Heimat, reloaded

 

Der Begriff Heimat ist wieder in den Mittelpunkt gerückt. Träumte man noch vor wenigen Jahren von grenzenloser Globalisierung, vom Global Village und der Internationalisierung von allem und jedem, ist man nun draufgekommen, dass die Heimat bei weitem nicht so schlecht ist wie es ihr Ruf lange Zeit war.

 

Der üble Ruf

Vor bald 100 Jahren entstand im nach dem Zerfall der Monarchie sehr klein und in seinem Selbstverständnis unsicher gewordenen Österreich ein großes Bedürfnis nach Heimat und Sicherheit, das sich unter anderem auch in der Gründung der Heimwehr niederschlug. In den 30er Jahren bemächtigten sich die braunen Horden des Begriffes Heimat und verpassten ihm ein rassistisches Image. Nach der Katastrophe des Dritten Reichs erfuhr die Heimat in zahllosen Heimat-Filmen und im Wiederaufbau eine positive Neuaufladung - aber nur, um von den 68ern und den danach in großer Zahl auftretenden Vergangenheitsbewältigern und allen anderen linken Progressiven in einem selbstgestrickten und medial bis heute gerne verbreiteten Moralismus wieder verdammt zu werden.  

 

Man traute sich lange Zeit nur in Trachten- und Schützenvereinen, von der Heimat zu reden. Dieselbe gar zu loben, war über Jahrzehnte höchstens im Sport oder bei großen offiziellen Anläsen erlaubt - etwa, wenn man die naturgemäß heimatbezogene Bundeshymne mitsang. Ansonsten klang "Heimat" irgendwie verdächtig und die Modernisten schauten einen gleich misstrauisch an, wenn man von der Heimat sprach.

 

Unbeirrt von diesem konstruierten Verdacht, der ausschließlich den Zweck hatte, die bürgerlich-rechte Weltanschauung politisch zu diffamieren, blieben nur mutige, beständige und bodenständige Charaktere. Auch in konservativen Kreisen bemühte man sich aus lauter Angst, als "ewiggestrig" zu gelten sehr oft, die Heimat nur noch als Folklore erscheinen zu lassen. Klare Bekenntnisse zur deutschsprachigen Kultur, zur jahrtausendealten und prägenden eigenen Geschichte und zur Wichtigkeit des Heimatbegriffs wurden gern vermieden. Rechts-Intellektuelle, die den Mut hatten, sich positiv zu einem autochthonen Kulturbegriff und zur Heimat zu äußern, wurden stets von der linken Medien-Schickeria niedergemacht oder gleich mit der Nazi-Keule traktiert.

 

Heimat, reloaded

Das alles ist nun anders. Das Volk hat genug vom endlos oktroyierten anti-heimatlichen Getue und es wendet sich vom öffentlichen Lechzen nach grenzenloser Internationalität immer mehr ab. Die Massenmigration hat jene natürlichen und gesunden Selbstschutz-Reflexe aktiviert, die zum Heimatbegriff dazugehören und die für ein Bestehen der eigenen Kultur und der eigenen Nation notwendig sind. 

 

Aber was hat es nun mit dieser "Heimat" auf sich? Warum ist der Begriff so emotional besetzt und warum  wollen ihn die Linken unbedingt für obsolet erklären? Die Erklärung, warum die "Heimat" so eine essenzielle Wichtigkeit besitzt, findet man in einer medizinischen Analogie:  Die Heimat und ihre rechtlichen Erscheinungsformen namens Nationen und Länder bilden eine Art Immunsystem. Die Grenzen der Nationen sind die sichtbaren Erkennungszonen, an denen Freund und Feind unterschieden werden.

 

Das Fremde und das Eigene

Die jeweiligen Kulturräume bieten den dort lebenden Menschen den Platz, um ihre Identität und Charakteristik zu entwickeln und zu entfalten. Ein Kulturraum kann aus historischen Gründen durchaus über Staatsgrenzen hinausgehen (wie etwa zwischen Österreich und Deutschland oder Südtirol), aber er wird immer eine sehr ausgeprägte Homogenität besitzen. Ein Angehöriger einer fremden Kultur, der in Bayern oder in der Schweiz erkennbar fremd ist, wird aus ähnlichen Gründen auch in Wien oder in Bozen als fremd betrachtet werden. Es ist daher absolut gerechtfertigt, von einer deutschen oder zumindest deutschsprachigen Kultur zu reden.

 

Die Natur, die Nation und den Kulturraum verbindet das immunologische Kriterium, dass alles Fremde als fremd erkannt wird. Das ist sowohl für einen Organismus wie auch für einen Staat respektive eine Kultur überlebenswichtig. Ohne diese Fähigkeit stirbt der Organismus und genauso geht es der Kultur. Das heisst nicht, dass alles Fremde immer auch ein Feind ist, sondern es geht genau um die Unterscheidungskompetenz, beides zu erkennen. Immunsysteme, Nationen und Kulturen müssen fähig sein, möglichst rasch und eindeutig herauszufinden, was ihnen nützt, was ihnen egal sein kann und was ihnen schadet oder sie sogar vital bedroht.  

 

Die hochkomplexen Immunsysteme haben für diese Zwecke die Abwehrzellen und die Antikörper entwickelt. Die Nationen und Kulturen stellen aus denselben Gründen Legislative, Judikatur und Exekutive bereit. Der innere und äußere Schutz der Heimat ist letztlich genauso wichtig wie der immunologische Schutz des Individuums. Es gibt daher keine Kultur und keinen Staat auf der Welt, die nicht irgendeine Form von Abwehrkraft ihr eigen nennen. Ähnlich entwickelte Kulturen und Staaten können in diesen Fragen auch durchaus kooperieren. Die EU versucht dies, hat aber bis jetzt keine geeignete Immunantwort entwicklen können. Die Organismen (Staaten) müssen also auf eigene Faust ihr Schicksal meistern.

 

Heimat ist ein Auftrag

Der Begriff "Heimat" vermittelt nicht nur ein gewissermaßen archaisch bedingtes, angenehmes und vertrautes Gefühl, sondern die Heimat beinhaltet immer auch einen Auftrag zur geradezu essenziell notwendigen Existenzsicherung ihrer selbst. Das führt uns zur zweiten, oben gestellten Frage: Warum wollen Linke die Heimat demontieren? Was ist der Beweggrund, einer "No Border"-Philosophie anzuhängen und die Verschmelzung der Nationen und Kulturen anzustreben, wenn eigene Heimat und Kultur doch die Seins-Bedingungen des Individuums und des Volkes sind? 

 

Die Antwort ist simpel: Das entwurzelte und in einer marxistisch inspirierten Einheitskultur frei flottierende Individuum ist für die staatlichen Apparate und Machthaber am besten steuerbar. Der zynisch "frei" genannte, aber einfach nur völlig bindungslose Mensch im anonymen Großkollektiv ist das Endprodukt eines linken Alptraums, der manchen Menschen noch immer als das Paradies auf Erden erscheint. 

 

 

 

 

 

 

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Kommentare: 24
  • #1

    Paul (Sonntag, 26 November 2017 09:46)

    Gratulation! Das ist einer der besten und wichtigsten Artikel. Super hergeleitet und erklärt.
    Der BORG ist das ersehnte Endergebnis der Marxisten und ihrer Führerin Merkel.

  • #2

    Nicht ob das so sein wird (Video 2), sondern dass manche so etwas präferieren, ist das Problem: (Sonntag, 26 November 2017 10:14)

    https://youtu.be/Fq-UtKrQM9Q?t=793
    http://www.deagel.com/country/forecast.aspx?pag=1&sort=PPP&ord=DESC

  • #3

    @ Paul (Sonntag, 26 November 2017 10:17)

    Seid ich schon zwei von drei, die sich die Meinung teilen. Ja: die MEINUNG!

  • #4

    Seid ihr … (Sonntag, 26 November 2017 10:17)

    wahr gemeint.

  • #5

    Heimat (Sonntag, 26 November 2017 10:19)

    Und, wohin driftet die neue Regierung mit Schnurz und Furz?

  • #6

    Schnurz und Furz (Sonntag, 26 November 2017 10:29)

    sind zwei von den
    Österr., die nie ge-
    arbeitet haben im
    Gegensatz zu Hinz
    & Kunz.

  • #7

    Desiderius Erasmus (Sonntag, 26 November 2017 11:17)

    Die Zerstörung der traditionelle Familie ist ein Hauptziel der kulturmarxistische Auflösungsprogramme. Lindecentecritico.blogspot.it

  • #8

    . (Sonntag, 26 November 2017 12:28)

    Definiere Markus Franz: "Prototypen österreichischer Glaskinn-(Ex)Politiker und -innen. Fest austeilen könnens, aber wer sie nicht belobhudelt und ihre Haltungen kritisiert oder gar ihre Texte ironisiert, wird geblockt."

  • #9

    Narzissten kannst du das doch nicht antun! – (Sonntag, 26 November 2017 14:49)

    "Prototypen österreichischer Glaskinn-(Ex)Politiker und -innen. Fest austeilen könnens, aber wer sie nicht belobhudelt und ihre Haltungen kritisiert oder gar ihre Texte ironisiert, wird geblockt."

  • #10

    Lindecentecritico.blogspot.it (Sonntag, 26 November 2017 14:58)

    Il sabotaggio sistematico operato dalla Sinistra nei confronti dei valori e tradizioni del mondo occidentale ci ha condotto in un pantano da cui uscire sembra difficile. Ogni aspetto sociale, economico e culturale, propri di una convivenza normale e civile, è stato nei decenni passati duramente criticato ed attaccato. Ognuno di questi aspetti è stato quindi scomposto in pezzi slegati e privi di valore, per essere ricostruito in modo alquanto alternativo.

    Dann ist diese die Superreichen gefährdende Denunzierung der Linken auch in Italien ein Thema. Weltweit wird das Volk erfolgreich gegen die Kämpfer ihrer Seite aufgewiegelt, die eben die LINKEN sind.

    Thomas Bernhard hat ein Buch geschrieben, dass weltweit für die Völker in den Plural übersetzt werden muss. Nun heißt es wohl: Die Untergeher.

    Die einzig üblen Linken sind die Kirchen und andere Religionen. Die sind nämlich linksautoritär wie es Stalin gewesen ist.

  • #11

    … und ich fürchte auf der Welt … (Sonntag, 26 November 2017 15:24)

    https://www.youtube.com/watch?v=Fq-UtKrQM9Q&feature=youtu.be&t=793

  • #12

    Die Lehrer und usnere (Sonntag, 26 November 2017 15:36)

    https://youtu.be/Fq-UtKrQM9Q?t=1303

  • #13

    Die Lehrer und unsere Dummschulen: (Sonntag, 26 November 2017 15:36)

    https://youtu.be/Fq-UtKrQM9Q?t=1303

  • #14

    Nix für euch Menscherl: (Sonntag, 26 November 2017 15:48)

    Die Selbstkritik hat viel für sich.
    Gesetzt den Fall, ich tadle mich;
    So hab' ich erstens den Gewinn,
    Daß ich so hübsch bescheiden bin;
    Zum zweiten denken sich die Leut,
    Der Mann ist lauter Redlichkeit;
    Auch schnapp' ich drittens diesen Bissen
    Vorweg den andern Kritiküssen;
    Und viertens hoff' ich außerdem
    Auf Widerspruch, der mir genehm.
    So kommt es denn zuletzt heraus,
    Daß ich ein ganz famoses Haus.

  • #15

    . (Sonntag, 26 November 2017 15:51)

    Kennt der Kerl denn keine Gnade?
    Soll er uns mit seiner Suade,
    Durch sein breites Explizieren,
    Schwadronieren, Disputieren,
    Soll er uns denn stets genieren,
    Dieser säuselnde Philister,
    Beim Genuß des edlen Weins?
    Pump ihn an, und plötzlich ist er
    Kurz und bündig wie Glock Eins.

  • #16

    @ #8 (Sonntag, 26 November 2017 16:00)

    Sei ein braver Biedermann,
    Fange tüchtig an zu loben!
    Und du wirst von uns sodann
    Gerne mit emporgehoben.

    Wie, du ziehst ein schiefes Maul?
    Willst nicht, daß dich andre adeln?
    Na, denn sei mir nur nicht faul
    Und verlege dich aufs Tadeln.

    Gelt, das ist ein Hochgenuß,
    Schwebst du so mit Wohlgefallen
    Als ein sel'ger Kritikus
    Hocherhaben über allen.

  • #17

    Weggedichtet: (Sonntag, 26 November 2017 16:01)

    https://youtu.be/Fq-UtKrQM9Q?t=793
    http://www.deagel.com/country/forecast.aspx?pag=1&sort=PPP&ord=DESC

  • #18

    Ohne NR-Entnahmen noch möglich? (Sonntag, 26 November 2017 16:09)

    http://soulcrafted.lexus.at/video/soulcrafted.mp4

  • #19

    Wilhelm Scheidl (Sonntag, 26 November 2017 17:21)

    Wenn einmal Familie und Heimat zerstört sind, ist die angestrebte konstruierte Neue Weltordnung, in der man die Menschen unter totaler Kontrolle hat, nicht mehr weit. Dieser Versuch wird aber letztlich scheitern, da sich die Menschen dagegen stemmen werden.

  • #20

    . (Sonntag, 26 November 2017 21:16)

    Ich finde dieses Blocken wegen anderer Meinung ja nur mehr erbärmlich. Diese Leute sind letztlich auch intellektuell und argumentativ völlig hilflos. Im rechten Universum sinds dick da, aber wehe man kommt ihnen mit Ratio und Logik.

  • #21

    : - D (Montag, 27 November 2017 01:10)

    The history of democracy, Marxism and feminism is the history of the snake, which, being hungry for more, stalks its own tail and consumes itself.
    https://www.theburningplatform.com/2017/11/23/the-end-of-the-age-of-benevolence/

  • #22

    @ 20 (Montag, 27 November 2017 01:31)

    http://myfonts-wtf.s3.amazonaws.com/54/5492036ea4e9281010cc251c355547d4.32682.jpeg

    Wieso soll ich Kinder kriegen? Oder einem Land zugehörig sein? Mein Leben ist die Welt! Und deine Welt nicht meine.

  • #23

    … den normalen Bürgern … (Montag, 27 November 2017 01:46)

    od. … dem Bürg… – Wie ihr wollt.

  • #24

    . wen meinst du? (Montag, 27 November 2017 01:48)

    »Ich finde dieses Blocken wegen anderer Meinung ja nur mehr erbärmlich. Diese Leute sind letztlich auch intellektuell und argumentativ völlig hilflos. Im rechten Universum sinds dick da, aber wehe man kommt ihnen mit Ratio und Logik.«