Gesundheit oder Gleichheit?

Seit der US-amerikanische Genetiker und Harvard-Professor Richard Lewontin im Jahre 1972 eine Studie publizierte, in der er feststellte, dass der Unterschied zwischen den Menschen ein und derselben (damals noch so genannten) Rasse statistisch größer sein kann als der genetische Unterschied zwischen den Rassen an sich, geriet der Begriff "Rasse" ins schiefe Licht. Die "Rasse" galt bald als wissenschaftlich obsolet und man vertrat ab dann in der Scientific Community überwiegend die Auffassung, dass es keine wesentlichen bzw. keine wirksamen oder beachtenswerten genetischen Unterschiede zwischen den großen Menschengruppen gäbe. 

 

Biologen und Genetiker, die etwas auf sich hielten, vermieden fortan den Begriff "Rasse" und ersetzten ihn, wenn man schon von den für jedermann erkenntlichen Unterschieden der verschiedenen Bevölkerungen dieser Welt reden musste (wie etwa die Hautfarbe), durch unverfängliche Worte wie "Ethnie" oder "Population".

 

Der Einfluss auf die Gesellschaft

Die De facto-Abschaffung des biologischen Begriffes "Rasse" machte natürlich auch vor Gesellschaft und Politik nicht halt. Sämtliche Gleichheits-Ideologen hatten infolge der genetischen Studien Lewontins und seiner vielen, dieselbe Meinung vertretenden Kollegen nun Daten in der Hand, die sie all jenen vor die Nase halten konnten, die der Ansicht waren, dass vererbliche Merkmale grundsätzlich für die Entwicklung von unterschiedlichen Menschentypen und -eigenschaften zumindest mitverantwortlich sein könnten.

 

Eine neue Orthodoxie

Mit den damals neuen biomathematisch-genetischen Erkenntnissen war auch eine neue Orthodoxie entstanden. Der Kampf gegen den Rassismus schien gewonnen, denn man wollte nach dem gigantischen Unheil, das rassistische Theorien über unsere Welt gebracht haben, zu Recht auch die Wissenschaft als Verbündete im Kampf gegen nicht bewiesene Rassentheorien aller Art gewinnen. Nach Lewontins Arbeiten und diversen Folgestudien gab es 1995 auch eine UNESCO-Erklärung, in der die Rassentheorie grundsätzlich und einhellig von namhaften Wissenschaftlern als überholt und als wissenschaftlich nicht mehr haltbar bezeichnet wurde.

 

Jede Orthodoxie hat aber auch Nachteile: Es war infolge dieser sowohl weltanschaulich wie auch in der Wissenschaft verankerten streng ausgerichteten orthodoxen Denke über Jahrzehnte nicht sehr attraktiv, weitere Studien über Vererbungslehre und Populations-Genetik durchzuführen, wenn sie die Erforschung der Unterschiede zwischen den Menschen zum Ziel hatte - man war damit nämlich auch als völlig unverdächtiger Wissenschaftler sofort auf sehr dünnem Eis. Die Forschungen erfolgten daher eher im stillen Kämmerlein.

 

Politische Korrektheit schadet

Wie wir heute hinlänglich wissen, entsteht aus jeder noch so gut gemeinten politischen Korrektheit auch ein massiv negativer Effekt: Die im Namen der Humanität und der Gleichheit der Menschen propagierte ideologische Überlagerung der Wissenschaft ist kein guter Nährboden für dieselbe. In der Biologie und und der Medizin reicht(e) der  starke Arm der politischen Korrektheit bis in die Labors der Genetiker. 

 

Und doch - die Wissenschaft bleibt nicht stehen. Die rasant immer besser und ausgefeilter werdenden gentechnischen Methoden, die Entschlüsselung des menschlichen Genoms und der Vormarsch der Genforschung in der Medizin bildeten mächtige Triebfedern für die moderne Genetik. In der Medizin ist schon länger klar, dass in der Erforschung der Gene und ihrer Codes die Zukunft der Heilkunde liegen wird. Für bessere und maßgeschneiderte Therapien braucht die Medizin daher so viele genetische Daten wie möglich und logischerweise müssen wir auch wissen, ob es beim Einzelnen bzw. bei und zwischen den Geschlechtern, Ethnien und Bevölkerungsgruppen genetisch bedingte Unterschiede bei Krankheitsrisiken oder bei der jeweiligen Symptomatik gibt und insbesondere müssen wir erforschen, ob und wie genetisch verursachte unterschiedliche Wirkungen von Medikamenten vorkommen und was mit den Patienten dann geschieht. 

 

Frauenmedizin als Vorreiter

Die Frauen haben das schon früh erkannt: Es gibt längst eine spezifische Frauenmedizin, weil Frauen eben genetisch anders ausgestattet sind als Männer und bei etlichen Krankheiten andere Symptome zeigen und weil sie andere Krankheiten entwickeln als Männer und weil sie auch definitiv anders auf gewisse Medikamente ansprechen. Aus dem genetisch bedingten Unterschied der Geschlechter, den die Gleichheits-Ideologen ständig und überall eineben wollen, ist erst die Erkenntnis erwachsen, dass Frauen eine andere Medizin als die Männer benötigen.

 

Hätte man dem allseits propagierten Gleichheitsideal gefrönt und wären die Frauen nicht so intelligent gewesen, in der Medizin zu Recht auf dem Unterschied zwischen Mann und Frau zu beharren, hätte dies fatale Folgen für die Frauengesundheit gehabt. Der Unterschied ist z.B. gerade bei lebensbedrohlichen Herzerkrankungen ganz eklatant und es gibt mittlerweile für Männer und Frauen unterschiedliche Leitlinien bei bestimmten Behandlungen - so etwa beim Herzinfarkt.

 

Andere Ethnie, andere Therapie

Ähnliches gilt für den Unterschied zwischen den Populationen. Ein Durchbruch bei der Feststellung der ganz offensichtlich ethnisch bzw. genetisch bedingten Unterschiede zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen gelang vor einiger Zeit in den USA: Dort wurde im Rahmen von Blutdruckstudien festgestellt, dass Afroamerikaner auf eine sehr häufig verordnete Medikamentengruppe namens ACE-Hemmer deutlich schlechter ansprechen als Weiße. Das führte dazu, dass in den USA eine epochale Neuerung passierte. Die bekannt strenge amerikanische Arzneimittelbehörde FDA genehmigte nämlich daraufhin die Zulassung eines speziellen Bludruckmedikaments, das ausschließlich für Schwarze auf den Markt gebracht werden durfte. Ob der eingangs erwähnte egalitär denkende Genetiker Lewontin dazu einen Kommentar abgegeben hat, ist nicht bekannt.

 

Neues Denken ist gefragt

Ein anderer Harvard-Professor hat sich dafür in die Höhle der politisch korrekten Löwen gewagt und vor kurzem zwar sehr vorsichtig, aber doch die bisherige orthodoxe und egalitäre biologische Lehre Lewontin`scher Prägung in Frage gestellt: David Reich, Spezialist für historische DNA-Forschung, vertritt die Ansicht, dass wir aufgrund des heute vorliegenden Datenmaterials und angesichts des Wissens über die DNA und ihrer populationsbezogenen Unterschiede einen beachtlichen Teil der seit 5 Jahrzehnten geltenden gleichmacherischen biologischen Sichtweise revidieren müssen.

 

Der Harvard-Forscher Reich hat die auf umfangreichen wissenschaftlichen Daten seines Instituts beruhende Erkenntnis gewonnen, dass (je nach Ethnie und Geografie) bei den verschiedenen Populationen sehr wohl divergierende und wirkmächtige genetische Faktoren existieren, die möglicherweise nicht nur gesundheitsbezogene Effekte, sondern auch kulturhistorische Entwicklungen erklären könnten. David Reich hat seine Resultate in einem auch für Laien gut lesbaren und empfehlenswerten Buch zusammengefasst und 2018 unter dem Titel "Who we are and how we got here" publiziert.

 

Professor Reich hat dafür erwartungsgemäß zunächst einmal einen Shitstorm orkanartigen Ausmaßes über sich ergehen lassen müssen. Dutzende amerikanische Genetiker, Gender-Forscher, Juristen, Mediziner, Soziologen und Anthropologen sind über den Mann hergefallen, um ihn zurechtzuweisen und ihm zu erklären, dass er gefälligst politisch korrekte Wissenschaft zu machen habe. Anders gesagt: Reich wurde von wissenschaftlich tätigen Leuten, die ihre Ideologie über ihre Wissenschaft stellen(!), allen Ernstes dafür kritisiert, nachweisbare Fakten publiziert zu haben. Der vielsagende Titel des offenen Briefes der politkorrekten Kritiker lautete "How not to talk about <Race> and Genetics" (veröffentlicht in der New York Times).

 

Zweifellos heikel

Man kann natürlich der Ansicht sein, dass diese Art der Gen-Forschung gefährliches Terrain ist, aus dem sich für den Rassismus neue Argumente gewinnen lassen. Und diese Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen. Auf der anderen Seite wäre es ein Skandalon riesigen Ausmaßes, das medizinische Potenzial, welches aus diesen neuen genetischen Daten herauszuholen ist, nicht zu heben. Und, notabene, wir stehen hier erst am Beginn einer neuen Forschungsrichtung.

 

Aus gesellschaftspolitischer und ethischer Sicht führt kein Weg daran vorbei: Wir werden einen neuen Umgang mit den nachweislichen Unterschieden zwischen den Menschen und den Ethnien finden müssen, ohne in alte und gefährliche Denkmuster zu verfallen. Dafür ist es zunächst notwendig, die offensichtlich Wissenschaft und Fortschritt behindernden ideologischen Scheuklappen des Gleichheits-Dogmas abzuwerfen und sich der normativen Kraft des Faktischen zu stellen. 

 

 

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Wahlrecht für alle?

In der Tageszeitung "Der Standard", die laut Eigen- und auch Fremddefinition zu den Qualitätsmedien Österreichs zählt, wurde am 7.7.2019 ein inhaltlich sehr fragwürdiger doppelseitiger Artikel publiziert, in dem sich die Autoren und die befragten Experten positiv zu einer Ausdehnung des Wahlrechts auf längerfristig in Österreich lebende Ausländer äusserten. Als ein Hauptargument für diese von ihnen vorgeschlagene Wahlrechtsänderung für die Nationalratswahlen führten sie an, dass sich immerhin über 1 Million Ausländer länger als 6 bis 10 Jahre im Lande aufhalten und diese Leute somit eine im Parlament nicht repräsentierte Bevölkerungsgruppe darstellen würden.

 

Meinungsfreiheit und Redlichkeit

Diese Meinung kann man natürlich haben. Aber man sollte dann immer auch dazu sagen, dass das Wahlrecht ein ganz exklusives und den Staat konstituierendes, geradezu fundamentales rechtliches Instrument ist, weil ja davon die Existenz und Funktionstüchtigkeit jeder Nation abhängt. Anders gesagt: Jede Staatsbürgerschaft ist notwendigerweise immer auch Ausschluss - nämlich von jenen, die keine Staatsbürger sind. Und das betrifft eben zuvorderst den Ausschluss vom Recht, zu wählen.

 

Wenn man das Wahlrecht nun all jenen zumessen möchte, die mehr oder weniger zufällig aus welchen Gründen auch immer eine Zeitlang im Lande leben, dann ist es eine intellektuelle Unredlichkeit, die wesenhafte Bedeutung des Wahlrechts für die nationale Existenz und den Staat nicht explizit zu erwähnen. Die Autoren haben das unterlassen.

 

Die drei Elemente des Staates

Warum ist die unauflösliche Verknüpfung der Staatsbürgerschaft mit dem Wahlrecht so wichtig: Der Staat respektive die Nation wird nach dem aus Österreich stammenden berühmten Staatsrechtler Georg Jellinek aus drei Elementen gebildet. Neben den Staatsbürgern, die das Staatsvolk bilden, braucht eine Nation als Existenzbedingung ein definiertes (=begrenztes) Gebiet und eine Staatsgewalt. Wenn nur eines dieser drei Elemente in Frage gestellt bzw. erodiert wird, gerät jede Nation unweigerlich in existenzielle Nöte und ihre Souveränität wird brüchig.

 

Jedenfalls aber entstehen aus der Schwächung auch nur eines der drei konstitutiven Elemente Staatsgebiet, Staatsvolk und Staatsgrenzen massive und durchaus bedrohliche Phänomene. Wohin uns etwa geöffnete Grenzen führen, haben wir in haarsträubender Art vor gar nicht allzu langer Zeit feststellen können: Nämlich im sogenannten "Flüchtlingsjahr" 2015.  Die Nachwirkungen dieses Versagens des Grenzschutzes durch eine damals eklatante Schwäche der Staatsgewalt haben zu massiven politischen Verwerfungen geführt und die hauptbetroffenen Nationen wie Österreich und Deutschland werden die Folgen dieser wahrhaft elementaren Ereignisse noch für Jahrzehnte spüren.  

 

Verdeckte Agitation

Wer nun unter dem argumentativen Deckmantel  der Modernisierung, der Internationalisierung  und mittels der euphemistischen Bezeichnung von Ausländern als "Bürger" die Forderung aufstellt, man möge doch über Wahlrechtsreformen nachdenken, die Nicht-Staatsbürgern das essenzielle und grundlegende Wahlrecht von Staatsbürgern zumessen, der tut nichts anderes als subversiv gegen Staat und Nation zu agieren.

 

Über die Motive solcher Artikel in Qualitätsmedien kann man nur spekulieren: Entweder haben die Autoren ihre Überlegungen nicht zu Ende gedacht oder sie bezwecken mit solchen immerhin doppelseitigen, aber nur halbe Informationen enthaltenden tendenziösen Artikeln eine verdeckte politische Einflussnahme auf ihre Leser. 

 

 

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Um Gottes Willen, die Pressefreiheit!

Seit der zu Recht wenig zimperliche freiheitliche EU-Kandidat Harald Vilimsky in einer "Zeit im Bild 2"  im ORF den im Juste Milieu von seinen Claqueuren förmlich angebeteten Anchorman Armin Wolf wegen dort live gebrachter und absurder Nazi-Vergleiche attackiert und ihm ebenso live Konsequenzen für seine unlautere Interview-Technik in Aussicht gestellt hat, ist Österreichs politkorrekte Medienszene vollkommen aus dem Häuschen.

 

Huch, es kommt die Prawda!

Die für ihre stets betulich moralisierenden und habituell FPÖ-feindlichen Ergüsse bekannten Journalisten aus dem linken Spektrum (also ca. 70% der gesamten Szene) sind nun einhellig der bangen Meinung, dass in Österreich die Pressefreiheit gefährdet wäre. Tagtäglich wird diese irrationale Angst jetzt im Internet, im TV und in den Printmedien hinausgetrötet - gerade so, als ob alle institutionalisierten Medien unmittelbar vor der Übernahme durch die ganz böse rechte Regierung stünden und dann nur noch eine Art von neuer Prawda existieren dürfe.

 

Tun, was richtig ist

Dabei hat der EU-Kandidat Vilimsky einfach nur getan, was richtig ist: Er hat sich gegen einen vermeintlich sakrosankten Reporter und demokratisch nicht legitimierten, aber im öffentlichen Sold stehenden Meinungsmacher harsch zur Wehr gesetzt. Aus Sicht der zahlreichen Armin Wolf-Claqueure war das natürlich ein Sündenfall ohnegleichen. Wie kann man nur die Unverschämtheit besitzen und dem von seiner Zunft mit Preisen überhäuften Herrn Wolf im TV Paroli bieten? Wo doch der als stets "so kritisch" gepriesene Mann sogar mit dem Ausland in Verbindung steht und dort bei den öffentlich rechtlichen Medien vor allem in Deutschland ebenfalls zahlreiche Fans hat? Vilimskys Angriff war aus Sicht dieser einer Glaubensgemeinschaft ähnelnden Community klarerweise ein Sakrileg. 

 

Von Wolf zur Pressefreiheit

Folgerichtig traten sofort die nationalen und internationalen Berufsempörten auf den Plan, um Armin Wolf zu verteidigen und danach mit einem rhetorischen Trick die Debatte auf eine fundamentale Ebene zu heben: Plötzlich ging es um die Pressefreiheit. Ein Politiker, der einen Vertreter des ORF vor laufender Kamera angreift und kritisiert, wurde zum Sinnbild für eine drohende Abschaffung einer wichtigen demokratischen Grundfreiheit hochstilisiert. Absurder kann man die Selbsterhöhung, die seit Jahren im Medienkomplex betrieben wird, nicht mehr fortsetzen.

 

Sehnsucht nach Immunität

Die zahlreichen aufgeregten Medienvertreter, die mit ihrer Empörung ja in Wirklichkeit nichts anderes wollen als eine totale Immunität gegenüber jeder politischer Kritik herzustellen, haben sich mit dieser Aktion einen Bärendienst erweisen. Ihr Anliegen ist nämlich rational nicht argumentierbar: Warum sollte es denn eine Gefährdung der Pressefreiheit sein, wenn Politiker in Interviews Klartext sprechen statt gefällige Phrasen abzusondern, damit sie nur ja keine "schlechte Presse" bekommen? Warum sollten politisch Aktive devot und ohne Gegenwehr jede x-beliebige Frage von Reportern beantworten - sei diese auch noch so untergriffig und verschlagen formuliert? Anders gesagt: Wofür halten sich die bekannten Medien-Profis eigentlich? Manche von ihnen glauben wohl, sie sind Polizist, Staatsanwalt, Richter und Reporter in Personalunion.

 

Die Pressefreiheit ist ohne Frage ein hohes Gut und wir alle müssen größtes Interesse daran haben, sie zu schützen. Sie wird aber durch kritisch auftretende Politiker oder jene, die einzelne übers Ziel hinaus schießende Reporter zurechtweisen, in keiner Weise gefährdet - ganz im Gegenteil! Erst der offene Diskurs festigt und schärft doch diese Freiheit. Und die fast schon hysterische und medial tagtäglich breitgetretene Aufregung der üblichen Shitstorm-Erzeuger beweist doch, dass die Freiheit der Medien sowieso nahezu unbegrenzt ist. Die Aufregungen zeigen uns aber auch, dass viele Leute in der Szene nicht in der Lage sind, reflexiv mit dieser ihrer Freiheit umzugehen.

 

Freiheit ist Verantwortung

Jede Freiheit bedeutet Verantwortung und sie sollte daher auch dazu verwendet werden, über dieselbe nachzudenken und Fehler zu analysieren, die im Rahmen dieser Freiheit gemacht wurden. Und da hätten vor allem die Qualitäts-Medien eine Menge zu tun. Es wurden nämlich in den letzten Jahren  eine Reihe von Fehlleistungen und falschen Entwicklungen aus gewissen Interessen befeuert und andererseits relativ kritiklos zur Kenntnis genommen.

 

Hypermoral und Deutungshoheit

In den Leitmedien wurde besonders seit dem Beginn der Migrationskrise ein hypermoralischer Popanz aufgebaut, der in der Geschichte einzigartig ist. Simultan entwickelten etliche Damen und Herren in diesen Medien den Glauben, aufgrund ihres Berufes sakrosankt zu sein und praktisch alles zu dürfen. Daneben entstand eine immer dichter werdende Verflechtung des politmedialen Komplexes mit dem linken politischen Spektrum. Das hat viele dieser Charaktere offensichtlich völlig überfordert und schließlich darin geendet, dass besonders die prominenteren unter den Journalisten in totaler Selbstüberschätzung vermeinten, sie hätte die moralisch Deutungshoheit über und könnten dem Volk sagen, wo es ethisch, moralisch und damit auch politisch langgeht.

 

Wenn die hier beschriebene Fehlentwicklung nun aufgebrochen wird, kann das also nur gut sein. Und die Sprengung dieser durch die politkorrekte "Haltung" vermittelten Selbstfesselung der Medien stellt keine Gefährdung der Pressefreiheit dar, sondern sie wird logischerweise die Möglichkeit eröffnen, dieser Freiheit eine neue und anständige Qualität zu verleihen. 

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