Die Frau, der Mann und die Kulturen

 

Der elementare biologische Unterschied der Geschlechter ist in den letzten Jahrzehnten zunehmend kleingeredet und marginalisert worden. Philosophinnen und Autorinnen wie die US-Amerikanerin Judith Butler oder lange vor ihr schon die legendäre Feminismus-Ikone Simone de Beauvoir haben überhaupt die Ansicht verbreitet, dass das Geschlecht ein soziales Konstrukt ist. Ein bekannter Ausspruch von Beauvoir lautet: "Als Frau wird man nicht geboren, zur Frau wird man gemacht." Klingt ja zunächst einmal immer noch Aufsehen erregend. Ob es wahr ist, darf bezweifelt werden, weil es ja die Frau in ihrem Wesen ad absurdum führt.

 

All die Damen, die so etwas nach wie vor behaupten, finden natürlich in den Medien und beim immer nach sensationshungrigen Publikum dankbare Zuhörer und Multiplikatoren. Viele Frauen sahen und sehen durch die modernen sozialen Zuschreibungen und den Dekonstruktivismus der Feministinnen eine neue und viel bessere Zukunft für sich herandräuen: Die Frau soll endlich zum Manne reifen, dann hat sie es geschafft. Oder der Mann soll sich endlich zur Frau entwickeln, dann wird alles besser. 

 

Die große Transformation

Durch den Feminismus und die sexuelle Revolution änderten sich jedenfalls die Rollenbilder ganz gewaltig. Man versucht seither, im alles beherrschenden westlichen Gleichheitsdogma die gesellschaftlichen Positionen von Mann und Frau in allen Belangen anzugleichen. Und da der Mann Jahrtausende lang angeblich über der Frau stand (zumindest erklären uns das die feministischen Frauen immer), muss man als Frau zunächst auf dieselbe Stufe kommen, die Rolle des Mannes einnehmen und ihn dann am besten irgendwie entsorgen. Oder so ähnlich halt. Die biologischen Grundbedingungen lassen wir dabei tunlichst beiseite oder erzählen uns ohne Unterlass die Mär vom angeblich frei wählbaren Geschlecht. 

 

Was genau das Ziel des unentwegten Sturms auf die männlichen Positionen ist, das wird ja nie so genau verraten - entweder, weil die kämpferischen Damen es selber nicht wirklich wissen oder weil das Ende so amazonenartig schrecklich sein wird, dass wir verweichlichten Softie-Männer es lieber gar nicht erfahren sollten.

 

Das Gendern muss alles verändern

Als vorläufiger Endpunkt der kulturellen Umgestaltung des Mann-Frau-Verhältnisse durch die dekonstrukivistische Frauenbewegung erblühte die Gender-Ideologie. Das Wesen dieser als zeitgeistige "Wissenschaft" daherkommenden und doch nur fanatisch und zyklopenartig auftretenden Strömung ist ein paradoxes: Das Gendern soll die absolute Gleichheit der Gesschlechter in die Köpfe der Bürger und -innen hineintrommeln, wo immer es geht - und dabie gleichzeitig die Unterschiede zwischen mann und Frau erkennbar machen.

 

Die bekanntesten Symbole dieser schizoiden, weil letztlich in sich völlig widersprüchlichen Entwicklung sind das offenbar als Penisersatz benützte, stets stolz erigierte Binnen-I und die diversen heute üblichen -Innen-Schreibe- und Redeweisen, mit denen man die Frauen überall direkt adressieren muss. (Apropos: Warum sind die Frauen sonst nicht sichtbar, wie die Feministinnen behaupten? Bekommen sie ohne das doofe Binnen-I Minderwertigkeitskomplexe? Welche Frau hat es wirklich gestört, als wir noch "normal" schrieben? Warum wird es uns heute als eine Missachtung angeprangert, diese neue Schreibweise nicht zu benutzen? Und wem genau nützt die

aufwendige Rede- und Schreibe-Umstandsmeierei - ausser den Gender-Ideologinnen, um ihr Dasein zu rechtfertigen? Aber diese praktischen Fragen sind wohl zu profan...)

 

Im Ernst: Dem Autor dieser Zeilen sind nur ganz wenige Frauen bekannt, die wirklich Wert auf die unsägliche Genderei legen - und trotzdem hat es die Genderlobby geschafft, das Land mit den Schrift- und Sprach-Verhunzungen zu überziehen und zu durchdringen. Nebeneffekte wie Ampelmännchen und -weibchen oder Puppen für Buben sollen da gar nicht mehr extra angesprochen werden.

 

Und was ist mit den Männern?

Nun stehen wir also vor der "neuen Frau", die in all ihren Rechten und Pflichten als Mann gelten soll und doch eine Frau bleibt - mit allen biologischen Kriterien wie der häufig ungenützten Möglichkeit des Kinderkriegens und des deutlich längeren Lebens (Frauen leben knapp 7 Jahre länger als Männer). Kann der aufrechte männliche Genderist, der die Frau in all ihren Forderungen bis jetzt so brav unterstützt hat, nun von der Gesellschaft einfordern, dass er eine um 7 Jahre längere Lebenserwartung garantiert bekommt? Kann er von der modernen Medizin die Möglichkeit einer Schwangerschaft bei ihm selber erwarten, um die Frau endlich final zu entlasten? Kann er um 5 Jahre früher in Pension gehen, so wie es aus unerfindlichen Gründen die Frauen noch immer tun - auch die kinderlosen? Leider nein, der Mann bleibt der Mann. Und damit im Hintertreffen. 

 

Es gibt Hoffnung

Doch halt - die Rettung für den Mann, sie naht mit schnellen Schritten: Der neue Orient-Express fährt ein und eine neue Kultur bildet sich heran in Europa, fremd zwar noch, aber sie wächst sehr rasch und ist bereits überall zugegen. Es ist der Orient, der dem westlichen Mann zur Hilfe kommt. Der Orientale bringt seine Sicht- und Verhaltensweisen demonstrativ ein und die orientalische Frau folgt ihm widerspruchslos: Sie muss auch auf den europäischen Strassen ein paar Schritte hinter ihm gehen, sie muss in der Öffentlichkeit verschleiert sein und sie muss dem Ehemann vor allem viele Kinder gebären.

 

In der orientalischen Kultur hat die Frau eine gänzlich andere Rolle als sie ihr die westliche, von Feminismus und Genderismus geprägte Gesellschaft bei uns zumisst. Im Westen hat die Frau längst in der neuen Knechtschaft der kinderlosen Berufstätigkeit ihre höchste Form der Selbstverwirklichung (die meist doch nur ein  Unglück ist) gefunden. Hingegen gilt der orientalischen Frau die Mutterschaft als größtes Glück und nicht als schmerzhafter Hemmschuh in der tollen Karriere. Eine ganz andere Ordnung der Gesellschaft ist im Orient die Norm. 

 

Die große Transformation 2.0

In der anbrechenden Übergangsphase von der westlich-gegenderten zur orientalisch geprägten neo-okzidentalen Kultur beobachten wir die Gegensätze noch ganz deutlich: An der Strassenkreuzung steht die europäische Frau im nabelfreien Top neben der dicht verhüllten Schleierträgerin und im Schwimmbad planschen die Tanga-Ladies neben den immer zahlreicher werdenden Burkini-Frauen. Und im Sozialbau wohnt die orientalische Familie mit 4 Kindern neben der frisch geschiedenen Single-Europäerin, die sich zwar Kinder gewünscht, aber nie welche bekommen hat, weil sie nur an zahlreiche vom Feminismus verschreckte Männer geraten ist.

 

Immer diese Grundsatzfragen

Am Ende des Tages poppen dann ständig diese unangenehmen und doch so fundamentalen Fragen auf, die jeder Clash of Cultures unweigerlich mit sich bringt. Wer wird in den nächsten Jahrzehnten die Kulturhoheit erlangen? Wer geht in Führung? Wer übernimmt? Wird es die feministische kinderlose Euro-Frau sein, die morgens zum Stress-Job hechelt? Oder die lächelnde 4-fache Mutter im Hijab? Wird es der verweichlichte Euro-Mann sein, der von Toleranz und Liberalismus schwärmt, während er die Windeln seines einzigen Kindes wechselt? Oder wird es der stolze junge Orientale sein, der in seinem riesigen Familien-Clan bestens aufgehoben einem neuen und ganz anderen Europa zustrebt? 

 

Zugegeben, das sind plastische und drastische Bilder - und doch sind sie kaum übertrieben. Die Frage, die hinter all diesen Bildern steht, lautet: Wo sind unsere Kulturphilosophen, die dem aufgeklärten und müde gewordenen Europa seine Zukunfts- und Bestandsmöglichkeiten aufzeigen? Wo sind die früher so aktiven feministischen Dompteurinnen, die einst den westlichen Mann zähmten, wenn es heute um den Orientalen geht? Wo sind die Zukunftsvisionen der katholischen und der evangelischen Kirchen, die früher eindeutige Positionen hatten und jetzt vor lauter Harmoniesucht nur noch mit Tränen in den Augen die unterwürfige Fraternisierung suchen?

 

Und warum bewegt sich die europäische Politik in den Grundsatzfragen immer nur in redundanten, sinnlosen Aufrufen wie Werte! Humanismus! und Toleranz! - wo doch klare Antworten täglich notwendiger werden? Anders gefragt: Sind Dystopien wie Jean Raspails "Heerlager der Heiligen" und Michel Houellebecqs "Unterwerfung" nicht längst schon kulturelle Realität geworden?

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 17
  • #1

    michaelcollins (Mittwoch, 13 September 2017 11:13)

    Wünschen Sie sich ja nicht das islamische Gesellschaftsmodell.
    Oder finden Sie es gut, wie es Frauen im Islam geht, wollen Sie tatsächlich das islamische Gesellschaftsmodell, dann müssen Sie auch die Scharia mitnehmen, wo vergewaltigte Frauen gesteinigt werden, wo Schwule geköpft, wo es Ehrenmorde gibt, weil sich die Schwester nicht verschleiert, so Nichtmohammedaner Beute sind ?
    Wollen Sie sich tatsächlich den vielen Regeln und Vorschriften des Islam unterwerfen, wo es keine Liebe, sondern Kontrolle der Frau gibt ?
    Wo es eine Sure gibt, dass der Ehemann bereits bei Verdacht von was auch immer seine Frau verprügeln muss ?
    Ist das Ihre Vorstellung einer idealen Gesellschaft ?
    Warum nehmen Sie nur das extreme Frauenbild durch Radikalfeministinnen vertreten ?
    Die normale Frau, kommt mir so vor, als kennen Sie da keine Vertreterin, schert sich weder um das Binnen I noch um Genderismus noch fühlt sie sich pussy roits zugehörig.
    Als Hobbyhistorikerin kann ich Ihnen versichern, es hat die Unterdrückung der Frau gegeben, fast ähnlich wie im heutigen Islam.
    Ich kenne noch die Zeit, bin schon ein wenig älter als Sie, wo es üblich war zu sagen, wozu braucht ein Mädchen studieren, sie heiratet eh, wo es der Zustimmung des Ehemannes gebraucht hat, um einen Beruf ausüben zu dürfen, das hat nämlich nix mit Selbstverwirklichung zu tun, wo man als Frau kein Konto hat eröffnen ohneZustimmung können, wo Frauen nach der Heirat automatisch ihr Vermögen verloren zugunsten ihres Ehemannes.
    Nein, diese Zeit wünsche ich mir nie wieder zurück.
    Ich bin schockiert über Ihre Einstellung zum Islam, bzw über Ihr Unwissen. Würde es Ihnen gut gefallen, wenn Ihre Frau drei Schritte hinter Ihnen gehen muss, ist die zwangsverheiratete Muslima gar so glücklich, weil sie den Stellenwert unter eines Tieres hat, weil sie nicht mehr als eine Gebärmaschine ist, die möglichst viele Söhne bekommen soll, die mittels SMS geschieden werden darf ?
    vielen Dank, diese Frauenhölle finde ich empörend und das sagt Ihnen eine ganz normale Frau, die nie extrem gedacht oder gehandelt hat.
    Genau so denkende Männer haben wir normalen Frauen wirklich nicht gebraucht.
    Durch diesen Artikel bin ich sehr enttäuscht von Ihnen.
    Eine normale Frau, die sich nie als Konkurrentin zu Männern gefühlt hat, vielleicht habe ich deshalb so gute Beziehungen und Freunde.

  • #2

    michaelcollins (Mittwoch, 13 September 2017 11:16)

    Entschuldigung, dass mein Kommentar so oft vorkommt, das ist nicht an mir gelegen, scheint ein Systemfehler zu sein. So wichtig nehme ich mich nicht, dass ich meine Meinung dreimal sehen möchte.

  • #3

    Sybille Gross (Mittwoch, 13 September 2017 12:06)

    Es spricht eher für eine gewisse Verbitterung des Autors in Bezug auf moderne Frauen im Westen, wenn ihm als Idealbild der Zukunft ein tumber Muslim vorschwebt, der mit seiner analphabetischen, verschleierten Kusine/Nichte
    1. Grades 5-6 Kinder zeugt, von denen nicht selten 1-2 wegen jahrhundertelanger Verwandtenehe behindert sind (Achtung: Tabuthema!). Auch stellt sich die Frage, ob solche Leute in der Lage wären, die komplexe, sozial orientierte EU-Wohlstandsgesellschaft, die sie heute ernährt und pampert, am Leben zu erhalten. Inzwischen leben mehr als sieben Milliarden auf unserem schönen Planeten. In Bezug auf die Reproduktion benötigt der Mensch QUALITÄT und nicht Quantität! Nicht vergessen: die Erziehung der Kinder liegt in der Hand der Mutter und da ist es fraglich, ob eine Frau, die kaum lesen und selber denken kann/darf und ihrem Mann hinterherwatscheln muss, eine gute Erziehungsleistung erbringt. Im Übrigen kenne ich viele junge muslimische Männer, die längst genug haben von diesem Familien-, Frauenverschleierungs-, Burkini, 4-6-Kinder-werfen- und Religionsmuff. Die aus der Community, die am lautesten und am heftigsten nach konservativen Modellen schreien, sind fast immer Loser, Sozialfälle oder schwer sexuell Gestörte (u.a. Mohamed Atta, verkappte Homosexuelle), weil ihnen das einen gewissen Halt gibt und sie auf jemandem herumtrampeln können, der in ihrem verqueren Weltbild noch unter ihnen steht (Kuffar, Jude, Ungläubige).

  • #4

    Tyler (Mittwoch, 13 September 2017 12:29)

    @ michaelcollins

    Ich glaube Sie kennen die Einstellung vom Blogautor zu diesem Thema gut genug, da Sie ja öfters hier sind und lesen und kommentieren. Der Artikel ist total wertefrei und es ist nicht angemessen, zu Glauben, hier eine Wertung hineininterpretieren zu müssen.

    Sie fragen: „Warum nehmen Sie nur das extreme Frauenbild durch Radikalfeministinnen vertreten ?“

    Ganz einfach, weil fast ausschließlich dieses Frauenbild im öffentlichen Raum in den letzten Jahren und Jahrzehnten propagiert wird. Es gibt ganz wenige „normale“ Frauen, wie z.B. die Autorin des Buches „Dann mach doch die Bluse zu“ (ich glaube Birgit Kelle), die sich gegen das auch ihnen aufgezwungene extreme Frauenbild wehren. Wo sind denn die ganzen „normalen Frauen“ und ihre Opposition, wenn man sich das unsägliche Emanzen-Geplärre den ganzen Tag anhören muss?
    Da warte ich noch drauf.

    Weiterhin fragen Sie:

    „Oder finden Sie es gut, wie es Frauen im Islam geht, wollen Sie tatsächlich das islamische Gesellschaftsmodell, dann müssen Sie auch die Scharia mitnehmen, wo vergewaltigte Frauen gesteinigt werden, wo Schwule geköpft, wo es Ehrenmorde gibt, weil sich die Schwester nicht verschleiert, so Nichtmohammedaner Beute sind ?“

    Es ist immer wieder drollig, wenn sich westliche Damen oder Herren zum „Rächer der armen unterdrückten Muslimas“ aufzuschwingen versuchen, es aber dabei unterlassen, die andere Seite überhaupt zu fragen, was sie davon hält, bzw. zu ignorieren, dass das eine gänzlich andere Kultur ist, die auf „unsere Werte“ scheisst und damit nix anfangen kann. Die meisten Muslimas fühlen sich nämlich gar nicht unterdrückt, und verabscheuen uns für unsere Anschauungen. Deutsche Frauen sind Huren und Schlampen, kriegt man oft genug zu hören.

    Und Sie stänkern gegen diesen Artikel? Wir bekommen aktuell – und in Zukunft noch stärker – vor Augen geführt, das viele der Dinge, welche wir als „sicher“ glauben (Gleichberechtigung, Meinungs- und Redefreiheit, Demokratie etc.) sehr relativ sind, und eigentlich auch ganz schnell umgekrempelt werden können, z.T. ins Gegenteil verkehrt. Vielleicht führt es auch dazu, dass Mensch wieder in seine natürlichen Rollenbilder, oder auch archaische Rollenbilder, zurück fallen muss, wenn z.B. dem Staat und der staatlichen Ordnung irgendwann einmal die Puste ausgeht.

    Aber daran, michaelcollins, ist nicht der Blogautor schuld, sondern wir alle. Mich und Sie eingeschlossen.

  • #5

    Tyler (Mittwoch, 13 September 2017 13:52)

    @ Sybille Gross,

    Ich bin nicht sicher, ob Sie den Artikel gelesen haben – falls ja, scheinen Sie ihn zumindest nicht zu verstehen. Dem Autor schwebt mitnichten als Idealbild ein tumber Moslem vor. Ihm schwebt aber auch nicht ein durch Feminismus, Emanzipation und Genderei verkommener Waschlappen vor, wie man ihn heute in der westlichen Männerwelt leider allzu häufig antrifft.

    Sie schreiben: „die Erziehung der Kinder liegt in der Hand der Mutter und da ist es fraglich, ob eine Frau, die kaum lesen und selber denken kann/darf und ihrem Mann hinterherwatscheln muss, eine gute Erziehungsleistung erbringt.“

    Zum einen begeben Sie sich hier in gefährliches Fahrwasser, weil man Ihnen (je nach politischer Ausrichtung) dabei Hetze, Rassismus etc. vorwerfen könnte, und man könnte auch provozierend fragen, ob Sie auch unbedingt „auf jemandem herumtrampeln [müssen], der in ihrem verqueren Weltbild noch unter ihnen steht (Kuffar, Jude, Ungläubige [Muslima]).“

    Das ist also ein zweischneidiges Schwert.

    Zum anderen – und hier scheinen Sie den Autor nicht oft genug zu lesen – vertritt er ein konservatives Weltbild, und würde sicherlich seeeeeeehr gerne sehen, wenn Frauen heutzutage nicht nur wieder mehr Kinder hätten (falls sie überhaupt Kinder haben), sondern sich dann auch noch um diese kümmern, und nicht die Kinder so schnell als möglich in der nächsten Kita abzuladen.

    Wenn es also eine „gewisse Verbitterung des Autors in Bezug auf moderne Frauen im Westen“ gibt, wie Sie so schön feststellen, dann ist diese mehr als berechtigt (und ich schließe mich zu 100% an), aber nicht, weil er gerne im muselmanischen Kalifat leben möchte (genausowenig wie ich), sondern weil sich viele der dummen Gänse heuer lieber der dummen Idee einer liberalen und progressiven Weltanschauung hingeben, die die gesamte westliche Welt und Zivilisation zerstört, als zu den guten alten (als konservativ verpönten) Werten zu stehen (wie z.B. Familie) und diese zu verteidigen.

    Die ganze Willkommenskultur, Emanzipation/Feminisierung, „Gleichberechtigung“ und wie die ganzen Beglückungen alle noch heißen, sind alles Ausdruck einer Politik moderner Frauen im Westen.

    Und noch ein letztes Kommentar zu folgender Aussage von Ihnen: „Inzwischen leben mehr als sieben Milliarden auf unserem schönen Planeten. In Bezug auf die Reproduktion benötigt der Mensch QUALITÄT und nicht Quantität!“


    Also versuchen Sie einmal herauszufinden, wieviele von den 7 Milliarden Menschen eigentlich noch weiss sind. Es gibt mehr als 1 Milliarde Chinesen, Afrikaner, Inder, keine-Ahnung-wieviele Araber etc. Die sind alle nicht weiss.

    Fangen Sie bitte mit den Belehrungen bezüglich Quantität und Qualität bei denen an, und nicht bei Ihren im Verschwinden begriffenen Volksgenossen. Die könnten ein wenig mehr an Quantität durchaus gebrauchen.

  • #6

    . (Mittwoch, 13 September 2017 15:40)

    https://www.youtube.com/watch?v=XloKRDq_R3Y
    https://drive.google.com/open?id=0B_p_UGQSYVF8UzRJQmJVd0JJUjA

  • #7

    Wenn das der deutsche Bundeskanzler Frau Doktor Merkel (Mittwoch, 13 September 2017 15:50)

    liest, aber dann
    ist Feuer am
    Dach: schließlich
    beweist die sich
    und stellt ihren Mann.

    Zum Gendern meint
    die, das ihr mindestens
    ein Bundeskanzlerin
    Frauin Dorktorin Merkelin
    zusteht.

  • #8

    Duck, D. (Mittwoch, 13 September 2017 16:43)

    Ohne hier zu weit oder tief eingehen zu wollen auf dieses grosse und leidige Thema, aber wenn wir in West-Europa (USA ohnehin) Gründe für den "voll miessen" Gesellschaftszustand finden wollen, kommt man bei der Suche in keinem Fall um das Phänomen des sog. Feminismus drumherum.
    Entstanden schon vor langer Zeit, hat eben Feminismus so überhaupt nichts mehr mit feminin zu tun. Dafür aber mit dem totalen Gegenteil. Wir stehen auf dem Kopfe, mit so vielem in dieser Zeit. Feminismus heute ist ein Extremismus, in Teilen sogar zu einer Art des Terrorismus verkommen. So sehe ich es.
    Feminismus heutzutage, ebenso wie Begriffe Humanismus, Liberalismus, Gleichstellung, Toleranz u.a., sind zu einer der vielen gesellschaftlichen "Mogelpackungen", schlicht zu Lügen verkommen. Diese unsere "Werte" sind einfach nur noch "neo", modern, wobei die Betonung bei modern jetzt auf dem o und nicht dem e liegt. M.a.W., die Inhalte der Begriffe sind verkommen, verdorben. Man kann auch Leichen so schminken, dass sie noch lebendig ausschauen. Aufhübschen nennt man das wohl.
    Ich selbst sehe nur noch, wie wir uns mit diesen Begriffshülsen statt aufbauen per Saldo selbst verführen, letztlich vergiften und zerstören. Denn, bei Mogelpackungen ist nicht drin, was aussen drauf steht.
    Und das ist kein Zufall. Da ist Methode dahinter, wenn Sie mich fragen.

  • #9

    Santiago Matamoros (Mittwoch, 13 September 2017 17:48)

    @ michaelcollins & Sybille Gross

    Die letzten beiden Absätze der Abhandlung sollten ausreichend Aufschluß darüber geben, was der Autor mit diesem Beitrag ausdrücken möchte - nämlich die irre Perversion, dass unsere Gesellschaft einerseits in eine selbstzerstörerische Richtung drängt, die absolut konträr zum (rückständigen, barbarischen, widerlichen, abstoßenden und verachtenswerten) Welt-/Frauen/-Familienbild der Moslems steht, andererseits aber gerade dieser völlig wertlosen "Kultur" Tür und Tor öffnet.

  • #10

    Sybille Gross (Mittwoch, 13 September 2017 18:06)

    @Tyler: Nein, ich lese den Autor nicht häufig. Vermutlich will er sagen, dass mangelnder "Familiensinn und Weiblichkeit", d.h. die Bereitschaft, Kinder zu bekommen und sich um sie zu kümmern, letztlich dazu führt, dass man in Westeuropa von zeugungsfreudigen Muslimen "überbrütet" wird, sozusagen als Backlash auf den Feminismus.

    Ich war mehrmals längere Zeit in musliminischen Ländern und darf mit einer gewissen Berechtigung behaupten, dass die Frauen dort noch weniger glücklich sind als die kinderlosen Europäerinnen. Das Eingesperrtsein und die Reduktion auf Kinder und Haushalt lässt sie mit der Zeit versauern. Ein Bekannter (Deutscher), zum Islam konvertiert (Sufi), Arabisch-Studium (Dolmetscher) erzählte mir, dass er in den muslimischen Ländern wo er sich oft beruflich aufhält, ungewöhnlich häufig auf bitterböse v.a. ältere Frauen trifft.

    Ich wünschte mir auch, meine beiden Schwestern (0 Kinder), Freundinnen und Arbeitskolleginnen (0-2 Kinder) hätten mehr Mut und Bereitschaft zur Mutterschaft gehabt. Ich selbst habe 2 Kinder, musste oft alleine für die Familie aufkommen (Ehemann Künstler) und war dankbar, eine gute Ausbildung zu haben. Meine Kinder waren zT in der Kita, wo es ihnen gefallen hat und an nichts fehlte. Beide sind wohlgeraten, studieren.

    Wo sehen sie in meinem vorigen Statement ahndenswerten Rassismus? Sie wissen selbst, dass diese einem konservativen, rigiden Islam verbundenen Menschen mehr Halt benötigen als andere, sehr oft aus den von mir genannten Gründen. Im Übrigen gilt das auch für Anhänger anderer Weltanschauungen, Religionen und VT. Ich habe nichts dagegen, wenn diese guten Seelen in ihrem Kämmerlein oder Gotteshaus bleiben und dort ihre Texte studieren und interpretieren bis der Allmächtige sie hoffentlich eines Tages erleuchtet. Letzteres scheint bedauerlicherweise bei gewissen Rechtgläubigen eher selten der Fall zu sein, sonst würden sie nicht aggressiv auf harmlose Bürger losgehen und sie totfahren o.ä.



  • #11

    Anton (Mittwoch, 13 September 2017 18:35)

    Gut, dass das Thema immer wieder angesprochen wird. Der Artikel zeigt auch auf, dass es am Ende nur Fragen gibt, und keine Antworten oder Lösungen.
    Tatsächlich wird der sich andeutende Kulturwechsel in Europa über die Bühne gehen: die weißen Europäer werden innerhalb von 3- 5 Generationen weitgehend verschwinden und mit ihnen die Kultur, die die moderne Welt die letzten Jahrhunderte geprägt hat, ja eigentlich geschaffen.
    Macht man sich bewusst, dass auch diese Prägung durch Ratio und Intellekt mittlerweile aus dem Ruder läuft (Stichwort Transhumanismus; siehe dazu auch http://zahnkreide.de/wordpress/?p=125), so ist die Perspektive nicht ausschließlich schlecht.

    Auch weil die (sehr wahrscheinliche) Alternative aus blutigen ethnischen Bürgerkriegen besteht. Nur als Resultat solcher eskalierender Kriege könnten die kulturfremden Invasoren wieder vertrieben werden.
    Ob das noch möglich (und auch wünschenswert ist) hängt vom Voranschreiten der orwellschen NWO ab und ihrem Machtgewinn. Der geplante Weltpolizeistaat könnte ab einem gewissen Ausbaulevel durchaus in der Lage sein, den Prozess (die Bürgerkriege nebst Kulturaustausch) unter Kontrolle zu halten und zu managen - zumindest so lange, wie die komplexen artifiziellen Strukturen (die vielen "Netze") halten. Die werden zwar ab 2027 weltgeistseitig-energetisch nicht mehr unterstützt (siehe Baantu-Offenbarung); bevor die aber alle wirklich verschwinden (um durch sehr viel kleinere, dezentrale Strukturen ersetzt zu werden) kann es noch mal eine Generation dauern.
    So oder so: Das Kind ist also schon in den Brunnen gefallen - wenn auch noch nicht tot!

  • #12

    Duck (der letzte "Auftritt") (Mittwoch, 13 September 2017 20:05)

    Ums noch etwas "praktischer" zu sagen, als zuvor oben geschrieben:
    Europa sehe ich als Frau (woher sich ja auch der Name ableitet), und wenn ich vom Feminismus sprach, so sehe ich in dem Zusammenhang die EU als die Feministin, mit allen Konsequenzen für Europa´s Gesellschaft.
    Beachtenswert dabei, Aufblühen von Feminismus hatte in aller Regel mit Geld zu tun, mit "Blasen-Zeiten", mit Börsenbooms. Auch mit Vorkriegszeiten übrigens. In diesen Zeiten entstehen viele wirre "Kopf-Geburten", ein Beispiel der heutigen Zeit: Genderismus. Wir dürfen, auch diesmal, davon ausgehen, das dieses derart beherrschende Zeitphänomen Feminismus spätestens mit Eintritt der in der Luft hängenden Weltwirtschaftskrise, Finanzmarktcrashs langsam aber sicher wieder von der Bildfläche verschwinden wird. Ohne Moos - nix los. Wenn Arbeitslosigkeit, Immobilienkrise, Hunger und dergleichen drückend werden, wendet man sich allgemein stets wieder mehrheitlich "dem Kerngeschäft" zu, des Umgangs mit wahren Krisensituationen, der Not, und das "entsorgt" dann automatisch vielerlei -ismen. Mann und Frau kehren zurück in ihr bekannt angestammtes Rollenbild. Wir werden auch diesmal wieder einen hohen Preis dafür zahlen müssen, uns von vielerlei entstandenem Wahnsinn zu kurieren, so wie schon 2x im vergangenen Jahrhundert. Und wenn das diesmal alles noch ohne eine neuen Krieg abginge, hätten wir dabei noch jede Menge Glück gehabt.
    Wenn Feminismus wieder geht, dann wird auch EU und Euro bröckeln, letztlich. Das ist meine These. Aber ganz so weit sind wir noch nicht, vielleicht dagegen in 3-4 Jahren aber.
    Ist alles nur meine Sicht der Dinge, keine Prophezeiung.
    Und damit verabschiede ich mich als Schreiber in diesem Blog. Es hat mir Spass gemacht. Allen eine gute Zeit, und Dank an den mutigen Autor.

  • #13

    Georg H. (Donnerstag, 14 September 2017 01:26)

    @Duck

    Wirst hier fehlen! Deine Beiträge waren mir stets ein Quell der Inspiration.

  • #14

    michaelcollins (Donnerstag, 14 September 2017 10:34)

    an Sybille Gross (Mittwoch, 13 September 2017 12:06)
    .................
    Ihr Beitrag hat mir sehr gut gefallen.
    die Quantät wird irgendwann in Qualität umschlagen, das ist ein alter kommunistischer Wunschtraum.
    Eine ganz kleine Bemerkung: die Erziehung der Buben liegt nur bis zum sechsten Lebensjahr in den Händen der Mutter, ab dann ist der Vater zuständig. Mit 12 sind Buben erwachsen, gelten als volle Männer.
    Zu meinen Kritikern:
    Bedenken Sie bitte, dass es einen Unterschied zwischen D und A gibt.
    In Österreich hat sich der Radikalfaminismus nie so durchsetzen können wie in Deutschland, eine Claudia Roth hätte mMn nie diese Aufmerksamkeit und diese Stellung bei uns erreicht.
    Es ist kein Zufall, dass ein literarisches Werk wie "der Untertan" in D und ein RodaRoda in Österreich verfasst worden ist.
    Deutsche und ich habe eine Menge Bekannte und lese viel in deutschen Foren, sind viel radikaler in ihren Einstellungen als österreicher.
    Hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass wir eine Geschichte gehabt haben mit vielen verschiedenen Völkern, eine Menge Abkömmlinge aus der alten Donaumonarchie, wo man es nur noch an den Familiennamen erkennt: Kreisky, Vranizky, Pospischil, Matic usw.
    Ich habe jahrzehntelang mit Kolleginnen und Kollegen aus aller Herren Länder, aus aus Muslimistan, gearbeitet, wir waren eine bunte Monarchiemischung und wir haben so gut wie nie Konflikte, die auf die andere Abstammung zurückzuführen wäre, gehabt.
    Wir waren gelebter, positiver Multikulti :)

  • #15

    Nonnen (Donnerstag, 14 September 2017 10:53)

    Allerdings ist bei weiterer gender-ideologischer Gleichmacherei zu erwarten, dass die Hauptleidtragenden die Frauen sein werden. Denn wenn die eigentlichen weiblichen Vorteile und Überlegenheiten ausgeredet oder gar negativ bewertet werden, ist die innere Identität zerstört und es bleiben nur noch Äußerlichkeiten, die dann kultmäßig in den Mittelpunkt rücken (Diäten, Schönheitsoperationen, Castingshows, Sexting usw.)
    Gefahr: Frau wird zur Ware (Leihmutter, Eizellenlieferantin, Prostitution usw.) und - wie in einem kürzlich mit Mehrheit akzeptierten EU-Zwischenbericht (NOICHL-Bericht) betont - zu "Humankapital", dessen "umfassende Nutzung" geboten sei. Ohne aus medizinischer Sicht auf gravierende Probleme und Gefahren näher einzugehen, wird sogar mit einer erschreckenden ökonomisch , feministischen Denkweise neuerdings von einer Fortpflanzungsindustrie gesprochen mit Eizellabgabe, Eizellenarbeiterinnen, Uterusverleih und Reproduktionstourismus.
    Die Überredungs-Ideologie, dass Gleichberechtigung nur durch Aufhebung der Geschlechtrollenunterschiede möglich sei, kann bei Frauen mit den anderen selbst erlebten motivationalen Grundlagen zu inneren Konflikten und damit zu Depression und anderen ernsthaften psychischen Problemen führen [Moulton, 1977]
    Siehe auch in den hierzulande weitgehend unbekannten Studien z. B. von Prof. Annica Dahlström, Uni Göteborg: Innerhalb der letzten 15 – 20 Jahre einen Anstieg psychischer Erkrankungen bei schwedischen Mädchen um 1000 Prozent, Depressionen um 500 Prozent; Suizidrate finnischer Mädchen ist die höchste in Europa
    Gleichheit kann sich höchstens addieren, Verschiedenheit kann wesentlich mehr erreichen (siehe Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 6. Auflage, Logos-Verlag, Ansbach, 2014: ISBN 978-3-9814303-9-4)

  • #16

    Santiago Matamoros (Donnerstag, 14 September 2017 11:28)

    @ Anton

    Das stimmt so nicht. Antworten und Lösungen für die geschilderten Probleme gibt es und sie sind weder komplex, noch behält der Autor diese für sich - aber was in anderen Beiträgen des Autors schon unzählige Male dargestellt wurde, muss nicht ständig wiederholt zu werden.

    Die Alternative zu den Lösungsvorschlägen haben sie aber schon selbst vorweggenommen: Krieg

  • #17

    Anton (Donnerstag, 14 September 2017 20:15)

    @Santiago

    Was stimmt so nicht?
    Der Artikel endet mit 5 oder 6 Fragen; wo haben Sie denn Antworten gefunden oder gar Lösungen?

    Wie gesagt: es ist sicherlich verdienstvoll von Herrn Franz, diese Themen aus konservativer Sicht öffentlich zu behandeln - doch im Grunde ist es dafür zu spät; der Zug ist abgefahren; die Konservativen haben zu lange geschlafen (ich auch) und sich so von den linksfaschistoiden Zentralisten (teils im CDU-Tarnkleid) überrumpeln lassen.
    Das einzige mögliche Korrektiv ist ein großer Crash, und der ist nunmal nicht mehr ohne (viele kleine) ethnische Kriege mitten in Europa zu haben.
    Dafür spricht im übrigen auch, dass (fast) alle natürlichen Prozesse zyklisch verlaufen und oft mit einer kurzen heißen exponentiellen Phase enden.
    Bisher hat man sich immer wieder neu Zeit gekauft und diesen Zyklensprung so verschoben. Irgendwann MUSS er jedoch stattfinden.