Arbeiterzeitung - Neu

 

Die "Arbeiterzeitung" (AZ) war einmal das offen bekennende sozialistisch-journalistische Sprachrohr der SPÖ. Deklariert links und erklärtermaßen das Zentralorgan der damals noch Sozialistischen Partei Österreichs nahm die AZ eine klare Haltung ein und man wusste als Leser, woran man war. Man musste die AZ nicht mögen und schon gar nicht lesen, aber wenn man wissen wollte, was die Linke bewegt , warf man einen Blick hinein.

 

Finanzielle Sorgen

Das Blatt hatte lange schon mit finanziellen Problemen zu kämpfen, als der sozialistische Bundeskanzler und Ex-Banker Franz Vranitzky schließlich verfügte, dass die AZ 1991 eingestellt wurde. Selbst besonders hohe staatliche Förderungen hatten nichts mehr geholfen, die Defizite waren zu groß. Die AZ ging den Weg aller sozialistischen Wirtschaftsbetriebe.

 

Keine linke Lücke

Doch bevor die AZ in den Ausgleich ging und damit fast eine linke Lücke in der österreichischen Medienlandschaft hinterließ, wurde 1988 "Der Standard" gegründet. Die linke Lücke war damit schon vor ihrem Aufklaffen geschlossen worden. "Der Standard" ist zwar privat finanziert und bezeichnet sich als unabhängig und liberal, aber jeder, der ihn ein paar mal gelesen hat, weiß, woher der Wind dort weht: Natürlich von links. Die sozialistische, pardon, sozialdemokratische Haltungsnote ist nicht zu übersehen und die Affinität speziell zu den Wiener Grünen ebenfalls nicht.

 

Linksliberal? Das gibt es gar nicht

Von Medienwissenschaftlern wird die lachsrosa Gazette als "linksliberal" bezeichnet, obwohl links und liberal genuine Widersprüche sind. Sei`s drum, Widersprüche hält man in der Redaktion offenbar ganz gut aus. Besonders jene zwischen Vernunft und Ideologie: Seit dem Beginn der Migrationskrise 2015 ist "Der Standard" noch viel klarer links positioniert, gibt in vielen Artikeln 1:1 die Sichtweisen der Linken wieder und rechtfertigt mit "Humanismus"-Argumenten  auch die illegale Immigration und die NGO-Schlepperei im Mittelmeer. Und man unterstützt natürlich in unzähligen Kommentaren die internationalistischen Bestrebungen der EU, die eine Lösung der Krise bisher unmöglich machten.

 

Rechts ist schlecht, links ist gut

Migration ist gut und Grenzen sind schlecht, Gesamtschule ist gut, Gymnasium ist schlecht und Staat ist gut, aber Marktwirtschaft natürlich nicht so, obwohl. Ungefähr so könnte man die Linie der Redaktion zusammenfassen. Trump und Putin sind sowieso monströse Erscheinungen und die FPÖ sowie jetzt die ÖVP unter Kurz sind gefährliche Rechtspopulisten, die man jeden Tag anzugreifen hat. Manchmal muss zwar der altlinke Silberrücken des Blattes, der chronische Besserwisser Hans Rauscher, seine oft trotzkistischen Positionen verlassen und ein paar vernunftgesteuerte Sätze beisteuern, meisten darf er aber auf einer relativ persönlichen Ebene die "Rechten" heftig kritisieren. Zuweilen darf er sogar schäumen gegen sie.

 

Nicht ganz sauber

All das fällt natürlich unter Meinungs- und Medienfreiheit. Ob es auch unter dem Signum einer seriösen und authentisch "unabhängigen" Positionierung Platz hat, ist allerdings fragwürdig. Warum nennt sich eine Zeitung immer noch liberal und unabhängig, wenn sie eigentlich ein linkes Propaganda-Blatt ist? Warum kann ein aus Steuergeldern(Förderungen!) mitfinanziertes Medium in Österreich ganz klare linke politische Ziele verfolgen, sich aber nicht offen dazu bekennen -  und keiner kritisiert diese tendenziösen Haltung? Warum nennt sich der Standard nicht endlich "Arbeiterzeitung -Neu" und die Sache hat sich? In welchem Sumpf leben wir, dass eine derart offensichtliche, aber trotzdem nicht eingestandene polit-mediale Verquickung keinen Aufschrei auslöst?

 

 

 

 

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Kommentare: 14
  • #1

    Espinaca (Montag, 07 August 2017 08:02)

    Man muss nur nachforschen, woher die Gelder fließen und wer dahintersteckt.

    Bei DerStandard gibt es nicht nur den Nexus zum nicht gewählten Bilderberger Club, wo der Chef ein- und ausgeht (und nicht nur dort geht er ein und aus), und die Presse findet man inzwischen auch hier... im Soros Project Syndicate Verein... nebst etwa 500 anderen Medien weltweit (und TV fehlt hier noch, wie der spanische Schrottkanal LaSexta). Prächtiges Beispiel für das alte Spielchen der hegelianischen Dialektik: Play both sides.

    Damit ist klar, warum im Herbst 2015 bei Der Standard und Die Presse das Link www.w2eu.info hartnäckigst in den Foren zensiert wurde, und warum keine einzige Zeitung die extrem trüben Hintergründe dieses Schlepperlinks mit Server in München recherchiert. Und warum dort überhaupt seit spätestens 2014 Meinungsdiktatur herrscht in den Foren.

    Die Arbeit zu dieser HP w2eu.info wurde übrigens bereits 2009/10 aufgenommen... im Umfeld der Uni Erfurt... also hereingebrochen ist hier gar nichts... über Europa... Vielmehr handelt es sich um eine extrem perfide, hochkriminelle, destruktive Energie hinter dem Rücken aller Europäer, auch der "useful idiots".

    https://www.project-syndicate.org/about#

  • #2

    S.B. (Montag, 07 August 2017 09:49)

    Ein Aufschrei ist bei dieser Gemengelage linksgrün-krimineller Politik und deren Folgen wegen starker Unübersichtlichkeit kaum noch möglich. DailyFranz beschreibt jeden Tag einen Sachverhalt, bei dem man aufschreien müsste. In welcher Sache soll man denn zuerst aufschreien? Und was würde es bewirken? Jeder Aufschrei würde im nächsten quasi untergehen. Und wer hat die Zeit und die Kraft, jeden Tag aufzuschreien? Das Kernproblem liegt einfach darin, dass die Bürger über ihre Zwangsabgaben ein System finanzieren, dass gegen sie selbst arbeitet und dass sie dies nicht wirklich durchschauen. Dann würden sie nämlich anders wählen. Das wäre der Aufschrei, der eine Veränderung bewirken würde. Wobei man nicht vergessen darf, dass es viele Profiteure dieses korrupten Sozialismus 2.0 gibt, die gar kein Interesse an einem derartigen Aufschrei haben.

  • #3

    Budweißer vom Fass (Montag, 07 August 2017 11:24)

    Es ist schon bemerkenswert, wenn ein Mensch der vorgibt 2 Vollzeitjobs zu haben, hier so über eine Zeitung herziehen kann. Mit meinem Steuergeld!

    Das der Standard nicht gerade rechts aussen ist, wissen glaub ich alle, das er von der Medienförderung genauso profitiert wie "die Krone" ist auch kein Geheimnis.

    Und unter der Rubrik "Meinung" darf man wohl seine Meinung schreiben, ohne Anspruch auf journalistische Genauigkeit.

    Was ist daran jetzt aufzuregen? Lesen Sie eine andere Zeitung, wenn die Blattlinie des Standard ihre BUBBLE zerstört.

  • #4

    Espinakka (Montag, 07 August 2017 12:03)

    Mister Budweisser vom Fass hat sichtlich nicht erfasst, dass DerStandard die Bubble IST :-)

    Wer komplett unehrlich und verlogen über Ukraine, Syrien, IS, die Pseudo-Fugees, nicht über Soros und seine kriminellen Machenschaften etc berichtet, ist kein Medium, sondern massive Manipulation.



  • #5

    xyz (Montag, 07 August 2017 15:33)

    @ espinaca [nr1] ... dieser w2eu.info-link ist nicht der einzige, der massiv zensiert wurde
    [https://orientalreview.org/2015/09/21/who-is-twitter-luring-refugees-to-germany/] wurde ebenso gnadenlos gekillt. und vermutlich nicht nur, weil der verfasser der studie aus ru ist

  • #6

    Kennst du auch den Gott in Blau? (Mittwoch, 09 August 2017 23:03)

    Das ist der Mechaniker, der eines Busses Bremsen präventiv repariert und durch seine hervorragende Arbeit in kurzer Zeit 50 Menschenleben rettet: KEIN ARTZT KANN DAS! Und möge er sich noch soooo gööööttlich vorkommen in der eigenen Überheblichkeit.

  • #7

    Der Standard? (Mittwoch, 09 August 2017 23:05)

    Das ist doch diese Alzheimerzeitung?

    http://myfonts-wtf.s3.amazonaws.com/a2/a2d113b3e84473fa911fa7b5a4b1a291.58623.jpeg

  • #8

    Ups, #6 gehört hier hin: (Mittwoch, 09 August 2017 23:11)

    https://www.thedailyfranz.at/2017/08/08/wie-kann-ein-arzt-nur-sowas-sagen/

  • #9

    Kürzlich hat es geheißen, (Donnerstag, 10 August 2017 22:24)

    dass die Parpierenen ohnehin wegstürben. Dem TV wird es ähnlich ergehen; und das völlig zu Recht.

  • #10

    Die AZ ging den Weg aller sozialistischen Wirtschaftsbetriebe? (Donnerstag, 10 August 2017 22:26)

    Dann wart mal den Weg der kapitalistischen Betriebe ab! – Die werden tatsächlich noch staatlicher subventioniert [sic!].

  • #11

    In keinem soz. Staat (Donnerstag, 10 August 2017 22:28)

    hat es jemals so viele Subventionierungen gegeben wie im Kapitalismus. Basta! Du als Kassensäuger müsstest das wohl am besten wissen. Nach den Fabrikantensozialförderungen kommen schon die scheinselbständigen Ärzte etc.

  • #12

    Linksliberal? Das gibt es gar nicht? (Donnerstag, 10 August 2017 22:31)

    Doch, nur dass der Schandart, ups, genau das nicht ist. Aber Gandhi … ist es gewesen.

  • #13

    Sei`s drum (Donnerstag, 10 August 2017 22:34)

    Das ist ein Widerspruch! Es heißt nämlich: Sei’s drum … Aber den Unterschied (er)kennt ihr Bildungsbanausen auch jetzt noch nicht.

  • #14

    G. (Sonntag, 13 August 2017 00:21)

    <p hidden>Was?</p>