Alles Dirty - auch ganz ohne Campaign

 

Der Name Tal Silberstein ist in aller Munde - und der bis vor 2 Tagen unleugbar an führender Stelle im Beratungsteam des Kanzlers Kern befindliche Schmutzkampagnen-Spezialist und Träger des nun weithin bekannten Namens ist in Haft. Die SPÖ watet knöcheltief im Dreck und das Rauschen im Medienwald ist entsprechend heftig. Nur der Staatssender ORF brachte die Top-Story bisher lediglich als Randnotiz. Das mag daran liegen, dass der Kanzler bei der letzten ORF-Intendanten-Besetzung "ganz klar für den ORF-Chef Wrabetz" war. Im ORF bringt man daher als Headline lieber Wahlkampf aus Neuseeland (kein Witz!)

 

Das Geständnis des Dirty Campaigning

Das freimütige Eingeständnis unserer Kanzlerpartei, dass Silbersteins Ziel das "Dirty Campaigning" war, kann nicht einfach so hingenommen werden. Der Übergang zur Tagesordnung wird zwar von der SPÖ versucht, er ist aber definitiv unmöglich, denn die Sache ist zu groß, zu heiß und zu dramatisch. Als einzige Erklärung, ja Entschuldigung wird vom Kanzler sinngemäß nur verlautbart: Herr Silberstein kann eh gar kein Deutsch, sein Einfluss war nur marginal. Und er sei jetzt ohnehin gefeuert. Dieses Statement ist gelinde gesagt haarsträubend.

 

Abgründe der Heuchelei

Leider, Herr Bundeskanzler, bei allem Verständnis für Ihre Verzweiflung: Da tut sich in Wahrheit ein bestürzender Abgrund von massivster Heuchelei und absolut undemokratischer Ausrichtung auf. Selbst wenn es mehr oder weniger eh alle tun - aber Dirty Campaigning als politisches Programm ist nichts, zu dem man offen stehen kann, ohne es zumindest erklären zu wollen und zu können. Wenn man es zugibt, dann braucht es ein authentisches "Mea Culpa" und den Willen, es zu beenden. Und falls das nicht gelingt, braucht man letztlich den Hut, den man nimmt. Es ist hässlich, inferior und ekelhaft, wenn man diese unlautere politische Methode anwendet - noch dazu in Zeiten, die krisenhaft sind und daher eine kompetente und integre Politik verlangen. Wie kann ein Bundeskanzler also so (re-)agieren, ohne dass es ihm die Schamesröte ins Gesicht treibt?  

 

Hol Dir, was Dir zusteht

Der sozialistische und angeblich von Tal Silberstein geprägte Slogan  "Hol Dir, was Dir zusteht" war und ist als neidfördernder  und ressentimentgeladener Aufruf ohnehin schon eine der schlimmsten politischen Ansagen der letzten Jahre. Und dann noch das kriminelle Desaster mit dem Herrn Berater selber. Die SPÖ ist jetzt inhaltlich und reputativ im Sturzflug und glaubt noch immer, dass der Wähler das nicht merkt oder zumindest bis zur Wahl vergessen hat.

 

Sagt uns, was der Wähler wert ist

Meine Damen und Herren Sozialdemokraten - was ist euch die durch Dirty Campaigning irregeführte Stimme eigentlich und überhaupt wert? Würdet Ihr sprichwörtlich alles tun, um Leute mit niederen Instinkten dazu zu bringen, Euch zu wählen? Und für wie doof und charakterlich verformt haltet Ihr die Bürger, die Euch wählen sollen?

 

Ihr dürft Euch ins Stammbuch, besser noch ins Kondolenzbuch der Partei jetzt gern hineinschreiben: Wenn das, was Ihr vertretet, (Sozial-) Demokratie sein soll, dann ist diese ein letztlich abstoßendes und tückisches System und die Initiatoren gehören eigentlich in die zu Recht verfemte Ochlokratie: Dort ist "dirty" nämlich ok.

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Kapitalfehlallokation (Mittwoch, 16 August 2017 19:59)

    Das letzte Blabla eines Klerikalfaschisten der selbst der F zu blöd ist. Packen Sie ihr Sachen, am 15.10 ist für sie der Auszug geplant.

  • #2

    michaelcollins (Donnerstag, 17 August 2017 08:23)

    nr.1
    oh, ein Roter meldet sich zu Wort.
    Danke für diese Offenlegung der Gesinnung.

  • #3

    Wen (Samstag, 19 August 2017 02:31)

    sollte eigentlich ein Ösireicher wählen? Die SPÖ oder die KPÖ? Sind doch beide volksfreundliche Sozialisten.