürlich kann all das nicht gratis sein. Wer seine Hilfe nur verschenken will, der kann sie bald nicht mehr leisten, weil in einer ökonomischen Welt alles etwas kostet und jeder Arzt daher immer auch hohe Fixkosten hat: Von den Angestellten bis zur Raummiete, vom Kredit bis zum Gerätekauf.

 

Gesundheitskosten werden berechnet

Um die Kosten des Gesundheitssystems zu berechnen, gibt es einen eigenen Wissenschaftszweig: Die Gesundheitsökonomie. Und es gibt Gesundheitspolitiker und Krankenkassen, die die Kosten so gering wie möglich halten wollen, ja teils sogar müssen. Wartezeiten, Deckelungen der Leistung und diverse Rationierungen und Selbstbehalte sind die spürbaren Instrumente des überall herrschenden Spardrucks im System.

 

Als Hilfe gedacht, aber zur Kostenfaktor geworden

Das Gesundheitswesen wurde zwar geschaffen, um den Bürgern in Not und Krankheit zu helfen, aber nach den Kosten zu fragen und diese darzustellen und vor allem, sie zu begrenzen, ist die täglich gelebte erste Praxis der Systemerhalter.  Teils gravierende Einschränkungen stehen an der Tagesordnung und werden von den Systemverantwortlichen vehement verteidigt. Es sei ja nicht alles für alle leistbar.

 

Woanders helfen wir völlig unkritisch

Das Helfen und Versorgen ist gerade groß in Mode: Hunderttausende, ja Millionen Migranten kamen und kommen nach Europa, um hier Schutz und materielle Hilfe zu erhalten. Hilfsorganisationen (NGOs) und manche Staaten tun dabei gern so, als ob in der Migrationskrise die Frage nach den Kosten etwas Unanständiges wäre und als ob jeder Preis dafür zu bezahlen wäre, ganz egal, wie viele Menschen da kommen und wer diese überhaupt sind.

 

Ambivalenz und Zynismus

Das ist eine absurde Einstellung. Hier, im Gesundheitssystem, sollen die Kosten ständig gedämpft und die einheimischen Patienten nur mit dem allernötigsten versorgt werden, dort, in der Migrationsfrage, werden die Grenzen weiter offen gelassen und es darf jeder herein, der auch nur behauptet, Hilfe zu brauchen. Alle werden völlig unkritisch versorgt, man nahm am Höhepunkt der Krise nicht einmal die Personalien auf.

 

Geldverschleudern und Geld verweigern

Die Ressourcenausbeutung war und ist gigantisch: In Österreich kostet die Migrationskrise derzeit 2 - 2,5 Milliarden Euro pro Jahr. Und gleichzeitig müssen österreichische Krebspatienten monatelang auf Bestrahlungstermine warten, weil dafür kein Geld und keine Ressourcen da sind. In der Politik gibt es kaum jemand, der diese lebensbedrohlichen Missstände in Angriff nimmt. Wer da nicht an Zynismus denkt, der denkt nicht sehr weit.

 

Der Missbrauch ist enorm

Weil das Eindringen nach Europa so leicht und attraktiv ist, wurde der Missbrauch in der Massenmigration auch exzessiv groß. Wir wissen, dass in Deutschland und Österreich zusammengerechnet bereits weit über 500.000 illegale Migranten auf die Abschiebung warten: Sie sind ohne rechtliche Grundlage gekommen, weil sie von der deutschen Regierung eingeladen wurden.

 

Die tägliche Kosten sind riesig

Und alle diese Leute brauchen Essen, Wohnung, Taschengeld etc. Und für alle müssen die Einheimischen zahlen - um auf der anderen Seite Leistungseinschränkungen in Kauf nehmen zu müssen (wie oben beschrieben). Ein weiterer Zynismus. Zu allem Überflüss funktioniert die Rückführung der Illegalen ganz schlecht. Sie bleiben hier und verbrauchen Ressourcen, die ihnen eigentlich nicht zustehen.

 

Die Politik ist daran schuld und sie ist schuldig

Man kann den zu uns strömenden  Leuten nur bedingt Vorwürfe machen, denn ihr Bildungsgrad ist niedrig, ihre Kultur anders und ihr Denke ist geprägt vom gefühlten Recht, dass ihnen wir Ungläubige etwas schuldig sind. Wenn dann noch die deutsche Kanzlerin eine solch fatale und weitreichende, zukunftsgefährdende Aktion setzt und eine klare Einladung an den gesamten Orient ausspricht, ist es kein Wunder, wenn sich seit dieser Untat im September 2015 Millionen Orientalen auf den Weg machen. Die Katastrofe ist politisch verursacht und man fragt sich immer wieder: Ist sie nicht auch gewollt?

 

Die Kosten und die Folgen bleiben dem Bürger

In Wirklichkeit wirkt der Merkel`sche Fehler ja noch immer heftig nach, es gibt noch immer keine Lösung des selbstgemachten Problems und es sind zum Großteil noch immer dieselben Verantwortlichen an der Macht, die damals das Desaster eröffnet haben. Und die Bürger müssen weiter für etwas zahlen, das sie nie wollten - und dafür Einschränkungen in der eigenen Versorgung hinnehmen. 

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Tobias (Samstag, 18 März 2017 19:57)

    Das Problem einerseits ist das Unrecht, mit dem die Einwohner der jew. Länder von deren Regierungskaste behandelt werden: mit Lügen, Fakten verschwinden lassen, Steuergeld veruntreuen usw.
    Andererseits sind wir (ich bin Deutscher, blond und blauäugig) selber Schuld und ebenfalls Verbrecher. Denn wir haben unseren (im Vergleich der armen STaaten) riesigen Reichtum nicht geteilt. Für 25-30.000€ ein Auto kaufen, halte ich für gelinde gesagt unverantwortlich gegen die armen Länder wie z.B. Zimbabwe, wo sie Blätter von den Bäumen essen, um nicht zu verhungern. Dabei prüfen wir täglich auf der Waage unser Gewicht und schaffen es nicht, unser Übergewicht zu reduzieren. Krass.

  • #2

    enrico (Samstag, 18 März 2017 22:07)

    Ein Staat, der sich durch Steuerzwang versorgen lässt, ist kein demokratischer Staat, kann kein demokratischer Staat sein! Allenfalls eine Wahldiktatur. Ein wirklich demokratisches, staatliches Gemeinwesen kann nur durch Schenkungen finanziert werden. Nicht dadurch, dass die Bürger alle vier Jahre mal ein Kreuzchen machen dürfen entsteht Demokratie, sondern nur dann, wenn die Bürger individuell, frei entscheiden können, was sie unterstützen wollen und vor allem, was nicht. Sicher bin ich mir dabei, dass dabei das Gesundheitswesen noch vor dem Bildungswesen als besonders förderungswürdig angesehen wird. Wenn sich dann noch jemand für (echte oder nur sogenannte) Flüchtlinge einsetzen will, steht dem ja nichts dagegen.

    Komme jetzt keiner mit dem Einwand, dass dann aber viel zu wenig Schenkungen erfolgen würden. Die Menschen verhalten sich nur dann egoistisch, wenn sie unfrei sind. Sind sie nämlich frei, erkennen sie auch, dass Schenken einem gut tut und werden das wiederholen. Tue Gutes und rede darüber: Natürlich sollte dann auch jeder zeigen dürfen, wie er sich für das Gemeinwesen einsetzt. Das gilt vor allem für Unternehmen, die damit sehr wirkungsvoll Werbung machen können. Und auf der anderen Seite müssen dann auch diejenigen, die Zuwendungen empfangen wollen, öffentlich Rechenschaft ablegen, was sie da den lieben langen Tag eigentlich machen. Da hilft dann auch kein Vertuschen mehr. Wird dies so transparent wie möglich, weiss der Bürger auch wo es fehlt und genauso, wo es nicht fehlt.

    LG enrico

  • #3

    Igo Kirchlechner (Sonntag, 19 März 2017 05:16)

    Der ehemalige Bild-Redakteur Nicolaus Fest sagte: "Zur Politik gehört es, Unerträglichkeiten stoisch zu ertragen. Aber noch besser wäre die Politik, wenn sie dieses Dilemma offensiv erläuterte." Und Irenäus Eibl-Eibesfeldt meinte: "Der Mensch kann alles pervertieren, auch Freundlichkeit oder Gastlichkeit. Und wenn sich die Folgen als katastrophal erweisen, schleichen sich die Wohlmeinenden meist davon und sagen: "Das haben wir nicht gewollt"."

  • #4

    Dietrich Mann-Häßlich (Montag, 20 März 2017 20:38)

    Gesundheitssystem und Flüchtlingsproblematik gegen einander auszuspielen - das ist billig!