Warum wir Trump brauchen

Über kaum einen anderen US-Präsidenten wurde in den Medien soviel gelästert wie über Donald Trump und keiner vor ihm hat sich in diesem Ausmaß mit ebendiesen Medien angelegt. Bisher haben fast alle US-Präsidenten, ja eigentlich fast alle Politiker dieser Welt immer versucht, sich mit den Zeitungen und TV-Sendern zumindest halbwegs gut zu verständigen, weil all diese Politiker geglaubt haben, man kann politisch nur reüssieren, wenn einem die Medien gewogen sind. Der Kniefall vor Presse, Funk und Fernsehen gehört(e) zum Standard-Repertoire aller Parteisekretariate.

 

Der Revolutionär

Trump hat erstmals und gleich sehr drastisch gezeigt, dass die politische Macht der Medien begrenzt ist. Mit ihnen auf Konfrontationskurs zu gehen ist für Politiker nicht nur möglich, sondern es bringt ihnen sogar Früchte: Trumps bisher größtes Verdienst war es, der Welt zu beweisen, dass man mit dieser Linie sogar US-Präsident werden kann. Seine Angriffe auf die Mainstream-Medienszene, der er stets die Neigung zur Produktion von Fake-News vorwarf und dies noch immer tut, führte natürlich zu nachhaltigen Reaktionen in den Redaktionen. Alle Journalisten, die sich dem Tugendstolz und der selbstgerecht demonstrierten Meinungshoheit verschrieben haben, versuchen seit Beginn der Ära Trump alles, um den Präsidenten schlecht zu machen und Rache zu nehmen für ihre vermeintliche Desavouierung, die letztlich nur ein Zurechtrücken der Rolle der Medien war.

 

Wie im Märchen

Der Furor, den der Beweis ihrer eigenen Begrenztheit bei den Medienleuten hervorgerufen hat, ähnelt dem fabelhaften Ärger des Rumpelstilzchens im gleichnamigen Märchen. Das Rumpelstilzchen hat sich selbst zerrissen, als die Königin seinen wahren Namen erfuhr. Auch der Vergleich mit Hans Christian Andersens Märchen von "Des Kaisers neue Kleider" drängt sich auf: Trump ist wie das Kind, das als erstes rief, dass der Kaiser ja nackt sei, nachdem ihm vorher voller Brimborium die nur virtuell existierenden neuen Prunkgewänder angemessen wurden. Wie wir wissen, war dies Ankleide nichts als Show. Und wir wissen, dass die von den Mainstream-Medien stets hochgehaltene politische Korrektheit und ihr Hang zur moralinsauren, volkserzieherischen Meinungsbildung ebenfalls nur eine von Phrasen gespickte Show ist.

 

Der Zertrümmerer

Man muss kein Fan von Donald Trump und seinen Manieren sein und man kann an etlichen seiner Äußerungen und Handlungen berechtigt Kritik üben, aber er hat es geschafft, eine weltweite Debatte über die Rolle der Medien in Gang zu setzen. Und das ist gut so. Viele institutionalisierte Medien sowohl in den USA wie auch in Europa waren nämlich der fundamentalen Meinung, sie hätten eine quasi verfassungsmäßige Position in der Demokratie. Und viele Kommentatoren und Moderatoren waren und sind wegen der devoten Haltung, welche die Politik ihnen gegenüber während so vieler Jahre eingenommen hat, schon der Ansicht,  sie seien als Angehörige der "Vierten Macht" im Staate die Essenz von Judikatur, Exekutive und Legislative. Es war und ist für viele von ihnen daher ganz normal, als Inquisitor, Staatsanwalt, Richter und Polizist in Personalunion aufzutreten. Trump hat diese Positionierungen nun zu Recht zertrümmert.

 

Die politische Debatte neu aufstellen

Es wird für immer die historische Leistung von Donald Trump bleiben, durch Polarisierungen und Provokationen einen tiefgreifenden Diskussionsprozess in Gang gesetzt zu haben. Dieser Prozess betrifft  natürlich nicht nur die politische Medienwelt, sondern auch die (Welt-)Politik als solche. Trump hat hier eine Art Katalysator-Funktion übernommen. Erst durch sein Erscheinen auf der Weltbühne ist es gelungen, die unsägliche politische Korrektheit, die wie zäher Schleim bereits die gesamte westliche Öffentlichkeit durchzogen hat, etwas zu verflüssigen und sie in vielen Bereichen auch schon wegzuwischen.

 

Man sagt Trump nach, dass er sein Land und die Welt spalten würde - dabei hat er nichts anderes getan als den öligen Film der allgegenwärtigen Heuchelei zu zerstören und die wahren Positionen der Ideologien und Weltanschauungen wieder sichtbarer zu machen. Es liegt jetzt bei all den noch immer wehleidig jammernden Proponenten aus der Medienszene und der Politik, ihre Rumpelstilzchen-Attitüde abzulegen, ihre "kaiserliche" Nacktheit mit brauchbaren Gewändern zu bedecken und mit neuem Mut in die Arena der politischen Öffentlichkeit einzusteigen. Trump ist schon dort.

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Kommentare: 7
  • #1

    Rudolf Zlabinger (Freitag, 16 November 2018 06:20)

    Danke, das hätte ich genauso geschrieben. Die Diktatur der PC zu brechen macht ihn zum Revolutionär der Ehrlichen, der den Heuchlern die Maske entriss.

  • #2

    Hans W. Gottinger (Freitag, 16 November 2018 07:50)

    Umgekehrt , ist eine kritische und kompetente Presse in einer Demokratie erforderlich, um zur Meinungsbildung beizutragen. Das ist der Unterschied zu Putins Russland, Chinas Xi und Erdogans Tuerkei.
    Ausserdem wirkt der Wettbewerb zwischen etablierter Presse und den sozialen Medien. Auch dieser existiert nicht in autokratischen Laendern. Das ist keine Frage der Digitalisierung.

  • #3

    Wilhelm Scheidl (Freitag, 16 November 2018 12:41)

    Donald Trump hat in seiner Amtszeit schon bewiesen, dass er die Auseinandersetzung mit dem "Tiefen Staat", der von den System-Medien in unverantwortlicher Weise gestützt wird, sucht und diesen mit allen Mitteln bekämpft. Er hat diesen Kampf noch nicht gewonnen, aber er wird diesen Kampf auf seine begonnene Art und Weise für das amerikanische Volk konsequent fortsetzen. Das ist seine Mission, die die Welt letztlich zum Besseren verändern wird.

  • #4

    alois hofer (Freitag, 16 November 2018 18:01)

    zum Beitrag von WIlhelm Scheidl ist nichts mehr hinzuzufügen und hoffe dass der Deep State mit diesen Fake News Medien Organisationen, da gehört noch die UNO ,der Papst ( mir seiner Einheitsreligion als Ziel )sowie Sorohs dazu um nur die Hauptakteure zu nennen zu neutralisieren. Das ganze Gesindel versucht nun den Kommunismus nur unter einem anderen Namen Globalisierung /Weltregierung zum Sieg zu führen ,dass gilt es zu verhindern .

  • #5

    Michael Hartmann (Samstag, 17 November 2018 00:35)

    Sehr sehr guter Beitrag! Danke!! ���

  • #6

    jaguar (Sonntag, 18 November 2018 11:30)

    Wie wahr, wie wahr!

  • #7

    Rauchmelder (Sonntag, 18 November 2018 12:34)

    Ja, wenn sich die Politiker den Medien unterwerfen, dann sind folglich die Medien(macher) die wirklichen Herrscher. Insbesondere die dortige linksgrüne Hegemonialherrschaft. Es ist also notwendig, die Rolle der Medien kritisch zu hinterfragen bzw. Maßnahmen gegen Meinungsmonopole zu ergreifen.