Abtreiben ist sicher und gehört vom Staat bezahlt! Oder wie?

Im gerade angelaufenen Frauenvolksbegehren wird neben diversen, teils verqueren Forderungen auch definitiv verlangt, dass die Abtreibung in allen öffentlichen Spitälern durchgeführt wird und dass die Krankenkassen dafür aufkommen sollen. Dieser Wunsch ist per se absurd, denn Krankenkassen sind dazu da, die Behandlungen von Krankheiten zu finanzieren - und zwar solidarisch über die Kassenbeiträge der Österreicher. Schwangerschaft ist per definitionem keine Krankheit und eine Abtreibung kann aus diesem Grund und auch aus ethischen und vor allem aus juristischen Gründen niemals eine über die Allgemeinheit zu finanzierende Leistung sein. Nicht zuletzt besonders auch deswegen, weil sie im Strafgesetzbuch verboten ist und nur unter gewissen, allgemein bekannten Bedingungen straffrei bleibt. 

 

Netzfund

Die aktuelle Forderung der einschlägig aktiven Frauenlobby veranlasste den Autor dieser Zeilen, die aktuelle medizinische Literatur über die Abtreibung zu durchstöbern.  Und da stößt man beim Sichten der Datenbanken rasch auf eine in Amerika recht bekannte Studie , in der haarsträubende Ergebnisse publiziert wurden: Eine Gruppe von Gynäkologen verglich das Sterbe-Risiko der Frauen bei einer normalen Geburt mit dem Sterbe-Risiko bei einer geplanten Abtreibung und stellte fest, dass eine Abtreibung 14 mal sicherer ist als eine Geburt. Oder umgekehrt betrachtet: Frauen sterben laut dieser Studie an einer normalen Geburt 14 mal häufiger als bei einer Abtreibung. (Die Studie wies übrigens methodische Mängel auf, was den Verdacht erhärtet, dass bei dieser Arbeit verhohlene Interessen dahinter stecken.)

 

So sicher, so gut

Die Herren Kollegen aus den USA schlossen jedenfalls aus ihrer Studie, dass Abtreibung im Vergleich zur Geburt also eine sehr sichere Angelegenheit sei und sie hielten diese für sie offenbar sehr eindrucksvolle Sicherheit in ihrer Conclusio explizit fest (Die Conclusio ist die zentrale Erkenntnis, die in jeder medizinischen Studie getroffen wird). Von einer generellen Empfehlung, im Falle einer Schwangerschaft aus Sicherheitsgründen stets die Abtreibung statt der Geburt anzustreben, sah man in der gegenständlichen Arbeit allerdings ab - vermutlich wäre diese Empfehlung von der zuständigen Ethik-Kommission auch abgelehnt worden.

 

Die Studie wird zitiert

Aber natürlich wird die nämliche Studie immer wieder von Abtreibungsbefürwortern, von Geschäftemachern und von den zugehörigen Lobbys wiedergegeben, weil man gerade in der Medizin ganz grundsätzlich mit dem "Sicherheitsargument" Ängste und Unsicherheiten reduzieren kann. Die höchst fragwürdige Studie eignet sich daher hervorragend, von US- Abtreibungskliniken zitiert  und in manipulativer Art den oft in ihrer Entscheidung unsicheren Schwangeren nahegebracht zu werden.  Auch in Österreich sind die genannten Daten natürlich bekannt und über Google oder den Gynäkologen zu erfahren.

 

Was hat das eine mit dem andern gemein?

Auf den ersten Blick haben die Studie und das Volksbegehren nichts miteinander zu tun - und doch sind sie inhaltlich ganz eng verwoben. Die US-Studie, die als Werbe- und Verharmlosungsinstrument ge- und missbraucht wird, ist aus ethischer Sicht genauso abzulehnen wie der oben beschriebene verquere Wunsch des Volksbegehrens, die Abtreibung einer Kostenübernahme durch die Allgemeinheit zuzuführen.

 

Ein zynischer Megatrend

Sowohl die Aussage der Studie wie auch die Aussagen im Volksbegehren sind dazu da, die Abtreibung in ihrer lebensvernichtenden Bedeutung zu verharmlosen und sie auf die Ebene eines banalen medizinischen Eingriffs zu verschieben, der noch dazu angeblich so angenehm risikoarm ist und welchen doch bitte schön die Bürger solidarisch finanzieren sollen. Überdies wird in der gesamten Debatte ständig versucht, ein "Recht auf Abtreibung" und daraus sogar ein Menschenrecht zu konstruieren. Wir stecken damit mitten in einem zynischen Megatrend, der auch in der EU-Politik längst Fuß gefasst hat und der vor allem von linken Ideologen massiv befördert wird. Die Sonne der westlichen Kultur geht damit wieder ein Stückchen weiter unter.

 

 

 

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Die laute und die stumme Sexualmoral

 

Die #MeToo-Debatte ist zwar schon ziemlich abgegrast, aber eine wichtige Facette derselben blieb bisher fast unerwähnt. Bis jetzt drehten sich sämtliche Argumente, welche die Feministinnen und deren weibliche und männliche Anhänger und Gegenspieler in die Diskussionen einbrachten, um die Rolle der westlichen Frau. Ihr Selbstverständnis und die Wahrnehmung dieses ihres Bildes durch die westlichen Männer standen im Mittelpunkt.

 

Einfach nicht drüber reden?

Genau in demselben Maße, in dem ausufernd über diese Thematik diskutiert wird, schweigen die #MeToo-Damen  über die orientalische Frau und den orientalischen Mann und deren Sexualmoral sowie über deren grundsätzlichen Umgang miteinander. Man blendete solchermaßen einen großen Teil der Bevölkerung samt deren kultureller Gegebenheiten einfach aus. (Damit wir wissen, über welche Dimensionen wir reden: Allein in Österreich gibt es ca. 700.000 Muslime, Tendenz stark steigend. In Deutschland sind es etwa 5 Millionen, auch dort werden es täglich mehr.)

 

Zunächst zum Grundsätzlichen. Die Sexualmoral wird nicht nur durch den ritualisierten Umgang zwischen Mann und Frau, sondern auch sehr stark über die Art und Weise der Kleidung symbolisiert. Westliche Freizügigkeit definiert sich nicht zuletzt auch darin, dass westliche Frauen selbstverständlich heute nahezu alles tragen können, was sie wollen: Vom hochgeschlossenen Kostüm über den Hosenanzug bis zum bauchfreien Top mit Minirock. Wenn es nicht gerade den Anlass konterkariert oder völlig deplatziert wirkt, ist alles erlaubt.

 

Kein Freibrief

Der Kleidungsstil ist ein wesentlicher Punkt der #MeToo-Debatte: Ein offenherziger und erotischer Stil darf von den Frauen gepflegt werden, ohne dass er als Freibrief für die Männer verstanden werden darf. Und wo #MeToo grundsätzlich völlig richtig liegt, ist die Tatsache, dass zwischen vorgesetztem Mann und nachgeordneter Frau definitiv kein Vorrecht des Mannes in der ohnehin gegebenen Machtposition entsteht, diese sexuelle oder sonstwie auszunützen. Sonderfälle, wo die Frauen ihre Reize gezielt einsetzen, um sich am Arbeitsplatz Vorteile zu verschaffen, wird es allerdings immer geben. Auch das wird in der #MeToo-Diskussion gerne verschwiegen.

 

Prinzipiell gilt natürlich: Kein Mann hat das Recht, aufgrund der starken Signale, die ohne Zweifel durch den Kleidungs- und Schminkstil sowie durch andere weibliche Accessoires ausgesandt werden, sich ungefragt und ohne Erlaubnis der betreffenden Frau in bestimmter und eindeutiger Absicht zu nähern. Ohne weibliches OK geht gar nichts. Und man muss es zugeben: Die zwischenmenschlichen Situationen und vor allem die Auslotung der Grenzen erhalten dadurch einen ganz besonderen Reiz, der fester Bestandteil der neuen Sexualmoral geworden ist. Faktum ist: Die Männer buhlen, aber die Frauen wählen aus und geben ihr OK. Oder eben nicht.

 

Es knistert

Freilich entsteht durch diese moderne Freizügigkeit aber auch eine Art permanenter Einladungsatmosphäre, die immer wieder Anlass zu Debatten und Neupositionierungen gibt. Das wegzuleugnen, wäre heuchlerisch. Man kann sich als Frau ja nicht einerseits betont weiblich präsentieren und dann erwarten, dass dies keine Reaktionen bei den Männern hervorruft. Und sind wir ehrlich: Die männlichen Reaktionen sind ja auch gewollt, sie gehören eben zum uralten Spiel zwischen Mann und Frau. Und die westlichen Männer können zum allergrößten Teil damit auch sehr gut umgehen. Übertriebene Empörungen seitens der Feministinnen sind daher meistens fehl am Platz.

 

Die andere Seite bleibt ohne Diskussion

Auf der anderen Seite haben wir in Europa nun Millionen junger Männer, deren Frauenbild kulturell völlig anders geprägt ist. Die orientalische Kultur verlangt von der Frau sittsame Verhüllung bis hin zur Burka. Und sie verlangt in der Öffentlichkeit ein sehr zurückhaltendes und eher stilles Auftreten der Frau. Für Orientalen ist daher jede leichtbekleidete Frau (die nach westlichen Maßstäben völlig normal angezogen ist) eine Herausforderung. Die Frauen der eigene Kultur gelten hingegen als sakrosankt, das klare und unmissverständliche Zeichen dieser Unberührbarkeit ist der offiziell getragene Schleier (die Niqab, der Hijab etc.).

 

Wir finden also auf orientalischer Seite eine völlig andere Sexual- und Kleidungsmoral vor als dies bei uns der Fall ist. Am klarsten treten diese massiven Unterschiede im Sommer in den Bädern zutage: Hier die bis über den Kopf in den Schwimm-Burkini gehüllten muslimischen Frauen, dort die oben ohne laufenden westlichen Frauen im String-Tanga. Das alles findet zur selben Zeit im selben "Kulturraum Europa" statt und sorgt natürlich für unzählige Konflikte bis hin zu Sexualverbrechen.

 

Den #MeToo-Kämpferinnen fehlt der Mut

Die forschen Protagonistinnen der #MeToo-Debatte haben bis jetzt nicht den Mut gefunden, dieses tiefgreifende Problem der aufeinanderprallenden Kulturen ausreichend und profund zu thematisieren. Man weicht dieser zentralen Kulturfrage aus, indem man sich nur auf die westlichen Männer fokussiert und jedem Mann den Charakter eines Harvey Weinstein oder die Attitüden eines Peter Pilz unterstellt.

 

Das ist natürlich wesentlich einfacher als sich mit der Rolle der ebenfalls hier lebenden orientalischen Männer und Frauen zu beschäftigen. Eine seriöse Debatte über die verschiedenen "Sexualmoralen" und dessen, was geht und was nicht, darf in einem Europa, das durch die Migration nachhaltig verändert wird, nicht ganz einfach ausgeblendet werden. Es gibt sichtbare neue Fakten, die einer genauen Betrachtung und vermutlich einer neuen Ordnung bedürfen.  Sonst bleibt die ganze #MeToo-Geschichte eine unglaubwürdige und letztlich peinliche Makulatur, die gerade den westliche Frauen mehr schaden als nützen wird. 

 

 

 

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Die Kirche der Beliebigkeit?

Die katholische Kirche gerät in Gefahr, langsam aber sicher nur mehr als eine reine Wellness-Einrichtung für die Seele wahrgenommen zu werden. Bester Beweis für diese These sind die unzähligen Akklamationen, die der jetzige Papst immer wieder von linker (und oft atheistischer) Seite erfährt. Egal, ob es um seine Kritik am Kapitalismus oder ob es ganz grundsätzlich nur um die sogenannte "unkonventionelle" Art des Pontifex Maximus geht, stets sind diverse Kommentatoren, die sonst nicht einmal wissen, wo ihre Pfarre eigentlich zuhause ist, mit fast schon lobhudelnden Statements zur Stelle. Das ist verdächtig.

 

Eine "gute Presse" ist alles

Man kann sich des Eindrucks, dass die katholische Kirche seit einiger Zeit nur darauf aus ist, eine gute Presse zu haben, kaum noch erwehren. Ihr oberstes Ziel scheint weniger die Mission und die Bewahrung der christlichen Heilslehre zu sein als vielmehr die eigene lobende Erwähnung in den Mainstreammedien. Freilich: Auch die Kirche muss die Medien nutzen, dazu sind sie ja da und es wäre fatal, nicht medial präsent zu sein. Die Frage ist aber, ob auch für die Kirche der zentrale Satz des Medientheroretikers Marshall McLuhan gilt, der da lautet: "The medium is the message!"  - oder sollte eine Kirche nicht doch ungleich mehr auf den Inhalt ihrer Botschaft achten als alle anderen Einrichtungen, die in den Medien zugegen sind?

 

Was auffällt

Dem durchschnittlichen Beobachter fallen heute, wenn er auf die Aktivitäten der Kirche schaut, vor allem folgende Dinge auf: Zunächst ist es die Fokussierung auf den Barmherzigkeits-Begriff, der zur Zeit fast alles beherrscht. Wenn von offizieller katholischer Seite Äußerungen zum dominierenden Thema "Migration" getroffen werden, ist stets der Auftrag zur Barmherzigkeit die vorderste Prämisse. Niemand spricht hingegen vom Missionsauftrag, von der Notwendigkeit der Bekehrung oder ähnlichen zweifellos konfliktgeneigten Begriffen, die aber Kernaufgabe der Kirche sind. Die einzigen hochrangigen Kirchenvertreter, die kritische Worte zum Phänomen "Migration" finden, sind im Osten Europas zu Hause.  Alle anderen Kirchenfürsten schwingen auf der Humanitäts-Welle der Europäischen Union mit - ganz besonders jene in Deutschland. Dort scheint sich in der Kirche überhaupt eine merkwürdige, fast schon servile Haltung gegenüber der Massenmigration breitgemacht und verfestigt zu haben.

 

Um jeden Preis Liebkind sein?

Um die Medien wohlwollend zu stimmen, haben viele geweihte und hochrangige Kirchenvertreter auch keine Scheu mehr, den Katechismus einfach dort zu unterlaufen, wo es ihnen gerade passt bzw. wo es gerade opportun erscheint. Jüngstes Beispiel sind die (wiederum vor allem in Deutschland)  auftauchenden Überlegungen, kirchliche Segnungen für homosexuelle Paare durchzuführen - obwohl die öffentlich gelebte Homosexualität von der Amtskirche definitiv nicht gebilligt wird. Man muss hier klar unterscheiden: Es geht nicht um die homosexuellen Menschen an sich oder um eine Zurücksetzung derselben, denn ihnen ist wegen ihrer Neigung kein Vorwurf zu machen. Was die katholische Kirche aber explizit nicht in Ordnung findet, ist die in Beziehungen ausgelebte Homosexualität. So ist es im Katechismus eindeutig nachzulesen.

 

2000 Jahre Erfahrung reichen?

Nun mögen Befürworter des aktuellen Kurses der Kirche meinen, dass 2000 Jahre Erfahrung durchaus reichen müssten, um die Kirche und ihre Fundamente unbeschadet auch über die hier angesprochene Situation kommen zu lassen. Auf der anderen Seite muss man aber ganz klar feststellen, dass von der Kirche hier demonstrativ ein neuer Weg eingeschlagen wurde, der in vieler Hinsicht nur noch noch beliebig und opportunistisch erscheint. Ernsthafte Katholiken können sich mit dieser an den Zeitgeist angepassten und modernistisch anmutenden Wende nicht anfreunden, es rumort in den konservativen Kreisen schon dementsprechend laut.

 

Ernste Fragen

Jeder, der kritisch über "seine" katholische Kirche nachdenkt, muss einige wirklich schwerwiegende Fragen stellen: Warum widmet sich die katholische Kirche gerade in unseren konturlos gewordenen Zeiten nicht viel mehr ihrer ursprünglichen Aufgabe der Sinngebung? Warum muss der christliche Glauben, der entscheidend und grundsätzlich zur Kultivierung in Europa beigetragen hat, sich ganz ohne Not all den zeitgeistigen Strömungen andienen, die keine wirklichen Fundamente und keine sinnschaffenden Elemente in sich tragen? Und wieso, um Gottes Willen, muss sich die katholische Kirche in diesen Flugsand der überall eindringenden Beliebigkeit begeben?

 

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