Die Henkersmahlzeit der EU

Wir merken es seit längerem und die aktuelle Brüsseler Pommes-frites-Diskussion zeigt es wieder ganz deutlich: Dieses Europa, das wir als rein bürokratisches, ständig mit dem Zeigefinger wackelndes und pausenlos Vorschriften erzeugendes Konstrukt unser eigen nennen, dieses Europa wollen und brauchen wir nicht.  Eine EU, in der die Zusammensetzung, Farbe und Verarbeitung von Pommes frites und Chips jede wichtige Agenda verdrängt und wo sich Expertenkommissionen den Kopf zerbrechen, ob und wie man neue Verordnungen für die Frittier-Küchen Europas etablieren könnte, diese EU hat ihre Daseinsberechtigung verloren. Sie ist überflüssig.

 

Haarsträubend und lächerlich

Der ganz normale Europäer fühlt sich angesichts der absurden Sorgen, welche die Brüsseler Volksvertreter plagen, nur noch gefrotzelt. Die Chips-und-Frites-Debatte ist das lächerlichste, was die EU seit langem ihren Finanziers (also den Bürgern) antut. Der Streit über die Fritten wirkt ähnlich sinnvoll, wie wenn sich die Delinquenten im Todestrakt vor ihrer Hinrichtung darüber unterhalten, ob ihre Henkersmahlzeit wegen der gesundheitlichen Auswirkungen eh fettarm genug gekocht würde.

 

Aber vielleicht ist die haarsträubende Diskussion ja ohnehin eine Art von Delinquenten-Gespräch: Über das Mittelmeer kommen täglich abertausende illegal einreisende Afrikaner und Orientalen nach Europa und Millionen weitere illegale Migranten warten am Schwarzen Kontinent, um endlich in die soziale Hochburg Europa eindringen zu können und hier ihre materielle Versorgung zu finden. 

 

Die Transformation hat begonnen

Naturgemäß wollen die neuen Immigranten auch ihre gar nicht nach Europa passende Lebensart mitnehmen. Die Vorboten der europaweiten Transformation merken wir schon ganz deutlich. Uns ist auch klar, dass die rollende Immigrationswelle eine vitale Bedrohung der europäischen Kultur darstellt. Obwohl uns der Hausverstand längst sagt, dass dieses Problem besser heute als morgen zu bekämpfen und zu lösen ist, sitzen die EU-Verantwortlichen zu Tisch, um die "Gefährlichkeit" von Chips und Fritten zu diskutieren. Geht`s noch?

 

Ein einziges endloses Versäumnis

Die EU hat in der Migrationskrise bis jetzt nichts, aber auch gar nichts brauchbares zustande gebracht: Es gibt keinen gemeinsam organisierten und wirksamen Schutz der Aussengrenzen, es gibt keine Maßnahmen zur Rückführung der hunderttausende illegalen Migranten, die ohne Bleiberecht auf unbefristete Zeit in den EU-Staaten durchgefüttert werden und es es gibt keine konsistenten Pläne, wie man die in jeder Hinsicht tödliche Mittelmeer-Route am besten schließen könnte. Diese chronische Schwäche der so gerne als "Zentralregierung" auftretenden Politiker-Riege ist eklatant und bereits jenseits der Erbärmlichkeitsgrenze.

 

Dinner auf der Titanic

Weil man sonst schon nichts erreicht, sitzen die hohen Damen und Herren eben im kulinarisch orientierten Brüssel zusammen und besprechen in ihren geschützten Werkstätten das "Letzte Menü" - samt schonend zubereiteter Frites und Chips.  Man gönnt sich ja sonst nichts und wenigstens schaut man auf die Gesundheit. Übrigens: Auf der Titanic gab es beim letzten Dinner vor dem Untergang ebenfalls frittierte Pommes als Beilage. 

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Kommentare: 10
  • #1

    Niels Dettenbach (Mittwoch, 26 Juli 2017 09:54)

    Dem EU-Regime ausgerechnet "Schwäche" vorzuwerfen, trifft genau jene Knöpfe, die das sozialistische Regime bei den Bürgern drücken möchte. Der Ruf nach dem "starken Staat" vom Bürger selbst, der nie begriffen hat, das ein starkes Staatswesen seine Stärke immer primär aus der Schwäche der Bürger bezieht. Nur, weil der seine Zähne dort nicht zeigt, wo es viele Bürger wollen, heißt es noch lange nicht, er hätte keine Zähne. Spätestens wenn der "schonlängerhierlebende" mal seinen Sklavenfrohn an das Finanzamt verweigert oder die zahlreichen Gängelungen missachtet, darf er ganz schnell lernen, wie scharf die Zähne tatsächlich sind - und wie fest sie zubeißen.

    Die Schaffung des sozialistischen Superstaates EU ist längst in vollem Gange. Irrig ist zu glauben, das dabei Macht von nationaler Ebene auf EU-Ebene verschoben würde. Tatsächlich schrumpft die nationale Staatsmacht nicht - sie wächst sogar parallel zur Macht des EU-Regimes.


    Der Glaube an den lieben Papa Staat, der für die Menschen da sei, ist so alt wie die staatliche Diktatur - also das Staatswesen als solches. Natürlich dient der Staat immer nur einem bestimmten Teil: der Staatskaste - die früher aus Priesterkasten und heute aus Parteienseilschaften besteht. Primäre Aufgabe des Regierungspolitikers war und ist die Mehrung der eigenen Macht, Pfründe und Posten - der eigenen Person wie Parteienseilschaft. Und darin sind Politiker wie Merkel top, wofür sie offenkundig von ihren Parteiseilschaften gefeiert werden. Der Machtpolitiker, der die Interessen der Bürger vertritt, war, ist und bleibt Folklore für den alljährlichen Abtrieb der Schafe an die Wahlurnen...

  • #2

    Duck, Donald (Mittwoch, 26 Juli 2017 09:56)

    Apropos Fritten:
    Man erzählt sich hinter vorgehaltener Hand, das im Land des Sitzes unserer in Saus und Braus lebenden Eurokraten die Frauen mit quadratischen Nippeln gesegnet seien , auf das sich der Nachwuchs schon früh auf die spätere Kultmahlzeit Fritten einstellen könne.

  • #3

    Gast (Mittwoch, 26 Juli 2017 10:43)

    Bei all dem muss man sich vor Augen führen, dass die EU-Mitarbeiter eine besonders geringe Einkommenssteuer zahlen und lebenslang (!) Immunität genießen.

  • #4

    Diederich Heßling (Mittwoch, 26 Juli 2017 11:01)

    Lieber Herr Dr. Franz, ich weiß gar nicht, was sie wollen! Die EU will doch nur unser Bestes. Wir sollen nicht an den zu scharf gebackenen Kartoffeln oder dem zu dunkel gerösteten Toast erkranken oder gar sterben.
    Für diesen Zweck werden doch die mohammedanischen Halsabschneider zu Tausenden auf unsere Kosten importiert. Und als Ausgleich ist diese Gesundheitsaktion gedacht. Ist doch alles Bestens...
    (Satire aus)

  • #5

    Gast (Mittwoch, 26 Juli 2017 11:24)

    Was ist flüssiger als Wasser? Die EU,die ist überflüssig!

  • #6

    Hans (Mittwoch, 26 Juli 2017 12:14)

    Wenn man den "Artikel" liest, merkt man, dass der Autor keine überhaupt Ahnung hat, wie welche Entscheidungen in der EU getroffen werden.

    Traurig für jemanden, der im österreichischen Parlament sitzt.

  • #7

    Diederich Heßling (Mittwoch, 26 Juli 2017)

    @Hans
    Deutsches Sprache, schweres Sprache...

  • #8

    Hans (Mittwoch, 26 Juli 2017 12:26)

    Wenn man den "Artikel" liest, merkt man, dass der Autor überhaupt keine Ahnung hat, wie welche Entscheidungen in der EU getroffen werden.

    Traurig für jemanden, der im österreichischen Parlament sitzt.

  • #9

    Franz (Mittwoch, 26 Juli 2017 18:11)

    Hans wenn man Ihren Kommentar liest, merkt man dass Sie überhaupt keine Ahnung von irgendwas haben

  • #10

    Meinst du diese Diskussion, die (Samstag, 29 Juli 2017 11:10)

    es wie die mit der krummen Banane niemals wirklich gegeben hat?